Borreliose natürlich heilen - ein Diskurs

Borreliose natürlich heilen

Als Borreliose bezeichnet man die bakterielle Infektion des Körpers durch das zu den Spyrochäten gehörenden Bakterium Borrelia burgdorferi und dem sich daraus entwickelnden Krankheitsbildern. Zu den durch Spirochäten ausgelösten Krankheiten gehört auch die Syphilis, was einen gewissen Rückschluss auf den Verlauf der Erkrankung zulässt.

Autor/en dieses Beitrages:
Dieter Berweiler, Heilpraktiker/in aus Stuttgart-Mühlhausen

Über den Autor

Dieter Berweiler studierte Gartenbau in Freising zu der Zeit, in der gerade der biologische Pflanzenschutz erforscht wurde. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Epidemiologie und den Populationszyklen von Nützlingen und Schädlingen im geschlossenen System Gewächshaus.

2002 gründete er den Calendula-Kräutergarten und seit 2003 ist der als Heilpraktiker in eigener Praxis tätig mit dem Schwerpunkt Parasitologie inklusive der Borreliose, Autoimmunerkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Wie kam Dieter Berweiler zur Borreliose?

Nachdem im Calendula-Kräutergarten das Kardenelixier für ein namhaftes Institut hergestellt wurde und Wolf Dieter Storl in seinem Buch „Borreliose natürlich heilen“ den Calendula-Kräutergarten als Bezugsquelle nannte, war seine Praxis plötzlich voll mit Patienten, die unter Borreliose litten. So kann Dieter Berweiler nunmehr auf über zehn Jahre Praxiserfahrung im Bereich der naturheilkundlichen, ganzheitlichen Borreliose-Behandlung zurückblicken.

Was ist eine Borreliose?

Als Borreliose bezeichnet man die bakterielle Infektion des Körpers durch das zu den Spyrochäten gehörenden Bakterium Borrelia burgdorferi und dem sich daraus entwickelnden Krankheitsbildern. Zu den durch Spirochäten ausgelösten Krankheiten gehört auch die Syphilis, was einen gewissen Rückschluss auf den Verlauf der Erkrankung zulässt.

Allgemeines

Die Borreliose  wurde in den 1970er Jahren im Ort Lyme im US-Bundesstaat Connecticut erstmals beobachtet. Das Bakterium Borrelia burgdorferi wurde dann durch Willy Burdorfer erstmals 1981 beschrieben. Nachdem Borrelien sich im Körper über den Blutkreislauf verteilen können, können alle Körperteile bzw. Organe befallen werden. Daraus entwickeln sich die verschiedensten Symptomatiken bzw. Krankheitsbilder, je nachdem, wo diese Parasiten sich manifestieren. Das macht die Zuordnung dieser Krankheitsbilder so komplex, und die Verwechslungsgefahr mit anderen ähnlichen Erkrankungen ist sehr hoch. Deswegen wird die Borreliose auch als Chamäleon der Infektionserkrankungen bezeichnet. Nachdem in der Regel nicht nur ein Organ befallen wird, sondern sich viele Borrelienherde im Körper gleichzeitig ansiedeln, spricht man von einer Multisystemerkrankung. Borrelien können durch Zecken, aber auch durch andere stechende oder beißende Insekten wie z. B Stechmücken, Bremsen oder Flöhe auf den Menschen übertragen werden. Borrelien kommen außer in den Überträgern selbst in vielen anderen Säugetierarten vor.

Die "Zeckenimpfung"

Als Zeckenimpfung wird irreführenderweise die FSME-Impfung bezeichnet. Die FSME wird ebenfalls durch Zecken übertragen, hat mit der Borreliose außer dem gemeinsamen möglichen Übertragungsweg nichts zu tun. Die Zeckenimpfung schützt weder vor Zecken noch vor einer möglichen Borreliose.

Stadien der Borreliose

Die Borreliose wird von der Schulmedizin in drei verschiedene Stadien eingeteilt.

  • Als Stadium I bezeichnet man die Zeit der ersten vier Wochen nach der Infektion.
  • Als Stadium II wird die Zeit nach vier Wochen (Stadium I) bis zu einem halben Jahr nach der Infektion bezeichnet, in der sich die Borreliose im Körper manifestiert und das Immunsystem des Betroffenen versucht, dieser Infektionskrankheit Herr zu werden.
  • Als Stadium III wird die Zeit nach einem halben Jahr nach der Infektion bezeichnet, nachdem das Immunsystem die Infektionserkrankungen nicht bezwingen konnte, sich der Parasit, die Borrelie, im Körper manifestiert hat, und es somit zu einer chronischen  Borreliose gekommen ist.

Da die Stadieneinteilung überschneidend ist, lassen sich die Stadien nicht klar voneinander abgrenzen. Das Festsetzen eines Stadiums sagt nichts über die Erfolgsaussichten einer wirkungsvollen Behandlung aus.

Die Gelenksborreliose

Von einer Gelenksborreliose wird gesprochen, wenn sich Borrelien in den Gelenkflächen angesiedelt haben und es dadurch zu Gelenkschmerzen kommt. Sie bezeichnet nicht einen komplizierteren Krankheitsverlauf, sondern drückt nur den Ort des Geschehens aus. Verblüffender Weise tritt eine Gelenksborreliose verstärkt das erste Mal nach einer Antibiotikagabe auf. Das lässt den Verdacht zu, dass die im Gewebe vorkommenden Borrelien sich während der Antibiose in die schlecht durchbluteten Gelenksflächen flüchten, um sich den Auswirkungen der Antibiose zu entziehen. Ab dem Moment treiben die Borrelien auch in den Gelenksflächen ihr Unwesen - mit den daraus resultierenden Beschwerdebildern.

Die Neuroborreliose

Man spricht von einer Neuroborreliose, wenn im Verlauf einer Borreliose Beschwerden im Bereich der Nerven hinzukommen, sich neuropathische Schmerzen einstellen oder Sensibilitätsstörungen den Patienten plagen. Ebenfalls spricht man von einer Neuroborreliose, wenn anscheinend die Leistungsfähigkeit des Gehirns in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies äußert sich zum Beispiel durch Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen sowie Sehstörungen.

Verblüffender Weise klagen die Patienten über diese Symptomatik oft zum ersten Male nach einer antibiotische Behandlung. Analog zur Gelenksborreliose liegt der Verdacht nahe, dass sich Borrelien während der Antibiose in das für Antibiotika schwer zugängliche Nervensystem zurückziehen und ab diesem Zeitpunkt über ihre Ausscheidungen das Nervensystem schädigen.

Diagnostik der Borreliose - Detektivspiel mit ungewissem Ausgang

Die Schulmedizin bietet für die Diagnostik der Borreliose verschiedene Bluttests an. Dabei achtet der Mediziner in erster Linie auf diesen diagnostischen Wert und zieht das Befinden und die Beschwerden des Patienten oftmals zu wenig in die Beurteilung der Gesamtsituation mit ein.

So kommt es leider immer wieder vor, dass ein negativer Laborwert den Mediziner veranlasst, den Patienten für gesund zu halten. Die Beschwerden werden dann in die Psychosomatik eingruppiert.

In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass die Laborwerte bzw. die Laboruntersuchungen nicht standardisiert sind und folglich unterschiedlich ermittelt werden. Das hat zur Konsequenz, dass im Labor A das Ergebnis positiv und im Labor B das Ergebnis negativ sein kann.

Was die meisten Betroffenen auch nicht erkennen, ist, dass nicht nach Borrelien sondern nach Antikörpern gegen Borrelien gesucht wird. Das ist natürlich ein eklatanter Unterschied. So wird ebenfalls unterstellt, dass die Anzahl der Borrelien mit der Anzahl der Antikörper korreliert. Damit ist gemeint: Wenig Borrelien bedeutet wenig Antikörper, viele Borrelien bedeutet viele Antikörper. Diese Unterstellung einer Korrelation zwischen Antikörper und Borrelien ist schlichtweg falsch.

Diese Fehlinterpretation lässt sich sehr einfach darlegen. Antikörper werden im Körper vom Immunsystem als Antwort auf eine Infektion gebildet, sofern das System zu dieser Antwort noch in der Lage ist. Kann das Immunsystem, warum auch immer, nicht mehr antworten, werden im Körper selbst bei einem hohen Erregerbefall keine Antikörper mehr gebildet. In diesem Falle wäre das Testergebnis schlichtweg falsch, da nach schulmedizinischer Sicht keine Borreliose vorliegt, da keine Antikörper nachzuweisen sind.

Hat ein Betroffener ein hervorragendes Immunsystem, das sehr schnell und gut mit der Bildung von vielen Antikörper auf einen geringen Erregerbefall reagiert, was grundsätzlich ein gutes Zeichen wäre, wird dieses Testergebnis fälschlicherweise als hoher Befall interpretiert, obwohl speziell in diesem Falle das Immunsystem mit diesem Erregerbefall hervorragend und physiologisch korrekterweise umgeht und höchstwahrscheinlich keinerlei Therapie notwendig wäre.

Im Moment ist der Western-Blot der gängigste Test bei der Diagnostik der Borreliose. Dabei wird das Blut auf die Anzahl der Antikörper untersucht. Dieser Test sagt lediglich aus, ob der Betroffene irgendwann in seinem Leben Kontakt mit dem Erreger hatte.

Der LTT-Test bzw. Lymphozytentransformationstest erfasst die für Borrelien spezifischen T-Zellen im Blut, also auch eine Reaktion des Körpers auf den Erreger. Damit ist der Test ähnlich schwierig zu interpretieren wie der Antikörpertest, da auch hier die Reaktionsfähigkeit des Körpers maßgeblich ist. Trotzdem gilt der LTT-Test als einer der sichersten Testverfahren.

Der PCR Test, bzw. Polymerase Ketten Reaktionstest (Polymerase Chain Reaction) ist eine Methode, um die Erbsubstanz in diesem Falle der Borrelien zu vervielfältigen. Dazu wird das Enzym DNA-Polymerase verwendet. Diese Vervielfältigung läuft in vielen hintereinander geschalteten Schritten ab und entsprechend hoch sind die Fehlergrenzen und die Falschaussagen bzw. unzuverlässig ist der Test.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass diese Tests lediglich ein Indiz für eine mögliche Borrelien-Infektion sind. Eine klare Diagnostik lässt sich hieraus in keinem Falle ableiten.


Es ist für viele Patienten (und Mediziner) kaum zu glauben, dass es in der heutigen Zeit keinen vernünftigen und damit zuverlässigen Test für eine Borreliose gibt. [Anm. d. Red.: Wie unsicher die Diagnosen bei der Borreliose mitunter sind, zeigte auch eine Warnung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vor Fehldiagnosen. Demnach würden viele Patienten aufgrund einer vermeintlichen chronischen Borreliose zum Teil monatelang mit Antibiotika behandelt, ohne überhaupt daran erkrankt zu sein. (Quelle: Meldung der DGN vom 22.9.2016 beim idw)]

Das Erythema migrans

Das Erythema migrans (Wanderröte) – eine sich kreisrund ausbreitenden Rötung der Haut rund um den Zeckenstich - "gilt" als sicheres Zeichen für eine Borreliose. Bei genauerer Betrachtung darf der aufmerksame Leser feststellen, dass es sich hierbei um ein Postulat handelt, sprich eine Behauptung, die wissenschaftlich nicht nachgeprüft ist. Kein Wissenschaftler der Welt weiß definitiv, ob das Erythema migrans wirklich von Borrelien verursacht wird, oder ob es andere Ursache hat. Sicher ist nur, dass das Erythema migrans eine physiologisch korrekte Immunreaktion des Körpers auf einen Fremdeiweißeintrag in das Gewebe ist. Die bisher gültige schulmedizinische Meinung - Auftreten des Erythemas gleich Borreliose - ist wissenschaftlich nicht haltbar. Umgekehrt tritt die Wanderröte bei Weitem nicht immer auf: Tatsächlich geht man davon aus, dass das Erythema migrans nur in ca. 30 % der Fälle einer Borreliose-Infektion auftritt.

Das Beschwerdebild der Borreliose

Die Borreliose kann mit einer Fülle von Beschwerden einhergehen, wie:
chronisches Krankheitsgefühl, Ermüdung, Erschöpfung, herabgesetzte körperliche Belastbarkeit,  leichtes Fieber, Hitzewallungen, Frösteln, Nachtschweiß, Halsschmerzen, geschwollene Drüsen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gelenkschmerzen mit Wanderungstendenz in verschiedenen Gelenken, Steifigkeit der Gelenke, Entzündung von Gelenken, Muskelschmerzen, Brustschmerzen und Herzklopfen, Bauchbeschwerden, Übelkeit, Durchfälle, Schlafstörungen, schlechte Konzentration und Gedächtnisstörung, Nervosität und Stimmungsschwankungen, Depression, Benommenheit, Rückenschmerzen, verschwommenes Sehen und Augenschmerzen, Schmerzen im Kieferbereich, Schmerzen in den Hoden oder im Beckenbereich, Schwindelzustände, Tinnitus, Hirnnervenstörungen (Taubheitsgefühl, Schmerzen, Kribbeln im Gesichtsbereich), Lähmungen im Gesichtsbereich einschl. Augenmuskeln, Optikus-Neuritis (Augennerventzündung), Kribbeln oder brennende Schmerzen im Hautbereich, Erkrankung des Herzmuskels inkl. des Erregungsleitungssystem, Herzrhythmusstörungen, Gewichtsverlust ...

Wie bereits erwähnt kann fast jedes Beschwerdebild von Borrelien wenigstens mit verursacht werden, je nachdem in welchem Körperabschnitt bzw. Organ die Borrelien ihr Unwesen treiben. Hinzu kommt, dass sich die möglichen Beschwerden einer Borreliose zu mehr als 90 % mit dem Beschwerdebild der Schwermetallvergiftung decken. Differenzialdiagnostisch kann daher eine Borreliose nicht eindeutig von anderen Krankheitsursachen abgegrenzt werden.

Schulmedizinische Therapie der Borreliose

Viele Schulmediziner richten sich nach der so genannten S1-Leitlinie der Neurologen. Eine weitere S1-Leitlinie gibt es bei den Dermatologen bezüglich der Hautmanifestation. Beide Leitlinien empfehlen das Antibiotikum Doxycyclin oder Amocycillin in einer Dosierung von täglich 200 mg über 2 bis 3 Wochen. Nach der Leitlinie ist die Borreliose anschließend geheilt und die Beschwerden des Patienten sind anderer Natur. Dann spricht man vom postinfektiösem Syndrom bzw. Post Lyme Disease.

Bei einer Spätinfektion wird nach dieser Leitlinie eine intravenöse Gabe von Cephalosporinen empfohlen. Spätestens soll die Borreliose ausgeheilt sein. Die Leitlinie spricht von einer Heilungsrate von 85 bis 100 %. Offen bleibt bei dieser Leitlinie, wie mit den ca. 15 % Verfahren werden soll, welche auf diese Weise nicht ausgeheilt worden sind.

In der Praxis stellt sich dieses Bild meiner Erfahrung nach jedoch völlig anders dar. Etliche Patienten haben mehrfache Antibiotikakuren hinter sich gebracht, ohne eine nachhaltige Besserung zu erfahren.

Die Ärztevereinigung ILADS, die sich ausschließlich mit Zecken übertragene Erkrankungen beschäftigt, empfiehlt eine Kombination von drei verschiedenen Antibiotika über wenigstens sechs Monate. Welche Auswirkungen das auf den menschlichen Organismus hat, darf sich jeder Betroffene selbst ausmalen. [Anm. d. Red. Wie neue Untersuchungen zeigen, ist selbst bei einer Neuroborreliose eine Antbiotikatherapie über mehr als 2-3 Wochen nicht sinnvoll. Sie stelle sogar ein unnötiges Risiko dar.]

Weitere Therapieoptionen (außer Antibiotika) stehen der Schulmedizin nicht zur Verfügung.

Anzumerken ist jedoch noch, dass diese Leitlinie derzeit überarbeitet wird (Stand Oktober 2015). Es bleibt daher abzuwarten, ob die neu überarbeitete Leitlinie der schwierigen Situation der Betroffenen besser gerecht wird.

Borreliose aus naturheilkundlicher Sicht

Die Naturheilkunde bietet für die Behandlung der Borreliose einen ganzen Blumenstrauß voll Therapiemöglichkeiten an. Viele Betroffene kombinieren die schulmedizinische Antibiotikatherapie mit anderen naturheilkundlichen Verfahren. Da vielen Betroffenen zwar die eine oder andere naturheilkundliche Therapie geläufig ist, aber der durchschnittliche Patient nicht alle Möglichkeiten kennt, hier eine Übersicht über die gängigsten naturheilkundlichen Therapiemöglichkeiten.

Die Homöopathie

Die Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann vor ca. 200 Jahren begründet und basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Die homöopathischen Mittel werden durch Verbindung hergestellt bzw. durch Potenzierung.

Die Homöopathie ist bei Fach- und sachgerechter Anwendung eine wirksame Therapiekomponente in der Borreliose-Therapie. Da der Mensch heute jedoch Belastungen und Vergiftungen ausgesetzt ist, die es zur damaligen Zeit einfach gar nicht gab, reicht die Homöopathie alleine in der Regel für eine erfolgreiche Behandlung nicht aus.

Die Homöopathie kann die Regulationsfähigkeit des Körpers deutlich erhöhen und führt deswegen wenigstens temporär zu einer Verbesserung der Symptomatik.

Die Nosodentherapie

Bei der Nosodentherapie in Bezug auf die Borreliose wird die Nosode Borrelia in aufsteigender Potenz dem Patienten verabreicht. Eine Borrelia-Nosode ist ein homöopathisch hergestelltes Mittel aus dem Erreger der Borreliose.

Die Nosodentherapie als Teilbereich der Homöopathie kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führen, heilt alleine eine Borreliose jedoch nicht nachhaltig aus.

Schüßler-Salze

Schüßler-Salze sind ebenfalls ein Teilgebiet der Homöopathie. Die fachgerechte Anwendung der Schüßler-Salze kann die Regulationsfähigkeit des Körpers erhöhen und somit die Symptomatik lindern. Jedoch reichen auch sie alleine für eine nachhaltige Ausheilung der Borreliose nicht aus.

Die TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) blickt auf eine Jahrtausend alte Tradition zurück. Die Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin sind die Kräuterheilkunde, die Meridian-Lehre, die Moxibustion, die Akupunktur und die Bewegungslehre wie zum Beispiel Taiji oder Qigong.

Die Akupunktur

Der bekannteste Teilbereich der TCM ist zweifelsohne die Akupunktur, die zugleich auch am verbreitetsten ist. Die Akupunktur stimuliert über Reizung an den Meridianen das Immunsystem im menschlichen Körper. Auch die Akupunktur kann zu einer Besserung der Symptomatik führen. Da aber bei den Grundlagen der Erkrankung nichts geändert wurde, führt die Akkupunktur oft nur zu einer kurzzeitigen Verbesserung der Symptomatik.

Die Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird venöses Blut des Patienten in einen Muskel des Patienten reinjiziert. Auch dieses Verfahren stimuliert das Immunsystem des Patienten und somit die Regulationsfähigkeit des Gesamtorganismus. Oft werden dem Blut des Patienten noch diverse homöopathische Mittel beigemischt, um diesen Effekt zu verstärken. So kann auch dieses Verfahren zu einer Besserung der Symptomatik führen. Leider reicht die Eigenbluttherapie alleine nicht aus, um eine Borreliose auszuheilen.

Die Bioresonanztherapie

Bei der Bioresonanztherapie sollen krank machende Frequenzmuster aus dem Körper gelöscht oder überlagert werden. Die Bioresonanztherapie wird kontrovers diskutiert, da sie, wie die eine oder andere naturheilkundliche Therapie auch, wissenschaftlich nicht belegbar ist. Da die Bioresonanztherapie an den Grundlagen des Krankheitsgeschehens der Borreliose nichts ändert, ist eine nachhaltige Verbesserung der Symptomatik selten zu erwarten.

Die Bio-Photonen-Therapie

Als Photonen bezeichnet man in der Physik die kleinsten Lichtteilchen. Werden diese kleinste Lichtteilchen aus lebenden Zellen ausgesendet, so werden sie als Bio Photonen bezeichnet. Jede lebende Zelle sendet Bio-Photonen, also kleinste Lichtteilchen aus. Der Physiker Professor Albert Popp hat in seinen Forschungen herausgefunden und bestätigt, dass Zellen mit und über die Bio-Photonen miteinander kommunizieren. Diese Eigenschaft macht sich die Bio-Photonen-Therapie zu Nutze. So werden durch ein Gerät Photonen in den Körper gebracht, um mit den einzelnen Körperzellen zu kommunizieren und durch diese neuen Informationen die Zellen positiv in Richtung Gesundheit zu beeinflussen. Die Bio-Photonen-Therapie kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik beitragen. Jedoch ändert die Bio-Photonen-Therapie nichts an den Grundvoraussetzungen der Borreliose Erkrankung und reicht alleine für eine erfolgreiche Ausheilung der Borreliose nicht aus.

Kolloidales Silber

Eine Therapie mit kolloidalem Silber ist eine bekannte naturheilkundliche Methode zur Behandlung einer Infektion. Dabei soll das Kolloidale Silber selektiv den Stoffwechsel des Erregers im menschlichen Körper stören. Körpereigene Mikroorganismen sollen dabei nach Ausführungen der Befürworter des kolloidalen Silbers nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Ob diese Aussage so der Realität entspricht, ist leider nicht belegt.

Erfahrungsgemäß reicht eine Gabe von kolloidalem Silber auch über einen Monate langen Zeitraum in keinster Weise aus, um eine Borreliose nachhaltig auszuheilen. Diese Therapie kann durch eine Reduktion der Erreger jedoch zu einer Verbesserung der Symptomatik führen. Nach Absetzen des kolloidalem Silbers vermehren sich die Erreger jedoch wieder ähnlich wie nach einer Therapie mit einem Antibiotikum.

MMS

Unter dem Namen MMS (Miracle Mineral Supplement)  verbirgt sich eine Lösung von 28 % Natriumchlorit, nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid. Durch den Anteil von Chlor ist MMS ein hervorragendes Desinfektionsmittel und wird z. B. zur Hautdesinfektion erfolgreich eingesetzt, wie auch zur Desinfektion von Trinkwasser. Bei der oralen Gabe von MMS ist von einer nachhaltigen Schädigung aller im Körper befindlichen Mikroorganismen auszugehen, auch der physiologisch korrekten und gewollten Mikroorganismen im Körper. MMS ist für die orale Gabe am Menschen nicht zugelassen. Die Nutzen-Risiko-Bewertungen ist sehr kritisch zu betrachten. Daher ist von einer oralen Gabe von MMS zur Borreliose-Behandlung - unabhängig von der rechtlichen Situation in Deutschland - abzuraten.

Vitamin C und Salz

In manchen Foren zur Borreliose-Therapie wird eine Hochdosis Vitamin C in Verbindung mit einer Hochdosis Salz empfohlen. Die Hochdosis-Vitamin-C-Therapie ist in der Naturheilkunde ein anerkanntes Verfahren zur Reduktion von oxidativem Stress im Körper. Die Hochdosis-Vitamin-C-Therapie verbessert daher die mögliche Immunantwort des Körpers. Die Hochdosis Salz zielt auf eine Milieuverschiebung im Körper hin, wobei der Erreger stärker in Mitleidenschaft gezogen werden soll als die im Körper physiologisch korrekterweise vorkommenden Mikroorganismen. Ob dies so zutreffend ist, ist weder naturheilkundlich geschweige denn wissenschaftlich belegt.

Die Vitamin C Hochdosistherapie für sich alleine, ist ein sinnvolles mögliches Therapie Fragment in der Borreliose-Therapie. Wie viele andere naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten reicht diese jedoch alleine auch nicht aus, um eine Borreliose auszuheilen.

Die Colon-Hydro-Therapie

Bei der Colon-Hydro-Therapie (Colon=Darm, Hydro=Wasser) handelt es sich um eine mechanische Reinigung des Dickdarmes bzw. des Colons. Dazu wird über den After durch ein dafür entwickeltes Gerät Wasser in den Dickdarm eingebracht und anschließend wieder abgesaugt. Durch diese Reinigung vermindert sich die Giftlast im Darm. Dies führt zu einer Verbesserung des Gesamtbefindens. Die Colon-Hydro-Therapie kann bei vielen auch chronischen Erkrankungen zu einer deutlichen Linderung der Symptomatik führen. Leider reduziert sie nicht die Anzahl der Borrelien im Körper. Sie ist zweifelsohne eine mögliche Begleittherapie zur Dämpfung der Symptomatik.

Oft wird die Colon-Hydro-Therapie mit einer Darmsanierung (siehe Kapitel Darmsanierung) verwechselt. Wie bereits erwähnt, ist die Colon-Hydro-Therapie jedoch  „nur“ eine mechanische Reinigung des Dickdarmes.

Regulation des Säure-Basen-Haushaltes

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes im Körper stellt in der Naturheilkunde eine Basistherapie zur Wiederherstellung eines gesunden Körpermilieus dar. In unserer heutigen sogenannten zivilisierten Welt sind die meisten Menschen übersäuert, was zu einer Störung der Grundregulation im Körper führt. Die Wiederherstellung der Grundregulation im Körper ist unabdingbar für jeglichen Genesungsprozess, so auch für die erfolgreiche Behandlung einer Borreliose.

Gabe von Darmbakterien oder Probiotika

Bei vielen Erkrankungen, so auch bei der Borreliose, werden von vielen naturheilkundlichen Therapeuten dem Patienten Darmbakterien verordnet. Fälschlicherweise wird die Gabe von Darmbakterien oder Probiotika als Darmsanierung bezeichnet (siehe Kapitel Darmsanierung). Die Gabe von Darmbakterien ist eine von vielen Bestandteilen einer Darmsanierung und macht nur im Zuge einer kompletten Darmsanierung nachhaltig Sinn. Zugegebener Maßen verbessert die Gabe von Darmbakterien oftmals den Gesamtzustand des Patienten, solange diese Darmbakterien genommen werden.

Die Darmsanierung

Unter einer Darmsanierung ist zu verstehen die Regeneration der Darmschleimhaut inklusive der Herstellung der Barrierefunktion der Darmschleimhaut in Verbindung mit der erfolgreichen Wiederbesiedlung des Darmes mit den Darmbakterien, die von der Natur dafür vorgesehen sind. Im gleichen Zuge werden pathogene (krankmachende) Darmbakterien aus dem Darmmilieu verbannt.

Oft wird die Darmsanierung mit der Colon-Hydro-Therapie, sprich Dickdarmreinigung, verwechselt. Eine weitere Verwechslung der Darmsanierung stellt die Gabe von Darmbakterien oder Probiotika dar. Die Wiederherstellung einer gesunden Darmfunktion mit all seinen Facetten ist die Grundlage einer jeglichen Gesundung. Sie stellt bei vielen Erkrankungen wie auch bei der Borreliose ein Kernstück des Therapiekonzeptes dar.

Die Hyperthermie

Bei der Hyperthermie wird der Körper des Menschen in ein temporäres künstliches Fieber versetzt. Durch diese erhöhte Körpertemperatur werden zum einen Temperatur-empfindliche Erreger abgetötet, zum anderen wird die Reaktionsgeschwindigkeit des Immunsystems deutlich erhöht. Dadurch kommt es in Bezug zur Borreliose zu einer deutlichen Reduzierung der Borrelienzahl im Körper, was zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führt. Wenn jedoch bei der Hyperthermie nicht alle Borrelien im Körper abgetötet werden und dadurch ein Restbestand Borrelien im Körper verbleibt, werden diese zu einem erneuten Aufflammen der Erkrankung führen. Daher ist die Hyperthermie eine Therapieoption, reicht aber alleine in der Regel nicht aus, um eine Borreliose erfolgreich auszuschalten.

Nahrungsergänzungsmittel oder Orthomolekulare Therapie

Da eine Borreliose-Infektion fast immer mit einem Mangel von Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Aminosäuren einhergeht, ist eine Substitution dieser Mikronährstoffe unabdingbar. Der Mangel dieser Mikronährstoffe hat eine schlechtere Entgiftungsfunktion des Körpers, ein reduziertes Immunsystem sowie eine generell geringere Vitalität zur Folge. All diese Einzelfaktoren verzögern eine Genesung des Patienten. Verstärkt wird dieser Mikronährstoff-Mangel durch einen erhöhten Bedarf des Körpers aufgrund der vorhandenen pathogenen Keime. Erfahrungsgemäß reicht daher eine kurmäßige orale Verabreichung [d.h. durch Einnahme über den Mund in Form von Kapseln oder ähnliches] nicht aus.

Warum helfen viele Therapien nicht nachhaltig?

Viele naturheilkundliche Therapien, die im Bereich der Borreliose dem Patienten angeboten werden, basieren auf einer Verbesserung der Regulation im Körper. Dies führt in vielen Fällen zu einer Verbesserung der Symptomatik. Da sich an der Grundlage der Erkrankung nichts wesentlich verändert hat, stellt sich das ursprüngliche Krankheitsbild nach geraumer Zeit wieder ein.

Die Antibiotika-Therapie – nur ein Zeitgewinn?

Die schulmedizinische Standardtherapie der Borreliose ist die Gabe eines Antibiotikums. Das Antibiotikum soll den Erreger "umbringen", ohne dabei den Wirt zu schädigen. Allerdings werden nicht alle Erreger durch das Antibiotikum umgebracht. Borrelien haben die Eigenschaft bei Anwesenheit eines Antibiotikums oder mehrerer Antibiotika innerhalb weniger Stunden in die so genannte L-Form überzugehen. Diese L–Form hat keinen eigenen Stoffwechsel und wird daher von den Leitlinien-gerechten Antibiotika nicht erfasst. Diese L-Formen "erwachen" irgendwann wieder und reinfizieren den Körper erneut. Die schulmedizinische Antwort lautet: längere Antibiotika Gaben verschiedener Antibiotika-Kombinationen. Eine Veränderung der Grundvoraussetzungen für die Erkrankung wird dadurch nicht erreicht. Das hat zur Folge, dass es sich nur um eine Frage Zeit handelt, bis die Erkrankung erneut aufflammt.

Zweifelsohne führt eine fachgerechte Antibiotika-Therapie zu einer Reduktion der Erregerzahl und somit zu einer Verbesserung der Erregerbelastung für den Körper.

Doch das hat seinen Preis, denn jede Antibiotikum-Therapie schädigt den Körper des Patienten. Es dürfte heute wohl den meisten Menschen bekannt sein, dass eine Antibiotikumgabe die Darmflora zerstört. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, dass sich die Darmflora nie wieder von alleine aufgebaut, sondern aktiv über eine fachgerechte Darmsanierungen aufgebaut werden muss.

Warum werden die einen gesund und die anderen bleiben krank?

Das ist eine Frage, die viele Betroffene beschäftigt. Um sie beantworten zu können, muss man die Funktionsweise des Körpers besser verstehen. Der Körper ist ein Regulationswunder von Milliarden von Stoffwechselvorgängen je Sekunde. Gesund oder krank zu sein, ist ein subjektives Empfinden und kann daher auch nur subjektiv beantwortet werden. Den Körper darf man nicht betrachten wie ein Motor, der läuft oder nicht läuft, sondern es gibt alle Zwischenstufen. So führt eine Antibiotikagabe zu einer Reduktion der Erregeranzahl und somit zu einer Verbesserung der Gesamtsituation. Schafft es der Körper anschließend, eine ausreichend gute Regulation aufrecht zu erhalten, fühlt sich der Betroffene wieder gesund.

Die naturheilkundlichen Therapien zielen oft auf eine Verbesserung der Regulation. Reicht diese Verbesserung aus, um diese subjektive Empfinden Gesundheit zu vermitteln, so wird der Patient berichten "ja, ich bin wieder gesund". Ein erneutes Aufflammen der Infektion bzw. eine Reduktion der Regulationsfähigkeit des Körpers wird vom Betroffenen dann als Wiedererkrankung interpretiert.

Aufgrund dieses Zusammenhangs kommt es zu so vielen Rückfällen, da sich die Betroffenen in einem labilen Gesundheitszustand befunden haben und es nur wenige Störungen bedarf, dieses wieder aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Borreliose aus der ganzheitlichen, naturheilkundlichen Sicht

Um eine Borreliose nachhaltig ausheilen zu können, bedarf es zusätzlich zur naturheilkundlichen Sicht auch der ganzheitlichen Betrachtungsweise. Dies bedeutet, dass sich der Therapeut intensiv mit den Grundlagen beschäftigen sollte, die die Basis der Erkrankung bilden. Auf diesen Voraussetzungen - oder sagen wir besser Nährboden - siedelt sich dann die Borreliose an. Wenn Therapeut als auch Patient verstanden haben, dass die Borreliose nur der Gipfel des Eisberges ist, wird schnell klar, dass durch die Behandlung der Basis, oder anders ausgedrückt die Behandlung der Grundvoraussetzungen der Erkrankung, alle sich daraus entwickelnden Symptomatiken verschwinden, sobald alle Voraussetzungen der Erkrankung saniert sind. So kann man die Borreliose aus der ganzheitlichen naturheilkundlichen Sicht auch als Symptom verstehen.

Beispiel: In Ihrem Garten lagern Sie Küchenabfälle zwischen, weil die Müllabfuhr streikt. Dies hat zur Folge, dass sich Mäuse im Garten ansiedeln, die sich von diesen Küchenabfällen ernähren. Ein Auslegen von Mäusegift reduziert die Population der Mäuse und lindert somit die Problematik. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Mäusepopulation erholt hat. Um das Problem der Mäuse im Garten nachhaltig zu lösen, reicht es aus, die Küchenabfälle zu beseitigen und somit den Mäusen die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Das Entziehen der Nahrungsgrundlage oder das Entziehen des Lebensraumes ist die beste und effektivste Art, Lebewesen auszurotten.

Diese Betrachtungsweise kann man auch auf den menschlichen Körper übertragen.

Es stellt sich die Frage, welche Grundvoraussetzungen die Borrelien im Körper benötigen, den Körper als Lebensraum für sich zu entdecken. In der Konsequenz schließt sich die Frage an, wie diese Grundvoraussetzungen der Borreliose beseitigt werden können.

Grundvoraussetzungen einer Borreliose – das Milieu

Der Körper des Menschen ist der Lebensraum der Borrelien. Der innere Zustand des Körpers - das Milieu - hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Mikroorganismen sich hier wohlfühlen und welche nicht. So kann man auch den Körper des Menschen als geschlossenes Ökosystem verstehen. Wenn einem bewusst wird, dass sich im Körper des Menschen im gesunden Zustand mehr Mikroorganismen befinden als Körperzellen, wird sicherlich schnell klar, dass es sich um ein weitaus komplexeres Ökosystem handelt, als sich das die meisten Menschen vorstellen können. So beherbergt das menschliche Genom nur 0,25 % des im Körper befindlichen Genmaterials. Die übrigen 99,75 % Gene im menschlichen Körper gehören zu den dort befindlichen Mikroorganismen – wertvolle Helfer für einen gesunden Zustand. Die meisten Zusammenhänge sind bis heute weder bekannt, geschweige denn erforscht.

Alles, was dieses Zusammenspiel stört, beeinflusst unsere Gesundheit negativ. Im Umkehrschluss sind möglichst alle störenden Faktoren zu beseitigen - so gut es irgendwie möglich ist.

Eine Grundvoraussetzung für eine jegliche Gesundung wie auch für eine Borreliose ist die Wiederherstellung eines korrekten Körpermilieus.

So ist die Verbesserung des Körpermilieus durch Entschlacken, Entgiften, die Korrektur des Körper-pH-Wertes und eine artgerechte Ernährung Grundvoraussetzung für jegliche Gesundheit wie auch bei einer Borreliose.

Die Verschlackung

Im schulmedizinischen Sinne gibt es keine Verschlackung. Aus naturheilkundlicher Sicht versteht man unter dem Begriff "Verschlackung", dass Stoffwechselendprodukte im Körper verbleiben, die zwar natürlicherweise vorkommen, aber ausgeschieden werden sollten. Die Trinkmenge hat für das Ausscheiden dieser Schlackenstoffe eine maßgebliche Bedeutung. Eine nicht ausreichende Trinkmenge führt dazu, dass Schlackenstoffe im Körper zwischengelagert werden müssen. An diesen Lagerorten behindern sie dann den Stoffwechsel des Körpers, was letztendlich zu einer Reduzierung des Gesundheitsgefühls führt. Eine ausreichende Trinkmenge von 1 l Wasser pro 20 kg Körpergewicht ist eine Grundvoraussetzung für die Entschlackung des Körpers.

Die Vergiftung

Unter Vergiftung versteht man Stoffe im Körper, die dort eigentlich gar nicht vorkommen sollten und die Regulation, spricht den Stoffwechsel des Körpers, stören oder gar unterbinden. Die erste Maßnahme um den Grad der Vergiftung zu reduzieren, ist, keine weiteren Gifte zuzuführen. Die zweite Maßnahme lautet Entgiftung des Körpers z. B. von Schwermetallen, Lösungsmitteln, künstlichen Aromen, Weichmachern - um nur die Wichtigsten zu nennen.

Allein die Reduktion der Vergiftung führt bei vielen Patienten schon zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation.

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes im menschlichen Körper ist für eine korrekte Stoffwechsellage im Körper genauso entscheidend wie die Reduzierung der Verschlackung und Vergiftung. In unserer heutigen Welt sind die meisten Menschen übersäuert, was zur Folge hat, dass Stoffwechselvorgänge im basischen Milieu nicht mehr hinreichend gut oder gar nicht mehr stattfinden können. Normalerweise befindet sich das Körpermilieu abwechselnd im sauren und basischen Bereich. Nur dann ist es gewährleistet, dass alle Körperstoffwechselfunktionen nachhaltig stattfinden können.

Ernährungsumstellung

Eine weitere Problematik stellt die Tatsache dar, dass wir viele vermeintliche Nahrungsmittel essen, die uns zwar schmecken, aber eigentlich für unseren Darm nicht verstoffwechselbar sind. Meist enthalten heutige Nahrungsmittel künstliche Zusatzstoffe wie künstliche Aromen oder Farbstoffe, die die Leber schädigen. Einen noch größeren Schaden im Darm verursachen z. B. Antibiotika-Rückstände in den Nahrungsmitteln oder Konservierungsstoffe, da diese Inhaltsstoffe die Darmbakterien schädigen. Oder wir essen vermeintliche Lebensmittel, die für unseren Darm gar nicht verdaubar sind wie z. B. Kuhmilch, die dann im Darm verfault und giftige Fäulnisprodukte verursacht. Eine Umstellung zu einer giftfreien, artgerechten Ernährung entlastet den Körper ungemein und schafft daher Ressourcen für den Genesungsprozess.

Die Bedeutung des Darmes

Ein altes Sprichwort lautet: "Der Tod sitzt im Darm". Der Darm mit seinen ca. 600 bis 800 m² Oberfläche spielt eine zentrale Rolle für die Nährstoffversorgung des Körpers und somit für das Wohlbefinden des Menschen. In den letzten 2 bis 3 Jahren hat die sogenannte Biogenomforschung, sprich die Erforschung der Darmbakterien, viele neue Erkenntnisse über die Bedeutung der Darmbakterien und deren Funktion erbracht. So weiß man heute, dass die eigentliche Verdauungsleistung die Leistung der Darmbakterien ist. Ebenso sind Darmbakterien oft verantwortlich für die Resorption der Vitamine und Spurenelemente aus dem Nahrungsbrei. Der Mensch besitzt in seinem Körper mehr Mikroorganismen als Körperzellen. Die Forschung wird immer mehr darüber bewusst, dass sie in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen steckt.

Viele Menschen erkennen die Bedeutung des Darmes nicht oder nur völlig unzulänglich, ansonsten würden sie der größten Grenzfläche des Menschen zur Außenwelt viel mehr Bedeutung zumessen.

Allen Betroffenen sollte klar werden bzw. klar sein, dass ohne eine korrekte Darmfunktion keine nachhaltige Gesundheit möglich ist. Deswegen sollte der Regeneration des Darmes und die Wiederherstellung einer korrekten Darmfunktion größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wenn der Darm wieder korrekt funktioniert, sind die Grundvoraussetzungen der Gesundheit wieder gegeben. Die Regeneration des Darmes in Form einer korrekten und umfassenden Darmsanierung dauert je nach Patient ein bis drei Jahre und bedarf großen Wissens und Verständnisses des Therapeuten.

Vor diesem Hintergrund wird offensichtlich, dass durch die schulmedizinische Standardtherapie der Borreliose mit einem Antibiotikum bzw. mehreren Antibiotika das Biogenom dauerhaft geschädigt wird und daher der Grundbaustein für Gesundheit nicht mehr vorhanden ist.

Die Autoimmunerkrankung - eine mögliche Voraussetzung für die Borreliose?

Viele Borreliose-Patienten leiden nicht nur an den Folgen dieser Infektion, sondern gleichzeitig auch ein einer Autoimmunerkrankung. Dies legt die Vermutung nahe, dass das gestörte Immunsystem eine Grundvoraussetzung für eine mögliche Infektion mit Borrelien darstellt. Hier kommt erschwerend hinzu, dass das gestörte Immunsystem die vorhandenen Borrelien nicht ausreichen gut bekämpft. Vor dem Hintergrund, dass 70 bis 80 % des Immunsystems im Darm verankert ist, untrstreicht dies nochmals die Bedeutung des Darmes für eine erfolgreiche Borreliose-Therapie.

Das Mitbehandeln der Autoimmunerkrankung macht die Therapie der Borreliose so komplex. Wird die Autoimmunerkrankung innerhalb der Behandlung vernachlässigt, so hat der Betroffene wenig Aussicht auf eine nachhaltige Gesundheit.

Oft weiß der Borreliose-Erkrankte nichts von seiner Autoimmunerkrankung. Dann gilt es, auf die Suche nach ihr zu gehen. Oft leiden Betroffene an einer versteckten Lebensmittel-Allergie. In diesem Zusammenhang kann nur immer wieder deutlich darauf hingewiesen werden, welche Wichtigkeit eine artgerechte Ernährung hat.

Die erfolgreiche, ganzheitliche, naturheilkundliche Borreliose-Therapie

Oft berichten Borreliose-Erkrankte, dass sie schon alles Mögliche gemacht haben. Aus der Sicht der Betroffenen mag das wohl stimmen, aus der naturheilkundlichen Sicht wurden jedoch immer wieder Therapiebausteine vergessen. So manch ein Patient pickt sich dann die eine oder andere Therapieoption heraus. Wenn jedoch ein Therapiebaustein vergessen oder nicht hinreichend gut behandelt wird, wird der gesamte Therapieerfolg in Frage gestellt.

Die Basistherapie bei Borreliose

Es stellt sich nicht die Frage entweder - oder, sondern alles. Das bedeutet: Die Basistherapie setzt sich aus vielen Säulen zusammen.

Dies sind:

  • die Entschlackung des Körpers durch ausreichendes Trinken,
  • das Entgiften des Körpers v. a. von Schwermetallen wie Quecksilber,
  • eine erfolgreiche, nachhaltige Regulation des Säure-Basen-Haushaltes,
  • eine giftfreie, artgerechte Ernährung,
  • ein kompletter Aufbau der Darmfunktion samt der Schleimhautbarriere,
  • eine Substitution aller Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und ggf. Aminosäuren mit Zusatzstoff-freien Präparaten, die frei von z. B. Laktose, Gluten, künstlichen Aromen, Farbstoffen, Titandioxid, Magnesiumstearat sind.

Die notwendige ergänzende Phytotherapie innerhalb der Borreliose-Therapie

Mit dieser Basis kann dann zusätzlich phytotherapeutisch die Regulation im Körper stimuliert werden, so dass das erwachende Immunsystem die Borrelien aus dem Körper eliminiert.

Innerhalb der Phytotherapie hat sich die Karde als Leitpflanze innerhalb der Borreliose-Therapie etabliert. Die Karde erfasst zwar Borrelien im Körpergewebe, jedoch nicht ausreichend gut innerhalb des Erythrozyten (= roten Blutkörperchen). Wir nur mit der Karde therapiert, kann es daher zur Reinfektion von Borrelien aus dem Blut kommen. Somit reicht die Karde allein nicht aus, sondern sollte mit der Pflanze Artemisua annua kombiniert werden. Artemisua annua ist eine Pflanze, die Parasiten aus dem Blut gut eliminiert, so auch Borrelien. Entsprechend hat sich eine Kombination beider Pflanzen am besten in einem Produkt im richtigen Mischungsverhältnis bewährt.

Natürlich werden in der Phythotherapie viele weitere Pflanzen innerhalb der Borreliose-Therapie eingesetzt, um z. B. die Leber zu stärken, die Nierenfunktion zu fördern, das Lymphsystem wieder in Fluss zu bringen, die Regulationsfähigkeit des Körpers zu stützen oder die Schleimhautintegrität zu begünstigen.

Die Kombination sichert den Erfolg

Wie man jetzt deutlich erkennen kann, bedarf es für eine erfolgreiche ganzheitliche naturheilkundliche Borreliose-Therapie eine Summe von Einzeltherapien. Wenn auch nur eine Einzeltherapie nicht oder nicht hinreichend gut funktioniert, ist der gesamte Therapieerfolg in Gefahr. So kann - aus welchen Gründen auch immer - kein einzelner Therapiebaustein weggelassen werden.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei einer Borreliose um eine Multisystemerkrankung. Deswegen muss die Therapie alle Systeme des Körpers bzw. alle  Körperregulationssysteme erfassen und wieder in Funktion bringen.

Ergänzende einfache Therapiemaßnahmen

Ergänzend zu den bereits ausgeführten Therapiemaßnahmen kann natürlich alles durchgeführt werden, was den Körper stärkt, die Entgiftung des Körpers fördert, die Regulation der Stoffwechselvorgänge verbessert und die Entsäuerung des Körpers unterstützt. Dazu zählen z. B. Saunagänge oder die Infrarotkabine, mäßiger Ausdauersport, aber auch angemessene Erholungsphasen für den Körper.

Ergänzende therapeutische Therapiemaßnahmen

Bei dem einen oder anderen Borreliose-Kranken kann die bisher beschriebene Therapie nicht ausreichend sein. So liegt es im Verantwortungsbereich und Können des Therapeuten durch ergänzende Therapiemöglichkeiten, die nicht hinreichend gut erfassten Beschwerdebilder zusätzlich zu behandeln. Im Fragen kommen hier z. B. die Neuraltherapie, die Therapie der Faszien, eine chiropraktischen Therapie oder Osteopathie, um nur einige weitere Therapieoptionen zu nennen.

Behandlung der Co-Infektionen

Trotz dieser sehr umfangreichen Therapie schaffen es manche Patienten nach angemessener Therapiedauer nicht zur Gesundheit. Spätestens jetzt sollte man an die Co-Infektionen denken. So hat der ein oder andere Betroffene nicht nur Borrelioseerreger im Körper, sondern auch andere parasitäre Erreger zum Beispiel Rickettsien, Bartonella, Babesien, Erlichien oder Chlamydien. Heute sind über 250 verschiedene humanpathogene Parasiten bekannt. Für viele dieser Erreger gibt es keinen Test, sodass sich eine Diagnostik als extrem schwierig erweist oder gar unmöglich wird. Der Therapeut darf dabei sein ganzes detektivisches Können zum Einsatz bringen.

Phythotherapeutisch können die Co-Infektionen ebenfalls behandelt werden. Dafür hat sich eine Pflanzenmischung aus z. B. Schwarznuss, Nelke, Klette und Helmkraut bewährt.

Geduld und Durchhaltevermögen

Wie man den Ausführungen entnehmen kann, ist eine erfolgreiche Behandlung der Borreliose samt Co-Infektionen möglich. Dies erfordert jedoch von den Patienten Disziplin und Durchhaltevermögen. So sind Therapiedauern von ein bis zwei Jahren eher die Regel als die Ausnahme. Während dieser Zeit kommt es bei der subjektiven Betrachtung des Betroffenen immer wieder zu Verschlimmerung der Symptomatik. Dieses Auf und Nieder ist charakteristisch bei dieser Therapie. So erfolgt zum Beispiel die Entgiftung des Körpers oft nicht linear, sondern in Schüben. Auch hängt die Entgiftungsfunktion des Körpers von den klimatischen Bedingungen wie der Temperatur ab. Aufgrund dieser Tatsachen kommt es zu diesen Schwankungen, die übliche Begleiterscheinungen innerhalb der Therapie sind.

Zusammenfassung

Aus der ganzheitlichen naturheilkundlichen Sicht ist die Ausheilung der Borreliose möglich. Dies erfordert jedoch eine Vielzahl von Therapiebausteinen, die patientenorientiert genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Dies erfordert vom Therapeuten ein umfangreiches Wissen in verschiedenen Bereichen der Medizin. Nur wenn der Therapeut alle betroffenen Regulationssysteme des Erkrankten in seiner Therapie berücksichtigt und entsprechende Therapiebausteine kombiniert, hat sein Patient Aussicht auf Erfolg mit dieser Multisystemerkrankung. Wird auch nur ein Regulationskreislauf des Körpers nicht hinreichend berücksichtigt, wird der Erfolg der gesamten Therapie in Frage gestellt.
Die Beseitigung der Grundvoraussetzungen der Borreliose Erkrankung und die damit verbundene Ernährungsumstellung hin zur giftfreien artgerechten Ernährung ist eine große Herausforderung für den Patienten. So ist der Patient selbst oft das größte Risiko einer erfolgreichen Therapie. Die Sanierung des Körpermilieus ist nicht nur eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ausheilung der Borreliose, sondern eine Grundvoraussetzung für lebenslanges Wohlbefinden.

Literaturtipps

Linktipps

Kommentare

Sabine Czermak, 08.07.2010, 13:42

Borrelien befallen huptsächlich die Haut, Nervensystem, Gelenke und Bindegewebe (Herz).
Was die Vektoren betrifft, wird mittlerweile eine Übertragung durch andere Blutsauger wie Stechmücken häufig diskutiert.
Es gibt Berichte über Gelenkbeschwerden von Kindern, deren Mutter während der Schwangerschaft an Borreliose erkrankt war, was die These der Übertragbarkeit auf das ungeborene Kind bekräftigt.


Sabine Czermak, 08.07.2010, 16:55

Bei frischen Infektionen hat sich die Gabe einer Dosis Ledum C30 sehr bewehrt. Auch wenn schon Krankheitssymptome vorhanden waren, klangen diese nach ggf. wiederholter Ledumgabe rasch ab.
Einige Autoren empfehlen auch Menschen, die oft von Zecken oder Mücken befallen werden, Ledum vorbeugend einzunehmen. Dies kann bereits die Anfälligkeit für Zecken-/Insektenstiche lindern. Jedes Arzneimittel hat seine Wirkung auf den Organismus und auch Homöopathika sollten nicht zur Dauermedikation werden!

Liegt die Infektion schon einige Zeit zurück, hilft offensichtlich nur eine ganzheitliche Behandlung, die alle Beschwerden und Carakteristiken des jeweiligen Patienten einschließlich seiner Vorerkrankungen und ggf. familiaren Belastungen mit einbezieht. Hierfür ist es unbedingt notwendig, einen Fachmann (Arzt oder Heilpraktiker) aufzusuchen.


Sabine Czermak
,
08.07.2010, 17:05

Auch ich habe schon öfter Borrelioseinfektionen ohne, oder mit sehr verspätet auftretender Wanderröte gesehen. Auch eine länger als zwei Wochen bestehende Rötung der Einstichstelle, besonders mit ausgeprägten Entzündungszeichen, oder das Anschwellen von Lymphknoten nahe der Bissstelle kann auf eine Infektion hinweisen.


Frank Renda,
30.01.2011, 19:39

seltsam, immer wieder beissen einen die zecken, gelegentlich stechen sie einen sogar; man schaue sich doch deshalb mal das schnappmaul einer zecke etwas genauer an !


Redaktion Naturheilmagazin, 31.01.2011, 08:35

Lieber Herr Renda,
einerseits wird vorwiegend von Zeckenbissen gesprochen, andererseits sollen Zecken stechen. Grund für die Verwirrung dürfte das etwas spezielle Vorgehen der Zecke sein. Bei de.wikipedia.org/wiki/Zeckenstich heißt es dazu: "Bei einem Zeckenstich (auch Zeckenbiss) wird die Haut von einer Zecke mit den Kieferklauen angeritzt und anschließend der „Stachel“ (das Hypostom) in der Wunde verankert." Und weiter: "Anschließend wird dann das Blut durch die Zecke aufgeleckt." Ein einfaches Wort für dieses differenzierte Vorgehen ist schwer zu finden. Daher wohl das Begriffswirrwarr.


Janine B., 26.06.2011, 16:04

Wie hoch ist die warscheinlichkeit zweimal von einer Zecke oder ähnlichem infiziert zu werden?
In der Schwangerschaft meiner 1. Tochter hatte ich eine frische Borrelieninfektion und wurde mit Antibiotika behandelt. Eine nachuntersuchung war nicht mehr nötig laut labor. Beschwerden in den 3 Jahren deuten auf Borreliose hin.
Jetzt bin ich wieder Schwanger und es wurde abermals eine akute " neu" Infektion festgestellt.
Ist schon merkwürdig. 

Kommentare

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 24.01.2017:
Liebe Frau Kokott,
leider habe ich keinen Therapeuten, der in Berlin exakt nach meinem Therapieplan arbeitet. Aber mit dem Zug bzw. dem Flieger ist Stuttgart nur eine Tagesreise.
Andra Kokott aus Berlin, 23.01.2017:
Hallo, danke für den endlich mal gut erklärten Bericht im Internet.
Bei mir wurden Antikörper IGM Werte festgestellt und mache gerad einen LTT Test. Habe bereits eine 4 wöchige Antibiotikatherapie hinter mir-ohne Erfolg. Es ist sehr schwierig für mich zu entscheiden wie es weiter gehen soll, da jeder Arzt etwas anderes sagt. Ihr Ansatz gefällt mir gut. Haben Sie ggf. einen Kollegen den Sie mir empfehlen können in Berlin? Danke für Info. Viele Grüße Andra Kokott
Dieter Berweiler aus Stuttgart, 19.12.2016:
Lieber Herr Garcia,
eine mögliche Infektion mit Borrelien stelllt die Betroffenen immer vor eine große Herausforderung. Im Netz finden sie viele Möglichkeiten, Blogs und Statesments von vielen Laien. Wichtig ist für ihren Weg fundierte Informationen zu erhalten und sich einen überblick zu verschaffen. Genau für diesen Zweck habe ich einen allgemeinen Therapieplan geschrieben, der die wichtigsten fragen beantwortet: http://www.dieter-berweiler.de/fileadmin/pdfs/HP/Therapieplan_Borreliose.pdf. Ich hoffe diese Informationen helfen ihnen weiter.
Liebe Grüße
Dieter Berweiler
Alejandro Garcia aus Bad Vilbel, bei Frankfurt am Main, 26.10.2016:
Hallo,

meine Tochter, Aileen 8 Jahre alt wurde von einer Zecke vor 3 Monaten gebiessen. Leider saugte die Zecke 2 bis 3 Tage ohne das bemerkt wurde, da sie die Haaren den Ohr verdeckt haben, und sie unterwegs war. Anfang Oktober bekam sie die Wanderrote, die sehr deutlich zu sehen war. Verschwand immer wieder. Aber wir haben es fotografiert und konnten wir die Bilder gern veroeffentlichen. Sie hat 2 mal das Antibiotike Cefurox Basics 125 mg genommen. Am ende der 2 Flasche wurde ihr Ohr wieder rot. Sie fuehlt sich nicht krank aber wir fuehlen uns nicht gut von der Kinderarzt beraten. Kennen Sie Spezialisten im Raum Frankfurt, Hessen? In 10 Tagen haben wir eine Blutttest, sollen wir auf die oben beschrieben Verfahren achten. Wenn der Fall interesant scheint, kann ich gern immer wieder updaten. Ich werde auf die Ernaehrung noch mehr Achtung schencken. Vielen Dank, Alejandro Garcia. Bad Vilbel.
Online-Redaktion, 12.09.2016:
Liebe Frau Müller,
aufgrund der möglichen Folgen sollte eine Borreliose unbedingt von einem Arzt oder Heilpraktiker behandelt werden. Die schulmedizinische Standardtherapie ist die Antibiose. Es gibt aber durchaus Therapeuten, die diese kritisch sehen und eine Borreliose ohne Antibiose behandeln. Gleich ob Sie sich für ein Antibiotikum oder eine Alternative entscheiden, sollten Sie die Therapie konsequent durchführen. Im Fall einer Antibiose kann eine anschließende Darmsanierung helfen, die längerfristigen Folgen für die Darmflora zu reduzieren. Viele der alternativen Möglichkeiten von Darmsanierung bis Karde hat Herr Berweiler in dem obigen Beitrag bereits angesprochen. Mehr zum Thema Borreliose-Therapie finden Sie auch im Film-Interview mit Herrn Berweiler unter http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/uebersicht-borreliose/borreliose-berweiler-film.html
Viel Erfolg bei Ihrer Therapie wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Monika Müller aus 73635 Rudersberg, 09.09.2016:
Hallo liebes Naturheilmagazin,

bei mir wurde vom Hausarzt durch einen Bluttest Borrelliose diagnostiziert. Muß unbedingt das Antibiotika genommen werden, wo dadurch doch die Darmflora zerstört wird. Gibt es eine andere Möglichkeit Antibiotika zu umgehen? Für die Beantwortung dieser Frage wäre ich sehr dankbar.
Online-Redaktion, 08.08.2016:
Lieber Herr Bachmann,vielen Dank für Ihr Vertrauen. Sie haben schon eine lange Leidensgeschichte hinter sich und es ist gut, dass Sie jetzt bei einem Arzt sind, der Sie ernst nimmt und dem Sie vertrauen. In Ihrem Fall eine Progrognose abzugeben - zudem, ohne Sie untersucht und Befunde studiert zu haben - wäre jedoch absolut unseriös. Geben Sie nicht auf, unterstützen Sie Ihren Körper und Ihre Seele so gut wie möglich. Vielleicht finden Sie auf der Seite http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-leben/koerper-seele-geist/wege-zur-gesundheit.html noch den ein oder anderen Tipp, der Ihnen gut tut.Viel Erfolg auf Ihrem Weg wünscht IhnenIhre Online-Redaktion
Paul Bachmann aus Leidersbach, 07.08.2016:
Liebes Naturheilmaganzin-Team,im Oktober 2007 wurde bei mir erstmals Borreliose diagnostiziert und nach einigen Wochen suchen habe ich auch einen Arzt gefunden der mir mit Antibiotikainfusionen weiterhelfen konnte. Ich hatte aber anschließend immer das Gefühl, dass etwas von der Krankheit hängen geblieben ist und habe mich ständig krank gefühlt. Über die Jahre war ich immer wieder bei Ärzten die mir verschiedenste Diagnosen stellten, welche aber nicht dauerhaft halfen. Die Einschränkung meiner Leistungsfähigkeit in körperlicher und mentaler Hinsicht, sowie ständige Zweifel ob ich mir die Symptome nur einbilde, hat vermutlich dazu geführt, dass ich seit einiger Zeit in Behandlung wegen Depressionen bin.Vor circa 3 Monaten bin ich auf Empfehlung zu Dr Jens Neidert in Stockstadt, dieser stellte, wie viele andere Ärzte, meine Symptome nicht als "Kopfsache" oder ähnliches dar, sondern befasste sich ernsthaft mit meinem Fall und konnte schließlich durch einen Antikörper Test erneut aktive Borrelien in meinem Körper nachweisen. Neben Antibiotika, Photonentherapie und Oxyvinierung soll mein Immunsystem mit Ernährung und ergänzenden Ergänzungsmitteln aufgebaut werden.Bisher konnte ich leider noch keine großen Fortschritte machen und habe einen sehr wechselhaften Verhandlungsverlauf. Ein großes Problem ist momentan, dass ich nicht richtig Sport machen kann. Mir wird schnell schlecht, ich bekomme Kopfschmerzen und Schwindelattacken oder sogar Heulkrämpfe, vielleicht hängt dies auch mit einem eigenen Erwartungsdruck zusammen (Ich spiele Fußball, nicht professionell).Könnt ihr mir vielleicht einen Ausblick geben wie lange eine erfolgreiche Therapie dauern könnte? Oder ist es wahrscheinlich, dass mich diese Krankheit den Rest meines Lebens begleitet?Ich bin zufrieden mit Dr. Neidert und mir ist auch klar das er eine Krankheit nicht einfach Wegzaubern kann. Ich wollte nur einmal eine zweite Meinung hören und evtl Tipps was ich tun könnte.
Online-Redaktion, 20.07.2016:
Lieber Josha,
in unserer Arzt- und Therapeutensuche können Sie auch Erkrankungen oder Behandlungsmethoden eingeben.
Arztsuche: http://www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html
Suche nach Heilpraktikern und anderen Therapeuten: http://www.naturheilmagazin.de/nc/therapeuten.html
Zu Borreliose finden sich darin die nächsten von Ihnen aus in Stuttgart, darunter auch Herr Berweiler.
Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihre Online-Redaktion
josha, 20.07.2016:
Sehr geehrter Herr Berweiler,
Ihr Artikel überzeugt.
Wie finde ich lokal einen naturheilpraktisch erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker mit Erfahrung beim Thema Borreliose? Gibt es ein Verzeichnis, eine Interessengruppe von Therapeuten o.Ä.? Oder kennen sie jemandem im Südwesten Deutschlands (Großraum Freiburg)?
Vielen Dank für kurzen Hinweis.
Online-Redaktion, 19.07.2016:
Liebe Frau Schmidt,die Ganzheitsmedizin bzw. Naturheilkunde kann die Schulmedizin sicher gut ergänzen. Sie ermöglicht einen anderen Blick auf die Krankheit und dementsprechend andere Behandlungsoptionen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen das bisherige Angebot der Schulmedizin nicht ausreicht, sollten Sie sich ruhig nach zusätzlichen Angeboten erkundigen.Ganzheitlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker finden Sie z.B. über unsere Adresssuche:http://www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html (Ärzte)undhttp://www.naturheilmagazin.de/nc/therapeuten.html (Heilpraktiker und andere Therapeuten)Dort finden Sie u.a. auch den Autor dieses Beitrags, der sich intensiv mit Borreliose beschäftigt hat.Viel Erfolg bei Ihrer Suche wünscht IhnenIhre Online-Redaktion
Andrea Schmidt aus Würzburg, 18.07.2016:
Liebes Naturheilmaganzin-Team.
Ich leide seit vielen Jahren an Blepharaospasmus und anderen difersen Problemen (Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Knieschmerzen, Fersenschmerzen usw.) Jetzt hat ein Arzt bei einer Dunkelfelduntersuchung festgestellt dass Borrelien in meinem Blut sind. Er hat mir Minocyclin 2x100 für ca. 35 Tage verschrieben danach soll ich Metronidazol 400 2x1 nehmen für 10 Tage. Zusätzlich hat er mir Samento und Banderol 3x7 Tropfen tgl. verschrieben. Kann ich zusätzlich noch irgend etwas unternehmen um diese Krankheit los zu werden. Sollte ich vielleicht noch einen Heilpraktiker aufsuchen??? Und wenn ja wie finde ich jemanden der sich damit auskennt?
Günter Tomforde aus Bremervörde, 02.07.2016:
Eine Borreliose sollte nicht "auf die leichte Schulter" genommen werden, sie kann ueber den Befall des Nervensystems bis zur Lähmung fuehren, allen Betroffenen gute Besserung.
Günter Tomforde
Dieter Berweiler aus Stuttgart, 31.03.2016:
Liebe Lilli, die Gelenk und Muskelschmerzen können durch ein übersäuertes Milieu verursacht sein, da helfen Basenbäder. Vitaminmangel ist eine weitere Ursache, meist die B Vitamine. Ich empfehle immer Vit B kompl. aktiv. Die Berührungsempfindlichkeit kann sehr viele Ursachen haben wie z. B. eine Vergiftung mit Schwermetallen oder Lösungsmitteln, aber auch Parasiten. Ich empfehle dagegen Alpha Liponsäute und Ubichinol. Die ihnen empfohlene Antibiose wird vermutlich das Problem nicht lösen, da die Grundsituation dadurch nicht verändert wird. Sie ist gegen Borrelien außerdem zu niedrig dosiert und zu kurz. Die Empfehlung kommt aus der Leitlinie der Neurologen und ist ca 30 Jahre alt, nicht ganz auf dem aktuellen Stand. Definitiv würde sie eine ganzheitliche Darmsanierung den ersten Schritt Richtung Gesundheit bringen. Ihre Ernährung sollte grundsätzlich Bio sein, außerdem konsequent Kuhmilchfrei und Leguminosen frei. Da gibt es bestimmt Optimierungsmöglichkeiten.
Lilli, 25.03.2016:
Hallo,nachdem ich seit Wochen unter Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Berührungsempfindlichkeiten leide, hat der Arzt im Blut erhöhte Antikörper (?) festgestellt. An einen Zeckenbiss kann ich mich nicht erinnern. Ich solle Doxycyclin 200 für 2 Wochen nehmen. Mein Körper will es nicht behalten... Gibt es andere Möglichkeiten? Ich trinke seit eh und je viel (3-6 l tägl.) Leitungswasser und lebe relativ gesund (keinerlei Fertigprodukte und dgl.), kaum Weizenmehl. Was können Sie mir raten?
Hanna, 27.02.2016:
Hallo :) Das nenne ich einen sehr ausführlichen beitrag über borreliose. Leider ist mein hund Kim nach einem Zeckenbiss erkrankt. Ich finde es deshalb wichtig auch auf haustiere einzugehen. [....]
Paula, 08.10.2015:
Hallo Martina, Sie schrieben am 21.05.2015
Martina, 21.05.2015:
Sehr geehrter Herr von Teuffenbach aus Italien.
Bitte kontaktieren Sie mich über dieses Forum. Evtl. eine Rufnummer oder Mailadresse. Ich könnte Ihnen einen guten Freund empfehlen.

Ich wäre auch an einer Adresse für Hilfe interessiert gerne per Mail.
Ganz Lieben Dank
Martina, 21.05.2015:
Sehr geehrter Herr von Teuffenbach aus Italien.
Bitte kontaktieren Sie mich über dieses Forum. Evtl. eine Rufnummer oder Mailadresse. Ich könnte Ihnen einen guten Freund empfehlen.
Rudolph von Teuffenbach aus I - 39012 Meran, 12.03.2015:
Junge von Freunden ist mit Borrellien und Babesien infiziert. Familie sucht nach einer Einrichtung in Deutschland wo homoeopatisch/naturheilkundlich geholfen werden kann. Sollte bei Ihnen jemand italienisch sprechen wuerde ich sie kurzschliessen sonst ueber mich. Mit Dank und freundlichen Gruessen, R.v.Teuffenbach
waltraud theisen aus mendig, 10.03.2015:
Lieber Herr Berweiler,
bei mir wurde 2009 Borreliose festgestellt, ich leide seit dieser Zeit an dieser Krankheit,muss sie aber schon länger haben. Ich lebe so wie in ihrem Video beschrieben achte auf die Ernährung. Aber seit circa einem Jahr kippt ständig mein Magen Darm bei körperlicher Belastung, dass heißt bei der kleinsten Anstrengung, habe ich einen Magen Darminfekt und muss ständig Diät halten. Habe im Krankenhaus alles abklären lassen, Magen Darm Spiegelung, es ist alles in Ordnung,auch keine Parasiten. Außer dass ich mich ständig krank fühle und überwiegend liege. Meine Lebensqualität beträgt vielleicht 50 Prozent . Ich bin seit 2009 wegen Borreliose in Rente. Können sie mir weiterhelfen,wissen sie was ich tun kann. Wäre ihnen sehr dankbar für einen Rat. Bin sehr verzweifelt. Liebe Grüße W. Theisen
Dieter Berweiler, 09.02.2015:
Lieber Herr Samardzic,

Das erste Problem ist, das in den Bluttests nicht nach Borrelien gesucht wird, sondern nach Antikörper gegen Borrelien. Das hat zur Konsequenz dass kein Mensch der Welt sagen kann, wie viele Borrelien im Körper sind, da die Anzahl der Borrelien nicht mit der Anzahl der Antikörper korreliert. Durch den Typ des Antikörpers kann jedoch rückgeschlossen werden, wie lange die Bildung des Antikörpers ungefähr zurückliegt.
Ob Ihre Beschwerden am Knie in Zusammenhang stehen mit einer Borrelieninfektion, lässt sich diagnostisch nicht ermitteln. In meiner Praxis stelle ich jedoch vermehrt solche Zusammenhänge fest, dass sich während der naturheilkundlichen Borreliose-Therapie auch diese Beschwerden bessern.
Eine Verspannung der Beinmuskulatur könnte auch von Vitaminmangel kommen, ein verschobener Mineralstoffhaushalt könnte die Ursache sein, eine Beckenschiefstellung aufgrund eines verschobenen Mittelfußgelenkes kommt als Ursache in Betracht bis hin zu einem schief sitzenden Atlas.
Nachdem wie gesagt diagnostisch die Borrelieninfektion sich nicht bestätigen lässt, ist einzigartig Weg zur Gesundheit systematisch alle möglichen Ursachen zu behandeln und dato dann auszuschließen. Um den für Sie richtigen Wege zur Gesundheit zu finden, macht zum Beispiel eine Kinesiologie-Testung Sinn.
Auch eine Untersuchung der Mineralstoffe, Spurenelemente wie Zink, Selen, Chrom und Mangan als auch aller B-Vitamine gibt den ersten Hinweis in die richtige Richtung. Erfahrungsgemäß ist bei Borreliose-Patienten aufgrund häufiger Antibiotikagaben der Darm gestört. Dieser sollte ebenfalls in Form einer Darmsanierung mit behandelt werden.
Denis Samardzic aus Dornbirn, 06.02.2015:
Vor einem halben Jahr hat mein Urologe festgestellt, dass ich mit Borrelia angesteckt bin. Der sei jedoch schon schwach und müsste nicht behandelt werde. Wahrscheinlich habe ich den schon seit Jahren gehabt, meinte er. Seit Jahren habe ich auch eine Knochenhautentzündung am SChienbein und am Knie. Meine Beinmuskalatur sei extrem verspannt und auch teilweise entzündet. Viele Ärzte haben mir diesbezüglich nicht helfen künnen.

Nach ein wenig Recherche habe ich herausgefunden, dass das zusammen hängen könnte. Was meint ihr?
Chris, 30.09.2013:
Liebes Naturheilmagazin-Team,
danke für die vielen ausführlichen Hinweise zu Borreliose und den interessanten Videobeitrag.

Eine Seite, die ich bei meiner Recherche ebenso interessant fand, ist http://www.borreliose-infektionskrankheiten.de/
Sie beschränkt sich bei der Therapie zwar auf Antibiotika, gibt aber viele weiterführende Informationen und Antworten zu Zecken und Borreliose.
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