Borreliose natürlich heilen - ein Diskurs

In diesem Interview, das bei der 45. Medizinischen Woche in Baden-Baden aufgezeichnet wurde, erklärt der Heilpraktiker und Borreliose-Spezialist Dieter Berweiler aus seiner Sicht die Entstehung der Borreliose und die daraus resultierenden Therapieansätze. Von zentraler Bedeutung ist für Berweiler dabei das Milieu, das es durch Ernährungsumstellung, Säure-Basen-Ausgleich und die Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen im Rahmen der orthomolekularen Medizin zu sanieren gelte. Zur Entlastung des Darms empfiehlt er u.a. den Verzicht auf Kuhmilchprodukte (außer Butter und Sahne), Kohlprodukte und Hülsenfrüchte. 

Weitere ausführliche Informationen von Dieter Berweiler zur ganzheitlichen Behandlunng einer Borreliose finden Sie im folgenden Artikel.

 

Autor/en dieses Beitrages:
Dieter Berweiler, Heilpraktiker/in aus Stuttgart-Mühlhausen

Über den Autor

Dieter Berweiler studierte Gartenbau in Freising zu der Zeit, in der gerade der biologische Pflanzenschutz erforscht wurde. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Epidemiologie und den Populationszyklen von Nützlingen und Schädlingen im geschlossenen System Gewächshaus.

2002 gründete er den Calendula-Kräutergarten und seit 2003 ist der als Heilpraktiker in eigener Praxis tätig mit dem Schwerpunkt Parasitologie inklusive der Borreliose, Autoimmunerkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Wie kam Dieter Berweiler zur Borreliose?

Nachdem im Calendula-Kräutergarten das Kardenelixier für ein namhaftes Institut hergestellt wurde und Wolf Dieter Storl in seinem Buch „Borreliose natürlich heilen“ den Calendula-Kräutergarten als Bezugsquelle nannte, war seine Praxis plötzlich voll mit Patienten, die unter Borreliose litten. So kann Dieter Berweiler nunmehr auf über zehn Jahre Praxiserfahrung im Bereich der naturheilkundlichen, ganzheitlichen Borreliose-Behandlung zurückblicken.

Was ist eine Borreliose?

Als Borreliose bezeichnet man die bakterielle Infektion des Körpers durch das zu den Spyrochäten gehörenden Bakterium Borrelia burgdorferi und dem sich daraus entwickelnden Krankheitsbildern. Zu den durch Spirochäten ausgelösten Krankheiten gehört auch die Syphilis, was einen gewissen Rückschluss auf den Verlauf der Erkrankung zulässt.

Allgemeines

Die Borreliose  wurde in den 1970er Jahren im Ort Lyme im US-Bundesstaat Connecticut erstmals beobachtet. Das Bakterium Borrelia burgdorferi wurde dann durch Willy Burdorfer erstmals 1981 beschrieben. Nachdem Borrelien sich im Körper über den Blutkreislauf verteilen können, können alle Körperteile bzw. Organe befallen werden. Daraus entwickeln sich die verschiedensten Symptomatiken bzw. Krankheitsbilder, je nachdem, wo diese Parasiten sich manifestieren. Das macht die Zuordnung dieser Krankheitsbilder so komplex, und die Verwechslungsgefahr mit anderen ähnlichen Erkrankungen ist sehr hoch. Deswegen wird die Borreliose auch als Chamäleon der Infektionserkrankungen bezeichnet. Nachdem in der Regel nicht nur ein Organ befallen wird, sondern sich viele Borrelienherde im Körper gleichzeitig ansiedeln, spricht man von einer Multisystemerkrankung. Borrelien können durch Zecken, aber auch durch andere stechende oder beißende Insekten wie z. B Stechmücken, Bremsen oder Flöhe auf den Menschen übertragen werden. Borrelien kommen außer in den Überträgern selbst in vielen anderen Säugetierarten vor.

Zecken mit Borrelien infiziert

Die "Zeckenimpfung"

Als Zeckenimpfung wird irreführenderweise die FSME-Impfung bezeichnet. Die FSME wird ebenfalls durch Zecken übertragen, hat mit der Borreliose außer dem gemeinsamen möglichen Übertragungsweg nichts zu tun. Die Zeckenimpfung schützt weder vor Zecken noch vor einer möglichen Borreliose.

Stadien der Borreliose

Die Borreliose wird von der Schulmedizin in drei verschiedene Stadien eingeteilt.

  • Als Stadium I bezeichnet man die Zeit der ersten vier Wochen nach der Infektion.
  • Als Stadium II wird die Zeit nach vier Wochen (Stadium I) bis zu einem halben Jahr nach der Infektion bezeichnet, in der sich die Borreliose im Körper manifestiert und das Immunsystem des Betroffenen versucht, dieser Infektionskrankheit Herr zu werden.
  • Als Stadium III wird die Zeit nach einem halben Jahr nach der Infektion bezeichnet, nachdem das Immunsystem die Infektionserkrankungen nicht bezwingen konnte, sich der Parasit, die Borrelie, im Körper manifestiert hat, und es somit zu einer chronischen  Borreliose gekommen ist.

Da die Stadieneinteilung überschneidend ist, lassen sich die Stadien nicht klar voneinander abgrenzen. Das Festsetzen eines Stadiums sagt nichts über die Erfolgsaussichten einer wirkungsvollen Behandlung aus.

Die Gelenksborreliose

Von einer Gelenksborreliose wird gesprochen, wenn sich Borrelien in den Gelenkflächen angesiedelt haben und es dadurch zu Gelenkschmerzen kommt. Sie bezeichnet nicht einen komplizierteren Krankheitsverlauf, sondern drückt nur den Ort des Geschehens aus. Verblüffender Weise tritt eine Gelenksborreliose verstärkt das erste Mal nach einer Antibiotikagabe auf. Das lässt den Verdacht zu, dass die im Gewebe vorkommenden Borrelien sich während der Antibiose in die schlecht durchbluteten Gelenksflächen flüchten, um sich den Auswirkungen der Antibiose zu entziehen. Ab dem Moment treiben die Borrelien auch in den Gelenksflächen ihr Unwesen - mit den daraus resultierenden Beschwerdebildern.

Die Neuroborreliose

Man spricht von einer Neuroborreliose, wenn im Verlauf einer Borreliose Beschwerden im Bereich der Nerven hinzukommen, sich neuropathische Schmerzen einstellen oder Sensibilitätsstörungen den Patienten plagen. Ebenfalls spricht man von einer Neuroborreliose, wenn anscheinend die Leistungsfähigkeit des Gehirns in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies äußert sich zum Beispiel durch Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen sowie Sehstörungen.

Verblüffender Weise klagen die Patienten über diese Symptomatik oft zum ersten Male nach einer antibiotische Behandlung. Analog zur Gelenksborreliose liegt der Verdacht nahe, dass sich Borrelien während der Antibiose in das für Antibiotika schwer zugängliche Nervensystem zurückziehen und ab diesem Zeitpunkt über ihre Ausscheidungen das Nervensystem schädigen.

Diagnostik der Borreliose - Detektivspiel mit ungewissem Ausgang

Die Schulmedizin bietet für die Diagnostik der Borreliose verschiedene Bluttests an. Dabei achtet der Mediziner in erster Linie auf diesen diagnostischen Wert und zieht das Befinden und die Beschwerden des Patienten oftmals zu wenig in die Beurteilung der Gesamtsituation mit ein.

So kommt es leider immer wieder vor, dass ein negativer Laborwert den Mediziner veranlasst, den Patienten für gesund zu halten. Die Beschwerden werden dann in die Psychosomatik eingruppiert.

In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass die Laborwerte bzw. die Laboruntersuchungen nicht standardisiert sind und folglich unterschiedlich ermittelt werden. Das hat zur Konsequenz, dass im Labor A das Ergebnis positiv und im Labor B das Ergebnis negativ sein kann.

Was die meisten Betroffenen auch nicht erkennen, ist, dass nicht nach Borrelien sondern nach Antikörpern gegen Borrelien gesucht wird. Das ist natürlich ein eklatanter Unterschied. So wird ebenfalls unterstellt, dass die Anzahl der Borrelien mit der Anzahl der Antikörper korreliert. Damit ist gemeint: Wenig Borrelien bedeutet wenig Antikörper, viele Borrelien bedeutet viele Antikörper. Diese Unterstellung einer Korrelation zwischen Antikörper und Borrelien ist schlichtweg falsch.

Diese Fehlinterpretation lässt sich sehr einfach darlegen. Antikörper werden im Körper vom Immunsystem als Antwort auf eine Infektion gebildet, sofern das System zu dieser Antwort noch in der Lage ist. Kann das Immunsystem, warum auch immer, nicht mehr antworten, werden im Körper selbst bei einem hohen Erregerbefall keine Antikörper mehr gebildet. In diesem Falle wäre das Testergebnis schlichtweg falsch, da nach schulmedizinischer Sicht keine Borreliose vorliegt, da keine Antikörper nachzuweisen sind.

Hat ein Betroffener ein hervorragendes Immunsystem, das sehr schnell und gut mit der Bildung von vielen Antikörper auf einen geringen Erregerbefall reagiert, was grundsätzlich ein gutes Zeichen wäre, wird dieses Testergebnis fälschlicherweise als hoher Befall interpretiert, obwohl speziell in diesem Falle das Immunsystem mit diesem Erregerbefall hervorragend und physiologisch korrekterweise umgeht und höchstwahrscheinlich keinerlei Therapie notwendig wäre.

Im Moment ist der Western-Blot der gängigste Test bei der Diagnostik der Borreliose. Dabei wird das Blut auf die Anzahl der Antikörper untersucht. Dieser Test sagt lediglich aus, ob der Betroffene irgendwann in seinem Leben Kontakt mit dem Erreger hatte.

Der LTT-Test bzw. Lymphozytentransformationstest erfasst die für Borrelien spezifischen T-Zellen im Blut, also auch eine Reaktion des Körpers auf den Erreger. Damit ist der Test ähnlich schwierig zu interpretieren wie der Antikörpertest, da auch hier die Reaktionsfähigkeit des Körpers maßgeblich ist. Trotzdem gilt der LTT-Test als einer der sichersten Testverfahren.

Der PCR Test, bzw. Polymerase Ketten Reaktionstest (Polymerase Chain Reaction) ist eine Methode, um die Erbsubstanz in diesem Falle der Borrelien zu vervielfältigen. Dazu wird das Enzym DNA-Polymerase verwendet. Diese Vervielfältigung läuft in vielen hintereinander geschalteten Schritten ab und entsprechend hoch sind die Fehlergrenzen und die Falschaussagen bzw. unzuverlässig ist der Test.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass diese Tests lediglich ein Indiz für eine mögliche Borrelien-Infektion sind. Eine klare Diagnostik lässt sich hieraus in keinem Falle ableiten.


Es ist für viele Patienten (und Mediziner) kaum zu glauben, dass es in der heutigen Zeit keinen vernünftigen und damit zuverlässigen Test für eine Borreliose gibt. [Anm. d. Red.: Wie unsicher die Diagnosen bei der Borreliose mitunter sind, zeigte auch eine Warnung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vor Fehldiagnosen. Demnach würden viele Patienten aufgrund einer vermeintlichen chronischen Borreliose zum Teil monatelang mit Antibiotika behandelt, ohne überhaupt daran erkrankt zu sein. (Quelle: Meldung der DGN vom 22.9.2016 beim idw)]

Das Erythema migrans

Das Erythema migrans (Wanderröte) – eine sich kreisrund ausbreitenden Rötung der Haut rund um den Zeckenstich - "gilt" als sicheres Zeichen für eine Borreliose. Bei genauerer Betrachtung darf der aufmerksame Leser feststellen, dass es sich hierbei um ein Postulat handelt, sprich eine Behauptung, die wissenschaftlich nicht nachgeprüft ist. Kein Wissenschaftler der Welt weiß definitiv, ob das Erythema migrans wirklich von Borrelien verursacht wird, oder ob es andere Ursache hat. Sicher ist nur, dass das Erythema migrans eine physiologisch korrekte Immunreaktion des Körpers auf einen Fremdeiweißeintrag in das Gewebe ist. Die bisher gültige schulmedizinische Meinung - Auftreten des Erythemas gleich Borreliose - ist wissenschaftlich nicht haltbar. Umgekehrt tritt die Wanderröte bei Weitem nicht immer auf: Tatsächlich geht man davon aus, dass das Erythema migrans nur in ca. 30 % der Fälle einer Borreliose-Infektion auftritt.

Die Wanderröte (Erythema migrans) tritt bei jeder dritten Borreliose-Infektion auf.
Die Wanderröte (Erythema migrans) tritt bei jeder dritten Borreliose-Infektion auf. Bildquelle: fotolia #118376664 | Urheber: Ingo Bartussek

Das Beschwerdebild der Borreliose

Die Borreliose kann mit einer Fülle von Beschwerden einhergehen, wie:
chronisches Krankheitsgefühl, Ermüdung, Erschöpfung, herabgesetzte körperliche Belastbarkeit,  leichtes Fieber, Hitzewallungen, Frösteln, Nachtschweiß, Halsschmerzen, geschwollene Drüsen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gelenkschmerzen mit Wanderungstendenz in verschiedenen Gelenken, Steifigkeit der Gelenke, Entzündung von Gelenken, Muskelschmerzen, Brustschmerzen und Herzklopfen, Bauchbeschwerden, Übelkeit, Durchfälle, Schlafstörungen, schlechte Konzentration und Gedächtnisstörung, Nervosität und Stimmungsschwankungen, Depression, Benommenheit, Rückenschmerzen, verschwommenes Sehen und Augenschmerzen, Schmerzen im Kieferbereich, Schmerzen in den Hoden oder im Beckenbereich, Schwindelzustände, Tinnitus, Hirnnervenstörungen (Taubheitsgefühl, Schmerzen, Kribbeln im Gesichtsbereich), Lähmungen im Gesichtsbereich einschl. Augenmuskeln, Optikus-Neuritis (Augennerventzündung), Kribbeln oder brennende Schmerzen im Hautbereich, Erkrankung des Herzmuskels inkl. des Erregungsleitungssystem, Herzrhythmusstörungen, Gewichtsverlust ...

Wie bereits erwähnt kann fast jedes Beschwerdebild von Borrelien wenigstens mit verursacht werden, je nachdem in welchem Körperabschnitt bzw. Organ die Borrelien ihr Unwesen treiben. Hinzu kommt, dass sich die möglichen Beschwerden einer Borreliose zu mehr als 90 % mit dem Beschwerdebild der Schwermetallvergiftung decken. Differenzialdiagnostisch kann daher eine Borreliose nicht eindeutig von anderen Krankheitsursachen abgegrenzt werden.

Schulmedizinische Therapie der Borreliose

Viele Schulmediziner richten sich nach der so genannten S1-Leitlinie der Neurologen. Eine weitere S1-Leitlinie gibt es bei den Dermatologen bezüglich der Hautmanifestation. Beide Leitlinien empfehlen das Antibiotikum Doxycyclin oder Amocycillin in einer Dosierung von täglich 200 mg über 2 bis 3 Wochen. Nach der Leitlinie ist die Borreliose anschließend geheilt und die Beschwerden des Patienten sind anderer Natur. Dann spricht man vom postinfektiösem Syndrom bzw. Post Lyme Disease.

Bei einer Spätinfektion wird nach dieser Leitlinie eine intravenöse Gabe von Cephalosporinen empfohlen. Spätestens soll die Borreliose ausgeheilt sein. Die Leitlinie spricht von einer Heilungsrate von 85 bis 100 %. Offen bleibt bei dieser Leitlinie, wie mit den ca. 15 % Verfahren werden soll, welche auf diese Weise nicht ausgeheilt worden sind.

In der Praxis stellt sich dieses Bild meiner Erfahrung nach jedoch völlig anders dar. Etliche Patienten haben mehrfache Antibiotikakuren hinter sich gebracht, ohne eine nachhaltige Besserung zu erfahren.

Die Ärztevereinigung ILADS, die sich ausschließlich mit Zecken übertragene Erkrankungen beschäftigt, empfiehlt eine Kombination von drei verschiedenen Antibiotika über wenigstens sechs Monate. Welche Auswirkungen das auf den menschlichen Organismus hat, darf sich jeder Betroffene selbst ausmalen. [Anm. d. Red. Wie neue Untersuchungen zeigen, ist selbst bei einer Neuroborreliose eine Antbiotikatherapie über mehr als 2-3 Wochen nicht sinnvoll. Sie stelle sogar ein unnötiges Risiko dar.]

Weitere Therapieoptionen (außer Antibiotika) stehen der Schulmedizin nicht zur Verfügung.

Anzumerken ist jedoch noch, dass diese Leitlinie derzeit überarbeitet wird (Stand Oktober 2015). Es bleibt daher abzuwarten, ob die neu überarbeitete Leitlinie der schwierigen Situation der Betroffenen besser gerecht wird.

Borreliose aus naturheilkundlicher Sicht

Die Naturheilkunde bietet für die Behandlung der Borreliose einen ganzen Blumenstrauß voll Therapiemöglichkeiten an. Viele Betroffene kombinieren die schulmedizinische Antibiotikatherapie mit anderen naturheilkundlichen Verfahren. Da vielen Betroffenen zwar die eine oder andere naturheilkundliche Therapie geläufig ist, aber der durchschnittliche Patient nicht alle Möglichkeiten kennt, hier eine Übersicht über die gängigsten naturheilkundlichen Therapiemöglichkeiten.

Die Homöopathie

Die Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann vor ca. 200 Jahren begründet und basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Die homöopathischen Mittel werden durch Verbindung hergestellt bzw. durch Potenzierung.

Die Homöopathie ist bei Fach- und sachgerechter Anwendung eine wirksame Therapiekomponente in der Borreliose-Therapie. Da der Mensch heute jedoch Belastungen und Vergiftungen ausgesetzt ist, die es zur damaligen Zeit einfach gar nicht gab, reicht die Homöopathie alleine in der Regel für eine erfolgreiche Behandlung nicht aus.

Die Homöopathie kann die Regulationsfähigkeit des Körpers deutlich erhöhen und führt deswegen wenigstens temporär zu einer Verbesserung der Symptomatik.

Die Nosodentherapie

Bei der Nosodentherapie in Bezug auf die Borreliose wird die Nosode Borrelia in aufsteigender Potenz dem Patienten verabreicht. Eine Borrelia-Nosode ist ein homöopathisch hergestelltes Mittel aus dem Erreger der Borreliose.

Die Nosodentherapie als Teilbereich der Homöopathie kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führen, heilt alleine eine Borreliose jedoch nicht nachhaltig aus.

Schüßler-Salze

Schüßler-Salze sind ebenfalls ein Teilgebiet der Homöopathie. Die fachgerechte Anwendung der Schüßler-Salze kann die Regulationsfähigkeit des Körpers erhöhen und somit die Symptomatik lindern. Jedoch reichen auch sie alleine für eine nachhaltige Ausheilung der Borreliose nicht aus.

Die TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) blickt auf eine Jahrtausend alte Tradition zurück. Die Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin sind die Kräuterheilkunde, die Meridian-Lehre, die Moxibustion, die Akupunktur und die Bewegungslehre wie zum Beispiel Taiji oder Qigong.

Die Akupunktur

Der bekannteste Teilbereich der TCM ist zweifelsohne die Akupunktur, die zugleich auch am verbreitetsten ist. Die Akupunktur stimuliert über Reizung an den Meridianen das Immunsystem im menschlichen Körper. Auch die Akupunktur kann zu einer Besserung der Symptomatik führen. Da aber bei den Grundlagen der Erkrankung nichts geändert wurde, führt die Akkupunktur oft nur zu einer kurzzeitigen Verbesserung der Symptomatik.

Die Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird venöses Blut des Patienten in einen Muskel des Patienten reinjiziert. Auch dieses Verfahren stimuliert das Immunsystem des Patienten und somit die Regulationsfähigkeit des Gesamtorganismus. Oft werden dem Blut des Patienten noch diverse homöopathische Mittel beigemischt, um diesen Effekt zu verstärken. So kann auch dieses Verfahren zu einer Besserung der Symptomatik führen. Leider reicht die Eigenbluttherapie alleine nicht aus, um eine Borreliose auszuheilen.

Die Bioresonanztherapie

Bei der Bioresonanztherapie sollen krank machende Frequenzmuster aus dem Körper gelöscht oder überlagert werden. Die Bioresonanztherapie wird kontrovers diskutiert, da sie, wie die eine oder andere naturheilkundliche Therapie auch, wissenschaftlich nicht belegbar ist. Da die Bioresonanztherapie an den Grundlagen des Krankheitsgeschehens der Borreliose nichts ändert, ist eine nachhaltige Verbesserung der Symptomatik selten zu erwarten.

Die Bio-Photonen-Therapie

Als Photonen bezeichnet man in der Physik die kleinsten Lichtteilchen. Werden diese kleinste Lichtteilchen aus lebenden Zellen ausgesendet, so werden sie als Bio Photonen bezeichnet. Jede lebende Zelle sendet Bio-Photonen, also kleinste Lichtteilchen aus. Der Physiker Professor Albert Popp hat in seinen Forschungen herausgefunden und bestätigt, dass Zellen mit und über die Bio-Photonen miteinander kommunizieren. Diese Eigenschaft macht sich die Bio-Photonen-Therapie zu Nutze. So werden durch ein Gerät Photonen in den Körper gebracht, um mit den einzelnen Körperzellen zu kommunizieren und durch diese neuen Informationen die Zellen positiv in Richtung Gesundheit zu beeinflussen. Die Bio-Photonen-Therapie kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik beitragen. Jedoch ändert die Bio-Photonen-Therapie nichts an den Grundvoraussetzungen der Borreliose Erkrankung und reicht alleine für eine erfolgreiche Ausheilung der Borreliose nicht aus.

Kolloidales Silber

Eine Therapie mit kolloidalem Silber ist eine bekannte naturheilkundliche Methode zur Behandlung einer Infektion. Dabei soll das Kolloidale Silber selektiv den Stoffwechsel des Erregers im menschlichen Körper stören. Körpereigene Mikroorganismen sollen dabei nach Ausführungen der Befürworter des kolloidalen Silbers nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Ob diese Aussage so der Realität entspricht, ist leider nicht belegt.

Erfahrungsgemäß reicht eine Gabe von kolloidalem Silber auch über einen Monate langen Zeitraum in keinster Weise aus, um eine Borreliose nachhaltig auszuheilen. Diese Therapie kann durch eine Reduktion der Erreger jedoch zu einer Verbesserung der Symptomatik führen. Nach Absetzen des kolloidalem Silbers vermehren sich die Erreger jedoch wieder ähnlich wie nach einer Therapie mit einem Antibiotikum.

MMS

Unter dem Namen MMS (Miracle Mineral Supplement)  verbirgt sich eine Lösung von 28 % Natriumchlorit, nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid. Durch den Anteil von Chlor ist MMS ein hervorragendes Desinfektionsmittel und wird z. B. zur Hautdesinfektion erfolgreich eingesetzt, wie auch zur Desinfektion von Trinkwasser. Bei der oralen Gabe von MMS ist von einer nachhaltigen Schädigung aller im Körper befindlichen Mikroorganismen auszugehen, auch der physiologisch korrekten und gewollten Mikroorganismen im Körper. MMS ist für die orale Gabe am Menschen nicht zugelassen. Die Nutzen-Risiko-Bewertungen ist sehr kritisch zu betrachten. Daher ist von einer oralen Gabe von MMS zur Borreliose-Behandlung - unabhängig von der rechtlichen Situation in Deutschland - abzuraten.

Vitamin C und Salz

In manchen Foren zur Borreliose-Therapie wird eine Hochdosis Vitamin C in Verbindung mit einer Hochdosis Salz empfohlen. Die Hochdosis-Vitamin-C-Therapie ist in der Naturheilkunde ein anerkanntes Verfahren zur Reduktion von oxidativem Stress im Körper. Die Hochdosis-Vitamin-C-Therapie verbessert daher die mögliche Immunantwort des Körpers. Die Hochdosis Salz zielt auf eine Milieuverschiebung im Körper hin, wobei der Erreger stärker in Mitleidenschaft gezogen werden soll als die im Körper physiologisch korrekterweise vorkommenden Mikroorganismen. Ob dies so zutreffend ist, ist weder naturheilkundlich geschweige denn wissenschaftlich belegt.

Die Vitamin C Hochdosistherapie für sich alleine, ist ein sinnvolles mögliches Therapie Fragment in der Borreliose-Therapie. Wie viele andere naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten reicht diese jedoch alleine auch nicht aus, um eine Borreliose auszuheilen.

Die Colon-Hydro-Therapie

Bei der Colon-Hydro-Therapie (Colon=Darm, Hydro=Wasser) handelt es sich um eine mechanische Reinigung des Dickdarmes bzw. des Colons. Dazu wird über den After durch ein dafür entwickeltes Gerät Wasser in den Dickdarm eingebracht und anschließend wieder abgesaugt. Durch diese Reinigung vermindert sich die Giftlast im Darm. Dies führt zu einer Verbesserung des Gesamtbefindens. Die Colon-Hydro-Therapie kann bei vielen auch chronischen Erkrankungen zu einer deutlichen Linderung der Symptomatik führen. Leider reduziert sie nicht die Anzahl der Borrelien im Körper. Sie ist zweifelsohne eine mögliche Begleittherapie zur Dämpfung der Symptomatik.

Oft wird die Colon-Hydro-Therapie mit einer Darmsanierung (siehe Kapitel Darmsanierung) verwechselt. Wie bereits erwähnt, ist die Colon-Hydro-Therapie jedoch  „nur“ eine mechanische Reinigung des Dickdarmes.

Regulation des Säure-Basen-Haushaltes

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes im Körper stellt in der Naturheilkunde eine Basistherapie zur Wiederherstellung eines gesunden Körpermilieus dar. In unserer heutigen sogenannten zivilisierten Welt sind die meisten Menschen übersäuert, was zu einer Störung der Grundregulation im Körper führt. Die Wiederherstellung der Grundregulation im Körper ist unabdingbar für jeglichen Genesungsprozess, so auch für die erfolgreiche Behandlung einer Borreliose.

Gabe von Darmbakterien oder Probiotika

Bei vielen Erkrankungen, so auch bei der Borreliose, werden von vielen naturheilkundlichen Therapeuten dem Patienten Darmbakterien verordnet. Fälschlicherweise wird die Gabe von Darmbakterien oder Probiotika als Darmsanierung bezeichnet (siehe Kapitel Darmsanierung). Die Gabe von Darmbakterien ist eine von vielen Bestandteilen einer Darmsanierung und macht nur im Zuge einer kompletten Darmsanierung nachhaltig Sinn. Zugegebener Maßen verbessert die Gabe von Darmbakterien oftmals den Gesamtzustand des Patienten, solange diese Darmbakterien genommen werden.

Die Darmsanierung

Unter einer Darmsanierung ist zu verstehen die Regeneration der Darmschleimhaut inklusive der Herstellung der Barrierefunktion der Darmschleimhaut in Verbindung mit der erfolgreichen Wiederbesiedlung des Darmes mit den Darmbakterien, die von der Natur dafür vorgesehen sind. Im gleichen Zuge werden pathogene (krankmachende) Darmbakterien aus dem Darmmilieu verbannt.

Oft wird die Darmsanierung mit der Colon-Hydro-Therapie, sprich Dickdarmreinigung, verwechselt. Eine weitere Verwechslung der Darmsanierung stellt die Gabe von Darmbakterien oder Probiotika dar. Die Wiederherstellung einer gesunden Darmfunktion mit all seinen Facetten ist die Grundlage einer jeglichen Gesundung. Sie stellt bei vielen Erkrankungen wie auch bei der Borreliose ein Kernstück des Therapiekonzeptes dar.

Die Hyperthermie

Bei der Hyperthermie wird der Körper des Menschen in ein temporäres künstliches Fieber versetzt. Durch diese erhöhte Körpertemperatur werden zum einen Temperatur-empfindliche Erreger abgetötet, zum anderen wird die Reaktionsgeschwindigkeit des Immunsystems deutlich erhöht. Dadurch kommt es in Bezug zur Borreliose zu einer deutlichen Reduzierung der Borrelienzahl im Körper, was zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führt. Wenn jedoch bei der Hyperthermie nicht alle Borrelien im Körper abgetötet werden und dadurch ein Restbestand Borrelien im Körper verbleibt, werden diese zu einem erneuten Aufflammen der Erkrankung führen. Daher ist die Hyperthermie eine Therapieoption, reicht aber alleine in der Regel nicht aus, um eine Borreliose erfolgreich auszuschalten.

Nahrungsergänzungsmittel oder Orthomolekulare Therapie

Da eine Borreliose-Infektion fast immer mit einem Mangel von Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Aminosäuren einhergeht, ist eine Substitution dieser Mikronährstoffe unabdingbar. Der Mangel dieser Mikronährstoffe hat eine schlechtere Entgiftungsfunktion des Körpers, ein reduziertes Immunsystem sowie eine generell geringere Vitalität zur Folge. All diese Einzelfaktoren verzögern eine Genesung des Patienten. Verstärkt wird dieser Mikronährstoff-Mangel durch einen erhöhten Bedarf des Körpers aufgrund der vorhandenen pathogenen Keime. Erfahrungsgemäß reicht daher eine kurmäßige orale Verabreichung [d.h. durch Einnahme über den Mund in Form von Kapseln oder ähnliches] nicht aus.

Warum helfen viele Therapien nicht nachhaltig?

Viele naturheilkundliche Therapien, die im Bereich der Borreliose dem Patienten angeboten werden, basieren auf einer Verbesserung der Regulation im Körper. Dies führt in vielen Fällen zu einer Verbesserung der Symptomatik. Da sich an der Grundlage der Erkrankung nichts wesentlich verändert hat, stellt sich das ursprüngliche Krankheitsbild nach geraumer Zeit wieder ein.

Die Antibiotika-Therapie – nur ein Zeitgewinn?

Die schulmedizinische Standardtherapie der Borreliose ist die Gabe eines Antibiotikums. Das Antibiotikum soll den Erreger "umbringen", ohne dabei den Wirt zu schädigen. Allerdings werden nicht alle Erreger durch das Antibiotikum umgebracht. Borrelien haben die Eigenschaft bei Anwesenheit eines Antibiotikums oder mehrerer Antibiotika innerhalb weniger Stunden in die so genannte L-Form überzugehen. Diese L–Form hat keinen eigenen Stoffwechsel und wird daher von den Leitlinien-gerechten Antibiotika nicht erfasst. Diese L-Formen "erwachen" irgendwann wieder und reinfizieren den Körper erneut. Die schulmedizinische Antwort lautet: längere Antibiotika Gaben verschiedener Antibiotika-Kombinationen. Eine Veränderung der Grundvoraussetzungen für die Erkrankung wird dadurch nicht erreicht. Das hat zur Folge, dass es sich nur um eine Frage Zeit handelt, bis die Erkrankung erneut aufflammt.

Zweifelsohne führt eine fachgerechte Antibiotika-Therapie zu einer Reduktion der Erregerzahl und somit zu einer Verbesserung der Erregerbelastung für den Körper.

Doch das hat seinen Preis, denn jede Antibiotikum-Therapie schädigt den Körper des Patienten. Es dürfte heute wohl den meisten Menschen bekannt sein, dass eine Antibiotikumgabe die Darmflora zerstört. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, dass sich die Darmflora nie wieder von alleine aufgebaut, sondern aktiv über eine fachgerechte Darmsanierungen aufgebaut werden muss.

Warum werden die einen gesund und die anderen bleiben krank?

Das ist eine Frage, die viele Betroffene beschäftigt. Um sie beantworten zu können, muss man die Funktionsweise des Körpers besser verstehen. Der Körper ist ein Regulationswunder von Milliarden von Stoffwechselvorgängen je Sekunde. Gesund oder krank zu sein, ist ein subjektives Empfinden und kann daher auch nur subjektiv beantwortet werden. Den Körper darf man nicht betrachten wie ein Motor, der läuft oder nicht läuft, sondern es gibt alle Zwischenstufen. So führt eine Antibiotikagabe zu einer Reduktion der Erregeranzahl und somit zu einer Verbesserung der Gesamtsituation. Schafft es der Körper anschließend, eine ausreichend gute Regulation aufrecht zu erhalten, fühlt sich der Betroffene wieder gesund.

Die naturheilkundlichen Therapien zielen oft auf eine Verbesserung der Regulation. Reicht diese Verbesserung aus, um diese subjektive Empfinden Gesundheit zu vermitteln, so wird der Patient berichten "ja, ich bin wieder gesund". Ein erneutes Aufflammen der Infektion bzw. eine Reduktion der Regulationsfähigkeit des Körpers wird vom Betroffenen dann als Wiedererkrankung interpretiert.

Aufgrund dieses Zusammenhangs kommt es zu so vielen Rückfällen, da sich die Betroffenen in einem labilen Gesundheitszustand befunden haben und es nur wenige Störungen bedarf, dieses wieder aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Borreliose aus der ganzheitlichen, naturheilkundlichen Sicht

Um eine Borreliose nachhaltig ausheilen zu können, bedarf es zusätzlich zur naturheilkundlichen Sicht auch der ganzheitlichen Betrachtungsweise. Dies bedeutet, dass sich der Therapeut intensiv mit den Grundlagen beschäftigen sollte, die die Basis der Erkrankung bilden. Auf diesen Voraussetzungen - oder sagen wir besser Nährboden - siedelt sich dann die Borreliose an. Wenn Therapeut als auch Patient verstanden haben, dass die Borreliose nur der Gipfel des Eisberges ist, wird schnell klar, dass durch die Behandlung der Basis, oder anders ausgedrückt die Behandlung der Grundvoraussetzungen der Erkrankung, alle sich daraus entwickelnden Symptomatiken verschwinden, sobald alle Voraussetzungen der Erkrankung saniert sind. So kann man die Borreliose aus der ganzheitlichen naturheilkundlichen Sicht auch als Symptom verstehen.

Beispiel: In Ihrem Garten lagern Sie Küchenabfälle zwischen, weil die Müllabfuhr streikt. Dies hat zur Folge, dass sich Mäuse im Garten ansiedeln, die sich von diesen Küchenabfällen ernähren. Ein Auslegen von Mäusegift reduziert die Population der Mäuse und lindert somit die Problematik. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Mäusepopulation erholt hat. Um das Problem der Mäuse im Garten nachhaltig zu lösen, reicht es aus, die Küchenabfälle zu beseitigen und somit den Mäusen die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Das Entziehen der Nahrungsgrundlage oder das Entziehen des Lebensraumes ist die beste und effektivste Art, Lebewesen auszurotten.

Diese Betrachtungsweise kann man auch auf den menschlichen Körper übertragen.

Es stellt sich die Frage, welche Grundvoraussetzungen die Borrelien im Körper benötigen, den Körper als Lebensraum für sich zu entdecken. In der Konsequenz schließt sich die Frage an, wie diese Grundvoraussetzungen der Borreliose beseitigt werden können.

Grundvoraussetzungen einer Borreliose – das Milieu

Der Körper des Menschen ist der Lebensraum der Borrelien. Der innere Zustand des Körpers - das Milieu - hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Mikroorganismen sich hier wohlfühlen und welche nicht. So kann man auch den Körper des Menschen als geschlossenes Ökosystem verstehen. Wenn einem bewusst wird, dass sich im Körper des Menschen im gesunden Zustand mehr Mikroorganismen befinden als Körperzellen, wird sicherlich schnell klar, dass es sich um ein weitaus komplexeres Ökosystem handelt, als sich das die meisten Menschen vorstellen können. So beherbergt das menschliche Genom nur 0,25 % des im Körper befindlichen Genmaterials. Die übrigen 99,75 % Gene im menschlichen Körper gehören zu den dort befindlichen Mikroorganismen – wertvolle Helfer für einen gesunden Zustand. Die meisten Zusammenhänge sind bis heute weder bekannt, geschweige denn erforscht.

Alles, was dieses Zusammenspiel stört, beeinflusst unsere Gesundheit negativ. Im Umkehrschluss sind möglichst alle störenden Faktoren zu beseitigen - so gut es irgendwie möglich ist.

Eine Grundvoraussetzung für eine jegliche Gesundung wie auch für eine Borreliose ist die Wiederherstellung eines korrekten Körpermilieus.

So ist die Verbesserung des Körpermilieus durch Entschlacken, Entgiften, die Korrektur des Körper-pH-Wertes und eine artgerechte Ernährung Grundvoraussetzung für jegliche Gesundheit wie auch bei einer Borreliose.

Die Verschlackung

Im schulmedizinischen Sinne gibt es keine Verschlackung. Aus naturheilkundlicher Sicht versteht man unter dem Begriff "Verschlackung", dass Stoffwechselendprodukte im Körper verbleiben, die zwar natürlicherweise vorkommen, aber ausgeschieden werden sollten. Die Trinkmenge hat für das Ausscheiden dieser Schlackenstoffe eine maßgebliche Bedeutung. Eine nicht ausreichende Trinkmenge führt dazu, dass Schlackenstoffe im Körper zwischengelagert werden müssen. An diesen Lagerorten behindern sie dann den Stoffwechsel des Körpers, was letztendlich zu einer Reduzierung des Gesundheitsgefühls führt. Eine ausreichende Trinkmenge von 1 l Wasser pro 20 kg Körpergewicht ist eine Grundvoraussetzung für die Entschlackung des Körpers.

Die Vergiftung

Unter Vergiftung versteht man Stoffe im Körper, die dort eigentlich gar nicht vorkommen sollten und die Regulation, spricht den Stoffwechsel des Körpers, stören oder gar unterbinden. Die erste Maßnahme um den Grad der Vergiftung zu reduzieren, ist, keine weiteren Gifte zuzuführen. Die zweite Maßnahme lautet Entgiftung des Körpers z. B. von Schwermetallen, Lösungsmitteln, künstlichen Aromen, Weichmachern - um nur die Wichtigsten zu nennen.

Allein die Reduktion der Vergiftung führt bei vielen Patienten schon zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation.

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes im menschlichen Körper ist für eine korrekte Stoffwechsellage im Körper genauso entscheidend wie die Reduzierung der Verschlackung und Vergiftung. In unserer heutigen Welt sind die meisten Menschen übersäuert, was zur Folge hat, dass Stoffwechselvorgänge im basischen Milieu nicht mehr hinreichend gut oder gar nicht mehr stattfinden können. Normalerweise befindet sich das Körpermilieu abwechselnd im sauren und basischen Bereich. Nur dann ist es gewährleistet, dass alle Körperstoffwechselfunktionen nachhaltig stattfinden können.

Ernährungsumstellung

Eine weitere Problematik stellt die Tatsache dar, dass wir viele vermeintliche Nahrungsmittel essen, die uns zwar schmecken, aber eigentlich für unseren Darm nicht verstoffwechselbar sind. Meist enthalten heutige Nahrungsmittel künstliche Zusatzstoffe wie künstliche Aromen oder Farbstoffe, die die Leber schädigen. Einen noch größeren Schaden im Darm verursachen z. B. Antibiotika-Rückstände in den Nahrungsmitteln oder Konservierungsstoffe, da diese Inhaltsstoffe die Darmbakterien schädigen. Oder wir essen vermeintliche Lebensmittel, die für unseren Darm gar nicht verdaubar sind wie z. B. Kuhmilch, die dann im Darm verfault und giftige Fäulnisprodukte verursacht. Eine Umstellung zu einer giftfreien, artgerechten Ernährung entlastet den Körper ungemein und schafft daher Ressourcen für den Genesungsprozess.

Borreliose Neuerkrankungen

Die Bedeutung des Darmes

Ein altes Sprichwort lautet: "Der Tod sitzt im Darm". Der Darm mit seinen ca. 600 bis 800 m² Oberfläche spielt eine zentrale Rolle für die Nährstoffversorgung des Körpers und somit für das Wohlbefinden des Menschen. In den letzten 2 bis 3 Jahren hat die sogenannte Biogenomforschung, sprich die Erforschung der Darmbakterien, viele neue Erkenntnisse über die Bedeutung der Darmbakterien und deren Funktion erbracht. So weiß man heute, dass die eigentliche Verdauungsleistung die Leistung der Darmbakterien ist. Ebenso sind Darmbakterien oft verantwortlich für die Resorption der Vitamine und Spurenelemente aus dem Nahrungsbrei. Der Mensch besitzt in seinem Körper mehr Mikroorganismen als Körperzellen. Die Forschung wird immer mehr darüber bewusst, dass sie in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen steckt.

Viele Menschen erkennen die Bedeutung des Darmes nicht oder nur völlig unzulänglich, ansonsten würden sie der größten Grenzfläche des Menschen zur Außenwelt viel mehr Bedeutung zumessen.

Allen Betroffenen sollte klar werden bzw. klar sein, dass ohne eine korrekte Darmfunktion keine nachhaltige Gesundheit möglich ist. Deswegen sollte der Regeneration des Darmes und die Wiederherstellung einer korrekten Darmfunktion größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wenn der Darm wieder korrekt funktioniert, sind die Grundvoraussetzungen der Gesundheit wieder gegeben. Die Regeneration des Darmes in Form einer korrekten und umfassenden Darmsanierung dauert je nach Patient ein bis drei Jahre und bedarf großen Wissens und Verständnisses des Therapeuten.

Vor diesem Hintergrund wird offensichtlich, dass durch die schulmedizinische Standardtherapie der Borreliose mit einem Antibiotikum bzw. mehreren Antibiotika das Biogenom dauerhaft geschädigt wird und daher der Grundbaustein für Gesundheit nicht mehr vorhanden ist.

Die Autoimmunerkrankung - eine mögliche Voraussetzung für die Borreliose?

Viele Borreliose-Patienten leiden nicht nur an den Folgen dieser Infektion, sondern gleichzeitig auch ein einer Autoimmunerkrankung. Dies legt die Vermutung nahe, dass das gestörte Immunsystem eine Grundvoraussetzung für eine mögliche Infektion mit Borrelien darstellt. Hier kommt erschwerend hinzu, dass das gestörte Immunsystem die vorhandenen Borrelien nicht ausreichen gut bekämpft. Vor dem Hintergrund, dass 70 bis 80 % des Immunsystems im Darm verankert ist, untrstreicht dies nochmals die Bedeutung des Darmes für eine erfolgreiche Borreliose-Therapie.

Das Mitbehandeln der Autoimmunerkrankung macht die Therapie der Borreliose so komplex. Wird die Autoimmunerkrankung innerhalb der Behandlung vernachlässigt, so hat der Betroffene wenig Aussicht auf eine nachhaltige Gesundheit.

Oft weiß der Borreliose-Erkrankte nichts von seiner Autoimmunerkrankung. Dann gilt es, auf die Suche nach ihr zu gehen. Oft leiden Betroffene an einer versteckten Lebensmittel-Allergie. In diesem Zusammenhang kann nur immer wieder deutlich darauf hingewiesen werden, welche Wichtigkeit eine artgerechte Ernährung hat.

Die erfolgreiche, ganzheitliche, naturheilkundliche Borreliose-Therapie

Oft berichten Borreliose-Erkrankte, dass sie schon alles Mögliche gemacht haben. Aus der Sicht der Betroffenen mag das wohl stimmen, aus der naturheilkundlichen Sicht wurden jedoch immer wieder Therapiebausteine vergessen. So manch ein Patient pickt sich dann die eine oder andere Therapieoption heraus. Wenn jedoch ein Therapiebaustein vergessen oder nicht hinreichend gut behandelt wird, wird der gesamte Therapieerfolg in Frage gestellt.

Die Basistherapie bei Borreliose

Es stellt sich nicht die Frage entweder - oder, sondern alles. Das bedeutet: Die Basistherapie setzt sich aus vielen Säulen zusammen.

Dies sind:

  • die Entschlackung des Körpers durch ausreichendes Trinken,
  • das Entgiften des Körpers v. a. von Schwermetallen wie Quecksilber,
  • eine erfolgreiche, nachhaltige Regulation des Säure-Basen-Haushaltes,
  • eine giftfreie, artgerechte Ernährung,
  • ein kompletter Aufbau der Darmfunktion samt der Schleimhautbarriere,
  • eine Substitution aller Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und ggf. Aminosäuren mit Zusatzstoff-freien Präparaten, die frei von z. B. Laktose, Gluten, künstlichen Aromen, Farbstoffen, Titandioxid, Magnesiumstearat sind.

Die notwendige ergänzende Phytotherapie innerhalb der Borreliose-Therapie

Mit dieser Basis kann dann zusätzlich phytotherapeutisch die Regulation im Körper stimuliert werden, so dass das erwachende Immunsystem die Borrelien aus dem Körper eliminiert.

Innerhalb der Phytotherapie hat sich die Karde als Leitpflanze innerhalb der Borreliose-Therapie etabliert. Die Karde erfasst zwar Borrelien im Körpergewebe, jedoch nicht ausreichend gut innerhalb des Erythrozyten (= roten Blutkörperchen). Wir nur mit der Karde therapiert, kann es daher zur Reinfektion von Borrelien aus dem Blut kommen. Somit reicht die Karde allein nicht aus, sondern sollte mit der Pflanze Artemisua annua kombiniert werden. Artemisua annua ist eine Pflanze, die Parasiten aus dem Blut gut eliminiert, so auch Borrelien. Entsprechend hat sich eine Kombination beider Pflanzen am besten in einem Produkt im richtigen Mischungsverhältnis bewährt.

Natürlich werden in der Phythotherapie viele weitere Pflanzen innerhalb der Borreliose-Therapie eingesetzt, um z. B. die Leber zu stärken, die Nierenfunktion zu fördern, das Lymphsystem wieder in Fluss zu bringen, die Regulationsfähigkeit des Körpers zu stützen oder die Schleimhautintegrität zu begünstigen.

Die Kombination sichert den Erfolg

Wie man jetzt deutlich erkennen kann, bedarf es für eine erfolgreiche ganzheitliche naturheilkundliche Borreliose-Therapie eine Summe von Einzeltherapien. Wenn auch nur eine Einzeltherapie nicht oder nicht hinreichend gut funktioniert, ist der gesamte Therapieerfolg in Gefahr. So kann - aus welchen Gründen auch immer - kein einzelner Therapiebaustein weggelassen werden.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei einer Borreliose um eine Multisystemerkrankung. Deswegen muss die Therapie alle Systeme des Körpers bzw. alle  Körperregulationssysteme erfassen und wieder in Funktion bringen.

Ergänzende einfache Therapiemaßnahmen

Ergänzend zu den bereits ausgeführten Therapiemaßnahmen kann natürlich alles durchgeführt werden, was den Körper stärkt, die Entgiftung des Körpers fördert, die Regulation der Stoffwechselvorgänge verbessert und die Entsäuerung des Körpers unterstützt. Dazu zählen z. B. Saunagänge oder die Infrarotkabine, mäßiger Ausdauersport, aber auch angemessene Erholungsphasen für den Körper.

Ergänzende therapeutische Therapiemaßnahmen

Bei dem einen oder anderen Borreliose-Kranken kann die bisher beschriebene Therapie nicht ausreichend sein. So liegt es im Verantwortungsbereich und Können des Therapeuten durch ergänzende Therapiemöglichkeiten, die nicht hinreichend gut erfassten Beschwerdebilder zusätzlich zu behandeln. Im Fragen kommen hier z. B. die Neuraltherapie, die Therapie der Faszien, eine chiropraktischen Therapie oder Osteopathie, um nur einige weitere Therapieoptionen zu nennen.

Behandlung der Co-Infektionen

Trotz dieser sehr umfangreichen Therapie schaffen es manche Patienten nach angemessener Therapiedauer nicht zur Gesundheit. Spätestens jetzt sollte man an die Co-Infektionen denken. So hat der ein oder andere Betroffene nicht nur Borrelioseerreger im Körper, sondern auch andere parasitäre Erreger zum Beispiel Rickettsien, Bartonella, Babesien, Erlichien oder Chlamydien. Heute sind über 250 verschiedene humanpathogene Parasiten bekannt. Für viele dieser Erreger gibt es keinen Test, sodass sich eine Diagnostik als extrem schwierig erweist oder gar unmöglich wird. Der Therapeut darf dabei sein ganzes detektivisches Können zum Einsatz bringen.

Phythotherapeutisch können die Co-Infektionen ebenfalls behandelt werden. Dafür hat sich eine Pflanzenmischung aus z. B. Schwarznuss, Nelke, Klette und Helmkraut bewährt.

Geduld und Durchhaltevermögen

Wie man den Ausführungen entnehmen kann, ist eine erfolgreiche Behandlung der Borreliose samt Co-Infektionen möglich. Dies erfordert jedoch von den Patienten Disziplin und Durchhaltevermögen. So sind Therapiedauern von ein bis zwei Jahren eher die Regel als die Ausnahme. Während dieser Zeit kommt es bei der subjektiven Betrachtung des Betroffenen immer wieder zu Verschlimmerung der Symptomatik. Dieses Auf und Nieder ist charakteristisch bei dieser Therapie. So erfolgt zum Beispiel die Entgiftung des Körpers oft nicht linear, sondern in Schüben. Auch hängt die Entgiftungsfunktion des Körpers von den klimatischen Bedingungen wie der Temperatur ab. Aufgrund dieser Tatsachen kommt es zu diesen Schwankungen, die übliche Begleiterscheinungen innerhalb der Therapie sind.

Zusammenfassung

Aus der ganzheitlichen naturheilkundlichen Sicht ist die Ausheilung der Borreliose möglich. Dies erfordert jedoch eine Vielzahl von Therapiebausteinen, die patientenorientiert genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Dies erfordert vom Therapeuten ein umfangreiches Wissen in verschiedenen Bereichen der Medizin. Nur wenn der Therapeut alle betroffenen Regulationssysteme des Erkrankten in seiner Therapie berücksichtigt und entsprechende Therapiebausteine kombiniert, hat sein Patient Aussicht auf Erfolg mit dieser Multisystemerkrankung. Wird auch nur ein Regulationskreislauf des Körpers nicht hinreichend berücksichtigt, wird der Erfolg der gesamten Therapie in Frage gestellt.
Die Beseitigung der Grundvoraussetzungen der Borreliose Erkrankung und die damit verbundene Ernährungsumstellung hin zur giftfreien artgerechten Ernährung ist eine große Herausforderung für den Patienten. So ist der Patient selbst oft das größte Risiko einer erfolgreichen Therapie. Die Sanierung des Körpermilieus ist nicht nur eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ausheilung der Borreliose, sondern eine Grundvoraussetzung für lebenslanges Wohlbefinden.

Literaturtipps

Linktipps

Kommentare

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 29.05.2017:

Liebe Frau Magers,
diese und ähnliche Leidenswege höre ich oft in meiner Praxis. Leider kennt sich kaum ein Arzt aus mit der Borreliose, geschweige denn kann er Ihnen eine vernünftige Therapie anbieten, da es schulmedizinisch eben nur Antibiotika gibt. Diese führen in vielen Fällen nicht zum Erfolg. Da nach Ihren Aussagen eine 4-wöchige Doxicyclin-Behandlung keine Verbesserung gebracht hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die sogenannten Coinfektionen bei Ihnen eine Rolle spielen. Da die Ärzte labordiagnostisch diese aber nicht finden können, werden diese Betroffenen auf die Psycho-Schiene geschoben. Wenn sie dann einmal diesen Stempel haben, kommen sie davon nur sehr schwer wieder los. Ihre Parkinson-Symptome lassen parallel auf eine Schwermetallvergiftung schliesen. Sie sind noch jung. Bei jungen Menschen klappt die ganzheitliche Therpie erfahrungsgemäß sehr sehr gut. Schulmedizinisch haben Sie keine wirklichen Ansatzpunkte, um Ihren Gesundheitszustand nachhaltig zu verbessern. Lesen Sie bitte meine Abhandlung zur ganzheitlichen naturheilkundlichen Boreliosetherapie. Gerne können Sie mich anschreiben, damit ich Ihnen die aktualisierte Version zumaile, oder Sie besuchen eines meiner zahlreichen Seminare. Danach können sie hoffentlich entscheiden, welcher Weg für Sie der Richtige ist.
Liebe Grüße
Dieter Berweiler

 

Jenny Magers aus Hannover, 26.05.2017:

Ich fühle mich seit 2 Jahren Krank. Ich bin jetzt 16 Jahre alt und im letzten halben Jahr wurde es immer schlimmer mit den Schmerzen. Erst meinten sie Psyche aber nach 1000 weiteren Ärzten und vielen krankenhausaufenthalten haben sie endlich borreliose diagnostiziert. Ich bin vom Gymnasium auf die realschule gewechselt und muss jetzt ein jahr extra machen... Nach 30 Tagen doxycilin geht es mir nicht besser. Ich habe parkinson Symptome entwickelt und mir geht es einfach nur schlecht. Ein großteil der Ärzte wollte mich zum Psychologen schicken... Man fühlt sich verarscht. Jeder arzt sagt was anderes... Diese Krankheit ist furchtbar und kaum jemand kennt sie...

 

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 08.05.2017:

Liebe Frau Ullinger,
es stimmt, die Karde ist fester Besandteil der naturheilkundlichen Borreliose-Therapie. Jedoch reicht sie alleine nicht aus, da sie die Borrelien im Erythrozyten nicht erfasst. Da bedarf es mehr, z. B. einer Mischung mit Artemisia annua, wie es das Produkt Karde & Co bereits hat. Ohne eine Stärkung der Ausleitungsorgane Leber und Niere erhöht sich die Gefahr der Herxheimer-Reaktion und denken Sie bitte an eine sanfte phytotherapeutische Schwermetallausleitung. Wie die einzelnen Therapieoptionen zu bewerten sind, haben Sie dem Artikel entnehmen können. Nur die Kombination der notwendigen Maßnahmen führt zum Erfolg, nicht der einzelne Theraspiebaustein.

 

Elisabeth Ullinger aus Neustadt, 02.05.2017:

Stimmt es, das täglich 3x 5 Tropfen der Urtinktur von Dipsacus (Wilde Karde) sehr gut gegen Borreliose helfen soll?

 

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 05.04.2017:

Liebe Frau Schulze,
es ist leider immer noch so, dass sich viele Ärzte und Heilpraktiker mit dem Krankheitsbild der Borreliose nicht auskennen und sich nach der 30 Jahren alten Leitlinie der Neurologen richten. In der ist eine Borreliose nach 14 Tagen Doxicyclin ausgeheilt. Weitere Beschwerden haben andere Ursachen. Wenden sie sich an eine Praxis, dessen Schwerpunkt Parasitologie bzw. Borreliose ist und gleichzeitig naturheilkundlich arbeitet. Ich kenne viele solcher Patienten aus meiner Praxis mit ähnlichen Odyseen. Diese müssen nicht sein, aber sie brauchen einen Spezialisten. Den finden sie in der Regel nicht vor der Haustüre. Weitere Informationen finden sie auf meiner Homepage oder suchen sie im Intermet nach "Naturheilkunde Borreliose". Welche Therapien erfolgsaussichten haben, haben sie diesem Artikel sicherlich entnommen.
Liebe Grüße aus Stuttgart

 

Bianca Schulze aus Buttstädt, 05.04.2017:

Hallo ich bin vor 8 Jahren von einer Zecke gestochen wurden. Wurde auch mit Antibiotika behandelt. Vor 7 Jahren fing dann alles an. Im linken Bein solche Schmerzen und seit 3 Jahren so schlimm geworden das ich mein Bein kaum bewegen kann und dann greif ich zu Sehr sehr vielen Tabletten die nicht wirklich helfen aber etwas lindern. Ärzte schicken mich ins MRT wegen meinem Rücken obwohl ich sage ich hab Bein schmerzen ein Arzt meinte ich hätte Depression ich sagte ihm dann nur dann muss ich schon 7 Jahre Depression im Bein haben. Vor 4 Wochen wurde im Krankenhaus festgestellt das mein ganzer Körper mit Borreliose befallen ist. Jetzt gibt's immer noch 2 Wochen Antibiotika also insgesamt 6 Wochen. Jetzt habe ich mein Arzt nochmal auf meine Bein schmerzen und die Borreliose angesprochen. Das hat alles mit einander nichts zu tun. Ich würde sagen meine Odyssee geht weiter.

 

Eugen Ritter aus San Fernando La Union Philippinen, 26.02.2017:

Hallo zusammen. Leider ist eine Borreliose im Chronischen nicht mehr komplett heilbar. Sehr wichtig ist eine strikte Ernährungsumstellung auf basische Kost und somit den Körper von Übersäuerung zu befreien. Ferner sollte der Vitamin D spiegel überprüft werden. Dieser hat einen enormen Einfluss auf unser Immunsystem und den Heilungsprozess und sollte auf mindestens 80ng angehoben werden. Neben einer gesunden Ernährung sollte man auch regelmäßig entgiften und ausleiten. Aber das sollte unter professioneller Anleitung geschehen. Auch ist das wechselhafte und nasskalte Wetter in nördlichen Breitengraden mit verantwortlich und begünstigt das fortschreiten der Co Infektionen Durch meinen Umzug in wärmere Gefilden habe ich endlich meine Chronische Borreliose nach 20 Jahren zum stoppen gebracht und bin wieder vollkommen beschwerdefrei. Denn Borrellien vertragen keine Hitze und gehen somit auf Tauchstation. Aber eine lebenslange Prophylaxe ist unbedingt erforderlich um ein fortschreiten der Krankheit zu vehindern.

 

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 24.01.2017:

Liebe Frau Kokott,
leider habe ich keinen Therapeuten, der in Berlin exakt nach meinem Therapieplan arbeitet. Aber mit dem Zug bzw. dem Flieger ist Stuttgart nur eine Tagesreise.

 

Andra Kokott aus Berlin, 23.01.2017:

Hallo, danke für den endlich mal gut erklärten Bericht im Internet.
Bei mir wurden Antikörper IGM Werte festgestellt und mache gerad einen LTT Test. Habe bereits eine 4 wöchige Antibiotikatherapie hinter mir-ohne Erfolg. Es ist sehr schwierig für mich zu entscheiden wie es weiter gehen soll, da jeder Arzt etwas anderes sagt. Ihr Ansatz gefällt mir gut. Haben Sie ggf. einen Kollegen den Sie mir empfehlen können in Berlin? Danke für Info. Viele Grüße Andra Kokott

 

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 19.12.2016:

Lieber Herr Garcia,
eine mögliche Infektion mit Borrelien stelllt die Betroffenen immer vor eine große Herausforderung. Im Netz finden sie viele Möglichkeiten, Blogs und Statesments von vielen Laien. Wichtig ist für ihren Weg fundierte Informationen zu erhalten und sich einen überblick zu verschaffen. Genau für diesen Zweck habe ich einen allgemeinen Therapieplan geschrieben, der die wichtigsten fragen beantwortet: www.dieter-berweiler.de/fileadmin/pdfs/HP/Therapieplan_Borreliose.pdf. Ich hoffe diese Informationen helfen ihnen weiter.
Liebe Grüße
Dieter Berweiler

 

Alejandro Garcia aus Bad Vilbel, bei Frankfurt am Main, 26.10.2016:

Hallo,
meine Tochter, Aileen 8 Jahre alt wurde von einer Zecke vor 3 Monaten gebiessen. Leider saugte die Zecke 2 bis 3 Tage ohne das bemerkt wurde, da sie die Haaren den Ohr verdeckt haben, und sie unterwegs war. Anfang Oktober bekam sie die Wanderrote, die sehr deutlich zu sehen war. Verschwand immer wieder. Aber wir haben es fotografiert und konnten wir die Bilder gern veroeffentlichen. Sie hat 2 mal das Antibiotike Cefurox Basics 125 mg genommen. Am ende der 2 Flasche wurde ihr Ohr wieder rot. Sie fuehlt sich nicht krank aber wir fuehlen uns nicht gut von der Kinderarzt beraten. Kennen Sie Spezialisten im Raum Frankfurt, Hessen? In 10 Tagen haben wir eine Blutttest, sollen wir auf die oben beschrieben Verfahren achten. Wenn der Fall interesant scheint, kann ich gern immer wieder updaten. Ich werde auf die Ernaehrung noch mehr Achtung schencken.
Vielen Dank, Alejandro Garcia. Bad Vilbel.

 

Online-Redaktion, 12.09.2016:

Liebe Frau Müller,
aufgrund der möglichen Folgen sollte eine Borreliose unbedingt von einem Arzt oder Heilpraktiker behandelt werden. Die schulmedizinische Standardtherapie ist die Antibiose. Es gibt aber durchaus Therapeuten, die diese kritisch sehen und eine Borreliose ohne Antibiose behandeln. Gleich ob Sie sich für ein Antibiotikum oder eine Alternative entscheiden, sollten Sie die Therapie konsequent durchführen. Im Fall einer Antibiose kann eine anschließende Darmsanierung helfen, die längerfristigen Folgen für die Darmflora zu reduzieren. Viele der alternativen Möglichkeiten von Darmsanierung bis Karde hat Herr Berweiler in dem obigen Beitrag bereits angesprochen. Mehr zum Thema Borreliose-Therapie finden Sie auch im Film-Interview mit Herrn Berweiler unter www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/uebersicht-borreliose/borreliose-berweiler-film.html
Viel Erfolg bei Ihrer Therapie wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion

 

Monika Müller aus 73635 Rudersberg, 09.09.2016:

Hallo liebes Naturheilmagazin,
bei mir wurde vom Hausarzt durch einen Bluttest Borrelliose diagnostiziert. Muß unbedingt das Antibiotika genommen werden, wo dadurch doch die Darmflora zerstört wird. Gibt es eine andere Möglichkeit Antibiotika zu umgehen? Für die Beantwortung dieser Frage wäre ich sehr dankbar.

 

Online-Redaktion, 08.08.2016:

Lieber Herr Bachmann,
vielen Dank für Ihr Vertrauen. Sie haben schon eine lange Leidensgeschichte hinter sich und es ist gut, dass Sie jetzt bei einem Arzt sind, der Sie ernst nimmt und dem Sie vertrauen. In Ihrem Fall eine Progrognose abzugeben - zudem, ohne Sie untersucht und Befunde studiert zu haben - wäre jedoch absolut unseriös. Geben Sie nicht auf, unterstützen Sie Ihren Körper und Ihre Seele so gut wie möglich. Vielleicht finden Sie auf der Seite www.naturheilmagazin.de/natuerlich-leben/koerper-seele-geist/wege-zur-gesundheit.html noch den ein oder anderen Tipp, der Ihnen gut tut.
Viel Erfolg auf Ihrem Weg wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion

 

Paul Bachmann aus Leidersbach, 07.08.2016:

Liebes Naturheilmaganzin-Team,im Oktober 2007 wurde bei mir erstmals Borreliose diagnostiziert und nach einigen Wochen suchen habe ich auch einen Arzt gefunden der mir mit Antibiotikainfusionen weiterhelfen konnte. Ich hatte aber anschließend immer das Gefühl, dass etwas von der Krankheit hängen geblieben ist und habe mich ständig krank gefühlt. Über die Jahre war ich immer wieder bei Ärzten die mir verschiedenste Diagnosen stellten, welche aber nicht dauerhaft halfen. Die Einschränkung meiner Leistungsfähigkeit in körperlicher und mentaler Hinsicht, sowie ständige Zweifel ob ich mir die Symptome nur einbilde, hat vermutlich dazu geführt, dass ich seit einiger Zeit in Behandlung wegen Depressionen bin.Vor circa 3 Monaten bin ich auf Empfehlung zu Dr Jens Neidert in Stockstadt, dieser stellte, wie viele andere Ärzte, meine Symptome nicht als "Kopfsache" oder ähnliches dar, sondern befasste sich ernsthaft mit meinem Fall und konnte schließlich durch einen Antikörper Test erneut aktive Borrelien in meinem Körper nachweisen. Neben Antibiotika, Photonentherapie und Oxyvinierung soll mein Immunsystem mit Ernährung und ergänzenden Ergänzungsmitteln aufgebaut werden.Bisher konnte ich leider noch keine großen Fortschritte machen und habe einen sehr wechselhaften Verhandlungsverlauf. Ein großes Problem ist momentan, dass ich nicht richtig Sport machen kann. Mir wird schnell schlecht, ich bekomme Kopfschmerzen und Schwindelattacken oder sogar Heulkrämpfe, vielleicht hängt dies auch mit einem eigenen Erwartungsdruck zusammen (Ich spiele Fußball, nicht professionell).Könnt ihr mir vielleicht einen Ausblick geben wie lange eine erfolgreiche Therapie dauern könnte? Oder ist es wahrscheinlich, dass mich diese Krankheit den Rest meines Lebens begleitet?Ich bin zufrieden mit Dr. Neidert und mir ist auch klar das er eine Krankheit nicht einfach Wegzaubern kann. Ich wollte nur einmal eine zweite Meinung hören und evtl Tipps was ich tun könnte.

 

Online-Redaktion, 20.07.2016:

Lieber Josha,
in unserer Arzt- und Therapeutensuche können Sie auch Erkrankungen oder Behandlungsmethoden eingeben.
Arztsuche: www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html
Suche nach Heilpraktikern und anderen Therapeuten: www.naturheilmagazin.de/nc/therapeuten.html
Zu Borreliose finden sich darin die nächsten von Ihnen aus in Stuttgart, darunter auch Herr Berweiler.
Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihre Online-Redaktion

 

josha, 20.07.2016:

Sehr geehrter Herr Berweiler,
Ihr Artikel überzeugt.
Wie finde ich lokal einen naturheilpraktisch erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker mit Erfahrung beim Thema Borreliose? Gibt es ein Verzeichnis, eine Interessengruppe von Therapeuten o.Ä.? Oder kennen sie jemandem im Südwesten Deutschlands (Großraum Freiburg)?
Vielen Dank für kurzen Hinweis.

 

Online-Redaktion, 19.07.2016:

Liebe Frau Schmidt,
die Ganzheitsmedizin bzw. Naturheilkunde kann die Schulmedizin sicher gut ergänzen. Sie ermöglicht einen anderen Blick auf die Krankheit und dementsprechend andere Behandlungsoptionen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen das bisherige Angebot der Schulmedizin nicht ausreicht, sollten Sie sich ruhig nach zusätzlichen Angeboten erkundigen.Ganzheitlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker finden Sie z.B. über unsere Adresssuche:http://www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html (Ärzte)undhttp://www.naturheilmagazin.de/nc/therapeuten.html (Heilpraktiker und andere Therapeuten)Dort finden Sie u.a. auch den Autor dieses Beitrags, der sich intensiv mit Borreliose beschäftigt hat.
Viel Erfolg bei Ihrer Suche wünscht IhnenI
hre Online-Redaktion

 

Andrea Schmidt aus Würzburg, 18.07.2016:

Liebes Naturheilmaganzin-Team.
Ich leide seit vielen Jahren an Blepharaospasmus und anderen difersen Problemen (Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Knieschmerzen, Fersenschmerzen usw.) Jetzt hat ein Arzt bei einer Dunkelfelduntersuchung festgestellt dass Borrelien in meinem Blut sind. Er hat mir Minocyclin 2x100 für ca. 35 Tage verschrieben danach soll ich Metronidazol 400 2x1 nehmen für 10 Tage. Zusätzlich hat er mir Samento und Banderol 3x7 Tropfen tgl. verschrieben. Kann ich zusätzlich noch irgend etwas unternehmen um diese Krankheit los zu werden. Sollte ich vielleicht noch einen Heilpraktiker aufsuchen??? Und wenn ja wie finde ich jemanden der sich damit auskennt?

 

Günter Tomforde aus Bremervörde, 02.07.2016:

Eine Borreliose sollte nicht "auf die leichte Schulter" genommen werden, sie kann ueber den Befall des Nervensystems bis zur Lähmung fuehren, allen Betroffenen gute Besserung.
Günter Tomforde

 

Dieter Berweiler aus Stuttgart, 31.03.2016:

Liebe Lilli,
die Gelenk und Muskelschmerzen können durch ein übersäuertes Milieu verursacht sein, da helfen Basenbäder. Vitaminmangel ist eine weitere Ursache, meist die B Vitamine. Ich empfehle immer Vit B kompl. aktiv. Die Berührungsempfindlichkeit kann sehr viele Ursachen haben wie z. B. eine Vergiftung mit Schwermetallen oder Lösungsmitteln, aber auch Parasiten. Ich empfehle dagegen Alpha Liponsäute und Ubichinol. Die ihnen empfohlene Antibiose wird vermutlich das Problem nicht lösen, da die Grundsituation dadurch nicht verändert wird. Sie ist gegen Borrelien außerdem zu niedrig dosiert und zu kurz. Die Empfehlung kommt aus der Leitlinie der Neurologen und ist ca 30 Jahre alt, nicht ganz auf dem aktuellen Stand. Definitiv würde sie eine ganzheitliche Darmsanierung den ersten Schritt Richtung Gesundheit bringen. Ihre Ernährung sollte grundsätzlich Bio sein, außerdem konsequent Kuhmilchfrei und Leguminosen frei. Da gibt es bestimmt Optimierungsmöglichkeiten.

 

Lilli, 25.03.2016:

Hallo,
nachdem ich seit Wochen unter Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Berührungsempfindlichkeiten leide, hat der Arzt im Blut erhöhte Antikörper (?) festgestellt. An einen Zeckenbiss kann ich mich nicht erinnern. Ich solle Doxycyclin 200 für 2 Wochen nehmen. Mein Körper will es nicht behalten... Gibt es andere Möglichkeiten? Ich trinke seit eh und je viel (3-6 l tägl.) Leitungswasser und lebe relativ gesund (keinerlei Fertigprodukte und dgl.), kaum Weizenmehl. Was können Sie mir raten?

 

Hanna, 27.02.2016:

Hallo :) Das nenne ich einen sehr ausführlichen beitrag über borreliose. Leider ist mein hund Kim nach einem Zeckenbiss erkrankt. Ich finde es deshalb wichtig auch auf haustiere einzugehen. [....]

 

Paula, 08.10.2015:

Hallo Martina, Sie schrieben am 21.05.2015
Martina, 21.05.2015:
Sehr geehrter Herr von Teuffenbach aus Italien.
Bitte kontaktieren Sie mich über dieses Forum. Evtl. eine Rufnummer oder Mailadresse. Ich könnte Ihnen einen guten Freund empfehlen.
Ich wäre auch an einer Adresse für Hilfe interessiert gerne per Mail.
Ganz Lieben Dank

 

Martina, 21.05.2015:

Sehr geehrter Herr von Teuffenbach aus Italien.
Bitte kontaktieren Sie mich über dieses Forum. Evtl. eine Rufnummer oder Mailadresse. Ich könnte Ihnen einen guten Freund empfehlen.

 

Rudolph von Teuffenbach aus I - 39012 Meran, 12.03.2015:

Junge von Freunden ist mit Borrellien und Babesien infiziert. Familie sucht nach einer Einrichtung in Deutschland wo homoeopatisch/naturheilkundlich geholfen werden kann. Sollte bei Ihnen jemand italienisch sprechen wuerde ich sie kurzschliessen sonst ueber mich. Mit Dank und freundlichen Gruessen, R.v.Teuffenbach

 

Waltraud Theisen aus Mendig, 10.03.2015:

Lieber Herr Berweiler,
bei mir wurde 2009 Borreliose festgestellt, ich leide seit dieser Zeit an dieser Krankheit,muss sie aber schon länger haben. Ich lebe so wie in ihrem Video beschrieben achte auf die Ernährung. Aber seit circa einem Jahr kippt ständig mein Magen Darm bei körperlicher Belastung, dass heißt bei der kleinsten Anstrengung, habe ich einen Magen Darminfekt und muss ständig Diät halten. Habe im Krankenhaus alles abklären lassen, Magen Darm Spiegelung, es ist alles in Ordnung,auch keine Parasiten. Außer dass ich mich ständig krank fühle und überwiegend liege. Meine Lebensqualität beträgt vielleicht 50 Prozent . Ich bin seit 2009 wegen Borreliose in Rente. Können sie mir weiterhelfen,wissen sie was ich tun kann. Wäre ihnen sehr dankbar für einen Rat. Bin sehr verzweifelt. Liebe Grüße W. Theisen

 

Dieter Berweiler, 09.02.2015:

Lieber Herr Samardzic,
Das erste Problem ist, das in den Bluttests nicht nach Borrelien gesucht wird, sondern nach Antikörper gegen Borrelien. Das hat zur Konsequenz dass kein Mensch der Welt sagen kann, wie viele Borrelien im Körper sind, da die Anzahl der Borrelien nicht mit der Anzahl der Antikörper korreliert. Durch den Typ des Antikörpers kann jedoch rückgeschlossen werden, wie lange die Bildung des Antikörpers ungefähr zurückliegt.
Ob Ihre Beschwerden am Knie in Zusammenhang stehen mit einer Borrelieninfektion, lässt sich diagnostisch nicht ermitteln. In meiner Praxis stelle ich jedoch vermehrt solche Zusammenhänge fest, dass sich während der naturheilkundlichen Borreliose-Therapie auch diese Beschwerden bessern.
Eine Verspannung der Beinmuskulatur könnte auch von Vitaminmangel kommen, ein verschobener Mineralstoffhaushalt könnte die Ursache sein, eine Beckenschiefstellung aufgrund eines verschobenen Mittelfußgelenkes kommt als Ursache in Betracht bis hin zu einem schief sitzenden Atlas.
Nachdem wie gesagt diagnostisch die Borrelieninfektion sich nicht bestätigen lässt, ist einzigartig Weg zur Gesundheit systematisch alle möglichen Ursachen zu behandeln und dato dann auszuschließen. Um den für Sie richtigen Wege zur Gesundheit zu finden, macht zum Beispiel eine Kinesiologie-Testung Sinn.
Auch eine Untersuchung der Mineralstoffe, Spurenelemente wie Zink, Selen, Chrom und Mangan als auch aller B-Vitamine gibt den ersten Hinweis in die richtige Richtung. Erfahrungsgemäß ist bei Borreliose-Patienten aufgrund häufiger Antibiotikagaben der Darm gestört. Dieser sollte ebenfalls in Form einer Darmsanierung mit behandelt werden.

 

Denis Samardzic aus Dornbirn, 06.02.2015:

Vor einem halben Jahr hat mein Urologe festgestellt, dass ich mit Borrelia angesteckt bin. Der sei jedoch schon schwach und müsste nicht behandelt werde. Wahrscheinlich habe ich den schon seit Jahren gehabt, meinte er. Seit Jahren habe ich auch eine Knochenhautentzündung am SChienbein und am Knie. Meine Beinmuskalatur sei extrem verspannt und auch teilweise entzündet. Viele Ärzte haben mir diesbezüglich nicht helfen künnen.
Nach ein wenig Recherche habe ich herausgefunden, dass das zusammen hängen könnte. Was meint ihr?

 

Chris, 30.09.2013:

Liebes Naturheilmagazin-Team,
danke für die vielen ausführlichen Hinweise zu Borreliose und den interessanten Videobeitrag.
Eine Seite, die ich bei meiner Recherche ebenso interessant fand, ist www.borreliose-infektionskrankheiten.de
Sie beschränkt sich bei der Therapie zwar auf Antibiotika, gibt aber viele weiterführende Informationen und Antworten zu Zecken und Borreliose.

 

Janine B., 26.06.2011, 16:04

Wie hoch ist die warscheinlichkeit zweimal von einer Zecke oder ähnlichem infiziert zu werden?
In der Schwangerschaft meiner 1. Tochter hatte ich eine frische Borrelieninfektion und wurde mit Antibiotika behandelt. Eine nachuntersuchung war nicht mehr nötig laut labor. Beschwerden in den 3 Jahren deuten auf Borreliose hin.
Jetzt bin ich wieder Schwanger und es wurde abermals eine akute " neu" Infektion festgestellt.
Ist schon merkwürdig.

 

Redaktion Naturheilmagazin, 31.01.2011, 08:35

Lieber Herr Renda,
einerseits wird vorwiegend von Zeckenbissen gesprochen, andererseits sollen Zecken stechen. Grund für die Verwirrung dürfte das etwas spezielle Vorgehen der Zecke sein. Bei de.wikipedia.org/wiki/Zeckenstich heißt es dazu: "Bei einem Zeckenstich (auch Zeckenbiss) wird die Haut von einer Zecke mit den Kieferklauen angeritzt und anschließend der „Stachel“ (das Hypostom) in der Wunde verankert." Und weiter: "Anschließend wird dann das Blut durch die Zecke aufgeleckt." Ein einfaches Wort für dieses differenzierte Vorgehen ist schwer zu finden. Daher wohl das Begriffswirrwarr.

 

Frank Renda, 30.01.2011, 19:39

seltsam, immer wieder beissen einen die zecken, gelegentlich stechen sie einen sogar; man schaue sich doch deshalb mal das schnappmaul einer zecke etwas genauer an !

 

Sabine Czermak, 08.07.2010, 17:05

Auch ich habe schon öfter Borrelioseinfektionen ohne, oder mit sehr verspätet auftretender Wanderröte gesehen. Auch eine länger als zwei Wochen bestehende Rötung der Einstichstelle, besonders mit ausgeprägten Entzündungszeichen, oder das Anschwellen von Lymphknoten nahe der Bissstelle kann auf eine Infektion hinweisen.

 

Sabine Czermak, 08.07.2010, 16:55

Bei frischen Infektionen hat sich die Gabe einer Dosis Ledum C30 sehr bewehrt. Auch wenn schon Krankheitssymptome vorhanden waren, klangen diese nach ggf. wiederholter Ledumgabe rasch ab.
Einige Autoren empfehlen auch Menschen, die oft von Zecken oder Mücken befallen werden, Ledum vorbeugend einzunehmen. Dies kann bereits die Anfälligkeit für Zecken-/Insektenstiche lindern. Jedes Arzneimittel hat seine Wirkung auf den Organismus und auch Homöopathika sollten nicht zur Dauermedikation werden!

Liegt die Infektion schon einige Zeit zurück, hilft offensichtlich nur eine ganzheitliche Behandlung, die alle Beschwerden und Carakteristiken des jeweiligen Patienten einschließlich seiner Vorerkrankungen und ggf. familiaren Belastungen mit einbezieht. Hierfür ist es unbedingt notwendig, einen Fachmann (Arzt oder Heilpraktiker) aufzusuchen.

 

Sabine Czermak, 08.07.2010, 13:42

Borrelien befallen huptsächlich die Haut, Nervensystem, Gelenke und Bindegewebe (Herz).
Was die Vektoren betrifft, wird mittlerweile eine Übertragung durch andere Blutsauger wie Stechmücken häufig diskutiert.
Es gibt Berichte über Gelenkbeschwerden von Kindern, deren Mutter während der Schwangerschaft an Borreliose erkrankt war, was die These der Übertragbarkeit auf das ungeborene Kind bekräftigt.

Kommentare

Nadja Forster aus Mainz, 15.09.2017:
Sehr geehrter Herr Berweiler,
vielen Dank für Ihren interessanten Ansatz, den ich gern ausprobieren möchte. Hilfreich ist dazu sicherlich Ihr Therapieplan. Der von Ihnen angegebene Link funktioniert jedoch leider nicht: http://www.dieter-berweiler.de/fileadmin/pdfs/HP/Therapieplan_Borreliose.pdf.
Es wäre toll, wenn das Problem behoben werden könnte oder Sie mir das PDF per Mail zusenden könnten.
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße Nadja Forster
Inge Balk aus 92637 Weiden, 14.09.2017:
Lieber Herr Berweiler,
vielen Dank für die Antwort. Ich habe eine Heilpraktikerin in meiner Nähe gefunden, welche nach Dr.Klinghardt behandelt. Meinen Sie sie kann herausfinden was die krankmachenden Ursachen sind?Ich war nochmal bei dem Borreliose-Arzt und er hat mir folgendes gesagt: ich soll für ca.60 Tage einnehmen: Toxisorb, Alisian, 3x 10Tropfen Karde tägl., Alpha Engergie 2x2 Kapseln. Er sagt die Antibiotika haben nicht gewirkt weil ich eine Schwermetallvergiftung habe!? Aufgrund Blutuntersuchung habe ich keine Parasiten. Sollte die Ursache meiner Beschwerden Arthrose sein, hab ich doch eh keine Chance auf Besserung. Ersatzfuss- Zehengelenke gibt es nicht und die Versteifung der Füsse, wie die Orthopäden mir empfohlen haben trau ich mir nicht.
Bitte sind Sie doch so freundlich u.sagen mir wo ich Ihren Therapieplan finde oder schicken mir diesen. Vielen Dank.
Dieter Berweiler aus Stuttgart-Mühlhausen, 05.09.2017:
Liebe Frau Balk,

bei Ihnen scheint eine Mischung vieler Ursachen die Beschwerden zu verursachen. Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung des autoimmunen Formenkreises, auf der sich eine Parasitose wie eine Borreliose ansiedeln kann. Ob Sie andere Parasiten haben, weiß ich nicht, wahrscheinlich schon, wie viele andere Patienten auch. Aufgrund Ihrer Darmdysbiose haben Sie vermutlich einen Vitalstoffmangel und eine Darmfehlbesiedlung. Das alles ist vermutlich noch kombiniert mit einer Vergiftung, die ihrerseits mit Bestandteil der Autoimmunerkrankung ist. Kurzum – ein komplexes Geschehen.
Die von Ihnen aufgeführten naturheilkundlichen Präparate reichen bei weitem nicht aus, um Ihr Krankheitsbild auch nur annähernd erfolgversprechend zu behandeln. Leider hilft die Schulmedizin auch nicht weiter, wie Sie leidlich erfahren durften.
Die Aussage Ihres Arztes, dass die Beschwerden nicht von Borrelien kommen, lässt sich so nicht halten, da die Therapie viel zu kurz war. Allerding könnten es auch andere Parasiten sein, kurz, man weiß es einfach nicht.
Bitte lesen Sie meinen Therapieplan zur ganzheitlichen Behandlung der Borreliose, den Sie gerne bei mir anfordern können. Dort finden Sie auf viele Fragen eine Antwort. In Ihrem Fall gilt es als erstes, die krankmachenden Ursachen zu finden und diese zu eliminieren. Gleichzeitig mit einer Symbioselenkung und einer Vitaminkur den Darm zu stabilisieren und das Immunsystem zu regenerieren. Parallel sollte mit einer Ausleitungstherapie die Entgiftung und Milieusanierung stattfinden.
Das bedarf einiges an Aufwand und Zeit. Meist dauert eine solche Behandlung ein bis zwei Jahre.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Berweiler
Heilpraktiker, Dipl.-Ing.(FH)
Inge Balk aus 92637 Weiden, 30.08.2017:
Lieber Herr Berweiler,
ich habe Brennen u. Druck in beiden Füssen vorallem wenn ich gehe. Aufgrund dieser Beschwerden habe ich schon viele Arztbesuche hinter mir.
Ich habe div. Diagnosen wie: Polyneuropathie, Arthrose, Fussgewölbe abgeflacht wegen Hallux.Ich war auch bei einem Arzt welcher auf Borreliose spezialisiert ist. Er führte den LTT-Test durch, dieser war mit 3 Borrelien positiv, allerdings waren die SI_Werte 3,6 3,8 3,9, die vierte Borrelie war unter 3 also negativ. Quecksilber war leicht erhöht, Blei war bei 37.Ich führte folgende Therapie durch: Kardetinktur 3x20 TropfenToxsorbEnzyme u.Darmbakterien Leaky Gut u ProbiolaktAllisianDies brachte nach 6 wöchiger Einnahnme keine Besserung deshalb verschrieb mir der Arzt Minocyclin und Quensyl . Diese nahm ich 4 Wochen ein, aber leider wieder ohne Erfolg, ausser das mein Magen total übersäuert ist und die Mundwinkel rot u.eingerissen.Jetzt soll ich nochmal andere Antib. einnehmen! Das mach ich nicht. Lt. Arzt soll es das gewesen sein.. also kommen die Beschwerden nicht von den Borrelien. Aber die Polyneuropathie hat doch eine Ursache ist keine eigenständige Krankheit. Bitte sagen Sie was ich noch tun kann oder welcher Arzt mir helfen kann, ich habe null Lebensqualität das ich mich nicht bewegen kann. Ich hab schon viele Geld investiert. Schmerzmittel haben null Wirkung. Ich wohne in 92637 Weiden (Bayern) Vielen Dank.
Dieter Berweiler aus Stuttgart-Mühlhausen, 16.08.2017:
Hallo Frau Mittelberger,
Borrelien und andere Parasiten können auch von Schnaken, Bremsen, Flöhen und anderen stechenden Insekten übertragen werden.
Als Erstes ist anzumerken, dass das Erythema migrans (Wanderröte) "nur" eine Immunreaktion gegen einen Fremdeiweißeintrag ins Gewebe darstellt. Das Erythema migrans "gilt" als sicheres Zeichen für eine Borreliose. Das ist jedoch ein Postulat, d.h. es wird behauptet, dass es so ist. Belege dafür gibt es nicht. In über 50 % der Borrelieninfektionen gibt es kein Erythema migrans. Es ist auch nicht klar, ob bei anderen Parasiten ein Erythema migrans auftritt oder das Erscheinen des Erythems z.B. von der Blutgruppe oder anderen Faktoren abhängt. Kurz um: Man weiß eigentlich recht wenig darüber.
Es ist daher nicht auszuschließen, dass bei Ihrem Stich auch ein Parasit übertragen wurde. Im Moment ist es so zu bewerten, dass Ihr Immunsystem reagiert - also ein sehr gutes Zeichen. Sie unterstützen das ja auch mit den Präparaten, die Sie aufgezählt haben. Ich weiß natürlich nicht, wie Ihre Vitaminversorgung aussieht, ob diese noch gestützt werden sollte. Auch verbrauchen Entzündungen immer Zink. Da würde ich Ihnen empfehlen Zink noch zu substituieren.
Gegen den eventuellen Parasiteneintrag ins Gewebe empfehle ich meinen Patienten das Lebenselixier Lapparia 2x3 Tropfen tgl. oral einzunehmen und zusätzlich die betroffene Stelle mit 1-2 Tropfen einzuschmieren. Das 14 Tage darüber hinaus bis das Erythem ganz verschwunden ist, wenigstens jedoch 6-8 Wochen. Lesen Sie bitte auch meine Ernährungsrichtline, um Ihren Darm zu entlasten und damit auch Ihr Immunsystem zu stärken. Die aktuelle Information können Sie gerne bei mir anfordern.

Mit freundlichen Kräutergrüßen
Dieter Berweiler
Heilpraktiker, Dipl.-Ing. (FH)
Brigitte Miltenberger aus Mönchberg, 15.08.2017:
Hallo, heute habe ich einen roten Ring - deutlich wie die Wanderröte am Oberarm hinten entdeckt. Voraus ging ein Insektenstich - keine Zecke - vor 14 Tagen. Der Stich hatte sich hoch entzündet und Wundflüssigkeit abgesondert. Er heilte fast ab, bis er vor ein paar Tagen plötzlich wieder zu jucken begann und sich dieser rote Ring, etwa 3 cm Abstand bildete. Ich mache Umschläge mit Kolloidalem Silber, nehme Vitamin C, OPC und Vitamin A+E. Homöopathisch Echinacea Comp. der Fa. Heel und Lymphomyosot. Kann es wirklich sein, dass von einem Insekt, das keine Zecke ist, Borreliose übertragen wurde oder sind das andere Bakterien? Wenn ich zum Arzt gehe, bekomme ich Antibiotika, wobei ich auf viele Antibiotika allergisch bin (alle ß-Lactame). Wie soll ich vorgehen? Sonstige Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen habe ich nicht.
Ich zog auch schon in Erwägung Borrelia Nosode D200 zu nehmen.
Danke und herzliche Grüße Brigitte Miltenberger
Dieter Berweiler aus Stuttgart-Mühlhausen, 25.07.2017:
Liebe Judith,

Magnesiumstearat behindert die Resorptionsleistung der Vitalstoffe im Darm und ist für keinen Menschen ratsam, und schon gar nicht für Borrelios-Erkrankte. Die Klösterl-Apotheke in München bietet Alternativen zu Euthyrox an auf natürlicher Basis.
Zu Ihrer zweiten Frage: Einen Borreliose-Spezialisten im Raum Wien kenne ich leider nicht.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Dieter Berweiler
Judith aus Wien, 23.07.2017:
Guten Tag,
Sie schreiben, dass man bei Borreliose auf Magnesiumstearat verzichten sollte. Nun leide ich aber zusätzlich unter Hashimoto und muss Schilddrüsenmedikamente nehmen. Ich nehme Euthyrox (112). Gibt es ein anderes, vergleichbares Medikament (schulmedizinisches) ohne Magnesiumstearat?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Judith aus Wien, 22.07.2017:
Lieber Herr Berweiler,
kennen Sie einen erfahrenen Borreliose-Spezialisten/Spezialistin mit naturheilkundlichem Ansatz im Raum Wien, Österreich?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Dieter Berweiler aus Stuttgart-Mühlhausen, 17.07.2017:
Lieber Herr Lübbe,
ob das Abschalten des Auges durch Borrelien bedingt ist, erachte ich als reine Spekulation. Das kann reichlich andere Ursachen haben, vor allem Verschlackung und Vergiftung.
Da drängt sich die erste Frage auf, ob ihre Tochter pro 20 kg Körpergewicht auch 1 l "Waschwasser" trinkt. Des Weiteren hat sie vermutlich eine lymphatische Konstitution, sprich hat blonde Haare oder ist brünett, hat helle Haut und blaue, grüne Augen oder eine Mischfarbe mit diesen.
Das geschwollene Knie kann auch andere Ursachen haben, es muss nicht die Borreliose sein. Der Gang zum Rheumatologen ist zwar nachvollziehbar, aber nicht zielführend, da keine ursächliche Therapie angeboten wird, sondern wie sie es selbst beschreiben eben nur Kortison. Bitte sehen sie es mir nach, aber ob die Ernährungsberatung ihres indischen Akupunkteurs im Falle ihrer Tochter die richtige ist, kann ich leider nicht beurteilen.
Bitte fordern sie bei mir die aktuelle Ernährungsrichtlinie an.
Naturheilkundlich ist ihre Tochter sicher gut zu behandeln – wie fast jedes Kind. Welches Therapiekonzept speziell für ihre Tochter das richtige ist, kann ich erst nach einer ausführlichen Anamnese sagen. Da bitte ich um Verständnis.
Aber jede parasitäre Therapie bedeutet grundsätzlich erstmal:
A Artgerechte Ernährung
B Säure-Basen-Regulation
C Vitaminsubstitution
D Darmsanierung (nicht Reinigung)
E Parasiten-Jagt
F Schwermetallausleitung (z.B. Belastungen durch Impfungen)

All dies dient dazu, den Körper wieder in die Regulation zu bringen. Gerne helfe ich Ihnen weiter. Bei Kindern geht es erfahrungsgemäß fast immer einfach und schnell.
Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass in den Bluttests immer die Antikörper und bisher zumindest nicht die Borrelien selbst erfasst werden. Das ist ein Riesenproblem, ist aber eben so.
Liebe Grüße
Dieter Berweiler
Karsten Lübbe aus Kiel, 12.07.2017:
Guten Tag Dieter Berweiler, bei unserer 8-jährigen Tochter sind angeblich Borrelien bzw. die Antikörper in der Blutprobe nachgewiesen worden. Zunächst hatte uns der Kinderarzt zum Augenarzt geschickt, weil das rechte Auge immer wieder sich abschaltete. Dort wurde eine Eintrübung festgestellt, die wahrscheinlich auf die Borreliose zurückzuführen zu sein scheint. Sowohl in der Uni-Augenklinik als auch bei einem anderen Augenarzt wurde empfohlen, die Linse bei ihr auszutauschen. Wir waren zwischenzeitlich bei einem befreundeten Akkupunkteur und Naturheiltherapeuten. Er hatte einige Punkte bei unserer Tochter gelasert. Nun ist seit etwa 3,5 Wochen das Knie geschwollen und die Augenärztin schickte uns zur Abklärung zu einem Kinderrheumatologen. Eine juvenile Arthritis scheint ausgeschlossen, aber wiederholt wurde eine Bluttest gemacht, der Borrelien nachgewiesen hatte. Der Rheumatologe möchte mit einer Cortison-Injektion ins Knie die Entzündung stoppen und anschließend medikamentös behandeln, halt schulmedizinisch. Gibt es für unsere Tochter eine alternative Behandlungsmöglichkeit? Ernährungsberatung kann der indische Akkupunkteur in Kiel leisten, denke ich.Herzlichen Dank und herzliche GrüßeKarsten Lübbe
Dieter Berweiler aus Stuttgart-Mühlhausen, 07.07.2017:
Liebe Frau Eggert,
es ist schon vorstellbar, dass Radon die Verträglichkeit der Kardentinktur herabsetzt. Aber ehrlich, ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Viel häufiger liegt es daran, dass z.B. der verwendete Alkohol nicht Bio ist, dass das Wasser für die Tinkturenherstellung nicht „rein“ genug ist und dann eventuell pflanzliche Inhaltsstoffe in der Lösung ausfallen und so wertvolle balancierende Inhaltstoffe verloren gehen. Dann kommt es auf den Standort an, an dem die Pflanze wächst, das dort vorherrschende Kleinklima, die Wasserversorgung, die Sonnenscheindauer, die Bodenqualität, das Messer, mit dem die Pflanze geschnitten wird …. Es gibt also sehr viele Einflussfaktoren, die die Qualität einer Tinktur bestimmen.
Weihrauch ist sicherlich eine Möglichkeit, Magen und Darmschleimhaut symptomatisch zu beruhigen. Gleichzeitig sollte man Zusatzstoffe, die die Schleimhaut reizen wie z.B. Lebensmittelzusatzstoffe – die sogenannten E-Stoffe –, generell aus den Lebensmitteln verbannen und gleichzeitig nur Lebensmittel zu sich nehmen, die biochemisch im Darm verstoffwechselbar sind.
Es ist durchaus denkbar, dass Borrelien in B Lymphozyten vorkommen. Inwieweit sich das auf die entsprechende Immunantwort auswirkt, wird die Forschung hoffentlich bald herausfinden.
Eine naturheilkundliche Borreliosebehandlung dauert nach meinem Erfahrungsschatz 1 bis 2 Jahre und länger. Während dieser Zeit werden Karde & Co. samt allen anderen 8 bis 15 von mir eingesetzten Präparate eingenommen. Eine Einnahmenpause nach 3 Monaten ist bei meiner Therapie weder vorgesehen noch therapeutisch sinnvoll.
Liebe Grüße
Dieter Berweiler
Dieter Berweiler aus Stuttgart-Mühlhausen, 03.07.2017:
Liebe Clarissa,

von solchen und ähnlichen Odysseen von Betroffenen höre ich fast wöchentlich in meiner Praxis. Leider ist es so, dass die Tests zwar sehr spezifisch sind, d.h. der Erreger wird deutlich von anderen unterschieden, aber leiden nur ca. 70 bis 80 % sensitiv sind. Das wiederum bedeutet, dass 20 bis 30 % der Testungen entweder falsch positiv bzw. falsch negativ sind. Also alles andere als verlässlich. Daher sollte man verschiedene Tests kombinieren – vor allem auch mit dem LTT. Aber trotzdem gibt es hier keine 100%ige Zuverlässigkeit.

Weiterhin könnte es ja auch sein, dass die Zecke wirklich keine Borrelien übertragen hat, sondern einen anderen Erreger wie z.B. Bebesien, Bardonella, Ricketsien etc, die die Beschwerden auslösen. Dann wäre Ihr Test zu Recht negativ.

Also alles sehr unbefriedigend.

Hinzu kommt, dass die Hausärzte sich meist nicht hinreichend gut in der Thematik auskennen und „Spezialisten“, die „nur“ Schulmedizin anwenden, keine nachhaltigen Erfolge haben können, da die Antibiotikatherapie nie die Grundvoraussetzungen der Borreliose beseitigt. Daher kommt es immer wieder zu Rezidiven.

Ich kann ihnen nur anraten, eine ganzheitliche naturheilkundliche Therapie zu wählen, die alle Regelkreisläufe im Körper berücksichtigt. Parallel dazu sollten Sie Ihre Ernährung optimieren und alle Giftstoffe aus Ihren Lebensmitteln verbannen. Gerne können sie sich auf meiner Homepage meinen zwar nicht mehr ganz aktuellen Therapieplan zum Lesen herunterladen. Diesem können Sie viele wertvolle Informationen entnehmen, die Ihnen sicherlich weiterhelfen. Wenn Sie in ihrer Nähe keinen geeigneten Therapeuten finden, begrüße ich Sie gerne bei mir in der Praxis in Stuttgart.
Ihr Dieter Berweiler
Margret Eggert aus 53804 Much, 28.06.2017:
Liebe Leser und lieber Herr Berweiler,
zunächst mal zwei Erkenntnisse, auf die ich selbst gekommen bin:
Die Karde und manche anderen (Heil-)Pflanzen nehmen Radioaktivität aus dem Boden auf, auch die Tinkturen! Ich wohne auf einem Verwerfungsgebiet und wunderte mich, dass ich eine aus selbstgezogenen Karden hergestellte Tinktur nicht gut vertrug, eine neu gekaufte dagegen wohl,bis mir einfiel, dass die Karden dort gewachsen waren, wo viel Radon aus dem Boden kommt (Mittelgebirge, Bergisches Land). Wichtig also: die Tinkturen sämtlichst davor zu schützen, es gibt dafür Möglichkeiten, die ich auch gern nenne, falls Interesse besteht.
Sollte der Magen, bedingt durch die Borreliose, Probleme bereiten (Übelkeit, Druckgefühl), hilft es, Weihrauchharzstückchen im Mund zergehen zu lassen. Diese Weihrauchstückchen habe ich in meiner Apotheke bekommen, das ist allerdings schon einige Zeit her.
Eine Frage zur Behandlung habe ich auch noch: Storl schreibt, dass sich die Borrelien nicht nur in die Erythrozyten, sondern auch in B-Lymphozyten einnisten können.Wenn das so ist, kann der Körper ja gar nicht mehr erkennen, wieviel "Polizei" er überhaupt noch im Einsatz hat. Wäre es dann richtig,im Anschluss daran, wenn die Borrelien in den Zellzwischenräumen nicht mehr nachweisbar sind, eine zweite Behandlungsphase einzuleiten, in der man ein Mittel wie c-Amp D 30 von der Firma Sanum-Kehlbeck,das die Zellwände öffnet, einzusetzen, damit Karde&Co die Borrelien, die sich in den Zellen versteckt halten, finden kann? Und wäre eine Behandlungspause nach spätestens 3 Monaten dann überhaupt ratsam, wenn der Körper seine Eindringlinge nicht erkennen kann?
Ich hoffe, der Beitrag ist hilfreich für alle Betroffenen!
Margret Eggert
Margret Eggert aus 53804 Much, 24.06.2017:
Lieber Herr Berweiler,
durch das Buch von Herrn Storl und das Internet bin ich zu Ihnen gelangt und habe vor ca 8 Tagen auch das "Gesamtpaket" für chronische Borreliose bestellt und nehme es; mein Befinden ist immer noch sehr wechselnd, ich will geduldig sein.
Interessant ist, dass ich (seit Juni) fast täglich Zecken mitbekomme, obwohl ich den direkten Kontakt mit Grünem - leider - so gut es geht vermeide. Es ist mir schon mal in einem Jahr so ergangen, dann habe ich immer Notakehl D 5 genommen und Ruhe gehabt. Diesmal habe ich einen Zeckenbiss falsch eingeschätzt und einen Re-Infekt bekommen (die vorher vorhandenen Beschwerden hatte ich nicht mit Borreliose in Verbindung gebracht). Das Tückische ist, dass die Zecken, die mich befallen, immer so klein sind, dass ich sie gar nicht erkennen kann. Entweder macht sich der Biss durch etwas Jucken oder eine kleine rote runde Stelle bemerkbar. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die Stelle auszukratzen (mit den Nägeln), meist mehrfach, und immer wieder mit Propolis zu desinfizieren. Was kann ich tun, damit die Zecken mich nicht so lieben?
Meine Homöopathin, die mich unter das Konstitutionsmittel Natrium Muriaticum gestellt hat (z.Z. LM 28) möchte nicht, dass ich ein weiteres homöopathisches Mittel einsetze. Ich möchte mich so gern wie ein normaler Mensch in der Natur bewegen! - Weil ich glaube, dass es auch vielen anderen Menschen so geht, habe ich diesen Brief geschrieben.
Margret Eggert
Clarissa, 22.06.2017:
Liebes Naturheilmagazin-Team,
ich wurde in meinem Leben schon unzählige Male von Zecken gestochen. Als Kind schon regelmäßig, aber nie kam es zu Beschwerden.Inzwischen bin ich 33 Jahre.Letzten Sommer stach mich eine Zecke in den Nacken. Da sich keine Wanderröte zeigte, hielt kein Arzt eine Behandlung für nötig, nichteinmal einen Test wollten die Ärzte zunächst machen.Nach dem Stich im Nacken hatte ich aber heftigste Beschwerden und Symptome - vor allem Hals und Nacken betreffend. (massive Verspannungen, Lymphknotenschwellungen, Ohrenschmerzen, Gewichtsverlust von 10Kg bis ins Untergewicht, Gastritis und Duodenitis - alles über Monate anhaltend - zudem Gedächtnisstörungen und Vergesslichkeit).Letztlich konnte ich erst 6 Monate später einen Arzt zu einem Test (das war dann der ELISA) überreden. Dieser fiel negativ aus und somit war das Thema bei meinen Ärzten komplett vom Tisch und alles als psychosomatisch abgetan.Nun hatte ich im Frühjahr diesen Jahres einen erneuten Stich oberhalb der linken Brust. Ich habe die Zecke in einem Labor testen lassen und sie enthielt nachweislich Borrelien.Auch diesmal hielt es aufgrund fehlender Wanderröte kein Arzt für nötig zu behandeln oder zu Testen. Ich organisierte mir einen Termin bei einem Borr.-Spezi und überredete ihn zu einem WesternBlot auf eigene Rechnung - auch dieser fiel negativ aus und wieder hieß es ich hätte halt irgendwas anderes. Nun stellen sich seit eben diesem neuen Stich starke Beschwerden im linken Arm- und Schulterbereich ein. Gelenkknacken, Hervortreten der Venen bzw. Anschwellen, Nervenentzündung im Arm und Karpaltunnelsyndrom, dazu Schwindel und Benommenheit. Können Sie mir einen Rat geben, wie ich weiter verfahren könne. Kann ich mich auf einen negativen ELISA und negativen WesternBlot verlassen und es als Zufall ansehen, dass sich nach einem Zeckenstich in den Nacken starke Beschwerden im Halsbereich und nach einem weiteren Zeckenstich oberhalb der linken Brust nun massive Beschwerden im linken Schulterbereich und im linken Arm einstellen.Ich bin im Moment sehr verzweifelt, da ich schon gar nicht mehr weiß. welchen Arzt ich noch mit meinen Beschwerden "belästigen" soll..
Dieter Berweiler aus Stuttgart, 31.05.2017:
Liebe Kiki,
das mit den Test, egal welcher, ist so ne Sache. Sie sind allesamt nicht 100 % zuverlässig. Auch die Aussage, dass ohne die IgG bzw. IgM keine Infektion stattgefunden hat, muss nicht stimmen. Der Antikörpertest misst wie der Name schon sagt Antikörper, die vom Immunsystem gebildet werden. Sollte Ihr Immunsystem keine Antikörper gebildet haben, weil es dazu einfach nicht Instande war, findet man einfach keine. Oder es war tatsächlich kein Erreger drin. Dagegen würde allerdings der positive LTT-Test sprechen. Der wiederum könnte auch falsch positiv sein. Fazit: Man kann es einfach nicht mit Bestimmtheit sagen.
Ihre Symptomatik deutet auf eine eventuelle Infektion hin. Das Beschwerdebild könnte aber auch von z. B. Vitalstoffmangel kommen.
Sie merken, es gibt einfach keine eindeutige Diagnostik. Das gernau macht die Sache so komplex und verwirrend.
Da Antibiotika nur ein Zeitgewinn sind und keine ausheilende Therapie wurde ich Ihnen zu einer naturheilkundlichen Therapie raten, die alle möglichen Ursachen in der Therapie berücksichtigt. Lesen Sie dazu bitte auch meinen Therapieplan.
Liebe Grüße Dieter Berweiler
Kiki, 30.05.2017:
Liebes Naturheilmagazinteam,
der Lymphozytentransformationstest ergab, dass ich eine aktive Borreliose habe. Die Symptome Hüft- und Knieschmerzen, Achillesfersenschmerzen und Rückenschmerzen sprechen dafür. Zwei weitere Antikörpertests (IGg und IGm) waren negativ. Mein Hausarzt sagt, dass ohne Antikörper keine Infektion vorliegen kann. Haben Sie eine Erklärung? Mit freundlichen Grüßen
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