Bluthochdruck

Bei Bluthochdruck stehen unsere Gefäße unter einem Druck, auf den sie von Natur aus einfach nicht ausgelegt sind. Das hat Folgen: Bei Bluthochdruck steigt das Risiko für Arteriosklerose, Netzhautschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall u.v.m. Grund genug also beizeiten etwas gegen seinen Bluthochdruck zu tun. Die Heilpraktikerin und Medizinjournalistin Margret Rupprecht zeigt Ihnen wie.

 

Autor/en dieses Beitrages:
Margret Rupprecht, Heilpraktiker/in aus München
bio-apo Naturheilmittel

Bluthochdruck (Hypertonie)

Einführung

Einführung

„Altersweisheit" wird bisweilen damit definiert, dass man sich fachmännischer über Bluthochdruck und Cholesterinwerte unterhalten könne. In der Tat lässt sich bei vielen Menschen im Laufe der Lebensjahrzehnte eine leichte Erhöhung des oberen Blutdruckwertes beobachten. Das hängt mit dem zunehmenden Elastizitätsverlust der großen Blutgefäße zusammen. Allerdings hat man bei Naturvölkern festgestellt, dass die altersabhängige Blutdrucksteigerung nicht zwangsläufig eintritt, sondern sich, gerade in den Industrienationen, als Folge zahlreicher zivilisatorischer Einflüsse einstellt. Diese sind vielfältig und reichen von Ernährung und Genussmittelkonsum bis hin zu chronischem Stress und psychosomatischen Faktoren.

Definition

Definition

Ein chronischer arterieller Bluthochdruck beim Erwachsenen liegt vor, wenn der obere (systolische) Blutdruckwert über 140 mmHg und der untere (diastolische) Blutdruckwert über 90 mmHg beträgt, gemessen mit der Methode nach Riva-Rocci oder Korotkoff. So lautet die 1996 festgelegte Hypertoniedefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Dabei gibt es jedoch eines zu unterscheiden:
Die genannten Werte beziehen sich auf Messungen, die in der Praxis oder Klinik durchgeführt werden und berücksichtigen den sog. „Weißkitteleffekt":
Wenn der Blutdruck „hochoffiziell" vom Arzt gemessen wird, sind viele Patienten nervöser als sonst. Der Blutdruck geht dadurch automatisch etwas nach oben und ist dann weniger repräsentativ. Für die Selbstmessung zuhause oder die ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung gelten niedrigere Werte.

Blutdruck ist noch lange nicht gleich Blutdruck. Man teilt die arterielle Hypertonie in drei Klassen ein und unterscheidet die verschiedenen Formen nach Ursachen (primärer oder sekundärer Hochdruck), Blutdruckhöhe und dem Grad des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall.

  • 95 % der Hypertonieformen sind primär oder essentiell, d. h. ihre Ursachen sind weitgehend unbekannt.
  • Lediglich 5 %, die sog. sekundäre Hypertonie, gehen auf fassbare andere Ursachen zurück, z.B. Nierenerkrankungen oder chronische Medikamenteneinnahme.

Werte

Geht man vom Grad der Blutdruckhöhe in mmHg aus, lassen sich eine milde, eine mittelschwere und eine schwere Hypertonie unterscheiden.

Hypertonie

systolisch mm Hg

Diastolisch mm Hg

mild

140 – 180

90 – 105

mittelschwer

180 – 210

105 – 115

schwer

> 210

>115

 

 

  • Je höher der Blutdruck, desto mehr steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Neben dem chronischen Bluthochdruck gibt es auch sog. „transitorische", d. h. vorübergehende Formen. Dazu zählt die „Praxishypertonie" durch den bereits erwähnten Weißkitteleffekt (Nervosität beim Arzt), aber auch Blutdruckerhöhungen im Rahmen von Anämie, Fieber, Schilddrüsenüberfunktion, Schwangerschaft, Infekte oder nach Einnahme bestimmter Medikamente und Substanzen (z. B. Lakritz). Sind die Erkrankungen vorüber, bzw. ist die Geburt überstanden, normalisieren sich auch die Blutdruckverhältnisse und kehren zu den alten Werten zurück.

 

 

Symptome

Symptome

Hypertonie ist ein Krankheitsbild, das zunächst unauffällig ist:
Lange Zeit fühlen sich betroffene Patienten ziemlich wohl. Sie sind voller Energie und Tatendrang. Oft kommen sie gar nicht auf die Idee, dass ihr Blutdruck zu hoch sein könnte.
Doch gibt es einige Hinweise, auf die man sorgfältig achten sollte. Vor allem dann, wenn schon in der Eltern- und Großelterngeneration Bluthochdruck aufgetreten ist, also eine gewisse familiäre Veranlagung besteht.
Zu den Frühsymptomen der Hypertonie gehören gelegentliche Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Müdigkeit, aber auch Kurzatmigkeit und Nervosität. Wer betroffen ist, steht nicht nur im wörtlichen, sondern auch im übertragenen Sinne unter Druck.

Krise

Wenn dieser Druck sich zuspitzt, kann es bei manchen Patienten zur sog. hypertensiven Krise kommen, einem extremen Bluthochdruckanfall. Er ist ein medizinischer Notfall und gehört umgehend in ärztliche Behandlung. Typische Symptome sind

  • Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen, Nasenbluten, Atemnot und Engegefühle in der Herzgegend.

Treten bei einem Bluthochdruckpatienten zwei oder drei dieser Symptome auf, muss sofort der Notarzt verständigt werden.

Diagnose

Diagnose

Die einfachste Methode zur Messung eines Bluthochdrucks ist die Blutdruckmessung nach Riva-Rocci mit Gummimanschette und Manometer. Die Manschette wird so lange aufgeblasen, bis der Puls am Handgelenk (Arteria radialis) nicht mehr tastbar ist. Wird der Manschettendruck nun langsam abgelassen, kann der obere und untere Blutdruckwert ermittelt werden, indem der Arzt das Strömungsgeräusch der Arteria cubitalis in der Ellenbeuge abhört. Für die Selbstmessung durch den Patienten sind zuverlässige elektronische Blutdruckmessgeräte im Fachhandel erhältlich, die auch zu Hause sehr einfach bedient werden können.
Eine einmalige Blutdruckmessung, bei der die Werte zu hoch sind, sagt noch lange nichts über einen tatsächlich vorhandenen Bluthochdruck aus

  • Aussagekräftig sind nur Langzeitmessungen (über 24 Stunden).

Des Weiteren müssen Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt werden, um die primäre Form des Hochdrucks von der sekundären, bedingt durch Nierenerkrankungen, abzugrenzen. Flankierende Untersuchungen von Augenhintergrund, Herz und Nieren dienen der Feststellung von hochdruckbedingten Gefäßschäden und Arteriosklerose.

 

Ursachen

Ursachen

Schon 1923 hat man in Deutschland Familienuntersuchungen durchgeführt, in denen sich feststellen ließ, dass die Veranlagung für Bluthochdruck in ähnlicher Weise auf ein Vererbungsmuster zurückgeht, wie die Veranlagung zu einer bestimmten Körpergröße, bzw. ein bestimmtes Körpergewicht. Schulmedizinisch schätzt man den Einfluss genetischer Faktoren auf die Entwicklung einer Hypertonie auf ca. 30 – 40 %.

  • Dazu gesagt werden sollte, dass bestimmte, in einer Familie gepflegte Verhaltensmuster, (Umgang der Familienmitglieder miteinander bzw. Art der Lösung oder Verdrängung von Konflikten) ebenfalls „weitervererbt" werden und auch über diesen Weg entscheidend am Entstehen von Bluthochdruck beteiligt sind. (s. u. Die Bedeutung der Krankheit).

Weitere disponierende Faktoren liegen im Bereich von

  • Ernährung und Lebensweise: Übergewicht, regelmäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und konstant hohe Kochsalzaufnahme können den Blutdruck ebenso in die Höhe treiben, wie chronischer Stress und geringe körperliche Aktivität (sitzende Tätigkeit ohne Ausgleichssport).

Laut Statistik neigen Männer im jungen und mittleren Erwachsenenalter stärker zu höheren Blutdruckwerten als Frauen. Im Alter kehrt sich dies um: Wenn nach dem Klimakterium der weibliche Östrogenspiegel abnimmt, neigen Frauen stärker zu Bluthochdruck als gleichaltrige Männer (siehe auch Wechseljahre der Frau).
Östrogen ist während der gebärfähigen Jahre der Frau ein wichtiger Schutz gegen Hypertonie. Wenn das Hormon ab dem fünften Lebensjahrzehnt zunehmend weniger produziert wird, steigt die Neigung zu Bluthochdruck auch bei der Frau.

Therapie - Grundsätzliches

Therapie - Grundsätzliches

Wer Stress im Beruf hat, kann sich zunächst fragen, ob er die belastenden Reaktionen seiner Kollegen möglicherweise durch eigenes Verhalten auslöst. Zugegebenermaßen ist die Frage unbequem, aber ihre Beantwortung bringt meist ein gutes Stück weiter. Ein altes Sprichwort lautet: „Nichts ändert sich, außer ich ändere mich. Alles ändert sich, sobald ich mich verändere." Wenn die Bedingungen in Ihrem beruflichen Umfeld Sie krank machen, schauen Sie sich nach einer anderen Tätigkeit um, wo sie freundlichere Vorgesetzte und Kollegen haben.
Oder ist es vielleicht der Ehepartner, von dem Sie sich ständig unter Stress gesetzt fühlen? Bringen Sie das rückhaltlos zur Sprache und lernen Sie gegebenenfalls in einer Paartherapie eine konstruktivere Art des Umgangs miteinander. Wenn das nicht hilft: Trennung und Scheidung sind mittlerweile gesellschaftsfähig. Die Verhältnisse haben sich in den vergangenen Jahrzehnten glücklicherweise dahingehend geändert, dass es fast keine Entschuldigung mehr dafür gibt, sich von Familienangehörigen oder Kollegen terrorisieren zu lassen. Es klingt zwar forsch, ist jedoch heilsam: Wenn Ihre Lebensbedingungen Sie krank machen, ändern Sie sie oder suchen Sie sich erfreulichere! Keine Rücksichtnahme auf die Erwartungen Anderer oder auf historisch überholte Normvorstellungen ist es wert, dass Sie dafür Ihre Gesundheit ruinieren. Bevor Sie in die Luft gehen, sollten Sie nicht zur Zigarette, zum Bier oder sonstigem greifen, sondern Ihr Leben in die Hand nehmen und sich Bedingungen erarbeiten, in denen Sie sich wieder entspannen können. Wenn Sie sich diesen Weg alleine nicht zutrauen, holen Sie sich Unterstützung von Verwandten und Freunden oder von einem guten Psychotherapeuten.

Therapie - Klassische Schulmedizin

Therapie - Klassische Schulmedizin

Symptombeseitigung

Klassische Schulmedizin

Um den Blutdruck „mit Gewalt" zu senken, hat die Pharmaindustrie eine Fülle an Präparaten entwickelt. Doch sollte man sich dessen bewusst bleiben, dass diese Medikamente den Bluthochdruck nicht heilen, sondern nur seine Symptome unterdrücken, um die schädigenden Wirkungen auf Herz und Gefäße zu minimieren. Setzt man die Präparate ab, schnellt der Blutdruck sogleich wieder in die Höhe. Der Vollständigkeit halber seien einige dieser sog. „Antihypertensiva" kurz erwähnt:

  • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorenantagonisten
    erweitern die Gefäße und senken darüber den Blutdruck, da sie ein Hormon blockieren, das für die Gefäßengstellung verantwortlich ist.
  • Diuretika (harntreibende Medikamente)
    verstärken die Ausscheidung von Salzen und Wasser über die Niere. Darüber wird das Blutvolumen im Gefäßsystem und damit auch der Blutdruck reduziert.
  • Betablocker
    hemmen die Wirkung von Stresshormonen. Das Herz wird beruhigt und schlägt etwas langsamer.
  • Alphablocker
    entspannen die Gefäßwände und wirken darüber blutdruckreduzierend.
  • Kalziumblocker
    senken ebenfalls den Blutdruck, indem sie die Muskulatur der Gefäßwände erschlaffen lassen und darüber die Blutgefäße weiten. Außerdem wirken sie entspannend auf die Herztätigkeit.

Meist beginnt der Arzt die Bluthochdrucktherapie nur mit einer Substanzklasse. Erst wenn diese nicht ausreicht, werden mehrere Präparate miteinander kombiniert.
Blutdrucksenkende Medikamente haben eine Vielzahl an unerwünschten Nebenwirkungen. Sie reichen von Mineralstoffmangel über Schwäche, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Impotenz bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Vorbeugung und Selbsthilfe

Vorbeugung und Selbsthilfe

Was der Betroffene selbst tun kann

Der wichtigste Arzt sind Sie selbst!
Es nutzt nichts, um den heißen Brei herum zu reden: Wenn Sie ihren Blutdruck nicht nur senken wollen, sondern es dauerhaft und ernsthaft wollen, ist das durchaus möglich – aber es kostet Sie einige einschneidende Maßnahmen in der Lebensgestaltung!

  • Bluthochdruck ist kein Schicksal, sondern auch bei familiärer Veranlagung zu einem großen Teil Ausdruck einer körperlich-seelischen Überlastungssituation.

Es lohnt sich, hier einmal genauer hinzuschauen und sich zu fragen, welche Faktoren es denn sind, die einen Menschen ständig unter Dampf setzen. Schließlich ist eine Krankheit kein Feind, den es zu bekämpfen und zu unterdrücken gilt, sondern ein Fingerzeig , dass im eigenen Leben womöglich etwas schiefläuft. (siehe Einige Gedanken zum Thema Krankheit und Gesundheit im Portal).

Aber was?
Da gibt es zunächst die bereits erwähnten äußeren Faktoren

  • Wenn es Ihnen gelingt, ihr Übergewicht abzubauen, täglich bis mehrmals wöchentlich wenigstens eine halbe Stunde Sport zu treiben, der Sie ins Schwitzen bringt, Ihren Alkoholkonsum zu reduzieren und für mehr Entspannungsfreiräume im Alltag zu sorgen, können Sie Ihre vom Arzt verordneten Medikamente mit großer Sicherheit in der Dosis reduzieren bzw. irgendwann ganz absetzen!

Ein schlanker Mensch, der regelmäßig Ausdauersport betreibt, Alkohol nicht als Konsumgut, sondern als gelegentliches Genussmittel versteht, genügend schläft und sich in seiner Freizeit mit Dingen beschäftigt, die ihn entspannen, wird selten unter Bluthochdruck leiden.

Therapie - Naturheilkunde

Therapie - Naturheilkunde

Was der Therapeut/die Naturheilkunde tun kann

Neben den körperlichen und seelischen „Allgemeinmaßnahmen" gibt es einige naturheilkundliche Medikamente, die sich blutdrucksenkend auswirken. Gute Ergebnisse erzielt man mit der

  • pflanzlich-homöopathischen Urtinktur von Mistel (Viscum album – Urtinktur).

Ist zusätzlich eine Arteriosklerose vorhanden, hat sich die

  • Bärlauch-Urtinktur (Allium-ursinum-Urtinktur) bewährt.

Wer unter Übergewicht und hohen Blutfettwerten

  • Urtinktur von Artischocke (Cynara scolymus-Urtinktur) einnimmt.

Auch für die Alkohol- und Nikotinentwöhnung hält die Natur wertvolle Pflanzen bereit: Wer die

  • Hafer-Urtinktur (Avena sativa-Urtinktur) nimmt, wird spüren, dass die Entzugssymptome erheblich leichter ausfallen.

Hafer wird im fernen Osten seit Jahrhunderten zur Opiumentwöhnung eingesetzt und bewährt sich auch bei Menschen, die ihren Alkohol- und Nikotinkonsum reduzieren wollen.

Ernährung

Ernährung

Menschen mit Übergewicht entwickeln erheblich leichter eine Hypertonie als Normalgewichtige. Auch eine Ernährung, die reich an tierischen Fetten und Cholesterin ist, wirkt sich ungünstig auf den Blutdruck aus. Blutdrucksteigernd wirkt ebenfalls raffinierter Zucker, während eine Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, den Blutdruck senkt. Kaltgepresste pflanzliche Öle, z.B. ein gutes Olivenöl senkt auch den Blutdruck. Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten und Faserstoffen sind daher für den Hochdruckpatienten besonders wertvoll. Dazu zählen Vollkornprodukte, Hafer- oder Weizenkleie sowie viel frisches Obst und Gemüse. 

Wer sein Essen reichlich salzt, erreicht damit, dass viel Wasser im Körper zurückbehalten wird. Das treibt den Blutdruck in die Höhe, während eine salzarme Kost ihn tendenziell senkt. Ein erwachsener Mensch sollte pro Tag nicht mehr als ¼ Teelöffel Salz zu sich nehmen. Wenn man bedenkt, wie viel Salz allein in Fertignahrungsmitteln steckt, kommen manche Personen auf das zehn- und mehrfache dieser Menge. Statt salzreicher Lebensmittel sind kaliumreiche vorzuziehen, z. B. die Banane. Sie wirkt blutdrucksenkend. 

Wer unter Hypertonie leidet, sollte pro Tag nicht mehr als 1 Glas Bier oder ein kleines Gläschen Wein zu sich nehmen, da Alkohol ebenfalls den Blutdruck erhöht. Lebensmittel, die reich sind an Kalzium und Magnesium wirken sich günstig auf den Blutdruck aus. Konkret bedeutet das eine Ernährung mit reichlich grünem Blattgemüse, fettarmen Milchprodukten, Vollkornprodukten und mindestens zweimal wöchentlich Fisch. 

  • Taurin: eine organische Säure, die der Körper auch selbst herstellen kann; ihre Wirkung besteht darin, dass Taurin vielen Stoffen den Übertritt in die Blutbahn erleichtert. http://de.wikipedia.org/wiki/Taurin
      oder 
  • Coenzym Q10: ein Enzym, das im Zellstoffwechsel eine Rolle spielt. Unabhängig davon ist der Organismus im Regelfall in der Lage, Ubichinone aus Aminosäuren selbst zu produzieren. Die ausreichende Versorgung mit hochwertigen Proteinen ist damit die wichtigste Voraussetzung für eine bestmögliche Verfügbarkeit im Körper. Eine exzessive Beigabe von Coenzym Q 10 in Nahrungsergänzungsmitteln erscheint aus den dargestellten Gründen nicht notwendig zu sein. Empfehlenswert ist es, bei zusätzlicher Aufnahme im Bereich bis zu 10 mg (1 mg = 1 Milligramm = 1 Tausendstel Gramm) täglicher Zufuhr zu bleiben. http://www.chemistryworld.de/cheminfo/1181-lex.htm 
      siehe hierzu auch: http://www.bfr.bund.de 
    und
  • Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren sind eine spezielle Gruppe innerhalb der ungesättigten Fettsäuren. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren. Bevor man sie als solche identifizierte, wurden sie gemeinschaftlich als "Vitamin F" bezeichnet. Omega-3-Fettsäuregehalte verschiedener Pflanzenöle; nachzulesen unter:

Allgemeines zu Fettsäuren: „Heute darf gesagt werden, dass viel zuwenig Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung aufgenommen wird. es sollte ein Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis von etwa 4:1 angestrebt werden. Heute liegt dies Verhältnis meist bei etwa 20:1, was eine Anzahl von Störungen zur Folge haben kann. Angefangen von einfachen Seh- bis hin zu Nervenstörungen, Asthma, Psoriasis, Migräne, Herz-Kreislaufkrankheiten, Autoimmunerkrankungen (u.a. auch Multipler Sklerose, MS). um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sollten mehr Omega-3-haltige und weniger omega-6-haltige Lebensmittel konsumiert werden…. Ersetzen Sie das Sonnenblumenöl in der Küche durch Leinöl. Zum Braten oder Kochen kann anstelle von Sonnenblumenöl mit gutem Gewissen Olivenöl verwendet werden. Eine Reduzierung Omega-6-haltiger lebensmittel fördert die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren. Achtung! Nie mit Omega-3-Fetten Braten oder Kochen! …ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann nicht immer durch die natürliche Einnahme von Nahrungsmitteln ausgeglichen werden. Auch ist häufig selbst die tägliche Mindestzufuhr schwierig, insbesondere dann, wenn man Fisch oder Leinöl aufgrund nicht mag. In diesem fall werden heute auf dem Markt Fischölkapseln angeboten, welche reich an den Omega-3-Fetten EPA und DHA sind und den Tagesbedarf problemlos decken. Es sollte beachtet werden, dass das Angebot an Fischölkapseln sehr breit ist und nicht alle zusätzlich zu den Omega-3-Fetten auch das wichtige Vitamin E beinhalten, damit die mehrfach-ungesättigten Omega-3-Fettsäuren nicht oxidieren … Die doppelt ungesättigte Linolsäure mit zwei Doppelbindungen wird auch Omega-6 genannt. Hoher Gehalt z.B. in Sonnenblumenöl, Distelöl…. Die dreifach ungesättigte Linolensäure mit drei Doppelbindungen, auch Omega- 3 genannt. Hoher Gehalt z.B. in Meerfischen, Leinöl, Walnussöl."(Diese also nicht zum Braten verwenden! Anmerk. der Red.)

Kommentar der Redaktion zu Nahrungsergänzungsmitteln:
  Der Markt an Mittelchen, Stoffen, Pulvern und Kapseln ist fast unüberschaubar geworden. Zu den seriöseren Quellen, aus denen sich das Geschäft speist, zählt sicher noch am ehesten die orthomolekulare Medizin.
  Auf der anderen Seite bietet jeder Supermarkt Vitamine, Tinkturen, jedes Mittelchen und Pülverchen an, weil die Geschäftsführung weiß, dass der Bedarf hoch ist und sie die Verunsicherung der Verbraucher nutzen. Lebensmittelskandale, mit Pestiziden belastete Gemüsesorten, nährstoffarme Nahrungsmittel usw., das macht Angst. Bevor Sie aber zu irgendeinem Mittel greifen, „weil´s halt der Nachbar auch nimmt" und für gut befunden hat, machen Sie sich erst selbst kundig und bleiben Sie kritisch! Vergleichen Sie die unterschiedlichen Grundlagen: handelt es sich um ausschließlich körpereigene Stoffe, um Pflanzenstoffe oder um synthetisch hergestellte Produkte? Wie hoch ist die Dosierung? Was brauche ich eigentlich wirklich für meine Gesundheit? Welche Farb-, Konservierungsstoffe und Aromen enthält die Packung? Und entscheiden Sie dann, ob das entsprechende Mittel für Sie in Frage kommt. Vergessen Sie einfach nicht, dass umsatzstarke Unternehmen hinter diesen Mitteln stecken können, die u.U. billig produzieren und teuer verkaufen wollen. Und deshalb halten wir für Sie gute Linktipps bereit, damit Sie den Kochlöffel in der Hand behalten!

Kerstin Disse, Heilpraktikerin zu Bluthochdruck

Kerstin Disse, Heilpraktikerin zu Bluthochdruck

Shiatsu
 Bei der japanischen Fingerdruckmassage werden Herzprobleme jeglicher Art, ob nun Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck über den Herz-Kreislaufmeridian, den „Beschützer des Herzens" behandelt. 

Dieser Meridian, auch Perikard Meridian genannt, ist ein Yin Meridian des Armes. Er verläuft auf der Innenseite des Armes vom Brustkorb bis zur Hand (lesen sie hier im Portal Akupunktur: Lehre der Meridiane).
 Der Herzmeridian, der so genannte „Monarch" unter den Meridianen wird, wenn sich das Herz im „Jitsu" Zustand befindet, also überschüssige Energie besitzt, ausgespart. Denn das Herz, bzw. der Herzmeridian, darf nicht sediert werden. Unter

  • Sedieren versteht man eine Technik, bei der der Therapeut einen Meridian in einen niedrigeren Energiezustand bringt. Dabei stehen im verschieden Techniken zur Verfügung. Er kann z.B. gegen die Atmung arbeiten, mit dem Ellenbogen oder gegen die Flussrichtung. Das sollte aber beim Herzmeridian unbedingt vermieden werden. 

Generell gilt, dass im Shiatsu die Regionen , die sich im Jitsu befinden, zwar offensichtlicher und „beeindruckender" nach außen treten, aber als nicht so schwerwiegend wahrgenommen werden wie die „Kyo Zustände": Orte, Punkte, Regionen, Meridiane also, die unter Energieleere leiden. Für den Therapeuten ist es „ehrenwerter" ein Kyo zu behandeln, als einen Jitsu Zustand. 
 Und Bluthochdruck ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und deshalb wird sich jeder Therapeut um diesen Aspekt kümmern, aber eben nicht nur. Er wird auch versuchen, die Stellen aufzuspüren, wo die Energie versackt ist oder so abgezogen wurde, dass sich auf der anderen Seite eine derartige Energiefülle überhaupt aufbauen konnte. Denn es geht immer um den Ausgleich, das Prinzip der östlichen Medizin.

Behandlung:

Auf dem Herz-Kreislaufmeridian befinden sich einige Punkte, die die Durchblutung und den Blutdruck an sich beeinflussen. In Zeiten, die Aufregung, Druck und Anspannung mit sich bringen, soll die Energie des Herz-Kreislaufmeridians den Menschen helfen, Ruhe zu bewahren. Wenn sich dieser Meridian im Gleichgewicht befindet, kann er die überschießende Energie des Herzmeridians ausgleichen. 
 Ebenfalls werden Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten genauer angeschaut. Es werden „kühlende Lebensmittel", wie Zitrusfrüchte, Salate und dergleichen empfohlen, um überschießende Energie über diesen Weg zu beeinflussen. Beide Meridiane zählen zusammen mit dem 3 fachen - Erwärmer und dem Dünndarmmeridian zu den Feuermeridianen. 

Wandlungsphase Feuer (Jahreszeit Hochsommer) 
 „Darüber hinaus sind den fünf Wandlungsphasen eine Vielzahl von Qualitäten zugeordnet wie z.B. Jahreszeiten, Farben, Geschmacksrichtungen, Gefühle, Himmelsrichtungen, klimatische Faktoren, Sinnesorgane, Nahrungsmittel und Entwicklungsstufen. Die fünf Elemente stehen in einer innigen wechselseitigen Beziehung der gegenseitigen Förderung, wie auch der Hemmung, bzw. Kontrolle zueinander. Jeder Faktor hat einen Gegenfaktor, jeder Faktor wird von einem anderen beherrscht und beherrscht gleichzeitig einen anderen." (lesen Sie hierzu den Artikel von  Kuhlemann zu TCM.

  • Dem Feuer wird das Lachen, die Freude, die Hitze, der Schweiß als körperliche Äußerung, geistige Fähigkeiten als Lebensaspekt, der Süden, der Sommer, die Blutgefäße, der Geschmack bitter, die Zunge und die Gesichtshaut zugeordnet. 

Wer also „sein Herz auf der Zunge trägt", durch übertriebenes, lautes Lachen auffällt, sehr stark und übermäßig schwitzt, wer sehr leicht verlegen wird oder „zornesrot", dem kann jeder, ohne Therapeut zu sein schon „ansehen", dass hier ein Überschuss an Feuerenergie vorhanden ist. Deshalb versuche ich den Menschen mit Shiatsu zur Ruhe zu bringen und „dem Feuer" die überschießende Energie zu nehmen.

Letztendlich ist es immer wieder entscheidend, denn auch das ist „Tagesform" abhängig, wo die Jitsu und Kyo Regionen liegen. Der Shiatsu Gebende sollte eine genaue Diagnostik beherrschen, um zu vermeiden, dass unnötig Energie verloren geht, sondern dass die Energie ungehindert durch die Meridiane fließen kann. 

Psychosomatik

Psychosomatik

Der psychosomatische Arzt Dr. Ruediger Dahlke sieht Blut als ein Symbol für die Lebenskraft und Gefäße als „Verkehrswege".
Bei der Hypertonie drückt sich der Blutstrom zu stark an die Gefäßwände. Diese sind permanent „unter Druck gesetzt". Dasselbe Phänomen lässt sich auch im übertragenen Sinne bei vielen Betroffenen wahrnehmen: Sie werden entweder durch die Erwartungen Dritter unter Druck gesetzt oder setzen sich selbst unter Druck. Oft sind es Menschen, die ständig in Konfliktnähe leben, ohne diesen Konflikt letztlich lösen zu können – eine angespannte Grundsituation von ständiger Prüfung und Verteidigungsbereitschaft. Dahinter können sich Autoritätskonflikte, unterdrückte Aggressionen, Arbeitssucht, Kontrollzwänge, Kommunikationsprobleme oder eine chronische Widerspruchsneigung verbergen. Es „schwelt" etwas im Untergrund, das letztlich nicht heraus kommen darf, geschweige denn einer Lösung zugeführt wird.
Um dem Körper die Indikatorfunktion des chronischen Überdrucks zu nehmen, muss das Problem auf der seelischen Ebene gelöst werden: Statt dauernd Druck auszuhalten, sollte der Konflikt sich endlich zuspitzen dürfen. Offensive Lösungen sind gefragt. Wer den Druck im Außen und am richtigen Ort ablassen kann, braucht ihn nicht nach innen gegen sich selbst zu richten.

Wichtiger Hinweis:

Diese Inhalte dienen der Information und Orientierung. Sie können und sollen unter keinen Umständen den Besuch eines Arztes und die Konsultation medizinischer Beratung oder professioneller ärztlicher Behandlung ersetzen.
Der Inhalt von naturheilmagazin.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Im Übrigen verweisen wir auf die Geltung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB

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