Fußpilz
Definition
Definition
Wie der Name schon sagt, gehört Fußpilz zu den Pilzerkrankungen, medizinisch auch Mykosen genannt (griech. mykes – Pilz). Das Wort "Tinea" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „der nagende Wurm". Zwar handelt es sich beim Fußpilz nicht um Würmer, sondern um Pilze, doch nagen diese ebenfalls am gesunden Gewebe.
Tinea pedis zählt man zu den Dermatomykosen, Pilzerkrankungen der Haut, die durch Dermatophyten (Fadenpilze) verursacht werden. Diese Fadenpilze besitzen eine besondere Affinität speziell zu Hornmaterial und vermehren sich mit Vorliebe in der Hornschicht von Haut und Nägeln. Fußpilz siedelt sich vor allem in den Zehenzwischenräumen an. Der Fußrücken wird seltener befallen, wohl aber Zehen und Fußsohlen. Ältere Menschen leiden häufiger an Fußpilz als jüngere; Frauen sind seltener betroffen als Männer.
Seele und Körper
Fußpilz ist in erster Linie eine Indikatorerkrankung für ein geschwächtes Milieu. Dies ist körperlich und seelisch zu verstehen: Menschen, die fehlernährt und übersäuert sind, haben eine herabgesetzte Hautabwehr, die sich bei Kontakt mit Pilzen nicht wirksam wehren kann. Aber auch wer seelisch geschwächt ist, ist anfälliger für Mykosen. Wenn dann noch „begünstigende" Faktoren wie mangelnde Körperpflege und nicht ausreichend atmungsaktive (Fuß-)Kleidung hinzukommen, entsteht rasch ein Milieu, das den Pilzen optimale Bedingungen für ihre Vermehrung bietet - Fußpilz entsteht.
Kinder und Jugendliche können eine Erstinfektion mit Fußpilzerregern meist gut überwinden, wenn der Abwehrprozess nicht mit pilzabtötenden Medikamenten (Antimykotika) gestört wird, sondern man das Immunsystem die Erregerabwehr aus eigener Kraft bewältigen lässt. Dann entwickelt sich eine Immunität, die ein guter Schutz gegen spätere Infektionen darstellt.
Symptome
Symptome
Fußpilz beginnt oft ganz unauffällig und nur an einer kleinen Stelle. Man bemerkt möglicherweis
- eine verstärkte Schuppung an den Fußsohlen, manchmal in Verbindung mit einer leichten Rötung oder Bläschenbildung. Oder die Haut im Zwischenzehenraum ist aufgeweicht und gerötet.
- Der Zwischenraum zwischen dem vierten und fünften Zeh ist besonders häufig betroffen. Die Haut kann sich abschälen und unangenehm riechen.
Im Wesentlichen lassen sich zwei Stadien unterscheiden: Weißliche Bläschen, die eine trockene und zu Schuppung und Rissen neigende Haut zur Folge haben, oder Hautstellen, die nässen, schmerzen, jucken und entzündet sind. Die Entzündungsreaktionen können unterschiedlich stark sein.
Der Hautarzt unterscheidet drei Formen:
- Die interdigitale Form des Fußpilzes spielt sich vor allem in den Zehenzwischenräumen ab. Die Symptome reichen von einer nur leichten Rötung und Schuppung mit geringem Juckreiz, bis zu dick gequollener Haut mit tiefen und extrem schmerzhaften Rissen.
- Die squamatös - hyperkeratotische Form, auch Mokassin-Mykose genannt, spielt sich eher an Fußsohlen, Fußkanten und Fußrücken ab. Die Schuppung ist meist fein und die Entzündung nur mäßig. Dicke Hornhautschichten und Risse bilden sich besonders an Druckstellen und Fersen. In leichten Fällen wird diese Form der Fußmykose nicht als solche erkannt, sondern als trockene Haut fehlinterpretiert.
- Bei der vesikulös - dyshidrotischen Form finden sich die Bläschen vorwiegend im Bereich von Fußgewölbe und Fußkanten. Da die Hornschicht an den Fußsohlen sehr dick ist, platzen die Bläschen nicht, sondern trocknen ein. Dies geht mit Spannungsgefühlen und Juckreiz einher.
Diagnose
Diagnose
Für einen Laien ist es nahezu unmöglich, entzündliche Hauterkrankungen richtig zu diagnostizieren. Die Symptome lassen sich sehr leicht mit denen anderer Ekzemformen verwechseln. Bei Verdacht auf Fußpilz sollte deshalb zur Sicherung der Diagnose der Haus- bzw. Hautarzt aufgesucht werden. Von ihm wird i. d. R. ein mikroskopischer Pilznachweis durchgeführt. Der Arzt schabt mit Hilfe eines Skalpells Schuppen vom Rand des Ekzems und prüft sie unter dem Mikroskop auf Pilze bzw. Myzelfäden. Man kann das Untersuchungsmaterial auch mit Hilfe eines transparenten Klebestreifens abziehen, der anschließend angefärbt und auf den Objektträger gelegt wird. Bei unklaren Fällen oder zur Differenzierung des Erregers wird eine Pilzkultur angelegt.
Die genaue Erregerbestimmung ist sinnvoll, um den Fußpilz von anderen Erkrankungen abzugrenzen. Denn ähnliche Symptome wie bei Tinea pedis finden sich auch bei Schuppenflechte (Psoriasis), bakteriellen Hautinfektionen und anderen Ekzemformen.
Ursachen
Ursachen
„Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles …" sagte der französische Biologe Louis Pasteur im 19. Jahrhundert. In diesem Sinn hat eine Fußpilzinfektion, die man sich im Hotel, im Schwimmbad oder Fitnessstudio „einfängt", keine Ursache, sondern höchstens Auslöser: Pilze lieben ein feuchtwarmes Klima und halten sich bevorzugt dort auf, wo viel Wasser im Spiel ist. Wenn das eigene Milieu geschwächt ist, wird man sich in der Sauna bei Kontakt mit Dermatophyten anstecken. Ist man gut in seiner Kraft, kann man eine Stunde auf einer verpilzten Badematte stehen, ohne anschließend ein Ekzem zu bekommen.
Hintergründe
Es ist ein Irrtum zu glauben, jeder würde sich automatisch anstecken, wenn er im Schwimmbad einmal keine Badesandalen trägt. Wer ein gesundes Milieu besitzt, sich gesund ernährt, abwehrstark und seelisch voller Kraft ist, wird selbst dann nicht erkranken, wenn er sich die Füße mit demselben Handtuch abtrocknen sollte, das ein fußpilzkrankes Familienmitglied ebenfalls benutzt. Denn die tieferen Ursachen der Infektion liegen im Menschen selbst und nicht in seiner äußeren Umgebung.
Übertragungsweg
Äußerlich betrachtet, wird Fußpilz von Mensch zu Mensch übertragen. Wer infiziert ist, verliert ständig feinste Hautschüppchen mit Pilzpartikeln. Diese Partikel werden von anderen Menschen aufgesammelt. Sie setzen sich in den Fußsohlen und auf der feuchten Haut der Zehenzwischenräume fest. Beim Gesunden können sie die Haut nicht angreifen und werden spätestens mit der nächsten Dusche abgewaschen. Beim milieuschwachen Menschen dringen sie in die Haut ein und vermehren sich rasch.
Jeder, der einmal mit wachen Augen durch den Wald spaziert ist, kennt das Phänomen: Ein gesunder Baum hat eine gesunde Rinde. Tote und abgefallene Äste hingegen, die nicht mehr über die Wurzeln mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden, sind von Pilzen überwuchert und werden von ihnen zersetzt. Pilze haben von Natur aus eine Affinität zu totem oder zumindest energetisch unterversorgtem Gewebe.
Psychosomatische Bedeutung
In diesem Sinn ist Pilzbefall immer auch ein Hinweis darauf, dass der Betroffene nicht mehr so „lebendig" ist, wie er es sein könnte, wenn er wirklich ganz gesund und voll in seiner Kraft wäre. Eine Therapie von Mykosen verlangt deshalb weitaus mehr als bloße Lokalbehandlungen mit Salben und Cremes. Sie sollte den ganzen Menschen umfassen und ihm dabei helfen, ein höheres Maß an Lebendigkeit wiederzuerlangen.
Vorbeugung und Selbsthilfe
Vorbeugung und Selbsthilfe
Was der Betroffene selbst tun kann
Die Therapie des Fußpilzes sollte in erster Linie eine Milieusanierung sein.
- Dazu gehören genügend Schlaf (Schlafmangel schwächt das Immunsystem!) und viel Bewegung an frischer Luft.
Regelmäßige sportliche Betätigung, z. B. ein leichter Ausdauersport wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Walking, wirkt ausgesprochen immunsteigernd und milieuverbessernd. Weil unser Immunsystem auf Stress und psychische Belastungen empfindlich reagiert, sollte man für genügend Entspannungsfreiräume im Alltag und eine ausgeglichene Beziehung zu seinen Mitmenschen achten – sei es in Familie oder Beruf.
- Offen auszusprechen, was man fühlt und denkt – ohne dabei den Anderen Vorwürfe zu machen – hält den Raum der Seele frei von belastenden Emotionen und hilft bei der konstruktiven Bewältigung von Konflikten.
Wer positive Gefühlserlebnisse wie Humor und Gemeinschaftssinn kultiviert, tut viel für seine Psychohygiene und sein Immunsystem.
Bekleidung
Es empfiehlt sich nur atmungsaktive Baumwoll- oder Wollsocken zu tragen. Strümpfe aus synthetischem Material fördern das Pilzwachstum. Statt Schuhen aus Kunststoff sollte man Lederschuhe mit Ledersohle bevorzugen. Naturkosmetikhersteller bieten milde Puder an, mit denen man sich die Zehenzwischenräume trocken halten kann. Wer zu Fußschweiß neigt, kann sich im Fachhandel entsprechende Stoffstreifen für die Zehenzwischenräume besorgen.
Jugendliche, die immer Turnschuhe tragen (hohe Fußfeuchtigkeit!), sollten ihre Schuhe öfter wechseln. Personen, deren Beruf das Tragen wasserdichter Schuhe erfordert (Bauarbeiter, Kanalarbeiter), hilft das Tragen atmungsaktiver Strümpfe und die Verwendung absorbierender Puder.
Unbehandelt ist Fußpilz eine äußerst langwierige Erkrankung, die selten von alleine ausheilt. Wer nicht aktiv an der Verbesserung seines Milieus im oben beschriebenen Sinne arbeitet und nicht auf das Trockenhalten seiner Fußhaut schaut, wird das Ekzem schwer zur Ausheilung bringen.
Dazu Fr. Waldenmaier:
„Wer unter Fußpilz leidet, sollte Sorge dafür tragen, dass sich niemand ansteckt. Deshalb am besten:
- Nach dem Abtrocknen der Füße, die Handtücher unbedingt in die Kochwäsche geben.
- Die getragenen Socken auch auskochen.
- Schuhe und Socken häufiger wechseln als gewohnt.
- Die Schuhe evt. mit Desinfektionssprays aussprühen.
- Viel frische Luft an die Füße kommen lassen.
- Die Durchblutung der Füße verbessern, evtl. mit Wechselfußbädern.
Naturheilkunde
Naturheilkunde
Dazu Fr. Dr. E. Papp:
„Was hilft? Z.B.
Homöopathie:
Acidum hydrofluoricum (bei heftigem Juckreiz),
Borax oder Sulfur (wenn der Pilz juckt und sticht, bes. abends),
Graphites (wenn übel riechender Fußschweiß im Vordergrund steht),
Silicea (wenn sich der Zustand bei Kälte bessert). Oder
Hydrotherapie:
Rosmarin Fußbäder,
Fußbäder mit Kampfer, Nelke, Lavendel oder Rosmarin.
Was gut hilft und für die Betroffenen auch leicht selbst durchzuführen ist:
eine aufgeschnittene Knoblauchzehe nehmen und die betroffene Stelle damit einreiben, anschließend Calendula Salbe auftragen."
- Rose-Teebaum-Essenz in Trägeröl einbringen (Jojobawachs, Oliven- oder Mandelöl) und Füße regelmäßig damit einreiben.
Fr. Waldenmaier empfiehlt:
„Alte und neue Hausmittel, z.B.
- Backpulverpaste: Etwas Backpulver mit lauwarmem Wasser anrühren und die befallenen Stellen damit einreiben. Nach ca. fünf Minuten wieder abwaschen, die Füße trocken reiben und einpudern.
- Essig: Füße täglich mit Essigwasser waschen.
- Knoblauchzehen:über Nacht an die betroffenen Stellen legen.
- Teebaumöl: Ein Fußbad mit 10 Tr. zum Desinfizieren ansetzen und die Füße ca. 10 Min. darin baden. Oder: einige Tropfen Teebaumöl mit etwas Sahne verrühren und die betreffenden Stellen zweimal tgl. einmassieren.
- Grapefruitkernextrakt: kauft man in der Apotheke oder im Reformhaus. Davon tägl. ein paar Tropfen ins Fußbad.
- Lavendel: Die betroffenen Stellen mit Lavendelöl einreiben. Oder ein paar Tropfen Lavendel-, Rosmarin- oder Eukalyptusöl + 1 Teel. Honig ins Fußbadewasser geben und anschließend mit Lavendelöl einreiben. Oder ein Fußbad mit drei bis fünf Tropfen Zypressenöl nehmen.
- Obstessig: auf die befallenen Stellen mehrmals tägl. tupfen.
- Molke: wird innerlich und äußerlich angewandt. Z.B. mit Molkekonzentrat getränkte Watte über Nacht auf die betroffenen Stellen binden. Oder öfter die betroffenen Stellen betupfen und auswaschen; das wirkt desinfizierend."
Fußpilz in der klassischen Schulmedizin
Fußpilz in der klassischen Schulmedizin
Die Schulmedizin verschreibt Salben, Cremes oder Puder mit den Wirkstoffen Clotrimazol, Econazol, Bifonazol, Terbinafin oder Amorolfin. Man muss sich darüber bewusst sein, dass diese Substanzen lediglich die Symptome zum Verschwinden bringen, aber keine wirkliche Heilung darstellen. Die Rückfallquote ist dementsprechend hoch.
Manchmal sind Krankheiten wie Fußfehlstellungen, Diabetes mellitus oder Durchblutungsstörungen für den Pilzbefall verantwortlich. Dann wird meist auf den Einsatz eines Antimykotikums (Creme oder Spray mit Wirkstoffen gegen Pilze) nicht verzichtet. Aber auch für Menschen mit Diabetes und Arteriosklerose lohnt sich die Arbeit an der Verbesserung ihres Milieus!
Lokalbehandlung
In schweren Fällen wird eine Lokalbehandlung die Beschwerden etwas erleichtern: Dazu gehören Fußbäder mit gerbstoffhaltigen Pflanzen (z. B. Eichenrinde). Wer konsequent seine Ernährung umstellt, kann auf Antimykotika verzichten und wird auch in Zukunft keine neuen Infektionen mehr befürchten müssen.
Sinnvoll ist es, die Füße, besonders die Zehenzwischenräume, gründlich abzutrocknen, bevor man Strümpfe anzieht und in die Schuhe schlüpft. Wer´s eilig hat, kann seine Fußhaut auch schon mal mit dem Föhn trocknen. Das ist nicht nur pilzhemmend, sondern auch sehr angenehm.
Ernährung
Ernährung
Des Weiteren gilt Zurückhaltung bei Genussmitteln. Rauchen Sie nicht und nehmen Sie Kaffee und Alkohol nur sparsam zu sich. Besonders diese Trias gilt als besonders belastend bei Hauterkrankungen im Allgemeinen. Kaffee und Alkohol sind auch keine Konsumgüter. Dementsprechend sollte man nur ab und zu seinen Gaumen mit ihnen verwöhnen, sie aber nicht in Mengen konsumieren. Das führt zur Stoffwechselübersäuerung und belastet das Milieu erheblich.
Zurückhaltung ist auch bei raffinierten Nahrungsmitteln angesagt: Dazu gehören alle industriell verarbeiteten Produkte (Fast food) und Lebensmittel mit weißem Zucker und weißem Mehl. Wer ein Liter Cola trinkt, nimmt 100 g Zucker zu sich: Das dämpft für fünf Stunden die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, Viren, Bakterien und Pilze zu zerstören!
Pilze ernähren sich vorwiegend von Einfachzucker. Bei der Wahl seiner Nahrung kann man also entscheiden: Will man sich selbst tote (= industriell verarbeitete) Nahrung zumuten und damit den Pilz ernähren? Oder versorgt man sich mit lebendigen Lebensmitteln (viel frisches Obst und Gemüse) und sorgt auf diese Weise, dass der Schmarotzerpilz abstirbt? So gesehen ist die tägliche Wahl meiner Ernährung streng genommen eine Frage auf Leben und Tod: Tote Nahrungsmittel fördern den Pilz und die Zersetzung der Haut durch ihn, lebendige Nahrungsmittel fördern die eigene Abwehr und Lebenskraft und lassen den Pilz absterben.
- Bevorzugen Sie eine basenbildende Vollwertkost aus dem Bioladen. Ideal wäre eine Kost, die zu 80% aus Basenbildnern und zu 20% aus Säurebildnern (Fleisch, Käse, Fisch, Kartoffeln, Vollkornbrot) besteht.
- Basenbildende Lebensmittel sind Kartoffeln, Gemüse, Knoblauch, Zwiebeln, Keime und Sprossen, Salate, Rohkost, sonnengereifte Früchte, Bananen, Hirse, Quinoa, Amaranth (wird auch als glutenfreies „Pseudogetreide" bezeichnet), Leinsamen, Pinienkerne, Pistazien, Sesam und Sonnenblumenkerne (alle ungeröstet), Carob (Johannisbrot), kaltgepreßte Fette und Öle, Butter und süße Sahne, Kräutertee, Grüner Tee und Gemüsebrühe.
Die Lebensmittel sollten ungespritzt sein und das Fleisch sollte aus artgerechter Tierhaltung (sofern Sie kein Vegetarier sind) stammen. Wer noch reichlich Wasser, Kräutertee oder verdünnte und ungezuckerte Obstsäfte trinkt, wird gegen Pilzinfektionen ziemlich immun sein, bzw. einen vorhandenen Fußpilzbefall auch ohne Cremes und Salben ausheilen können.
Psychosomatik
Psychosomatik
Füße haben im wörtlichen und übertragenen Sinne viel mit dem Thema „Standhaftigkeit" zu tun. Es lohnt sich, diesen Aspekt genauer zu betrachten.
Ein entzündliches Ekzem an den Füßen kann symbolisch als Konflikt im Bereich der eigenen Standhaftigkeit verstanden werden. Der Psychosomatiker Dahlke weist darauf hin, dass Menschen, die zu Fußpilz neigen, möglicherweise zu schwach sind, ihren eigenen Standpunkt ausreichend zu verteidigen. Weil die notwendige Abgrenzung im Außen, d. h. im Kontakt zu anderen Menschen, fehlt, übernimmt der Körper diese Funktion und äußert sie in Form eines Abwehrkonfliktes an den Füßen.
Konflikte um den eigenen Standpunkt können sich in Form überschießender oder unterentwickelter psychischer Abwehr zeigen: Entweder man lässt fremde Eindrücke – wie auf der körperlichen Ebene den Pilz – zu stark in sich hinein oder man wehrt sie zu stark ab und nimmt sich die Chance auf Weiterentwicklung durch Anregungen der Mitmenschen. Die eigenen Standpunkte können unklar sein und werden womöglich nicht „sauber" genug vertreten. Möglicherweise sind sie schon lange unbenutzt, leblos und abgestorben – und auch deshalb ein willkommenes Opfer für den Angriff von Pilzen.
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