Empfehlungen zur Vorbeugung von EHEC-Infektionen

Empfehlungen zur Vorbeugung von EHEC-Infektionen

Bei Weitem nicht alle Menschen, die EHEC-Keime aufnehmen, erkranken schwer und entwickeln ein HUS. Entsprechend stellt sich die Frage, ob wir unseren Körper so stärken können, dass wir nicht schwer an EHEC erkranken oder sogar sterben. Wir haben naturheilkundliche Therapeuten danach gefragt, was sie zur Vorbeugung von EHEC empfehlen.

Nach Ansicht von Dr. Mutter spielt unsere Ernährung bei der Vorbeugung von EHEC-Erkrankungen eine wichtige Rolle: "Falls es zur Aufnahme von EHEC- verseuchter Nahrung (oder Wasser) kommt, spielen die Ernährung und der Gesundheitszustand des Menschen eine entscheidende Rolle. Gut wäre es, nicht zuviel Eiweiß, vor allem kein tierisches Eiweiß zu essen. Dafür aber viel frische Ballaststoffe. Eiweiß dient den EHEC als Nahrung und führt im Darm zu Fäulnis und Ammoniakbildung. Pflanzliche Frischkost führt dagegen im Darm zu einer Vermehrung der guten Darmkeime, welche über Milchsäurebildung und Bildung von kurzkettigen Fettsäuren die EHEC Bakterien und andere Krankheitserreger verdrängen. Und zusätzlich ist es mit Abstand das beste Mittel zur Vorbeugung von Fettsucht, Diabetes, Krebs, Bluthochdruck, Herzinfarkt und alle anderen sogenannten Zivivlisationskrankheiten, welche bei unseren prähistorischen Vorfahren und bei allen anderen Wildlebewesen (sofern sie auch ihre wilde Nahrung instinktiv auswählen dürfen) auf diesem Planeten seit Jahrmillionen unbekannt waren und sind."

Auch für Herrn Volkmann spielt die Ernährung eine zentrale Rolle: "Du bist was Du isst! - Meiden Sie E-Stoffe und Convenience-Food! Essen Sie wie unsere Vorväter, die nur Bio kannten, dann bleiben Sie gesund und fit und brauchen keine Angst vor EHEC oder anderem Heckmeck zu haben! Wenn Sie mehr über ganzheitliche Gesundheit oder einfaches, schnelles und gesundes Kochen wissen wollen, dann stöbern Sie vielleicht mal auf diesen Seiten: http://www.vbn-verlag.de/"

Der Heilpraktiker Sascha Kedor empfiehlt zur Vorbeugung von EHEC den Vitamin D-Spiegel prüfen. Dieser sollte im Normalfall bei 40-60 ng/ml liegen. Vitamin D ist unter anderem für das Immunsystem wichtig! Die Bakterienabwehr hängt wesentlich von den entsprechenden Proteinen/Defensinen ab. Zum Ausgleich eines bestehenden Vitamin D-Mangels empfiehlt Kedor die Vitamin D-Setup-Therapie nach Dr. von Helden.
Neben einer guten Vitamin D-Versorung empfiehlt Kedor die Gabe von 5000 I.E. Vitamin A täglich zur Unterstützung der Schleimhautabwehr zur EHEC-Vorbeugung.
Auch der Mikronährstoffhaushalt sollte zur Vorbeugung von EHEC überprüft und bei Bedarf verbessert werden.  Besonders wichtig seien hier Zink und Selen.
Als weiteren Punkt zur Vorbeugung von EHEC nennt Kedor die persönliche Hygiene. Insbesondere das gründliche Händewaschen sei zur Vorbeugung von EHEC extrem wichtig! [Anm. d. Red.: Ergänzend sind hier sicher noch das gründliche Waschen, ggf. Schälen oder Kochen (mind. 10 min bei 70°C) von Gemüse zu nennen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt: Gemüse mindestens 30 Sekunden mit kräftigem Reiben waschen, dabei möglichst warmes Wasser verwenden.]

Die meisten unserer Autoren empfehlen zur Vorbeugung von EHEC probiotische Darmpräparate. So empfiehlt Sascha Kedor zur Vorbeugung von EHEC-Infektionen die Darmflora zu prüfen und in Ordnung zu bringen. Dies könne durch eine probiotische Therapie geschehen. Auch Peter-Hansen Volkmann und Dr. Joachim Mutter halten probiotische Darmpräparate zur Vorbeugung von EHEC-Infektionen für sinnvoll. Auch Dr. Rainer Schmidt, Vorsitzender des Arbeitskreises für  Mikrobiologische Therapie (AMT) und Dr. Michael Schreiber, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Mikrobiologische Therapie, empfehlen probiotische Präparate zur Vorbeugung von EHEC: "In Anbetracht der gegenwärtigen EHEC-Endemie  empfehlen der AMT, die Fachgesellschaft für mikrobiologische Therapie sowie die Arbeitsgemeinschaft für Mikrobiologische Therapie, die Behandlung mit gesunden E. coli-Bakterien, z.B. mit Symbioflor 2, da hierdurch die Synthese von ß-Defensinen, das sind körpereigene „Antibiotika“, angeregt wird. Dies gilt für die Prävention, beispielsweise bei Familienangehörigen eines Erkrankten."

Die Klinghardt-Therapeutin Bea Scharpf empfiehlt zur Stärkung des Immunsystems je nach Verträglichkeit und Verfügbarkeit: "Grapefruitkernextrakt, viel Chlorella, Propolis, Olivenblattextrakt. Kolloidales Silber, MMS und vieles mehr – dazu unsere Kräutertinkturen, viel Gemüse, Salat und Obst ist grade jetzt um so wichtiger – aber eben von der richtigen Quelle."

ergänzt und kommentiert von:
Peter-Hansen Volkmann, aus Lübeck
Dr. med. Joachim Mutter, aus Konstanz
Dr. med. Michael Schreiber, aus Aystetten bei Augsburg
Dipl. phil. Sascha Kedor, aus Waltershausen

Online-Redaktion Naturheilmagazin
Stand 09.06.2011

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