Vitamin B17 bei Krebs

Vitamin B17 bei Krebs

Vitamin B17, auch als Amygdalin bekannt, gilt seit Jahren als eher unbekanntes Heilmittel bei Krebs. Doch was ist wirklich dran an Amygdalin? Wie erklärt sich seine Wirkung bei Krebs? Was sagen Kritiker über Vitamin B17? Und was sollte man bei seiner Anwendung beachten? Antworten liefert der Arzt Dr. Uwe Trinks, der seit Jahren mit Vitamin B17 arbeitet.

Dr. med. Uwe Trinks
Dr. med. Uwe Trinks
FA. für Allgemeinmedizin
Mehr Infos im Experten-Profil

Privatpraxis für Naturheilkunde & Homöopathie
Tel: 0681-75590155
Waldstrasse 46a
66113 Saarbrücken

Vitamin B17 in der Geschichte der Krebstherapie

Vitamin B17 blickt auf eine lange, äußerst wechselhafte Geschichte in der Krebstherapie zurück. Der Bitterstoff, der auch als Amygdalin bekannt ist, wurde erstmals von Campbell und Haworth im Jahr 1924 synthetisiert.
In der Krebstherapie kam es erstmals 1845 in Russland zum Einsatz, in den USA dann in den 1920er Jahren – damals noch als Tabletten.
In den 1950er-Jahren wurden die Forschungen wesentlich von Dr. Ernst T. Krebs vorangetrieben, der den Namen Vitamin B17 vergab. [Heute geht man davon aus, dass Amygdalin gar kein Vitamin ist, weil es für den gesunden Menschen nicht essentiell ist, weshalb man besser von Amygdalin spricht. Anm. d. Red.]. Schließlich wurde Amygdalin als halbsynthetisches Präparat zur Infusion unter dem Namen Laetrile (Lätril) patentiert.
In den folgenden Jahren wurde Laetril mit steigender Nachfrage in der Krebstherapie eingesetzt. Einen regelrechten Boom gab es in den 1970er-Jahren, in denen Laetrile nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland in der Krebstherapie genutzt wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die Forschungen von Dr. K. Sugiura (vom Krebsforschungszentrum Sloan Kettering Memorial Hospital, New York) am Tierkrebsmodell. Er kam zu dem Schluss, dass Amygdalin

  • das Tumorwachstum einschränkt
  • die Metastasierung verhindert
  • Schmerzen lindert
  • vorbeugend gegen Krebs wirkt
  • das Allgemeinbefinden von Krebspatienten mit verbessern kann.

Etwa zur gleichen Zeit nutzte der Arzt Dr. Hans Nieper in Deutschland Laetrile in großem Stil bei Krebs. Patienten aus aller Welt strömten in die damals weltweit größte Laetrile-Praxis in Hannover. Auch in den USA war Nieper bekannt. Hier setzte sich der Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für Onkologie maßgeblich für die Krebstherapie mit Laetrile ein.
Trotz alledem konnte sich Amygdalin nicht durchsetzen. Immer wieder wurde sein Giftigkeit diskutiert, seine Wirksamkeit angezweifelt. In Deutschland gibt es heute kein allgemein zugelassenes Arzneimittel mehr mit Amygdalin. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es in der EU erlaubt.
Dennoch gibt es immer wieder Studien, die sich mit der krebshemmenden Wirkung von Amygdalin beschäftigen. Eine Studie kam z.B. zu dem Ergebnis, dass Amygdalin den programmierten Zelltod (Apoptose) von Prostatakrebszellen fördert und daher möglicherweise bei Prostatakrebs wirksam sein könnte [Chang et al., 2006]. Durchgeführt wurden die Versuche an Zellkulturen menschlicher Krebszellen.
Darüber hinaus gibt es vielversprechende Labor- und Tierversuche mit Tumorzelllinien (z.B. Haut, Sarkom, Leukämie, Brustkrebs). Doch nach wie vor fehlen belastbare Studien an Menschen, die die Wirksamkeit von Amygdalin bei Krebs ausreichend belegen. In einem Überblick aus dem Jahr 2016 bescheinigt das amerikanische National Cancer Institut Vitamin B17 zwar eine gewisse Wirkung in Tierversuchen, die Wirkung am Menschen sei aber nicht belegt.

Wo kommt Vitamin B17 vor?

Der Bitterstoff Amygdalin ist ein sogenannter sekundärer Pflanzenstoff, der insbesondere von Rosengewächsen zur Abschreckung von Fraßfeinden genutzt wird. Amygdalin sorgt dafür, dass die Kerne der Pflanzen bitter schmecken und damit von Fraßfeinden gemieden werden.

Natürlicherweise kommt Vitamin B17 in höheren Konzentrationen vor in:

  • bitteren Mandeln
  • bitteren Aprikosenkernen
  • Apfelkernen
  • Samen anderer Steinfrüchte wie Kirschen, Nektarinen, Pfirsichen, Pflaumen, wilden Brombeeren usw.

In den Kernen dieser Früchte können Vitamin-B17-Konzentrationen von mehr als 500 mg / 100 g erreicht werden. Einen besonders hohen Gehalt an Amygdalin erreichen bittere Aprikosenkerne mit bis zu 8 %.
Deutlich geringere Mengen Vitamin B 17 erreichen dagegen

  • Hirse, Buchweizen
  • verschiedene Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Mungobohnen)
  • Leinsamen
  • Macadamianüsse
  • Bambussprossen

Industriell genutzt werden Vitamin-B17-haltige bittere Aprikosenkerne zur Herstellung von Persipan.
Im Handel erhältlich sind von ihrer holzigen Schale befreite bittere Aprikosenkerne, die dann ähnlich wie Mandeln aussehen. Sicher kennen Sie solche Kerne auch von Aprikosen, deren Samenschale beim Auseinanderschneiden der Frucht zerbrochen ist.

Vitamin B17 kommt in bitteren Aprikosenkernen vor.
Bittere Aprikosenkerne enthalten besonders viel Vitamin B17.

Wirkungsweise

Vitamin B17 ist ein sogenanntes cyanogenes Glycosid. Das bedeutet nichts anderes, als dass unter bestimmten Bedingungen Blausäure (HCN; Cyanid) aus Amygdalin freigesetzt werden kann.
In unserem Körper geschieht dies v.a. unter Beteiligung des Enzyms ß-Glucosidase. Mit seiner Hilfe entstehen aus einem Molekül Amygdalin in mehreren Schritten zwei Moleküle Glukose und je ein Molekül Benzaldehyd und Blausäure.

Verstoffwechselung

Um die Wirkung von Amygdalin auf Krebszellen zu verstehen, konzentrieren wir uns auf zwei Faktoren:

  1. das Enzym ß-Glucosidase
  2. die entstehende Blausäure.

Die hochgiftige Blausäure wird also überall da frei, wo sie durch enzymatische Spaltung aus Vitamin B17 freigesetzt werden kann. Amygdalin-spaltende Enzyme finden wir

  • in deutlicher Menge in den Schalen bitterer Aprikosenkerne (ß-Glucosidase)
  • in geringer Menge in gesunden Körperzellen (ß-Glucosidase)
  • in deutlich höherer Konzentration in Krebszellen (ß-Glucosidase und ß-Glucuronidase).

Und genau hier steckt der Trick der Vitamin-B17-Therapie. Zweifelsohne ist Blausäure eine hochgiftige Substanz. Größere Mengen Blausäure in unserem Körper zu haben, wäre gefährlich bis tödlich. Da die Schale bitterer Aprikosenkerne ß-Glucosidase enthält, sollten bittere Aprikosenkerne stets nur ungeschält verwendet werden. Hier ist es wie mit einer heißen Herdplatte: Man muss damit umzugehen wissen. Besser noch als geschälte bittere Aprikosenkerne sind in der Apotheke eigens für therapeutische Zwecke hergestellte Amygdalin-Präparate (mehr dazu unter „Ablauf einer Vitamin-B17-Therapie“). Sie bergen ein deutlich geringeres Vergiftungsrisiko.

Während gesunde Zellen wenig ß-Glucosidase enthalten, finden wir in Krebszellen deutlich größere Mengen Blausäure-freisetzender Enzyme. Je nach Literatur ist von einer rund 100fachen Konzentration der ß-Glucosidase in Krebszellen im Vergleich zu gesunden Zellen die Rede. Hintergrund dürfte der andere Stoffwechsel von Krebszellen sein. Krebszellen lieben Zucker und stürzen sich entsprechend auf jede Verbindung, aus der sie Zucker gewinnen können – und dazu gehört eben auch Amygdalin. Um an die Zuckeranteile heranzukommen, werden zuckerabspaltende Enzyme aktiv und vergiften nebenbei die Krebszelle mit Blausäure (HCN; Cyanid).

Doch es gibt noch einen weiteren Faktor, bei dem Krebszellen gegenüber gesunden Zellen im Nachteil sind: Die Entgiftung von Blausäure läuft in Krebszellen deutlich schlechter oder sogar gar nicht ab (mehr dazu unter „Nebenwirkungen – Diskussion zur Giftigkeit von Vitamin B17“).
Das alles führt dazu, dass Amygdalin Krebszellen vergleichsweise selektiv abtöten kann und gesunde Zellen weitgehend schont.

Strukturformel Amygdalin, Quelle: Wikipedia
Strukturformel Amygdalin, Quelle: Wikipedia, Yikrazuul (talk)

Ablauf einer Vitamin-B17-Therapie

Das bei der Vitamin-B17-Therapie eingesetzte Amygdalin wird in verschiedenen Darreichungsformen angeboten:

  • Verzehr bitterer Aprikosenkerne
  • Amygdalin-Tabletten
  • Infusion von Vitamin B17

Für den Verzehr bitterer Aprikosenkerne bei Krebs findet man unterschiedliche Angaben. Es gibt sogar eine Reihe von Rezepten, in denen zermahlene, zerstoßene oder geraspelte Kerne verarbeitet werden. Da der Verzehr von bitteren Aprikosenkernen und in gewissem Rahmen auch die von Amygdalin-Tabletten einige Risiken birgt (s. Nebenwirkungen / Diskussion zur Giftigkeit), bevorzuge ich ganz klar die Infusion von Vitamin B17.
Zur Infusion geeignete Amygdalin-Präparate werden von wenigen Apotheken in Deutschland hergestellt, die sie meines Wissens nur gegen ein ärztliches Rezept abgeben. Ich selbst arbeite mit Amygdalin aus einer Apotheke in Hannover, dessen Qualität gutachterlich überprüft wurde. Der Gutachter konnte bestätigten, dass von diesem hochreinen Vitamin-B17-Präparat keine Gefährdung ausgeht, weil aus der stabilen Verbindung keine Blausäure (Cyanid, HCN) abgespalten wird. Um eine solche Qualität zu erreichen, benötigt man ein hochreines Amygdalin-Präparat (frei von Enzymen!), wie es in Deutschland nur in wenigen Apotheken verfügbar ist. Die besagte Apotheke gibt Amygdalin nur als auf ärztliche Verordnung angefertigtes Rezepturarzneimittels ab.
Von ausländischen Produkten würde ich unbedingt abraten. Analysen solcher Produkte, die ich in deutschen Labors in Auftrag gegeben habe, haben bedenkliche Schwankungsbreiten zu Tage befördert. So differierten die Analysebefunde für ein Amygdalin-Präparat, das 3 g Vitamin B17 enthalten sollte, zwischen 1,9 und 3,3 g. Eine eindeutig zu große Spannweite, um eine sichere Therapie gewährleisten zu können.
In den meisten Fällen rechne ich in meiner Praxis mit 10 Infusionstagen bei der Vitamin-B17-Therapie. Wichtig ist mir dabei, dass der Patient niemals ausschließlich mit Amygdalin behandelt wird, sondern dieses immer als ein Teil eines therapeutischen Gesamtkonzeptes zu sehen ist (mehr unter „Vitamin B17 im Rahmen einer ganzheitlichen Krebstherapie“).
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Infusion gegenüber Tabletten oder bitteren Aprikosenkernen ist, dass sie nicht ohne weiteres selbstständig vom Patienten durchgeführt werden kann. Hier ist also sichergestellt, dass der Patient nicht eigenmächtig oder aus Versehen, eine zu große Menge Amygdalin konsumiert oder sich unerwünschte Wirkungen aus der Kombination verschiedener Darreichungsformen (z.B. Tablette + ungeschälte Aprikosenkerne) ergeben.
Damit bietet die Infusion folgende Vorteile:

  • hohe Qualität (Reinheit und Stabilität) des Vitamin B17
  • genaue Dosierbarkeit
  • ärztliche Kontrolle (Verordnung + Infusion durch den Arzt oder Heilpraktiker)
  • damit verbundene Sicherheit

Hinweis: Aus rechtlicher Sicht ist Vitamin B17 kein allgemein zugelassenes Arzneimittel, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel (bzw. Rezepturarzneimittel). Seine Wirksamkeit bei Krebs ist wissenschaftlich nicht anerkannt.

Nebenwirkungen – Diskussion zur Giftigkeit von Vitamin B17

Immer wieder gibt es Diskussionen zur Giftigkeit von Vitamin B17. Amygdalin ist ungiftig, enthält aber chemisch stabil gebundene Blausäure (Cyanid). Ein Gift entsteht erst dann, wenn diese Blausäure insbesondere durch Enzyme aus Amygdalin abgespalten wird.
Die Giftigkeit bitterer Aprikosenkerne hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  1. ihrem Gehalt an Amygdalin bzw. chemisch gebundener Blausäure
  2. der Freisetzung der Blausäure durch Enzyme
  3. der Entgiftungskapazität des Menschen.

Im Einzelnen:

  1. Bittere Aprikosenkerne können je nach Größe bis zu 3 mg Blausäure enthalten. Für mittelgroße bittere Aprikosenkerne kann man mit bis zu 1,5 mg gebundene Blausäure rechnen. Wie bei Naturprodukten üblich kann der Cyanid-Gehalt deutlich schwanken.
  2. Wie bereits erwähnt, finden wir das Enzym ß-Glucosidase v.a. in der Schale bitterer Aprikosenkerne und in Krebszellen. Dies ermöglicht eine gewisse Selektivität der Therapie mit Amygdalin gegenüber Krebszellen. Damit gesunde Zellen nicht unnötig durch die giftige Blausäure geschädigt werden, sollten bittere Aprikosenkerne – wenn überhaupt – stets nur blanchiert verwendet werden. Unabhängig davon kann ein gewisser Anteil des Vitamin B17 im Darm durch Bakterien abgebaut werden, so dass auch blanchierte bittere Aprikosenkerne nicht völlig unkontrolliert verzehrt werden sollten. Sicherer sind dagegen Vitamin-B17-Infusionen, bei denen Amygdalin nicht den Darm passiert.
  3. Blausäure ist ein unserem Körper seit Urzeiten vertrautes Gift. Im Laufe der Evolution wurde ein entsprechendes Entgiftungssystem entwickelt, mit dem Cyanid abgebaut werden kann. Auch hierfür ist ein Enzym verantwortlich: die Rhodanase (= Thiosulfat Sulfurtransferase). Die Rhodanase kommt v.a. in der Leber als unserem wichtigsten Entgiftungsorgan vor und baut dort Cyanid in das weit weniger giftige Rhodanid (Thiocyanat) um. Auch über den Darm resorbierte Blausäure wird in Thiocyanat umgewandelt. Die Entgiftungskapazität für Blausäure wird bei Erwachsenen mit etwa 20 bis 30 mg Blausäure pro Tag angegeben. Andere Quellen gehen von einer Entgiftungsrate von 6 mg Blausäure pro Stunde aus, was circa 7 bitteren Aprikosenkernen pro Stunde entspräche. Einige Quellen gehen davon aus, dass es wesentlich weniger oder womöglich sogar gar keine Rhodanase in Krebszellen gibt. Falls dies zutrifft, wäre das eine weitere Erklärung für die selektive Wirkung von Amygdalin auf Krebszellen.

Der Hauptgrund für die Giftwirkung der Blausäure ist, dass sie die Zellatmung in den Mitochondrien blockiert. Es kommt gewissermaßen zum inneren Ersticken der Zellen. Ist die Entgiftungskapazität des Körpers überschritten, kommt es zu entsprechenden Symptomen.
Erste Symptome einer Blausäurevergiftung sind:

  • Kratzen im Hals
  • Übelkeit, evtl. Erbrechen
  • Schwindel
  • tiefes und schnelle Atmen
  • rosa Lippen trotz Atemnot

Angaben zur Giftigkeit

Nach Angaben des Instituts für Risikobewertung (BfR) liegt die tödliche Blausäure-Dosis beim Menschen bei etwa 0,5–3,5 mg/kg Körpergewicht. Der Blausäuregehalt von Aprikosenkernen wird vom BfR mit bis zu 4 mg/g Kern angegeben. Dies entspräche bis zu 1,5 mg Blausäure für mittelgroße und bis zu 3 mg für große Aprikosenkerne. Allerdings muss man sich hier natürlich vor Augen halten, dass es sich eben nicht um freie Blausäure, sondern als in Form von Vitamin B17 gebundene Cyanidgruppen handelt, die erst irgendwie freigesetzt werden müssen. Als unbedenklich wird vom BfR der Verzehr von zwei großen bitteren Aprikosenkernen mit 4,5 mg Cyanid für einen 60 kg schweren Erwachsenen bei einer Mahlzeit eingestuft.
Daunderer gibt in seinem „Vergiftungen“ (S. 162), das seinerzeit als Standardwerk der  Medizin galt, an, dass eine bittere Mandel pro kg Körpergewicht verzehrt werden müsste, um eine tödliche Menge zu erreichen. Da die körpereigene Entgiftung zügig arbeitet, müsste die tödliche Dosis zudem in relativ kurzer Zeit aufgenommen werden. Bei einem 60 kg schweren Erwachsenen wären das demnach 60 bittere Mandelkerne in 5 Minuten. Andere Quellen geben 40 oder 60–80 bittere Mandelkerne als tödlich für einen Erwachsenen an.
(Zu meinen persönlichen Erfahrungen siehe „Meine Erfahrungen mit Vitamin B17“)

Möglichkeiten und Grenzen von Vitamin B17

Meines Erachtens ist Vitamin B17, wenn es fachkundig eingesetzt wird, durchaus eine interessante Therapieoption bei Krebs. Da sich der Wirkmechanismus von Amygdalin gegen den Stoffwechsel von Krebszellen im Allgemeinen richtet, kann es bei verschiedenen Krebsarten eingesetzt werden. Eine Präferenz für bestimmte Krebsarten sehe ich dabei nicht.
Amygdalin bzw. Vitamin B17 gehört eindeutig in die Hände von Fachleuten, die entsprechende Erfahrung damit haben. Dies können Ärzte oder Heilpraktiker sein. Von Selbstversuchen würde ich ganz klar abraten.
Wie alle alternativen Heilmittel ist auch Vitamin B17 kein Allheilmittel. Selbstverständlich gibt es immer Fälle, in denen die Erfolge hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Behandlungserfolg hängt dabei nach meiner Erfahrung wesentlich davon ab, wann mit der Vitamin-B17-Therapie bei Krebs begonnen wird. Naturgemäß sind in einem sehr späten Stadium der Krebserkrankung deutlich geringere Erfolge zu erwarten.

Vitamin B17 im Rahmen einer ganzheitlichen Krebstherapie

Aus ganzheitsmedizinischer Sicht ist Krebs ein komplexes Geschehen, das in den meisten Fällen eine lange Vorgeschichte hat. Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Strahlenbelastung, Umweltgifte, chronische Entzündungen, Veranlagung, Rauchen, Alkoholmissbrauch ... Es gibt viele Faktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen können.
Entsprechend gehört für mich zu jeder Krebstherapie eine Beratung im Hinblick auf mögliche Ursachen und den Lebensstil.
Krebs ist kein lokales Geschehen, sondern er betrifft immer den ganzen Menschen. Deswegen sollte neben der Behandlung des eigentlichen Tumorgeschehens immer der ganze Mensch – Körper, Seele und Geist – berücksichtigt werden. Das Mindeste dabei sollte sein, dass der Mensch mit seinen berechtigten Ängsten und Sorgen rund um die Krebserkrankungen angenommen und begleitet wird. Um die Selbstheilungskräfte auf körperlicher Ebene zu stärken, ist es in den meisten Fällen empfehlenswert, die körpereigene Abwehr zu kräftigen und die Ausleitung belastender Stoffe zu fördern. Auch hierfür hält die Ganzheitsmedizin gute Möglichkeiten bereit.
Konsequenterweise wird eine Krebserkrankung nie mit einem Verfahren allein behandelt werden können. Das gilt auch für die Therapie mit Vitamin B17, die immer nur komplementär, d.h. ergänzend zu anderen Therapiemöglichkeiten, eingesetzt werden sollte. Denkbar sind verschiedene Kombinationen wie z.B. mit Akupunktur, Orthomolekularer Therapie usw. Das hängt sehr von den individuellen Möglichkeiten des Therapeuten ab. In meiner Praxis kombiniere ich die Vitamin-B17-Therapie bei Krebspatienten grundsätzlich mit einer Ernährungsberatung. Häufig empfehle ich dabei die Öl-Eiweiß-Kost nach Johanna Budwig, Vitamine und Mineralien (wie z.B. Jod) zur Stützung des Immunsystems sowie Enzyme. Wie immer in der Ganzheitsmedizin werden die einzelnen Bausteine der ganzheitlichen Krebstherapie dabei an die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten angepasst.

Xylit zur Unterstützung der Vitamin-B17-Therapie

Damit Krebszellen ihr Unwesen treiben können, brauchen sie Zucker (Glukose). Ein Ansatz ist der alternativen Krebstherapie ist es daher, die Zufuhr von Glukose, insbesondere aus Haushaltszucker und Süßigkeiten, zu reduzieren und die Krebszellen damit ein Stück weit auszuhungern.
Eine überaus interessante Zuckeralternative ist Xylit. Als Zuckerersatz hat Xylit einige Vorteile:

  • Xylit hat die gleiche Süßkraft wie herkömmlicher Zucker – aber 40 % weniger Kalorien.
  • Xylit ist natürlich.
  • Xylit ist rein pflanzlich (Gewinnung z.B. aus Holz, Maispflanzen).
  • Xylit kommt in geringen Mengen in unserem Körper vor – unser Körper kann damit umgehen.
  • Xylit schützt vor Karies – daher sein Einsatz in Kaugummis.
  • Xylit ist leicht verfügbar – Inzwischen gibt es ein breites Angebot an Xylit (auch in Drogerien) und Xylit-haltigen Süßigkeiten.
  • Xylit hat einen angenehmen Geschmack – Einfach mal ausprobieren!

Meinen Krebspatienten empfehle ich daher – unterstützend zur Vitamin B17-Therapie – gern Xylit als Ersatz für Haushaltszucker, um den Hunger auf Süßes zu befriedigen.

Wer größere Mengen Xylit zu sich nehmen möchte, sollte seinen Körper jedoch langsam daran gewöhnen, da es sonst zu Blähungen und Durchfall kommen kann.

Meine (Selbst-)Erfahrungen mit Vitamin B17

In meiner Praxis für Naturheilkunde suchen mich immer wieder Krebspatienten auf, die gezielt nach einer Behandlung mit Vitamin B17 fragen. Inzwischen arbeite ich seit 2009 mit diesem Verfahren und durfte dabei viel Erfahrung sammeln.
Thema ist immer wieder die toxische Wirkung der aus Amygdalin freisetzbaren Blausäure. Um sicher zu gehen, dass ich meinen Patienten dabei keinen unnötigen Risiken aussetze, habe ich in verschiedenen Selbstversuchen unterschiedliche Mengen verschieden aufbereiteter bitterer Aprikosenkerne verzehrt.
Wichtiger Hinweis: Diese Experimente sind auf keinen Fall zur Nachahmung empfohlen!!

Selbstversuch mit ungeschälten bitteren Aprikosenkernen

In einem ersten Experiment habe ich über 4 Stunden alle 20 Minuten 10 bittere Aprikosenkerne verzehrt. Das brachte mich allein schon aufgrund des scheußlich bitteren Geschmacks an meine Grenzen. Insgesamt kam ich dabei auf 130 Kerne. Mehr hätte ich auch nicht herunterbekommen. Der von der Natur eingerichtete Fraßschutz der Pflanzen scheint also auch beim Menschen bestens zu funktionieren.
Da die Kerne ungeschält gekaut wurden, kam es wie zu erwarten zu entsprechenden Vergiftungserscheinungen: Mir wurde übel, ich wurde zittrig.
Nebenbei machte ich in der Zeit trotzdem Liegestütze und Klimmzüge – soweit ich sehen konnte, ohne Einschränkungen. Das Gleichgewicht wurde nicht beeinträchtigt.
Diese Symptome hielten ca. 2 Stunden an.

Selbstversuch mit blanchierten bitteren Aprikosenkernen

Im zweiten Versuch, wollte ich möglichst viele ungeschälte bittere Aprikosenkerne binnen 5 Minuten essen. Dadurch wollte ich der körpereigenen Entgiftung (Rhodanase) möglichst wenig Zeit für den Abbau der Blausäure lassen.
Das Ergebnis war ein völlig trockener, tauber Rachen. Mehr als diese 22 bitteren Aprikosenkerne hätte ich beim besten Willen nicht essen können Ich hyperventilierte und mir war schwindelig. Nach 10 Minuten war der Spuk vorbei.

Ein andermal aß ich in einer Stunde 200 blanchierte bittere Aprikosenkerne. Sie schmeckten widerlich bitter. Vergiftungssymptome konnte ich keine bemerken.

Mein persönliches Fazit aus meiner Selbsterfahrung

Meines Erachtens ist der bittere Geschmack ein sehr guter Vergiftungsschutz. Es würde mich überraschen, wenn z.B. Kinder freiwillig zu viele bittere Aprikosenkerne verzehren würden. Dennoch sollten entsprechende Produkte selbstverständlich außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Die Selbstversuche haben mir bestätigt, dass man bittere Aprikosenkerne vor dem Verzehr unbedingt blanchieren (schälen) sollte. Weil damit die in der Schale enthaltene ß-Glucosidase entfernt wird, senkt diese einfache Maßnahme erheblich das Vergiftungsrisiko.
Der Verzehr bitterer Aprikosenkerne ist eine Zumutung. Für mich ein weiteres Argument, zur Entlastung der Patienten lieber Amygdalin-Infusionen einzusetzen.

Fazit

Für mich ist die Therapie mit Amygdalin (Vitamin B17) bei Krebs durchaus eine Option. Allerdings sollten einige Spielregeln eingehalten werden:

  • nur unter ärztlicher oder heilpraktischer Aufsicht durchführen
  • keine unblanchierten Aprikosenkerne verzehren
  • klar vorzuziehen sind Infusionen mit in Deutschland hergestellten Amygdalinpräparaten mit definierter Menge und Qualität (Reinheit!)
  • stets mit anderen Therapien kombinieren

Literatur

Buchtipps rund um Vitamin B17 und Krebs

Day, P.: Krebs – Stahl, Strahl, Chemo & Co – vom langen Ende eines Schauermärchens.
Griffin, G. Edward: Eine Welt ohne Krebs – Die Geschichte des Vitamin B17 und seiner Unterdrückung. Kopp Verlag 2005
Hirneise, Lothar: Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe. Sensei Verlag 2010
Irmey, György; Jordan, Anna-Luise: 110 wirksame Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs. Haug 2005
Kern, Peter: Krebs bekämpfen mit Vitamin B17: Vorbeugen und Heilen mit Nitrilen aus Aprikosenkernen. VAK-Verlag 2008

Weitere Quellen

BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung): www.bfr.bund.de (Abruf vom 21.11.2016)
Chang, HK, et al.: Amygdalin induces apoptosis through regulation of Bax and Bcl-2 expressions in human DU145 and LNCaP prostate cancer cells. Biol Pharm Bull. 2006 Aug;29(8):1597-602
Daunderer: Vergiftungen – Erste-Hilfe-Maßnahmen. 4. Aufl. Springer Verlag, 1989
Dorr, RT, Paxinos, J: The current status of laetrile. Ann Intern Med. 1978 Sep;89(3):389-97
www.giftpflanzen.com/prunoidae.html (Abruf vom 22.11.2016 zum Amygdalingehalt der Kerne von Prunus armeniaca)
www.vitamin-b-17.info (Abruf vom 22.11.2016, u.a. zur Entgiftungskapazität von Blausäure)
de.wikipedia.org/wiki/Amygdalin (Abruf vom 22.11.2016, u.a. zur Entgiftungskapazität von Blausäure)
Milazzo S "Laetrile treatment for cancer." Cochrane Database Syst Rev. 2011 Nov 9;(11):CD005476
The EFSA Journal; 2004. Cyanwasserstoffsäure (Blausäure) in Aromen und anderen Lebensmittelzutaten mit aromatisierenden Eigenschaften. Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (AFC), Vol. 105, 1-28

Kommentare

Dr. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 01.12.2017:
Unter der Diagnose Hämangiozytom ist zwar maligne oder metastasierend, aber nicht Krebs oder kanzerös erwähnt.
Nur die Krebszelle reagiert auf Amygdalin - aber wenn auch nur der Verdacht darauf besteht, ist meiner Meinung in Ihrem Falle diese Therapie zu erwägen, denn - richtig angewendet - schadet sie nicht, aber es besteht möglicherweise eine Chance.
Dr. med. Uwe Trinks, 30.11.2017:
Unter der Diagnose Hämangiozytom ist zwar maligne oder metastasierend, aber nicht Krebs oder kanzerös erwähnt.
Nur die Krebszelle reagiert auf Amygdalin - aber wenn auch nur der Verdacht darauf besteht, ist meiner Meinung in Ihrem Falle diese Therapie zu erwägen, denn mit Sicherheit schadet sie nicht, aber es besteht möglicherweise eine Chance.
Ronny Trautmann aus Martinroda, 28.11.2017:
Hallo.meiner Frau wurde 2012 ein Hämangioperizytom im Kopf entfernt,2017 wurden 2 neue entdeckt 1 wurde nochmals operiert beim anderen nicht möglich (liegt zwischen klein und großhirn), ebenfalls 2017 Sarkome (Lunge und Leber) mit einhergehender hypoglykämie diagnostiziert.

Seit 1 woche macht meine Frau eine Amygdalin kur, bekommt mittlerweile 12g verabreicht.

Wie würden Sie die Erfolge der Amygdalin kur in unserem Fall beurteilen?
Zum Nachteil meiner Frau muss sie regelmäßig ihren Körper Zucker zuführen wegen der hypoglykämie sonst fällt sie in einen zuckerschock.

Würde mich über eine Antwort sehr freuen!
Dr. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 25.11.2017:
Hier begebe ich mich in einen sehr spekulativen Bereich: Meningeome sind u.a. mit Progesteronrezeptoren besetzt, was meiner Meinung nach keine Empfindlichkeit, sondern einen Hunger nach dem Hormon (wie bei der Schilddrüsenstruma) anzeigt.
Es könnte also ein Mangel an Progesteron im Vergleich zu Östradiol (bis 12000 pg/ml) vorliegen und damit eine Progesterongabe tgl. bis 2x200 mg tgl. sinnvoll sein.
Dr. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 25.11.2017:
Ich kann Ihre Sicht der Wirkungsweise nur bestätigen. Ich habe aber den Eindruck, dass Krebszellen aus ihrer Sicht leider auch sehr "gesund" sind, aber leider nicht für uns.
Manfred H. P. aus Essen, 23.11.2017:
Ich fand Ihren interessanten Kommentar über B17 und die Wirkungsweise. Ich selbst nehme die Aprikosenkerne zur Vorbeugung 3x täglich gemahlen aufs Butterbrot oder zum Joghurt. Ich habe keinen Krebs aber dafür neuerdings einen prima geregelten Stuhlgang, bitte nicht lachen! Meine Frage ist, ob Sie folgende chemische Wirkungsweise von B17 bestätigen können?:
Das Spaltenzym Beta-Glukosidase ist im Körper ausschließlich in Krebszellen in großen Mengen vorhanden, oft mehr als das 100fache der Konzentration von gesunden Zellen. So wird Vitamin B17 in der Krebszelle aufgespalten und seine Gifte wirken nur dort.
Ein weiteres wichtiges Enzym namens Rhodanese (Thiosulfat-Sulfur-Transferase) wirkt als Schutzenzym, weil es Zyanid neutralisieren und in Nebenprodukte umwandeln kann, die für die Gesundheit nützlich sind. Man findet es überall im Körper in großen Mengen - außer in Krebszellen. Gesundes Gewebe ist somit geschützt, da das Schutzenzym die Wirkung des Spaltenzyms vollständig neutralisiert. Dagegen reagiert die Krebszelle sehr empfindlich auf die Freisetzung von Zyanid und Benzaldehyd, weil ihr das Schutzenzym fehlt und sie eine wesentlich höhere Konzentration an Spaltenzym hat. Vielen Dank für einen Kommentar und weiterhin viel Erfolg!
Endem aus Mainz, 23.11.2017:
Hallo Herr Dr. Trinks, ich rede tatsächlich von einem Meningeom, welcher nicht restlos entfernt werden konnte, da ein Teil an den Nerven "verankert " ist. Entsprechend die Frage ob man diesen Tumor, auch wenn gutartig, behandeln kann. Vielen Dank vorab und Grüße EAL
Dr. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 15.11.2017:
Ein Meningeom ist ein gutartiger Tumor - er reagiert nicht auf Amygdalin und kann in aller Regel restlos entfernt werden, da er nicht infiltrierend wächst und auch keine Metastasen bildet. Vielleicht meinten Sie Glioblastom?
Endem aus Mainz, 15.11.2017:
Hi, sehr umfangreich und interessant. Kann man eine Behandlung von Resttumoren mit Vitamin B17 angehen? Welche Anzahl an bitteren Kernen und über welchen Zeitraum wäre zu empfehlen bei einem Restmeningeom? Vielen Dank vorab und Grüße EAL
Dr. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 31.10.2017:
Ich habe bisher keine Erfahrung speziell mit Morbus Hodgin - es ist eine Krebsform. Krebserkrankungen können mit Amygdalin und begleitenden Therapien behandelt werden. Zu weiteren Fragen und dem Ablauf nehmen Sie doch besser Kontakt mit mir auf.
Dorina Zwanziger aus Byhleguhre, 28.10.2017:
Haben Sie Erfahrungen mit Morbus Hodgins? Mein Mann hatte bis jetzt Non-Hodgins, was sich in ein Hodgin-Lymphom gewandelt hat.
Vielen Dank
D.Zwanziger
Dr. med. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 25.10.2017:
Sehr geehrte Frau Nitsch,
Sie können einem 60 kg schweren Hund Infusionen mit 6 bis 9 g Amygdalin über zwei bis drei Wochen verabreichen.
Alternativ 3 g (eine Ampulle) langsam i.v. (ca. eine Minute) 3x pro Woche über Monate.
Geht das aus irgendeinem Grund nicht, mahlen Sie blanchierte bittere Aprikosenkerne und geben das Äquivalent von ca. 60 Kernen über Tag in das Futter (kann man auch zusätzlich zu den Ampullen geben). Das können Sie auf Dauer jeden Tag geben.
Christiana Nitsch aus Ovelgönne, 22.10.2017:
Kann B17 auch beim Hund bei Knochenkrebs eingesetzt werden?
Wie kann die Entgiftung unterstützt werden und wie ist die Dosierung bei einem 60kg-Hund.
Katrin, 22.09.2017:
Ich habe meiner Mutter die an Eierstockkrebs (Endstadium) erkrankte täglich Amygdalin gespritzt und es hat wirklich Wunder geholfen! Die Ärzte waren sogar der Meinung, dass nicht mal mehr Metastaen zu erkennen waren. Ich kann nur jeden Krebspatienten B17 Therapie empfehlen. Leider ist es sehr schwierig von Deutschland aus an reines Amygdalin zu kommen. Warum nur?? Aber viele Wege führen nach Rom. ;-)
Dr. med. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 18.09.2017:
Ich sehe keinen Vorteil im Fermentieren der Kerne.
Wichtig ist das Blanchieren und die Menge (60 - 70/Tag).
Man kann die Kerne auch sehr gut malen und portionsweise essen oder in Kekse einbacken, da Laetrile hitzestabil ist.
Ida Konarzewska aus Baden-Baden, 15.09.2017:
Guten Abend Herr Dr. Trinks,
ich habe Mamma-Karzinom,warte auf eine OP.
Was halten Sie von fermentierten, gemahlenen Aprikosenkernen?
Vielen Dank
Sonnige
Dr. med. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 04.09.2017:
Sehr geehrte Frau(?) Gül,
prinzipiell ist eine Behandlung Ihrer Mutter mit Amygdalin möglich.
Dazu muss ich aber viel mehr über den Gesundheitszustand, die bisherigen Behandlungen und die fachärztlichen Befunde wissen.
Dazu ist ein erstes Telefongespräch notwendig.
SümeyyaS Gül aus Helmstedt, 02.09.2017:
Hallo Dr. Trinks,
Meine Mutter hat seit ca. 2 Jahren Leberkrebs. Sie befand sich im Anfangstadium und der bösartige Tumor wurde vor 1.5 Jahren sorgfältig entfernt. Vor 3 Monaten sah der Arzt bei der Routinekontrolle, dass sich ein gutartiger Tumor (1cm groß) entwickelt hat. Jedoch haben wir trotzdem bedenken..
Daher würde ich gerne von Ihnen erfahren , ob Ihre Therapie bei meiner Mutter in gewisser Art und Weise positiv wirken würde?
Mit freundlichen Grüßen
Online-Redaktion, 07.08.2017:
Sehr geehrter Herr Hühnlein,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wie Dr. Trinks bereits schreibt, wird die Entgiftungskapazität für Blausäure bei Erwachsenen mit etwa 20 bis 30 mg Blausäure pro Tag angegeben. Dazu ist allerdings Folgendes zu sagen:
1. Die Verträglichkeit ist abhängig vom Körpergewicht - daher kann es keine pauschalen Empfehlungen geben!!
2. Jeder Mensch hat eine andere Entgiftungskapazität.
3. Der Amygdalin-Gehalt von bitteren Aprikosenkernen schwankt erheblich.
Durchaus gute Gründe auf den Verzehr ungeschälter Aprikoenkerne zu verzichten! Weit sicherer ist die Verwendung von (in Deutschland hergestellten) Vitamin-B17-Präparaten mit definierter Menge und Qualität unetr ärztlicher Aufsicht.
Ihre Online-Redaktion
Helmut Hühnlein aus 96237 Ebersdorf bei coburg, 06.08.2017:
Seit 4 Jahren verzehre ich 2 x wö.15 ungeschälte Aprikosenkerne
mit etwas Frucht-Joghurt. Kerne nur grob zerbeißen und schlucken.
Auslöser war meine Prostata-Krebs-Erkrankung. Die durch afterloading-
Therapie in der Uni Erlangen behandelt wurde.
Fachliteratur von B 17 Therapie bei Krebs war der Auslöser meines
Kerne-Speise-Planes.
Ich erfreue mich glänzender Gesundheit. Von Vergiftung keine Spur !!
Dr. med. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 02.08.2017:
Darmkrebs im frühen und nicht vorbehandeltem Stadium scheint auf die Amygdalinbehandlung gut zu reagieren.
Damit verbunden muss eine Verbesserung der Säureproduktion des Magens, eine Darmsanierung und Diätänderung sein.
Dieter Schneider aus FREIBERG, 28.07.2017:
Hallo Herr Trinks,
gibt es schon Erkenntnisse bei der Behandlung von Darmkrebs?
Vielen Dank im voraus!
Mit freundlichen Grüßen
D.Schneider
Dr. med. Uwe Trinks aus Saarbrücken, 15.07.2017:
1. Täglich werden 9g Amygdalin infundiert. 2. Mit der Krebsvariante Melanom speziell habe ich noch keine Erfahrungen sammeln können. Hingegen fiel ein ein zweimal voroperiertes Basaliom (ein nichtmetastasierender Tumor) des Nasenflügels bei der Behandlung eines Lungentumors nach der dritten Infusion ab, sodass sich eine plastische Operation erübrigte.
Bożena Susabowska aus Hamburg, 14.07.2017:
Welche Dosis amygdalin verwenden Sie bei einer Infusion, wenn Sie eine 10- tätige Kur planen?
Haben Sie positive Erfahrungen bei einem Melanom?
Ich würde mich über eine Antwort sehr, sehr freuen!
vielen Dank im voraus.
Bożena Susabowska aus Hamburg
Kommentar hinzufügen



Mailadresse dient möglichen Rückfragen durch die Redaktion.
Sie wird nicht veröffentlicht.



 

Wichtiger Hinweis:

Diese Inhalte dienen der Information und Orientierung. Sie können und sollen unter keinen Umständen den Besuch eines Arztes und die Konsultation medizinischer Beratung oder professioneller ärztlicher Behandlung ersetzen.
Der Inhalt von naturheilmagazin.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Im Übrigen verweisen wir auf die Geltung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB

Krankheiten A-Z