Film: Darmsanierung auch beim Baby? Wie lange Stillen?

3:49 min.
Wie lange sollte man stillen, das fragen sich viele junge Mütter. Wie gut ist die Muttermilch für mein Baby? Im Film-Interview gibt Peter-Hansen Volkmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Sportmedizin in Lübeck Gesundheitstipps für Mutter und Kind.

Autor/en dieses Beitrages:
Peter-Hansen Volkmann, FA. für Allgemeinmedizin aus Lübeck

Ab wann kann man bei Kleinkindern orthomolekular behandeln?

Die Nährstoffe - bei den ganz Kleinen ist es so, dass wir etwas zur Darmsanierung geben.
Ich würde das 3-SymBiose plus empfehlen. Das ist ein Spektrum von Dünndarm- und Dickdarmkeimen in Kombination mit den Vitaminen B5, B6, B12, Folsäure und D3. Man kann es entweder mit ein bisschen Muttermilch anrühren und dann auf dem Finger immer zum Nuckeln geben während des Stillens oder man kann diesen Brei je nachdem, das muss nicht zu flüssig sein, immer auf die Brustwarze auftragen, das Kind nimmt das sehr gerne, wenn es angelegt wird, das ist überhaupt kein Problem. Bei den Kindern, die leider nicht an der Brust gefüttert werden, kann man es in die normal temperierte, also 37°C / 40 °C warme Flasche hinein geben, einmal gut durchschütteln, dann nehmen die Kinder das sehr gut an.

Und gerade bei den Säuglingen ist es so, dass wir sagen können, zwei, drei Tage dreimal eine Kapsel geben - das ist auch interessant, sie bekommen die gleiche Erwachsenen Dosis wie ein Siebzig-, Achtzigjähriger oder ein Vierzig-, Fünfzigjähriger, weil sie viele Keime brauchen, um das System wieder in Gang zu bekommen. Wenn wir das drei, vier Tage bei einem Säugling machen, dann ist der Darm in der Regel in Ordnung. Und viele brauchen dann erst mal lange keine weitere Therapie.

Welchen Wert hat das Stillen?

Das Stillen ist eine ganz, ganz wichtige Funktion. Das geht los im emotionalen Bereich und es geht weiter über die ganzen Immunglobuline, die eben über die Milch, vor allem über die Vormilch auch an das Kind übertragen werden. Das ist eigentlich die beste Ressource, wobei leider viele Frauen heute so schlecht ernährt sind, dass das mit dem Stillen einfach nicht klappt.

Wie lange sollte man stillen?

Es gibt Frauen, die sagen, ich habe drei Jahre gestillt. Und dann sage ich: „Oh mein Gott.“ Untersuchungen sagen, solange eine Frau vier, fünf, sechs Monate lang stillt, solange hat das Kind Vorteile. Es wird immer besser, von dem was von der Muttermilch kommt.

Die Mutter entgiftet aber, setzt ihren Giftschrank sozusagen herunter, auch über die Muttermilch und da gibt es irgendwo einen Schnittpunkt bei diesen beiden Kurven und da kann man sagen, dass dieser ca. zwischen vier und sechs Monaten liegt. Darüber hinaus sollte man eigentlich nicht stillen, weil dann das Kind relativ zum ernährungsphysiologischen Vorteil zu viele Gifte, PCBs, aber auch Schwermetalle usw. von der Mutter bekommt und das ist eigentlich nicht gewollt.

Ich empfehle immer, ab sechs Monaten abzustillen. Ganz konsequent. Dahinter stecken eben auch Untersuchungsergebnisse von Muttermilch. Die Muttermilch in vielen Regionen in Deutschland ist zum Teil hoch belastet, wenn Sie diese als Milch im Laden anbieten würden, würde sie verboten werden, weil sie zu giftig ist, das muss man leider so sagen.

Kommentare

Online-Redaktion, 28.11.2016:
Liebe Frau Beno,

leider schreiben Sie nicht, auf welches Präparat Sie sich beziehen. Von Herrn Volkmann kenne ich einen Fachbeitrag zum Thema "Dyspepsie und Neurodermitis im Säuglingsalter" (Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 44, 7; 2003). Darin findet sich folgende Dosierung für Kinder ab dem 3. Monat bis zu 2 Jahren.
In den ersten 4 Wochen (Woche 1-4): 3x tgl. 1 Kapsel Lachsöl vor dem Essen (= zu Beginn einer Mahlzeit), 4x tgl. 1/2 Kps. Spurenelemente zum Essen, 2-3 x tgl. 1 Kps. Magnesium-Calcium nach dem Essen (= am Ende der Mahlzeit).
Woche 5-8: Anschließend über weitere 4 Wochen 3x tgl. eine Kps. 3-SymBiose zum Essen, 3x tgl. 1-2 Kps. Schwarzkümmelöl vor dem Essen, 2-3x tgl. 1 Kps. Magnesium-Calcium nach dem Essen.
Woche 9-12: Zuletzt über weitere 4 Wochen 1x tgl. 1-2 Kps. Lachsöl vor dem Essen, 3x tgl. 1 Kps. 3-SymBiose plus zum Essen, 2x tgl. 2 Kps. Schwarzkümmelöl vor dem Essen, 2-3x tgl. 1 Kps. Magnesium-Calcium nach dem Essen. Zusätzlich in den letzten beiden Wochen (Woche 11 und 12)2 x tgl. 1/2 Kps. Spurenelemtente zum Essen.
Alle Produkte stammten von der hypo-A GmbH. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass in diesem Beitrag eine Basistherpie vorgestellt wurde. Anpassungen hinsichtlich Dosierung / Auswahl der Produkte sind im Einzelfall stets durch einen kompententen Therapeuten vorzunehmen.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Maria Beno, 26.11.2016:
Hallo,wir machen derzeit eine Darmsanierung bei meinem 11 Monate alten Sohn. Er hat seit er 3 Monate alt ist ND. Ich vermute einen Zusammenhang mit Impfungen/ 3 wöchiger KH Aufenthalt da er in der 34,5 Woche geboren wurde. Er hat jetzt folgende Dosierung bekommen:1.Tag zweimal 1 Kapsel2.+3. Tag dreimal 1 KapselAllerdings zeigt sich noch keine Besserung.Muss die Dosierung bei einem älteren Säugling angepasst werden? Ich gehe schon davon aus, dass er Darmprobleme hat. Seine Verdauung ist eher träge trotz Beikost. Manchmal dauert es 5 Tage bis er stuhlt. Ich fand den Therapieansatz von Sophie Ruth Knaak sehr interessant, die ihren Sohn mit Molke und Vitamin B zur Heilung verholfen hatte. Wäre eine Gabe von Molke bei einem 11 Monate alten Kind schon denkbar? Eigentlich müsste er genügend Milchsäure Bakterien von der Muttermilch haben, da ich ihn noch in der Nacht stille.Für eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.
Peter-Hansen Volkmann aus Lübeck, 09.09.2016:
Moin!
Die Darmsanierung mit 3-Symbiose plus kann man vom ersten Lebenstag an durchführen, z.B. bei Kindern nach Sectio, die besondere Defizite durch die fehlende "Impfung" mit den Keimen der Scheidenflora ihrer Mütter zu kompensieren haben. Bei diesen Kindern findet man in der späteren Stuhluntersuchung Keime aus der Klimaanlage des Kreißsaales. Wir sind uns einig, dass die ganz sicher gar nichts im Darm eines Neugeborenen zu suchen haben. Dosierung: 3x1 Kapsel pro Tag in etwas Muttermilch eingerührt und auf die Brustwarze als dünne Paste aufgetragen, wird sehr gut von den Kleinen angenommen - ohne Chemie.Zu Stillen noch kurz: Es mag sein, dass interessierte Kreise von der Mähr der Gifte in der Muttermilch sprechen. Allerdings haben wir schon vor fast 40 jahren die Milch unserer laktierenden Frauen in den Monaten der Stillzeit wiederholt im Rahmen eines Projektes der Toxikologie der Universität in Kiel untersuchen lassen. Alles Proben warenb mehr oder weniger mit Schadstoffen belastet - und mehr als die Hälfte als Trinkmilch nicht marktfähig wegen der nachgewiesenen Belastungen.Allerdings habe ich nie für Ersatzprodukte der Großchemie plädiert, sondern für Zwiemilch aus Bio-FGrischmilch, am besten von Demeter und dazu als "Sättigungsbeilage" Köllnflocken. Haferflocken sind eine ausgezeichnete Nahrung gemeinsam mit Vollmilch und reichen völlig aus als alleinige Kost im ersten Lebensjahr, wobei man ab dem 6. Monat z.B. auch Knochenbrühe von Biokälbern oder Biorindern als Grundlage heranziehen kann. Adaptierte und/oder hypoallergene Industrieprodukte für Kleinkinder haben bei einzelnen der von mir betreuten Säuglinge schlimmste Darmstörungen und eine massive Neurodermitis verursacht, wie ich sie sonst noch nie gesehen hatte.
Ihr Peter-Hansen Volkmann
Anne Hebsaker aus Ler, 09.09.2016:
Sehr interessanter Vortrag. Ich würde gerne noch wissen, ab welchem Säuglingsalter die Darmsanierung möglich ist?
Katharina Schramm aus Kirchen, 15.03.2016:
Was sagen Sie denn zur Stillempfehlung der WHO?
Damit Sie nicht nachschlagen müssen... "Ein halbes Jahr voll stillen. Danach langsam Beikost einführen und weiter stillen bis zum 2. Geburtstag bzw. darüber er hinaus , wenn Mutter und Kind sich damit wohl fühlen."
Die Mär von der giftigen Muttermilch ist erstens längst wiederlegt , und Sie glauben doch nicht im Ernst , dass industriell gefertigte Säuglingsnahrung die aus Milch von Hochleistungskühen produziert wird , gesünder ist als Muttermilch.

Auf Ihre Antwort bin ich gespannt

Katharina Schramm
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