Haarausfall
Einführung
Einführung
„Der Mensch wird schließlich mangelhaft. Die Locke wird hinweggerafft."
Wilhelm Busch
Der Übergang vom natürlichen zum krankhaften Haarausfall ist fließend.
Ein gesundes Kopfhaar wächst etwa zwei bis acht Jahre lang und das mit etwa 0,3 Millimetern pro Tag. Danach sterben die haarproduzierenden Zellen ab und die Haarwurzel legt eine etwa dreimonatige Ruhepause ein. Wenn das alte Haar schließlich ausgefallen ist, erwacht die Aktivität der Haarwurzel aufs Neue. Der nächste Wuchszyklus von ca. zwei bis acht Jahren beginnt. Haare erneuern sich also ständig und es ist natürlich, dass einige von ihnen beim Kämmen, Waschen und Bürsten ausgehen. Wenn man jedoch das Gefühl hat, dass seit längerer Zeit deutlich mehr Haare verloren gehen, als man es aus früheren Jahren gewohnt ist, sollte man sich genauer mit den möglichen Ursachen beschäftigen und sich fragen, was den Haaren, aber auch der Seele fehlt.
Volles Haar gilt seit Jahrtausenden als Symbol für Kraft und Vitalität. Im alten Testament besaß der Israelit Samson übermenschliche Kräfte, weil er sein volles Haupthaar noch nie hatte schneiden lassen. Als Delilah, eine Verbündete der Philister, ihm sein Geheimnis entlockt hatte und ihm heimlich das Haupthaar abschnitt, verlor er all seine Kraft und wurde von den Philistern überwältigt. Haarverlust kann viele Ursachen haben. Seelische gehören auch dazu.
Kommentar der Redaktion:
Bei Haarausfall handelt es sich um eine Folgeerscheinung, um ein Symptom und nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne. Die Entscheidung, was jetzt zu tun ist, fällen Sie als Patient. Warum?
Sie müssen für sich zuallererst überprüfen, was Ihnen in der momentanen Situation am Wichtigsten erscheint:
Quält mich mein äußeres Erscheinungsbild so, dass es mich über Gebühr belastet? Dann werden Sie versuchen, so schnell wie möglich, das frühere Erscheinungsbild wieder herzustellen.
Wenn mich die Frage umtreibt, warum um Himmels willen, fallen mir die Haare aus? Was stimmt nicht? Dann wird Sie Ihr Aussehen erst in zweiter Linie stören.
Therapeuten/Methodenwahl
Dementsprechend wird Ihre Therapeuten- und Methodenwahl ausfallen. Schul – und/oder Alternativmedizin? Heutzutage ist es noch so, dass sich die Schulmedizin meistens zuallererst um das Symptom kümmern wird. Das ist in Ordnung, wenn es für Sie als Patient stimmig ist und wenn Sie wenig Zeit investieren wollen. Allerdings dürfen Ihre Erwartungen nicht zu hoch sein. Nie wieder Harrausfall wird Ihnen auch kein Arzt versprechen können. Wenn Sie Medikamente verschrieben bekommen, muss Ihnen klar sein, dass Ihr Körper diese auch wieder loswerden muss. Beim Arzt erhalten Sie also i.d.R. als Behandlung ein Medikament und ein kurzes Gespräch.
Ein naturheilkundlich orientierter Arzt oder Therapeut wird hingegen nicht unbedingt das Symptom Haarausfall bekämpfen, sondern sich bemühen, den Ursachen auf den Grund zu gehen und dann die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das bedeutet: in der Regel ein längeres Gespräch und eine Behandlung Ihrer Wahl (aus den Verfahren, die der Therapeut anbietet und anwendet). Das kostet in jedem Fall Zeit und in den meisten Fällen auch Geld.
Zeit und Geld
Doch egal, wohin Sie gehen: Sie müssen Zeit investieren. Meistens im Wartezimmer.
Doch Sie haben die Wahl!
Sie können heutzutage entscheiden, wohin Sie gehen. Und dann entscheiden Sie, wie Sie gesund werden wollen. Der Mensch, den Sie aufsuchen, sollte Ihnen im besten Fall „nur" helfen, Ihr Problem zu erkennen. Dafür bezahlen Sie. Beim Arzt weniger direkt, sondern indirekt über die Krankenkasse und beim alternativ arbeitenden Therapeuten direkt an den Behandler. Was Sie von „der Behandlung" umsetzen, ist Ihre Sache. Und damit liegt die Verantwortung für Ihre Gesundheit auch in Ihrer Hand.
Und die Antwort, was Gesundheit heißt, müssen Sie sich auch selbst geben. Ohne Symptome leben? Und/ oder gesund zu werden und zu wissen, wie man´s bleibt?
Lesen Sie mehr zum Thema Krankheit unter "Körper/Seele/Geist".
Wann ist Haarausfall krankhaft?
Wann ist Haarausfall krankhaft?
Weil der Übergang von natürlichem zu krankhaftem Haarausfall schwer zu definieren ist, hat man als kritische Grenze den Verlust von 100 Haaren pro Tag festgelegt. Daneben gibt es einen altersbedingten und in gewisser Weise normalen Haarausfall.
- Beim Säugling findet er direkt nach der Geburt statt,
- bei Männern im dritten und vierten Lebensjahrzehnt, und
- bei Frauen – allerdings diffus und weniger ausgeprägt – manchmal ab dem dritten, meist aber erst nach dem fünftem Lebensjahrzehnt.
- Normal ist auch ein Haarausfall zwei bis zwölf Wochen nach einer Entbindung. Während der Schwangerschaft kommt es durch den Anstieg des Hormons Östrogen zu einem vermehrten Haarwachstum, das sich nach der Entbindung wieder zur Norm zurückbildet. Manchmal fallen während dieses Prozesses mehr Haare aus, als sich während der Schwangerschaft neu gebildet haben, so dass das Haarkleid noch einige Zeit nach einer Entbindung etwas dünner aussieht als vor der Schwangerschaft. In der Regel wachsen die Haare nach einiger Zeit aber wieder bis zur alten Fülle nach.
Diagnose
Diagnose
Beim Haarmangel und krankhaften Haarverlust unterscheidet der schulmedizinisch orientierte Hautarzt zwei Formen:
- Beim Effluvium gehen mehr als 100 Haare pro Tag aus.
- Bei der Alopezie beträgt der Haarverlust schon mehr als 60 % und ist unübersehbar geworden.
Ursachen
Ursachen
- altersbedingter Haarausfall (s.u.)
Haarausfall infolge genetischer Störungen oder durch physikalische Schädigung. Letzteres kann durch Röntgen-, aber auch durch zu intensive Sonnenbestrahlung geschehen, ferner durch ständigen Zug an den Haaren (straffe Pferdeschwanzfrisur). - Ein systemisch bedingter Haarausfall bzw. ein Abbrechen der Haare kann sich bei allgemeinen Störungen, Vergiftungen, Infektionskrankheiten, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Leberkrankheiten, im Rahmen von Aids oder durch Medikamenteneinnahme ereignen. Letzteres vor allem dann, wenn der Betroffene Hormone, Blutgerinnungshemmer, Zytostatika im Rahmen der Krebsbehandlung oder eine Überdosis von Vitamin A zu sich nimmt.
- Verschieden Krankheitsbilder der Haut zeigen auch einen chronischen Haarverlust, z. B. Lupus erythematodes (Autoimmunkrankheit der Haut), Sklerodermia circumscripta (chronisch-entzündliche Hauterkrankung), Trichophytie (Pilzerkrankung der Haut) oder Mikrosporie (Pilzerkrankung der Haut). Auch im Rahmen der Schuppenflechte (Psoriasis) kann es zu starkem Haarausfall kommen.
Wer einen überdurchschnittlichen Haarverlust bei sich bemerkt, sollte sich auf jeden Fall untersuchen lassen, damit eine möglicherweise vorhandene andere Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann.
Der männliche Haarausfall
Der männliche Haarausfall
Bei manchen beginnen sie schon mit Mitte zwanzig zu „wachsen": die Geheimratsecken. Im nächsten Jahrzehnt lichtet sich das Haupt im Bereich des Haarwirbels am Hinterkopf („Tonsur"). Der Haaransatz an der Stirn geht weiter nach oben, die Geheimratsecken (wenn sonst nichts mehr wächst, sie tun´s mit Sicherheit!) werden größer und irgendwann fließen Stirnglatze und Hinterkopfglatze zusammen und es bleibt nur noch ein wenig Haar am unteren Hinterkopf und im Schläfenbereich übrig.
Die erbliche und altersbedingte Form des Haarausfalls betrifft vor allem Männer und ist mit 95 % die häufigste Form des Haarverlustes. Ursache ist eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln für das männliche Hormon Testosteron.
Die männliche Glatzenbildung im dritten und vierten Lebensjahrzehnt ist keine Erkrankung, sondern kann – das mag manchen Mann vielleicht trösten! - ein Zeichen von besonderer Männlichkeit sein: Wenn die Kopfhaut gut mit dem männlichen Hormon Dihydrotestosteron versorgt ist, nimmt der Haarwuchs ab. Schon Hippokrates beschrieb, dass Eunuchen nie eine Glatze bekommen. Durch die Kastration haben sie ihre wichtigste Quelle für die Bildung von Testosteron verloren, aus dem das Dihydrotestosteron entsteht. Die Naturheilkunde weiß allerdings auch um den Zusammenhang zwischen männlichem Haarausfall und starker Gewebeübersäuerung.
Bei der Frau verläuft der altersbedingte Haarverlust erheblich langsamer und eher diffus. Normalerweise bleibt er unauffällig, lediglich nach den Wechseljahren ist ein dünner gewordenes Haarkleid zu beobachten. In schweren Fällen von weiblichem Haarausfall kann ein Zuviel von männlichen Hormonen verantwortlich sein.
Kreisrunder Haarausfall – ein Sonderfall
Neben dem diffusen und eher gleichmäßig über die Kopfhaut verteilten Haarausfall gibt es noch die Sonderform des kreisförmigen Haarverlustes, auch Alopecia areata genannt. Bei dieser Form kann sehr häufig beobachtet werden, dass psychisch stark belastende Ereignisse zu diesem plötzlichen Haarausfall führen können. Die genauen Ursachen sind jedoch nicht bekannt. Die häufigste Antwort besteht darin, dass es sich um eine „autoimmunologische Reaktion" handelt, also dass der Körper gegen sich selbst reagiert. Man geht davon aus, dass körpereigene T-Lymphozyten die Haarfollikel angreifen. Daraus entsteht eine örtliche Entzündung, die das Haarwachstum behindert und zum Ausfall des Haares führt. Warum sie das tun, ist nicht geklärt.
Das erstmalige Auftreten von kreisrundem Haarausfall ereignet sich meist zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr, doch können auch Kinder eine Alopecia areata entwickeln. Das Krankheitsbild ist im Vergleich zum altersbedingten Haarausfall nicht sehr häufig, tritt aber dennoch immer wieder auf: In Deutschland sind etwa eine Million Menschen betroffen. Eine Sonderform ist der Ausfall aller pigmentierten Haare. Übrig bleiben nur Haare ohne Pigmentierung, so dass die Patienten plötzlich nur noch graue oder weiße Haare auf dem Kopf haben. Diese Form setzt meist akut und plötzlich ein.
Im Allgemeinen kann bei der Alopecia areata zwischen drei Verläufen unterschieden werden:
- Spontanheilung nach einigen Monaten, meist innerhalb von drei Jahren;
- chronische Form mit immer wieder auftretenden kahlen Stellen;
- chronisch fortschreitende Form mit Entwicklung einer totalen Kahlheit.
Wenn sich die Haare an den Rändern der haarlosen Areale leicht herausziehen lassen oder sich dort die typischen Ausrufungszeichenhaare finden, ist das Voranschreiten des Haarausfalls wahrscheinlich. Der Verlust des gesamten Kopfhaares ist trotzdem eher selten und ereignet sich nur bei jedem zehnten Patienten. In den weitaus meisten Fällen kommt es nach einer gewissen Zeit zur Spontanheilung, vor allem, wenn man auf eine gute Ernährung und Psychohygiene achtet.
Typische Zeichen
Es kommt es zu umschriebenen kahlen Stellen von zwei bis zehn Zentimetern Durchmesser. Innerhalb weniger Wochen oder Monate entwickelt sich eine kleine haarlose Fläche. Meistens ereignet sich der kreisrunde Haarausfall im Haupthaarbereich, doch können sich kahle Stellen auch im Bereich von Barthaar, Wimpern, Schambehaarung und Körperbehaarung bilden. Die Herde sind scharf umrissen. Am Rand beobachtet man kurze, abgebrochene Haare. Sie verjüngen sich zur Kopfhaut hin und werden wegen ihrer typischen Form als „Ausrufungszeichenhaare" bezeichnet. In der Regel wächst die Stelle nur bis zu einer bestimmten Größe. Wenn der Durchmesser acht bis zehn Zentimeter nicht überschreitet, ist die Aussicht auf Heilung recht gut. In der Regel tritt der Haarwuchs nach einer gewissen Zeit sogar ohne Behandlung wieder auf. Denn trotz des Haarausfalls bleiben die Haarfollikel erhalten.
Gesellen sich jedoch zur ersten kahlen Fläche neue, sich vergrößernde Stellen mit großflächigem Verlust des Haupthaares hinzu, kann die Prognose ungünstiger ausfallen. Je größer die Anzahl neu auftretender Bezirke, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit des Übergangs der Alopecia areata in Formen von Alopecia totalis (Kompletter Verlust der Kopfbehaarung) oder Alopecia universalis (Totalverlust der gesamten Körperbehaarung).
Naturheilkunde
Naturheilkunde
Vorbeugung und Selbsthilfe: Was der Betroffene selbst tun kann
Beim erblich und altersbedingten männlichen Haarausfall kann man nur eines tun: Akzeptieren Sie ihn!
Sie können sich trösten, meine Herren: Die Glatze ist Ausdruck eines hohen Testosteronspiegels und der gilt als ein Zeichen von besonderer Männlichkeit. Wer mit 50 oder 60 immer noch keine Geheimratsecken hat, sondern einen vollen Haarschopf, kann auch auf manche Frauen ein wenig unmännlich wirken. Es fehlt ihm die Ausstrahlung von Reife, die angeblich auf das weibliche Geschlecht so anziehend wirkt. Ähnliches gilt für die Haarfarbe: „Graues Haar ist eine prächtige Krone" heißt es im Alten Testament in den Sprüchen Salomos. Ein mittelalter oder älterer Mann mit vollem schwarzem oder blondem Haar wirkt nun wirklich nicht mehr natürlich. Das Alter hat seine eigenen Qualitäten und die gilt es zu entdecken, wenn man in die Jahre kommt, in denen man äußerlich „Federn lassen" muss. Das gilt im Übrigen auch für Frauen.
Die beste Selbstmedikation: Schlaf und gesunde Ernährung
Stress und Fehlernährung gehören zu den häufigsten Ursachen für einen unspezifischen und über das normale Maß des momentanen Lebensalters hinausgehenden Haarausfall.
- Stressabbau, mehr Entspannungsfreiräume im Alltag, eine besseres Aufgabenmanagement und mehr Schlaf sind daher ein guter Schritt, um wieder Vitalität zu tanken, für die ein voller Haarschopf ja Ausdruck ist.
Menschen mit dünnem Haarkleid leiden oft unter Mineralstoffmangel, so dass den Haarwurzeln nicht das nötige Material für die Bildung gesunder und langlebiger Haare zur Verfügung steht.
- Bei Haarausfall braucht man vor allem die Nährstoffe Biotin, Niacin, Vitamin C und E, den Vitamin-B-Komplex, Zink, Kupfer, L-Cystein, Gamma-Linolensäure und hochwertige Eiweiße. Pantothensäure hat sich überdies als wichtig für die Erhaltung der Haarfarbe erwiesen.
- Achten Sie auf eine vitamin- und mineralstoffreiche sowie basische Vollwertkost mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse und reduzieren Sie Ihren Konsum an Kaffee, Alkohol (Vitamin-B-Räuber!) und Zigaretten, deren Entgiftung zu einem rasanteren Vitaminverbrauch führen.
Biotin ist z. B. reichlich enthalten in Bierhefe, Weizenkleie, Haferflocken, Champignons, Avocado und Hühnereiern.
Vitamin C finden Sie reichlich in Früchten, Paprika und anderen frischen Gemüsen.
B-Vitamine können Sie über Käse, Eier, Fische und Meeresfrüchte zu sich nehmen, die auch den Bedarf an hochwertigen Eiweißen decken.
Linolensäuren sind reichlich enthalten in Sojabohnen, Walnüssen, Weizenkeimen, Leinsamen und daraus hergestellten Ölen.
Am besten essen Sie abwechslungsreich, vollwertig und frisch, dann können Sie am ehesten davon ausgehen, dass Sie ihren Körper und damit auch Ihre Haarwurzeln mit allem versorgen, was sie brauchen. Wenn mann dann immer noch Haare verliert, ist es eben Schicksal und kann mit Selbstbewusstsein und stoischem Gleichmut ertragen werden!
Dazu Fr. Kriemhilt Waldenmaier: „Haarausfall kann, wie oben schon erwähnt, mit übermäßigen Belastungen, körperlicher (durch Leistungssport) oder psychischer Art, zusammenhängen. Zu den mechanischen Belastungen zählt auch das Tragen von Helmen, zu heißes und zu häufiges Föhnen, aber auch zu heftiges Trockenrubbeln der Haare. Durch Belastungssituationen werden auch übermäßig bestimmte Mineralien verbraucht, wie z.B. Eisen, Zink, Jod usw.
Deshalb ist es wichtig, auf die Ernährung zu achten:
Während der Schwangerschaft empfehle ich, wöchentlich eine
Seefischmahlzeit zu sich zu nehmen, um einen Jodmangel vorzubeugen.
Eisenmangel gehört zu den häufigsten Ursachen bei Haarausfall. Dieser kann durch Entzündungen und durch Infekte ausgelöst werden, die manchmal noch gar nicht erkannt wurden. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass Infekte vollständig ausgeheilt werden.
Aber auch Zinkmangelliegt bei allen Haut- und Haarproblemen häufig vor. Käse, Weizenkeime, Sesam, Mohn und Hühnersuppe sind besonders zinkreich.
Sauerkraut ist für die Ernährung bei Haarausfall sehr wichtig, da er wichtige Mineralien und Vitamine für den Haarwuchs liefert.
Thema Mineralräuber:
z.B. Fertiggerichte, Tütensuppen, Cola und Limonaden.
Unter Mineralräuber versteht man Substanzen, die die Bioverfügbarkeit der Mineralien im Organismus blockieren oder einschränken.Dr. Zittlau beschreibt auch die (siehe Literatur) als Dickungsmittel eingesetzten Ballaststoffe der Lebensmittelindustrie, wie Agar-Agar (E406), Carrageen (E407), Guarkernmehl (E 412), Johannisbrotkernmehl (E410) und Alginat als Mineralräuber. Sie werden in EU-Kürzeln oder als modifizierte Stärke aufgeführt. Da es sich um pflanzliche Vielfachzucker handelt, wird bei einigen dieser Stoffe davon ausgegangen, dass sie in zu hohen Mengen konsumiert die Mineralienaufnahme stören und Allergien auslösen können (siehe auch: www.der-gruene-faden.de)
Beispiel Cola:
in ihr ist Phosphat enthalten und Phosphat verhindert, dass Calcium in den Knochen eingelagert wird.
Ein „natürlicher Mineralräuber" hingegen ist die Phytinsäure, die in allen pflanzlichen Samen, vor allem in Getreidevollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen vorkommt.Unter bestimmten Bedingungen, wenn Brotteig z.B. nicht mehrere Stunden geht, kann sie die Aufnahme von Eisen und Zink im Darm behindern. Trotzdem ist eine ausgewogene Vollkornernährung einer einseitigen „leeren" Weißmehlernährung vorzuziehen.
Thema Übersäuerung:
Unsere "gute und satte" Lebensweise kann dem Körper Mineralstoffe
rauben. Es wird zwar oft gut, aber unausgewogen, einseitig und hastig gegessen. Die Folge kann ein Mangel an Mineralsalzen sein und wenn die fehlen, gerät der Säuren-Basen Haushalt im Körper durcheinander. Ist der Körper übersäuert, muss er die Säuren binden und neutralisieren. Dafür werden Mineralstoffe
gebraucht und zusätzlich wird auf Mineralien aus eigenen Beständen zurückgegriffen. Falsche Ernährung, sportliche Überbeanspruchung oder auch Fastenkuren können auch einen erhöhten Bedarf an Mineralien verursachen.
Aber auch massive Gaben einzelner Mineralien können zu Gleichgewichtsverschiebungen im Serum führen, die große Beschwerden verursachen. Ebenso führen viele moderne, auch hochwirksame Medikamente zusätzlich zu Mineralverlusten. Sie können z.B. unlösbare Verbindungen im Darm eingehen und so die Resorption hemmen. Es muss also immer genau hingeschaut werden, was der einzelne Mensch zu sich nimmt und wie er sich belastet."
Hausmittel, die der Kopfhaut gut tun:
z.B. Essigspülung:
100 ml Weinessig, 1 Eßl. Brennnesselblätter, 1 Eßl. Birkenblätter
vermischen und ca.14 Tage verschlossen bei Raumtemperatur stehen
lassen, absieben und das Haar nach jeder Wäsche damit spülen. Der pH – Wert der Kopfhaut wird durch Essig normalisiert.
Brennnesselwurzel:
Eine Hand voll Brennnesselwurzel und ½ l Weinessig zugedeckt im Topf kochen lassen, abkühlen und durchsieben. Die Wurzel soll den Juckreiz und die Schuppen beseitigen und den Haarausfall stoppen. Täglich damit die Kopfhaut massieren.
Ein ganz altes Hausmittel ist die Zwiebel, denn sie enthält Schwefel und dieser wirkt sehr gut auf die Kopfhaut. Mit einer rohen, halbierten Zwiebel die Kopfhaut vor der Wäsche kräftig massieren.
Klettenwurzelöl in Verbindung mit Oliven- oder Erdnussöl (Klettenwurzelöl) wird vor allem bei trockenen, schuppenden Erkrankungen der Haut und Kopfhaut eingesetzt, am besten täglich einmassieren.
Klassische Schulmedizin
Klassische Schulmedizin
Die Schulmedizin verordnet bei altersbedingtem Haarausfall häufig Hormonpräparate17-Alpha-Estradiol kann man als rezeptfreie Haartinktur in den Apotheken erhalten. Das darin enthaltene Östrogen verhindert die Umwandlung des Testosterons in seine aktive Form, das Dihydrotestosteron, dessen Bildung den beschleunigten Haarausfall verursacht.
Frauen, die zu Haarausfall neigen, bekommen vom Gynäkologen oft eine Pille verschrieben, die ein Kombinationspräparat von Östrogenen mit speziellen Gestagenen darstellt. Gestagene haben eine antiandrogene Wirkung, üben also eine Gegenspieler-Funktion zu Testosteron aus.
Hormonpräparate können die körpereigenen hormonellen Regelkreise empfindlich stören und stellen eine permanente Leberbelastung dar. Unter alternativmedizinischen Gesichtspunkten kann man von der Einnahme solcher Produkte nur abraten.
Männer bekommen von ihrem Arzt zur Behandlung des typischen männlichen Haarausfalls häufig Arzneimittel verschrieben, die den Wirkstoff Finasterid enthalten. Finasterid verhindert – ähnlich wie 17-Alpha-Estradiol – die Umwandlung des Testosterons in Dihydrotestosteron – derjenigen Testosteronform, die für den Haarausfall verantwortlich ist. Finasterid ist ein Wirkstoff, der extreme Nebenwirkungen nach sich zieht: er führt nicht selten zu Impotenz, setzt oft die Libido herab und verringert das Ejakulationsvolumen. Außerdem kann Finasterid zum Ausfall der männlichen Schambehaarung und zur Brustbildung beim Mann führen. Mit anderen Worten: Mann behält zwar seine Haare, verliert dabei aber seine Potenz. Da stellt sich die Frage, ob ein voller Haarschopf ein solches Opfer wert ist….
Bei Männern, die Finasterid-Präparate einnehmen, konnte man Spuren des Wirkstoffes in der Samenflüssigkeit finden. Diese Männer dürfen keinen Geschlechtsverkehr mit schwangeren Frauen haben, da Finasterid beim männlichen Embryo zu Missbildungen der äußeren Geschlechtsorgane führt. Das ist auch der Grund, warum der Wirkstoff für die Behandlung des Haarausfalles der Frau kontraindiziert ist.
Psychosomatik
Psychosomatik
Der Volksmund kennt den Begriff „Federn lassen müssen" Wer „nicht ungeschoren davonkommt" oder seine „Löwenmähne" verliert, zeigt damit ein gewisses Ohnmachtserleben, frei nach dem Sprichwort „nichts auf der Platte haben." In der Mythologie, z. B. der bereits erwähnten Geschichte von Samson und Delilah, gelten Haare als Symbol von Vitalität, Kraft und Macht. Bei Frauen sind sie außerdem ein Symbol für Verführung und Erotik wie das Sprichwort „Ein Frauenhaar zieht stärker als ein Glockenseil" zum Ausdruck bringt.
Wer Haare verliert, fühlt sich entblößt, als habe man ihm „das Fell über die Ohren gezogen". Beim kreisrunden Haarausfall ist das zugrunde liegende Thema meist ebenso scharf umrissen wie die kahle Stelle am Kopf. Oft kann ein tiefer unbewußter Kummer die Ursache sein, z. B. ein Todesfall, ein Verlusterlebnis oder ein anderes abgegrenztes Ereignis, das innerseelisch noch nicht richtig bewältigt worden ist. Möglicherweise gibt es im Leben einen bestimmten Bereich, in dem man sich von überlebten Strukturen lösen sollte. Manchmal hilft es auch, Ziele oder Wunschvorstellungen, deren Verwirklichung unrealistisch ist, bewusst loszulassen.
Ein Haarverlust, der über die oben beschriebenen normalen Formen hinausgeht, kann natürlich Zeichen einer Mauserung oder eines Vitalitätsverlustes sein. Wer sich überfordern lässt und mit seinen Energien nicht sorgfältig haushält, muss Federn (Haare) lassen. Es kann hilfreich sein, alte Strukturen zu hinterfragen, Überholtes loszulassen und Platz zu machen für Neues. Was ist man sich selber schuldig geblieben, warum kommt zu wenig Neues nach? Möglicherweise ist der seelische Fortschritt blockiert und das mangelnde Haarwachstum körpersprachlicher Ausdruck dieser Blockade. Wer sich neue Räume für innere Weiterentwicklung schafft, macht darüber möglicherweise auch Platz für neue Wachstumsschübe seines Haupthaars.
Eine individuelle Therapie kann helfen, anstehende Trauerarbeit zu leisten und das Loslassen im seelischen Bereich statt des Loslassens der Haare einzuüben. Dann kann sich die Indikatorfunktion des Haarverlustes möglicherweise erübrigen.
Daneben gibt es aber noch einen anderen Aspekt: Der normale Haarausfall im Laufe der Lebensjahrzehnte besitzt eine gewisse Logik, da er parallel zum Alterungsprozess verläuft. Je mehr der Mensch sich dem Tod nähert, umso mehr geht es um das Thema Loslassen, auch der Themen Macht und Sexualität. Ballastabwerfen ist angesagt und hat auch einen tiefen Sinn, da man sich „leicht machen" sollte für den Heimweg und das Sterben. Dann liegt die Aufgabe darin, zu akzeptieren, dass man nicht länger so stark an Weltlichem, Allzuweltlichem festhalten sollte, sondern sich bewusst mit Themen wie Spiritualität, Altern und Tod beschäftigt und – ähnlich wie beim Mond – die „abnehmende Phase" im eigenen Leben zu akzeptieren lernt.
Weitere Überlegungen
Im fernöstlichen Denken ist volles, kräftiges Haar ein „Yang" Zeichen, das sich durch Vitalität, Kraft und Präsenz am jeweiligen Menschen zeigt.
Wichtiger Hinweis:
Diese Inhalte dienen der Information und Orientierung. Sie können und sollen unter keinen Umständen den Besuch eines Arztes und die Konsultation medizinischer Beratung oder professioneller ärztlicher Behandlung ersetzen.
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