Bronchitis
Einführung
Einführung
"Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen,
sondern die Vorstellung von den Dingen"
Epiktet, griech. Philosoph
An einer klassischen Bronchitis wird deutlich, dass Krankheiten, Prozesse in Gang setzen können, die auf körperlicher und seelisch-geistiger Ebene wirken und sinnvoll sind.
So ist Husten – als mögliches Symptom einer Entzündung der unteren Atemwege – kein Reflex, den man eigentlich bekämpfen sollte. Viel sinnvoller ist es, ihn zu unterstützen:
Wenn die Atemwegsschleimhäute von Viren, Bakterien, Fremdkörpern Toxinen und Allergenen befallen sind, versucht der Körper durch den Hustenreflex die Schleimhäute zu reinigen. Die Schleimbildung ist der erste Schritt, um Erreger u.a. von der Oberfläche der Atemwege abzustoßen. Als zweiter Schritt erfolgt durch Aushusten dieses erregerbelasteteten Schleimes der „Herauswurf". Je weniger man diese Mechanismen als lästiges Übel betrachtet, sondern fördert, desto besser können Sie Ihren Körper bei der Überwindung des Infekts unterstützen.
Dazu Dr. Scheel:
„Ich möchte den Focus weg von den „bösen Krankheitserregern", hin zu einer anderen Sichtweise lenken. Krankheitserreger sind Mikroorganismen, die am Heilungsprozess beteiligt sind. Wir werden krank, weil wir uns in einem schlechten energetischen Zustand befinden, weil wir möglicherweise den Darm übermäßig belasten. Man sagt auch: Leben und Gesundheit, aber auch Krankheit und Heilung „kommen über den Darm".
Vielleicht drückt uns auch die Angst vor Krankheiten oder Organe funktionieren, verstoffwechseln, entgiften nicht optimal. Man kann auch zwischen einem „Nieren- Gallen- und Darm- Husten" unterscheiden.
Krankheit bedeutet für mich in allererster Linie einen Heilungsprozess. Der Organismus verfügt über drei Reaktions-, bzw. Heilungsflächen: Haut, Schleimhaut und Bindegewebe. Z.B. kann eine unterdrückte Neurodermitis-Haut, eine Lungenreaktion bis zum Asthma hin eine Schleimhautreaktion verdeutlichen, ebenso kann eine unterdrückte Schleimhautreaktion rheumatische Beschwerden im Bereich des Bindegewebes bedeuten.
Es gibt also vielfältige Ursachen für eine Bronchitis, die eigentlich nur zeigt, dass der Organismus versucht, seine Probleme über den Schleimhautbereich zu heilen. Das schließt auch psychische Reaktionsmuster, wie „jemanden eins husten" mit ein."
Definition
Definition
Die akute Bronchitis
ist aus schulmedizinischer Sichtweise eine Schleimhautentzündung der unteren Atemwege, die häufig als Ausdruck einer Erkältungskrankheit in Verbindung mit Schnupfen, Nebenhöhlen-, Kehlkopf- und Luftröhrenentzündung auftritt. Bei der akuten Form beträgt die Krankheitsdauer in der Regel wenige Tage bis maximal vier Wochen.
Man sagt, dass in neun von zehn Fällen die Erkrankung durch Viren hervorgerufen wird. Eine bakterielle Bronchitis entsteht meistens als „Superinfektion" oder auch als komplexere, umfassendere Heilungsbemühung (laut Dr. Scheel) nach vorausgegangenem Virusinfekt. Das lateinische Wort super – über darauf, weist darauf hin, dass sich die bakterielle Entzündung auf die virusbedingte regelrecht „aufsetzt". Der anfangs weißlich-glasige Schleim wird plötzlich gelb-grün und klumpig.
Die chronische Bronchitis
Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn ein Patient mindestens drei Monate im Jahr und über zwei aufeinander folgende Jahre unter Husten und schleimigem Auswurf leidet (nach Definition der WHO). Bei der chronisch-obstruktiven („verstopften") Bronchitis kommt es durch die dauerhafte Entzündung der Bronchialschleimhäute zu einer messbaren Verengung der Atemwege. Obstruktiv heißt, dass es sich dabei um die „Verlegung" der Atemwege (Verkrampfung/Verengung) einschließlich der Bronchiolen (Luftröhrenästchen) handelt. Die kleinsten Luftbläschen, die Alveolen sind nur sekundär betroffen
Während die akute Bronchitis – im englischen Sprachraum auch common cold – „gemeine" Erkältung genannt – beinahe jeden Menschen ein- oder mehrmals im Leben befällt, findet sich die chronische Form bei ca. 20 % der Erwachsenen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Neun von zehn Patienten mit chronischer Bronchitis sind Raucher oder Exraucher.
Typische Symptome
Typische Symptome
Eine Entzündung der unteren Atemwege geht in der Regel mit den klassischen Erkältungssymptomen einher. Typisches Frühsymptom
- ist ein brennendes Trockenheits- und Wundheitsgefühl hinter dem Brustbein. Daneben finden sich oft
- Gliederschmerzen, Schnupfen, Augenbrennen, Heiserkeit und Husten.
- Auch Fieber kommt häufig vor, besonders bei Kindern.
Manchmal beginnt die Erkältung mit einem Schnupfen, der dann „nach unten rutscht", vor allem, wenn man sich nicht die Zeit genommen hat, den Infekt auszukurieren, als er sich noch im oberen Bereich der Atemwege befand.
Dr. Scheel: „Denn eine Sinusitis, eine aus der Nasennebenhöhle weitergeleitete Infektion, oder auch eine Bronchitis fungiert als Krankheitsherd z.B. für den Darm, die Lunge, für den ganzen Körper. Deshalb kann der ursächliche Grund für Geräusche, die über der Lunge festgestellt werden, tatsächlich in einem anderen Organ liegen." Durch Schluckakt und Einatmung werden die Erreger abwärts transportiert. Ist man abwehrgeschwächt, entzündet sich auch die Schleimhaut der unteren Atemwege und eine Bronchitis entsteht.
Am Anfang kommt es zu trockenem Reizhusten.
- Später bildet sich ein weißlich-glasiger Schleim, der bei
- bakterieller Superinfektion zunehmend eine gelblich-grüne Farbe annimmt.
Blut im Schleim ist selten. Ein blutig durchsetzter Schleim wäre ein Alarmsignal. Er weist auf eine schwere Verlaufsform und eine mögliche Mitbeteiligung der Lunge hin und macht in jedem Fall einen Arztbesuch erforderlich.
Diagnose
Diagnose
Bei einer unkomplizierten Bronchitis ist eine Erregerbestimmung in der Regel nicht notwendig, zumal der direkte Virusnachweis aus Schleim, Rachenspülwasser oder Blut selten gelingt. Eine akute Bronchitis führt bei einer ansonsten gesunden Lunge nicht zu Folgeschäden.
Entwickelt sich während einer Bronchitis
- hohes und lang anhaltendes Fieber, kann dieser eine Hinweis auf Lungenentzündung sein. Dann muss in jedem Fall ein Arzt hinzugezogen werden.
Die „normale" akute Virusbronchitis heilt fast immer unkompliziert ab, selbst wenn es zu einer Komplikation, wie z.B. der bakteriellen Superinfektion gekommen ist.
Gegen Virusinfekte des Bronchialtraktes gibt es nur wenig wirksame Medikamente. Dr. Scheel: „ Und diese setzen oft einseitig an der reinen Symptomatik an." Wenn Antibiotika verschrieben wird, sollte jeder Patient dahin gehend aufgeklärt werden, dass die Virusinfektion dadurch nicht bekämpft wird, sondern möglicherweise nur die bakterielle Superinfektion verhindert oder im besten Falle abgemildert wird. Bei schweren Verläufen, alten, geschwächten oder immunschwachen Menschen mag die Antibiotikagabe im Einzelfall notwendig sein. Bei ansonsten gesunden Patienten sind alternativmedizinische Maßnahmen, die an die Ursachen gehen und systemisch und lokal abwehrsteigernd wirken, sinnvoller und wirksamer.
Ursachen
Ursachen
- Risikofaktor Nummer eins ist das Rauchen. Nikotin und Tabakpartikel stellen für die Bronchialschleimhaut eine Dauerschädigung dar, die die Abwehr herabsetzt, so dass Viren und Bakterien leichter angreifen können.
- Wer in Gebieten mit stark schadstoffbelasteter Luft zuhause ist, lebt in einer Umgebung, die für seine Bronchialschleimhäute einen ständigen Stress bedeutet. Das permanente Einatmen verschmutzter oder toxisch belasteter Luft führt zu einer dauerhaften Schwächung der Schleimhautabwehr und macht für Bronchialerkrankungen anfällig.
- Auch Herzkranke und Menschen mit Lungenleiden (Asthma, Emphysem, Bronchiektasen) sind anfälliger für Bronchitis.
Außerdem können Sie als Betroffener selbst der beste Ursachenforscher sein und folgende Sachverhalte erst einmal selbst klären:
- Versteckte Krankheitsherde aufspüren: z.B. Zähne untersuchen lassen
- Auf Ernährung achten: reagiere ich mit Verschlechterung, wenn ich Fremdeiweiß zu mir nehme? (z.B. Milch, Fleisch, Wurst….)
- Wie sieht meine psychische Situation aus? Wo steht bspw. die Pflege sozialer Kontakte an?
- Was tue ich für meine Entspannung? Bewege ich mich ausreichend an frischer Luft?
- Stärke ich mein Abwehrsystem durch kalt-warm Reize?
Kinder, Kinder….
- Bei Kindern sind zwei bis vier Bronchitiden pro Jahr normal und können als Immuntraining für ihr noch nicht ausgereiftes Abwehrsystem betrachtet werden. Dr. Scheel: „ So sieht das die Schulmedizin. Die Ursachen einer Bronchitis sind u.U. aber vielschichtig und nicht nur auf das Organ Lunge beschränkt, wie oben schon erwähnt. Außerdem reagiert das Immunsystem eines Kindes ständig und nicht erst bei einer Erkrankung, die sicht- und/oder hörbar wird." In diesem Alter ist es ganz besonders wichtig, den Abwehrprozess nicht durch Antibiotika zu unterdrücken, sondern dem Körper „Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben. Nur dann kann der kindliche Organismus die notwendigen Abwehrstoffe bilden, um vor zukünftigen Bronchitiden besser geschützt und im Erwachsenenleben nicht ständig infektanfällig zu sein.
Bei Kindern sollte man ganz besonders darauf achten, dass die akute Bronchitis vollständig ausheilt und nicht chronisch wird. Eine mögliche Ursache für Dauerhusten der Kleinen sind Feuchtstellen in der Wohnung, an denen sich Schimmel gebildet hat. In diesen Fällen ist Husten Ausdruck einer Atemwegsallergie.
Polypen
Wenn Kinder aufgrund einer vergrößerten Rachendachmandel („Polypen") ständig durch den Mund atmen, wird die Einatemluft nicht ausreichend angewärmt, befeuchtet und gereinigt, da der Durchfluss und die Zirkulation in der Nasenschleimhaut fehlt. Das kann die Entstehung von Bronchitiden begünstigen.
Bei diesen Kindern sollte eine intensive alternativmedizinische Behandlung des Lymphsystems durchgeführt werden,damit die Polypen sich verkleinern und zumindest nicht weiter wachsen. Reicht das nicht aus, werden sie manchmal operativ entfernt.
Dazu Dr. Scheel:„ Polypen sind Schleimhautausstülpungen, die auf jeder Schleimhaut, im Bereich der Atemwege, in der Gebärmutter, im Darm usw. entstehen können. Im Atemwegsbereich können sie ein Hinweis auf ungenügende Belüftung oder für eine chronische Überreizung durch Daunen oder einen überbelasteten Darm sein. Das Heilungsprinzip des Körpers im akuten Sinne bedeutet, dass er auf eine Entzündung mit Schwellung, mit hoher Durchblutung (= Rötung) und mit Schmerzen reagiert. Z. B. Schleimverursacher Milch: Wenn der Darm, Milch nicht gut verwerten kann, reagiert automatisch die Nasenschleimhaut mit. Womöglich reagieren irgendwann die Mandeln auch und vergrößern sich, weil sie vermehrt Fremdeiweiß bekämpfen müssen und bilden Polypen aus. Später hat das Kind vielleicht dann eine Mittelohrentzündung als weitere Folgeerscheinung usw. Als Ursachentherapie kommt in Frage: intensive Nasenatmung, richtiges Nase putzen, Atemwege belüften, inhalieren, Darmentlastung durch veränderte Ernährung. Als Medikament evt. Bereberis/Quarz comp. Glob.."
Therapie - Naturheilkunde
Therapie - Naturheilkunde
Symptombeseitigung und hilfreiche Unterstützung beim Gesundungsprozess
Vorbeugung und Selbsthilfe: Was der Betroffene selbst tun kann
Zuerst: Wenn Sie rauchen und Sie erkranken an einer Bronchitis, sollten Sie sofort zu rauchen aufhören. Das ist die beste Prophylaxe für Ihre Gesundheit. Vielleicht gelingt es Ihnen, den akuten Infekt für den endgültigen Abschied von der Zigarette zu nutzen. Das ist auch die beste Vorbeugung gegen eine Chronifizierung der Erkrankung!
Allgemeine Maßnahmen:
Dazu Dr. Scheel: „ Beugen Sie einer Erkrankung vor, indem Sie „mit sich leben". D.h. achten Sie auf eine gute Haltung, dass auf stressige Zeiten, entspannte Zeiten folgen. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, dass der ganze Körper gut durchblutet wird und gleichzeitig durch vertiefte Atemzüge ausreichend Sauerstoff in den Körper gelangt. Achten Sie auf eine typgerechte Ernährung
Lesen Sie auch: Typgerechte Ernährung.
insgesamt auf eine energetisch ausgeglichene Situation. Das beinhaltet auch: Setzen Sie sich Ziele, arbeiten Sie mit Freude, legen Sie Ängste ab, auch die Angst vor Krankheiten. Vorbeugung heißt auf allen Ebenen tätig werden. Die „Bronchitis" ist nur ein Regulativ, ein Warnsignal, eine Hilfestellung für sich selbst, zu seiner Wahrheit, zu seiner Lebensoptimierung auch für seine Kinder, zurückzufinden. Grundsätzlich gilt: Das beste Medikament wirkt nicht bei allen gleich gut. Wenn allerdings die komplexen Ursachen einer Störung/ Erkrankung behoben und störende Einflüsse beseitigt sind, dann sind Medikamente sehr wahrscheinlich gar nicht mehr notwendig. Entscheidend ist allerdings eine gute diagnostische Vorgehensweise, die im besten Fall gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet wird, so dass er an seiner Gesundung aktiv mitwirken kann und Freude empfindet, immer gesünder zu werden. Dies kann intuitiv, ergebnisorientiert oder kinesiologisch erfolgen. "
- Für alle Erkrankungen gilt, auch für die Bronchitis:
- gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe! So vermeiden Sie eine weitere Verbreitung der Erreger im Organismus. Bettruhe in einem warmen, aber nicht überheizten Raum ist am besten.
- Hängen Sie feuchte Tücher über die Heizkörper, um die Raumluft anzufeuchten.
- Außerdem sollten Sie reichlich trinken, damit der Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, um den Schleim dünnflüssig zu halten und abhusten zu können.
- Darmentlastung: Einläufe, Diät, Fasten
- Herdsanierung (Nasennebenhöhlen, Zähne…)
- Lymphdrainage
- Reflexzonentherapie
- Zu einer positive Lebenseinstellung finden
Phytotherapie und Hustensäfte
Dazu Kriemhilt Waldenmaier:
„Husten kann erwünscht sein und ist eine gesunde Reaktion des Körpers auf den Schleim, der in den Atemwegen sitzt. Ist aber nicht immer harmlos, wenn man ihn gar nicht mehr loswird. Wenn die Bronchialschleimhaut so richtig entzündet ist, hilft ein heftiger Husten oft nicht mehr, um den Schleim loszuwerden. Dazu braucht es die Hilfe von außen. Die Probleme verursachenden Symptome bei einer Bronchitis sind die Entzündung der Bronchialschleimhaut und der Schleim, der die Bronchien verklebt. Er kann nur abgehustet werden, wenn er gelöst worden ist, z.B. durch:
Hustensaft aus Zwiebeln und Zucker oder Honig:
zwei Zwiebel klein schneiden, mit Zucker oder Honig bedecken und in einem verschließbaren Gefäß über Nacht stehen lassen. Den gewonnen Saft teelöffelweise trinken.
Hustensaft aus Schwarzrettich:
Der Rettich wird ausgehöhlt und mit Honig gefüllt, in den Kühlschrank gestellt und der gewonnene Saft teelöffelweise getrunken."
Bewährte Heilpflanzen für die Behandlung von Bronchialerkrankungen sind:
- Thymian und Spitzwegerich.
- Thymian (Thymus vulgaris) ist eine intensiv erwärmende Heilpflanze, die die vorausgegangene Unterkühlung gut ausgleichen kann. Thymianpräparate sind vor allem dann angesagt, wenn die akute Bronchitis eher „trocken" verläuft und der Schleim nicht richtig abgehustet werden kann. Auch Keuchhusten der Kinder spricht gut auf Thymian an.
Frau Waldenmaier: „Bietet sich auch äußerlich als Bad zur unterstützenden Behandlung an. Außerdem empfehle ich gerne bei Erkältungskrankheiten isländisches Moos in Form von Lutschpastillen (isl. Moosflechte; Volksname: Lungenkraut: entzündungshemmend, hustenreizlindernd, schleimlösend), weil sie wohlschmeckender als der Tee und zudem wirkungsvoll sind."
- Spitzwegerich (Plantago lanceolata) umgibt wunde und entzündete Schleimhäute mit einem schützenden, antiseptischen Schleier. Er wirkt abtötend auf die Erreger und regenerierend auf die Schleimhautoberfläche. Plantago ist die wichtigste Heilpflanze zur Unterstützung von Krankheiten, die mit einer Schwächung der Lunge einhergehen.
- Hustenteemischung aus Thymian, Spitzwegerich und anderen Hustenkräutern:
Man kann sich in der Apotheke eine Mischung aus:
30 g Thymiankraut
15 g Spitzwegerichkraut
10 g Fenchel
10 g Isländisches Moos
10 g Süßholzwurzel zusammenstellen lassen. - Ein Teelöffel dieser Mischung wird mit einer Tasse heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten stehen lassen, danach abseihen.
- Mehrmals täglich eine Tasse trinken.
Homöopathisch-pflanzliche Urtinktur
Intensiver als Tee wirkt oftmals die homöopathisch-pflanzliche Urtinktur, da sie konzentrierter ist als ein Tee. Sie enthält nicht nur die wasser-, sondern auch die alkohollöslichen Wirkstoffe und gleichzeitig gehen keine arzneilich wirksamen Inhaltsstoffe durch Erhitzung verloren. Gerade für Berufstätige oder für Menschen, denen die Teezubereitung zu mühsam ist, stellt die homöopathisch-pflanzliche Urtinktur eine gute Alternative dar, da sich die kleinen Fläschchen bequem in die Jackentasche stecken lassen. Man verlangt in der Apotheke die Thymus vulgaris Ø oder die Plantago lanceolata Ø (Ø = pharmazeutisches Symbol für Urtinktur).
Frischpflanzen
Neben Tee und Urtinktur gibt es auch noch die Möglichkeit, sich die Pflanzen in Form eines Frischpflanzenpresssaftes zuzuführen. Hierbei werden dem Körper in noch stärkerem Maße Spurenelemente und Vitamine zugeführt. Während man homöopathisch-pflanzliche Urtinkturen nur in der Apotheke erhält, bekommt man Frischpflanzenpresssäfte in Apotheken und in Reformhäusern.
Biochemie nach Dr. Schüssler
Die Schüssler´schen Mineralsalze eigenen sich vorzüglich für alle Stadien des Bronchialkatarrhs. Welches Mittel man gibt, richtet sich ähnlich wie bei der Homöopathie nach der Symptomatik:
Anfangsmittel: | Ferrum phosphoricum (Salz Nr.3). |
|---|---|
Krampfartiger Husten: | Magnesium phosphoricum (Nr.7). |
Schleim wird nur schwer abgehustet: | Kalium chloratum (Nr.4). |
Lockerer Schleim: | Kalium sulfuricum (Nr.6). |
Übelriechendes, eitriges Sekret: | Calcium sulfuricum (Nr.2). |
Trockener Husten nachts, morgens Atemnot: | Natrium sulfuricum (Nr.10). |
Trockener Kitzelhusten: | Natrium chloratum (Nr.8). |
Permanentes Hüsteln: | Silicea (Nr.11). |
Wickel
- Kartoffelwickel: Kartoffeln sind hocheffektive Wärmespeicher. Sie übertragen Feuchtigkeit und Wärme auf die Haut und üben über Reflexwege einen intensiven Wärmereiz auf den Bronchialbereich aus. Ein einfaches Hausmittel sind feucht-heiße Auflagen von pürierten Kartoffeln auf die Brust. Mit einem feuchten und darüber einem trockenen Handtuch abdecken.
- Quarkwickel: Kühle Quarkwickel setzt man bei Kehlkopfentzündung und Heiserkeit an, feucht-warme als Brustpackung bei Bronchitis.
- Feucht-heiße Kamillenkompressen auf der Brust.
- Meerrettichauflagen: Meerrettich, das „pflanzliche Antibiotikum" bewirkt über Reflexwege eine starke, heilsame Reizung auf das Bronchialgebiet: Man gibt frisch geriebenen Meerrettich auf ein Baumwolltuch und legt dieses 2 – 5 Minuten auf die Brust. Sobald die Stelle intensiv zu brennen anfängt, entfernt man die Kompresse und reibt die gerötete Haut mit einem Pflegeöl ein. Bei guter Verträglichkeit kann die Auflagedauer auf bis zu 15 Minuten verlängert werden. (Achtung: Kein Wickel für Kinder!)
Dazu Anja Müller:
- „Heublumenwickel zur Durchblutungssteigerung. Durchführung: ca. zwei Hand voll Heublumen in vier Liter Wasser 30 min. kochen, Wickeltuch damit tränken.
- Ein Thymianwickel wirkt atmungsvertiefend, bronchienerweiternd und schleimlösend. Durchführung: ca. eine Hand voll Thymian fünf Minuten in ca. drei Liter Wasser kochen, Wickeltuch damit tränken.
- Sehr effektiv ist auch der Kochsalzwickel. Vorsicht bei Kindern, er wirkt hautreizend, aber eben dadurch anregend auf die inneren Organe (durch nervale Verbindungen von der Haut zu den inneren Organen). Durchführung: ca. vier Esslöffel Kochsalz mit ca. vier Liter heißem Wasser auflösen, Wickeltuch damit tränken.
Weitere Informationen über Wickel und Säckchen.
Dazu Kriemhilt Waldenmaier:„Wenn Fieber besteht: natürlich Bettruhe
Wadenwickel: eine schonende Methode, um das Fieber zu senken. Nicht bei Personen mit kalten Gliedmaßen anwenden!.
Quarkwickel => wird fingerdick auf ein Leinentuch aufgetragen, zusammengefaltet
und auf die Brust gelegt. Über das Leinentuch ein Stück Frischhaltefolie, darüber ein Wolltuch.
Kalte Brustwickel werden bei akuter Bronchitis und Sekretstau angewendet; Liegedauer ca. 45 Min. 1 -2 x tgl. einen kalten Brustwickel , um Wärme verdunsten zu lassen. Evtl. mit 1 Schuss Essig. Nicht bei Patienten mit Kältegefühl."
Erkältungssalben
- Salben wirken „perkutan", d. h. durch die Haut hindurch. Bei Bronchitis reibt man die Haut über dem Brustbein, den Rippen und am Rücken zwischen den Schulterblättern ein. Die in den Erkältungssalben enthaltenen ätherischen Öle wirken schleimlösend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, krampflösend und keimhemmend.
Thymian/Eukalyptus:
- Man mischt 20 g Thymian und 80 g Vaseline und erwärmt sie vorsichtig im Wasserbad. Bei ca. 40 Grad vermischt sich das Fett mit dem Thymian. Diese Mischung lässt man erkalten. Bevor sie ganz abgekühlt ist, setzt man 5 – 10 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl hinzu. Mehrmals täglich die Brust damit einreiben.
(Achtung:kein Eukalyptus bei Säuglingen!)
Bronchialkräutersalbe:
- 30 g gut zerkleinerte „Bronchialkräuter" wie Thymian, Spitzwegerich, Tanne, Kiefer, Lärche, Anis oder Fenchel gut zerkleinern und in 300 mg kaltgepresstem biologischem Olivenöl ausziehen. Das Öl mit den Kräutern unter Rühren vorsichtig bis knapp 70 Grad erhitzen, damit die Wirkstoffe der Kräuter ins Öl übergehen. Nach 20 Minuten stetem Rühren die Mischung durch ein Sieb gießen, das Auszugsöl wieder in den Topf geben und 30 g Bienenwachs einrühren. Wenn sich alles aufgelöst hat, den Topf vom Herd nehmen und die Flüssigkeit noch 5 – 10 Minuten in Form einer liegenden Acht rühren, damit sich die Wirkstoffe gut verteilen. Anschließend die Flüssigkeit in 30 ml-Döschen abfüllen. Nicht verschließen, sondern zum Auskühlen mit einem feuchten Tuch bedecken. Erst wenn die Salbe fest geworden ist, Deckel schließen und etikettieren. Ergibt 10 Portionen. Die Salbe ist etwa 1 Jahr haltbar. (Rezept nach Ursel Bühring; Freiburger Heilpflanzenschule).
Inhalationen
Inhalationen mit ätherischen Ölen wirken
- reizmindernd, durchblutungssteigernd, schleimverflüssigend und auswurffördernd.
Apotheken und medizinischer Fachhandel bieten mehrere Inhalatoren an, von einfachen Behältern mit Mundaufsatz bis hin zu aufwendigeren elektrischen Geräten. Man befüllt sie mit heißem Wasser. Anschließend werden 1 – 3 Tropfen ätherisches Öl mit einem Esslöffel Honig gemischt und dem Wasser (250 – 500 ml) zugesetzt. Bewährte ätherische Öle für die Behandlung von Bronchialentzündungen sind, z. B.
- Pimpinella anisum (Anis), Cajeput, Chamomilla (Kamille), Pinus sylvestris (Fichte, Kiefer), Larix decidua (Lärche), Pinus purnilo (Latschenkiefer), Melaleuka alternifolia (Teebaum), Thymus vulgaris (Thymian) und Pinus cembra (Zirbelkiefer).
Achtung! Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte man auf die Anwendung ätherischer Öle verzichten. Haut und Schleimhäute sind bei ihnen noch so zart, dass die von den Essenzen ausgelösten Reize zu stark sind.
Kneipp-Anwendungen von Anja Müller:
„Bei akuter Bronchitis:
- Heiße Brustwickel (s.o.)
- Heublumensack auf der Brust (gibt´s fertig in der Apotheke). Wird auch das „Voltaren" der Naturheilkunde genannt.
Wirkung: entkrampfend, entspannend, durchblutungsfördernd, stoffwechselanregend, beruhigend und schmerzlindernd.
Durchführung: Heusack unter fließendem Wasser anfeuchten. Dann in einem Kochtopf auf einen Siebeinsatz legen (Wasser drunter nicht vergessen) und ca. 20 min. dämpfen. Dann aufschütteln und auf die Brust auflegen (Vorsicht Verbrennungsgefahr) und befestigen (mit einem Baumwolltuch und einem Wolltuch). Nach 45-60 min. abnehmen (Wenn der Sack nicht mehr warm ist) und noch 30 min. Nachruhen. Ist auch bei chronischer Bronchitis ein hervorragendes Instrument zur Organanregung.
- Temperaturansteigendes Fußbad (nicht geeignet bei Krampfadern oder Venenentzündung). Durchführung: 1 großes Gefäß mit hautwarmem Wasser füllen und innerhalb von 15-20 min. bis 39, evtl. sogar 40-42 ° steigern. Danach abtrocknen und 15-30 min. Bettruhe halten. Im Anfangsstadium einer Erkältung wirkt Thymian, das dem laufenden Wasser zugegeben wird, hervorragend.
Bei chronischer Bronchitis:
- Heublumensack (s.o.)
- Abhärtende Kneippanwendungen wie: Licht- und Luftbäder, Trockenbürsten, Wasser- und Tautreten, Schneegehen, Oberkörperwaschungen, Güsse, kalte Armbäder und Sauna>
Dazu Kriemhilt Waldenmaier: „Auch ich empfehle immer, ein heißes Bad mit ätherischen Ölen zu nehmen. Dazu heißen Holunder- und/oder Lindenblüten, oder Ingwertee zu trinken. Dabei ist es wichtig, die Dämpfe während des Bades einzuatmen."
Licht und Wärme
Wer eine kräftige Infrarotlampe zuhause hat, kann sich die Brustregion mehrmals täglich davon bestrahlen lassen. Infrarotlicht durchwärmt das Gebiet und fördert die Bildung von Immunstoffen.
Wer wenig Zeit und Energie für Wickel und Co. besitzt, tut seinen Bronchien auch mit der klassischen alten Wärmflasche etwas Gutes:
- Warmes bis heißes Wasser einfüllen und mit einem breiten Schal über Nacht auf der Brust fixieren. Unterstützt die Schleimproduktion und das morgendliche Abhusten.
Was der Therapeut tun kann
Homöopathie
Was bei Anwendung von Homöopathie beachtet werden muss:
man sollte sich für einen Weg entscheiden. Wer Eukalyptussalben und Pfefferminztees verwendet oder Wickel mit ätherischen Ölen macht, kann damit auch die Wirkungsweise der homöopathischen Mittel stören. Deshalb ist eine gute Absprache zwischen Therapeut und Patient notwendig.
Die Auswahl des richtigen homöopathischen Heilmittels erfolgt entsprechend der individuellen Symptomatik durch den gut geschulten Therapeuten. Folgende Mittel finden bei einer Bronchitis häufig Verwendung:
- Trockener, schmerzhafter Husten mit Schmerzen in der Brust: Bryonia
- Trockener Krampfhusten mit Brechreiz und Atemnot: Cuprum aceticum oder Drosera
- Trockener Husten, bei dem es in der Lunge rasselt, mit vorangegangener Erkältung: Ammonium carbonicum
- Reichliches, zähes Sekret, das aber nicht abgehustet werden kann: Antimonium tartaricum
Fußreflexzonenmassage
Kriemhilt Waldenmaier: „Sehr gute Erfolge kann man mit einer Fußreflexzonenmassage erzielen. Durch die Verbindung zu den Organen wird oft schon dabei der Schleim gelöst und ein Abhusten erleichtert.
- Insbesondere die Zonen: Bronchialgebiet, Sinushöhlen, Nasen-Rachen
- mit den Hintergrundzonen Lymphe, Niere, Leber, Milz, Dünndarm und die Beckenzonen sind zu behandeln."
Shiatsu
Der Shiatsu Therapeut wird bei einer Bronchitis (wie bei allen aktuellen Erkrankungen) seine Aufmerksamkeit erst einmal auf die Tagesverfassung des zu Behandelnden lenken. Dementsprechend wird er den Lungen und Dickdarmmeridian oder auch den Dreifach-Erwärmer (3 E) behandeln.
Für eine Behandlung des
- Dickdarm Meridians spricht u.a. eine verstopfte, trockene Nase oder Nasenbluten oder auch, wenn sich der Husten nicht lösen will. Denn im weiteren psychischen Sinne steht dieser Meridian für das „Festhalten"; wird er behandelt kann man sich im psychischen und physischen besser von „den Dingen trennen".
- Lungenmeridian stehen Atembeschwerden und Stauungsbeschwerden im Brustraum im Vordergrund. Die Lunge gilt dabei als „Empfängerin des Chi`s (die Lebensenergie) aus der Luft". Wenn der Meridian beeinträchtigt ist, kann das Chi nicht fließen. Der Lungen und der Dickdarmmeridian werden auch mit der Gefühlsäußerung Trauer verbunden. Wer öfter mit Lungenproblemen zu kämpfen hat, kann sich auch einmal der Frage: welchen Raum gebe ich der Traurigkeit in meinem Leben, stellen. Zur Ernährung: in der Wandlungsphase Metall (Ende des Herbstes bis Weihnachten) darf auch würzig bis scharf gegessen werden, um die allgemeine Durchblutung anzuregen
Lesen Sie auch unsere Artikel von Carmen Schories zu Shiatsu - 3 E spricht, dass er bei Halsentzündungen, Mandelentzündungen und Bronchitis mitbehandelt wird. Im ganzen Verlauf betrachtet, wird er in drei Abschnitte unterteilt: der obere beeinflusst die Atmung, der mittlere die Verdauung und der untere die Ausscheidung. Er reguliert insgesamt die Körperenergie und ist auch für die Körpertemperatur zuständig. Wenn Frösteln die Bronchitis begleitet, wird i.d.R. dieser Meridian mit betroffen sein.
Bei der chronischen Bronchitis liegt nach chinesischer Vorstellung eine Schwäche der Lunge und deren Abwehrenergie vor, begleitet von einer allgemeinen Nieren und Milz-Pankreas Schwäche. Je nach Symptomatik wir man auch diese Meridiane behandeln.
Akupunktur und Akupressur
von Kriemhilt Waldenmaier:
„Nach Auffassung der TCM stehen Erkrankungen der Atemwege mit dem Funktionskreis Lunge / Dickdarm in Verbindung. Ursachen sind oft krankhafte Energien wie Wind und Kälte, die in den Körper eindringen und die Abwehr schwächen. Liegt viel Schleim vor und wurde die Erkältung durch Feuchtigkeit hervorgerufen, ist auch der Funktionskreis Magen / Milz betroffen.
Hauptpunkte auf den Meridianen selbst sind hier: 17 Kontrollgefäß (Konzeptionsgefäß Ren Mai- Kontrollfunktion über die 6 Yin Meridiane und Organe), Di 4, LG 14 (Lenkergefäß, Du Mai („Lenker aller sechs Yang Meridiane und Organe), Lu 7, Ma 40
Zusätzlich: Akupressur von Lu 1
Siehe auch Akupunktur.
Und, auch sehr wirkungsvoll:
Schröpfkopfmassage oder Schröpfköpfe aufsetzen
Schröpfkopfmassagen oder das Aufsetzen von Schröpfköpfen entlang des Blasen-Meridians, also rechts und links der Wirbelsäule, bis ca. zum achten Brustwirbel,um den Schleim in den Bronchien zu lösen."
Wann zum Arzt?
- Wenn sich die Bronchitis nach drei bis vier Tagen nicht zu bessern beginnt.
- Wenn Sie Fieber über 39 ° C haben.
- Wenn das Fieber nach zwei Tagen nicht abklingt.
- Wenn der Husten nach zwei Wochen nicht merklich besser wird.
- Wenn Sie Blut im Schleim beobachten oder Blut husten.
- Wenn Atembeschwerden auftreten.
- Wenn Säuglinge während einer Bronchitis nicht ausreichend trinken.
- Wenn Säuglinge und Kleinkinder deutlich unter Atemnot leiden oder sich ihre Haut bläulich verfärbt.
- Wenn bronchitiskranke Kinder blassgraue Haut bekommen und sehr in sich gekehrt wirken.
- Wenn beim Kind eine Bronchitis nach der anderen folgt und die symptomfreien Intervalle sehr kurz sind.
- Alte Menschen oder Personen, die Immunsuppressiva nehmen oder an einer geschwächten Abwehr leiden, sollten eine Bronchitis grundsätzlich nicht selbst behandeln, sondern sich immer mit einem Arzt absprechen.
- Wenn Sie als Erwachsener häufiger als einmal jährlich an einer Bronchitis erkranken.
Ernährung
Ernährung
Informieren Sie sich unter Vollwertkost Übersicht.
Grundsätzlich gilt, dass die Verträglichkeiten für Nahrungsmittel so individuell wie der Mensch selbst sind. Achten Sie darauf, was Ihnen gut tut und ernähren Sie sich bewusst. Was folgt sind allgemeine Richtlinien, die aber nicht für alle Menschen gelten können oder müssen.
- Vitaminreich und heiß – das ist die Formel für eine heilsame Ernährung bei Erkältungskrankheiten:
Salat und frisches Obst liefern die Vitalstoffe, die der Körper bei Infekten am meisten braucht. Heiße Getränke erwärmen von innen, fördern die Schleimhautdurchblutung und beschleunigen über diesen Weg die Abwehrvorgänge.
Dazu Anja Müller: „Vor allem die Aufnahme von Vitamin C, zur Verbesserung der Infektabwehr ist zu empfehlen. Es ist enthalten in Zitrusfrüchten, aber auch in Paprika, Sellerie, Kohl, Brunnenkresse, Möhren, Erdbeeren, Petersilie, Kiwis, grünen Blattsalaten und Spinat."
- Das Schlürfen von heißer Hühnerbrühe/Gemüsebrühe wirkt schleimlösend und verbessert das Durchatmen. Der Effekt lässt sich steigern, wenn die Suppe mit Ingwer gekocht wird, der antibakteriell wirkt und über seine Schärfe von innen heraus erwärmt.
- Wertvoll ist auch eine Enzymtherapie mit Ananasenzymen (Bromelain). Sie beschleunigen den Heilungsprozess.
- Wegen ihres hohen Vitamin C-Gehaltes sind Sanddornsaft und Produkte aus der Acerola-Kirsche sehr wertvoll.
Während eines Atemwegsinfektes sollte man verschleimende Nahrungsmittel wie Milch, Quark, Sahne, Süßspeisen und Weißmehlprodukte meiden. Auch von Bananen ist abzuraten.
- Steht die Kältesymptomatik im Vordergrund, wird Ingwertee als wohltuend empfunden. Hierzu werden einige Scheiben frischer Ingwerwurzel 10 – 30 Minuten gesiedet.
- Bei Hitzesymptomatik (fieberhafter Verlauf) ist Pfefferminztee ein wertvolles Diätetikum.
Psychosomatik
Psychosomatik
Nach Rüdiger Dahlke
Die Atemwege gehören ebenso wie der Verdauungskanal zur inneren Oberfläche des Menschen. Sie haben viel mit den Themen Kontakt und Abgrenzung zu tun. Bezeichnenderweise erkranken Kinder vor allem in den Jahren besonders oft an Bronchitis, in denen sie lernen, zwischen Ich und Du zu unterscheiden. Eine Entzündung der Atemwege kann Ausdruck eines Konfliktes um die Abgrenzung zwischen dem Selbst und der Außenwelt sein. Man möchte sich „äußern", kann es aber nicht oder traut sich nicht. Stattdessen „hustet" man dem Anderen was und „äußert" sich in Form von Auswurf, sprich: Schleim. Die Verengung der Atemwege durch eine entzündliche Schleimhauterkrankung mit der entsprechenden Behinderung des Aus- und Einatemstromes kann ein Symbol sein für die eingeengten Kommunikationsbahnen im zwischenmenschlichen Bereich.
Bei Menschen, die zu wiederkehrenden Bronchitiden neigen, kann eine bewusst und offensiv geführte Auseinandersetzung die Indikatorfunktion der Erkrankung ein Stück weit erübrigen. Wer sich auf der Beziehungsebene traut, dem Anderen etwas zu husten, braucht dies nicht mehr auf der körperlichen Ebene auszutragen. Eine Steigerung der eigenen Konfliktbereitschaft ist immer ein Schritt in die richtige Richtung.
Ergänzungen dazu von Anja Müller: Anmerkungen von Lise Bourbeau (Autorin des Buches: Dein Körper sagt: „Ich liebe Dich")
„Metaphysisch gesehen stehen die Bronchien in Beziehung zur Familie. Deshalb können Familienschwierigkeiten, Streit und Zwist Ursache einer Bronchitis sein. Dann ist die Krankheit als Ausdruck von Zorn und Grenzüberschreitung zu sehen. Man fühlt sich matt und niedergeschlagen und hat keinerlei Möglichkeit, offene Missbilligung auszudrücken. Die betroffene Person sollte versuchen, ihren Platz in der Familie zu behaupten und nicht darauf zu warten, bis er ihr einmal gnädigst eingeräumt wird."
Wohlfühltipps bei Bronchitis
Wohlfühltipps bei Bronchitis
„Dankbarkeitsübung"
Im Alltag, noch dazu wenn wir mit gesundheitlichen oder anders gearteten Problemen belastet sind, vergessen wir darüber allzu häufig, dass wir Grund haben, für viele Dinge dankbar zu sein.
Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie einen Grund auf, warum Sie dankbar sind. In der Früh nach dem Aufwachen nehmen Sie ihn zur Hand, lesen sich (vielleicht sogar laut) vor und fügen einen weiteren Grund hinzu (etwa eine Woche lang).
Dann lesen Sie Ihre Dankbarkeitsliste weiterhin morgens durch, bei Bedarf auch während des Tages. Wenn Sie möchten, können Sie nach einiger Zeit einzelne Gründe mit neuen ersetzen."
- (aus: Impulse von Mensch zu Mensch von Dr. Ebo Rau und Dr. György Irmey. Immerwährender Taschenbuchkalender. Hrsg. Und Verleger: Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e. V. 2004
Wandlungsphase Wasser
Die Jahreszeit Winter (seit Weihnachten gerechnet) steht in der traditionellen chinesischen Medizin für die Wandlungsphase Wasser. Deshalb darf z.B. in dieser Zeit auch „Salzige" verzehrt werden. Also alles, was aus dem Wasser kommt: Fisch, Meeresfrüchte usw. Auch Wurzelgemüse, sowie gutes Mineralwasser als Getränk.
Lesen Sie auch unseren Beitrag Wasser - Die gesunde Lösung.
Dem „Wasser" selbst werden die Meridiane Niere und Blase zugeordnet.
Wer etwas Gutes für seine Gesundheit tun möchte, der lässt sich in dieser Zeit eine Shiatsu-Behandlung der Meridiane Niere und Blase geben. Denn die Niere speichert laut traditioneller Vorstellung die „Lebensessenz" des Menschen. Man sagt auch er sei der „Yinnigster" der Meridiane
Nähere Hinweise auf unserer Seite Akupunktur.
Yin/Yang und nimmt ihn entsprechend wichtig. Es geht um die verletzliche Seite, um die Kraft, die aus der Erde kommt. Bei der Nierenenergie handelt sich dabei um eine Ressource, die der Mensch bei seiner Geburt mit auf die Welt bringt und mit der er gut haushalten muss, um nicht frühzeitig und über Gebühr zu erkranken. Mit dieser Energie sollte man gut haushalten. Man kann sie pflegsam behandeln, indem man z. B. ausreichend schläft und ausgewogen isst, so kann sie sich erneuern. D.h. behandelt man den Nierenmeridian, tut man automatisch etwas für seine allgemeine Regenerationsfähigkeit. Außerdem steht die Nierenenergie für sexuelle Kraft und Fruchtbarkeit. Der Blasenmeridian „verwaltet" diese Energie mit und unterstützt, am Rücken verlaufend, seinen Partner. Aus ihm erwächst auch Kraft und Vertrauen. Alles, was uns schwächt und kraftlos macht, kann über den Blasenmeridian behandelt werden.
Dr. Scheel: „Ein Hinweis auf den Genuss und die Bedeutung des Atems: Nach Licht ist Luft das zweitwichtigste Lebensmittel. Ohne genügende Sauerstoffzufuhr schuftet unser Herz im Leerlauf. Bei bewusster Atmung können wir nicht nur die Atemwege gut belüften, sondern auch zur Heilung des Systems Körper beitragen. Wir können bewusst an die betroffenen Organe „hinatmen" und sorgen so gleichzeitig für einen besseren Energiefluss im ganzen Körper. Eine Übung, die über die innere Vorstellung läuft: alles Gute, was wir wollen, benötigen und wünschen, atmen wir ein – alles Überflüssige, Belastende atmen wir aus."
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