Chronische Schulterschmerzen

Chronische Schulterschmerzen

Weit öfter als man denkt, liegen die Ursachen von chronischen Schulterschmerzen nicht oder nicht nur im Schultergelenk. Nicht nur Muskeln und Gelenke, sondern auch Gallenblase, Darm, Zähne, Amalgam und Nasennebenhöhlen können für chronische Schulterschmerzen verantwortlich sein. Ein Blick hinter die Ursachenkulisse eröffnet neue Ansatzpunkte für die ganzheitliche Therapie.

Dr. med. Thomas Heintze - FA. für Innere Medizin, Homöopathie, Akupunktur, Naturheilverfahren
Dr. med. Thomas Heintze
FA. für Innere Medizin
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„Bei Patienten mit chronischen Schmerzen ist es uns besonders wichtig, sie ernst zu nehmen und mit ihnen gemeinsam nach Ursachen und Lösungen suchen. Wir behandeln den ganzen Menschen und nicht nur Gelenke.“

Überregionale Praxis für Ganzheitsmedizin
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35043 Marburg-Bauerbach

Einleitung

Chronische Schmerzen sind immer eine Belastung. Im Fall der Schulterschmerzen kommt hinzu, dass sie häufig zu deutlichen Beeinträchtigungen im Alltag führen. Mitunter werden selbst einfache Alltagstätigkeiten wie Anziehen oder Föhnen zur absoluten Qual.

Nicht selten sind die chronischen Schulterschmerzen nachts besonders ausgeprägt. Betroffene haben dann mitunter Mühe, eine zum Schlafen geeignete Position zu finden, wachen immer wieder auf und finden keinen erholsamen Schlaf.

Oft sind nicht nur die Schultern, sondern der ganze Schuler-Nacken-Bereich betroffen. Und was viele nicht wissen: Auch innere Organe, Narben, Zähne, Nasennebenhöhlenprozesse usw. können bei chronischen Schulterschmerzen eine Rolle spielen. Entsprechend wichtig ist es bei Schulterschmerzen, den ganzen Menschen mit seinen Beschwerden und Problemen im Blick zu haben. Nur so können wir die eigentlichen Ursachen für die Beschwerden finden und eine individuell maßgeschneiderte, möglichst effektive und zugleich nebenwirkungsarme Therapie zusammenstellen und gemeinsam mit dem Patienten Lösungen für seinen Alltag finden. Die Ganzheitsmedizin bietet dazu zahlreiche Möglichkeiten.

Was sind chronische Schulterschmerzen? – Definitionen

Von chronischen Schmerzen spricht man grundsätzlich, wenn die Schmerzen seit länger als 6 Monaten bestehen oder wenn sie an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten. Das gilt entsprechend für chronische Schulterschmerzen.

Nachfolgend werden einige Begriffe erklärt, die immer wieder im Zusammenhang mit chronischen Schulterschmerzen genannt werden.

Rotatorenmanschette: Die Rotatorenmanschette umfasst vier Muskeln (Oberarmdrehmuskeln), die mit ihren Sehnen und einer weiteren Sehne eine Art Sehnenkappe bilden, die das Schultergelenk umfasst. Man spricht deshalb auch von einer Muskel-Sehnen-Kappe. Die Rotatorenmanschette verleiht dem sonst sehr labilen Schultergelenk (mehr dazu unter „Die Schulter – ein besonderes Gelenk“) Stabilität.

Impingement-Syndrom: Beim Impingement-Syndrom (auch Engpasssyndrom genannt) kommt es zu einer Verengung des sogenannten subacromialen Raumes, der sich zwischen dem Oberarmkopf und dem darüber liegenden Knochen (sog. Schulterdach) befindet. In diesem Zwischenraum befindet sich ein Schleimbeutel, der durch Einengung gereizt werden und sich entzünden kann (Schleimbeutelentzündung = Bursitis).
Zusätzlich verengt wird dieser Bereich beim Abspreizen des Armes und beim Liegen auf der Seite. Das erklärt auch, warum beim Impingement-Syndrom sowohl bei Bewegungen als auch in Ruhe (Schlafen, Nachtschmerz) Schmerzen auftreten können.

Frozen Shoulder: Die Frozen Shoulder („eingefrorene Schulter“) umfasst eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung in der Schulter (Schultersteife). Die Frozen Shoulder ist eine Ausprägung der Periarthritis humeroscapularis, bei der die Unbeweglichkeit der Schulter im Vordergrund steht. Eine Frozen Shoulder kann nach Verletzungen (traumatisch bedingt), nach Operationen, aber auch ohne erkennbare Ursachen auftreten. Besonders häufig sind Frauen zwischen 45 und 55 Jahren, um die Wechseljahren herum, betroffen.

Kalkschulter: Wie der Name schon sagt, kommt es bei der Kalkschulter zu Ablagerungen von Kalk, und zwar an der sogenannten Rotatorenmanschette, wo sich der Kalk vor allem an der obersten Sehne ablagert. Eine Kalkschulter kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Je nach Lage und Menge reizt der Kalk den benachbarten Schleimbeutel, der sich daraufhin schmerzhaft entzünden kann (Bursitis). Um den Kalk aufzulösen, setzt die Schulmedizin die Stoßwellentherapie oder eine Arthroskopie ein, bei der der Kalk abgetragen wird.

Arthroskopie: Die Arthroskopie gehört zu den minimal-invasiven Operationsverfahren, bei denen mit möglichst kleinen Öffnungen operiert wird. Bei der Schulterarthroskopie können z.B. damit z.B. Schäden am Schultergelenk mit Schnitten von bis zu einem Zentimeter bearbeitet werden.

Die Schulter – ein besonderes Gelenk

Wie groß die Bewegungsfreiheit unserer Schulter ist, wird uns oft erst schmerzlich bewusst, wenn Schulterprobleme auftreten und die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Zugleich steift das Schultergelenk besonders schnell ein, wenn es z.B. nach einer Operation nicht früh wieder bewegt wird.

Anders als z.B. ein Fingergelenk, das nur Beugen und Strecken zulässt, können wir unsere Arme in fast alle Richtungen bewegen. Es ist damit neben dem Hüftgelenk das einzige Kugelgelenk in unserem Körper. Anders als beim Hüftgelenk, bei dem der Oberschenkelkopf noch relativ weit von der Hüftgelenkspfanne umschlossen wird, ist die Pfanne, also das knöcherne Gegenstück zum Oberarmkopf, beim Schultergelenk relativ klein. Damit geben die knöchernen Strukturen dem Schultergelenk – anders als bei Hüftgelenk – kaum Halt. Weit wichtiger für die Stabilität der Schulter als die Knochen sind die umgebenden Muskeln, Bänder und Sehnen. Das ist der Grund dafür, weshalb es leichter zu Verrenkungen oder gar einem Ausrenken der Schulter kommen kann.

Symptome

Das wichtigste Symptom bei chronischen Schulterschmerzen neben den eigentlichen Schmerzen ist die Bewegungseinschränkung. Diese kann individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein – bis hin zur quasi vollständigen Bewegungsunfähigkeit des Arms (Schultersteife, Frozen Shoulder).

Hinzukommen können eine Schwellung oder Erwärmung der Schulter als Zeichen einer Stauung oder Entzündung.

Als besonders belastend empfunden werden von Patienten oft nächtliche Schulterschmerzen, die Probleme beim Liegen und Schlafen bereiten.

Diagnose

Neben der Anamnese, also dem Gespräch mit dem Patienten, werden aus schulmedizinischer Sicht insbesondere folgende Verfahren zur Diagnose bei chronischen Schulterschmerzen genutzt:

  • Abtasten
  • Bewegungstests (Bewegungsspielräume, Stabilität und Schmerzhaftigkeit)
  • Ultraschall (damit lassen sich z.B. Kalkablagerungen, Wassereinlagerungen usw. erkennen)
  • Röntgen (ist etwas gebrochen?), ggf. einschließlich Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)

Abgegrenzt werden müssen Probleme der Halswirbelsäule (HWS), die in die Schulter ausstrahlen. Sollten neben den Schulterschmerzen Gefühlsstörungen wie z.B. Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen bestehen, sollten Sie sofort einen Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen.

Außerdem muss überprüft werden, ob Erkrankungen innerer Organe (linke Schulter: Herz; rechte Schulter: vor allem Gallenblase) hinter den Schulterschmerzen stecken.

Entsprechend schaut der ganzheitlich arbeitende Arzt bei Anamnese und Untersuchung weit über den Bewegungsapparat hinaus. So sollten z.B. die Bauchorgane abgetastet und der Stuhlgang hinterfragt werden. Es ist verblüffend, wie viele Patienten einen einmal wöchentlichen Stuhlgang für normal halten. Doch weit gefehlt: Einmal täglich sollte es schon sein. Bei einem nur einmal wöchentlichen Stuhlgang reichern sich unvermeidlich Giftstoffe im Körper an, was in der Therapie berücksichtigt werden muss (s. „Entgiften und Entsäuern“).

Bei der weiteren Ursachenforschung können ganzheitliche diagnostische Verfahren wie z.B. die Elektroneuraldiagnostik nach Croon oder die Kinesiologie weiterhelfen. Gegebenenfalls ist auch der ganzheitliche Zahnarzt (Zähne als mögliche Störfelder) in die Diagnostik chronischer Schulterschmerzen mit einzubinden.

Ursachen

Die wichtigsten Ursachen von Schulterschmerzen sind

  • Verschleiß (an Knochen, aber auch Sehnen usw.)
  • Entzündungen (z.B. bei Gicht oder Rheuma)
  • Verletzungen

Dauernde Überlastung oder ein muskuläres Ungleichgewicht (u.a. durch einseitige Haltungen/Belastungen z.B. beim Streichen der Decke, Schreibtischberufe, vorgebeugte Haltung, z.B. Zahnarzthelferin) können der Schulter auf Dauer massiv zu schaffen machen. Sie können zu kleinen Verletzungen führen und degenerative, d.h. durch Verschleiß bedingte, Prozesse fördern. Betroffen sein können Knochen, Sehnen, aber auch Muskeln und Schleimbeutel.

Ist bereits ein Abbau des Knochens bzw. der Knorpelstrukturen sichtbar, sprechen wir von einer Arthrose.

Verletzungen können zu akuten Schmerzen führen. Heilt eine Verletzung nicht richtig aus und hinterlässt sie Spuren im Gelenk, können sich daraus auch chronische Schulterprobleme ergeben.
Bei Weitem nicht immer sind Knochen für die chronischen Schulterschmerzen verantwortlich. Im Gegenteil: Meistens sind es Störungen an den Weichteilen, also die Muskeln und Sehnen, die Gelenkkapsel, der Schleimbeutel und die Gelenkschmiere, die für chronische Schulterschmerzen verantwortlich sind.

Beispielsweise können Kalkablagerungen an Sehnen zu Entzündungen und chronischen Schulterschmerzen führen. Hier spricht man dann von der Kalkschulter (s.o. unter „Was sind chronische Schulterschmerzen?“)

Als besonders schmerzlich empfunden wird in der Regel eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis), die auch massive Bewegungseinschränkungen – bis hin zur Frozen Shoulder (s.o.) – nach sich ziehen kann.

Ganzheitliche Ursachen von Schulterschmerzen

Selbstverständlich muss die Schulter immer im Gesamtkontext des Bewegungsapparates gesehen werden. So können Probleme der Wirbelsäule indirekt zu Schulterschmerzen führen. Bekannt ist auch der Bezug des besonders bei Frauen weit verbreiteten Hallux valgus (Erkrankung des Großzehengrundgelenks) zu Halswirbelsäule und Schulter.

Unter Umständen können auch innere Organe wie z.B. der Darm (Ernährung!) hinter Schulterschmerzen stecken. Den meisten bekannt sind akute linksseitige Schulter-/Armschmerzen, die auf einen Herzinfarkt hinweisen können. Wesentliche öfter sind rechtsseitige Schulterschmerzen, die als Folge von Störungen der Gallenblase (aber auch von Leber oder oberem Verdauungstrakt) auftreten. Beispielsweise können Gallenkoliken akute Schmerzen an der rechten Schulter hervorrufen.
Nach meiner Erfahrung viel zu wenig beachtet sind Zahnstörfelder, chronisch entzündete Nasennebenhöhlen und Mandeln als Störfelder (z.B. von einer Mandel-OP zurückgebliebene Narben, chronische Mandelentzündung), die auf Halswirbelsäule und Schultern wirken können. Die sogenannten 7er und 8er Zähne (Weisheitszähne und die davor liegenden Mahlzähne) haben Bezug zu Schulter und Halswirbelsäule. Nach meiner Beobachtung, sind es vor allem die Weisheitszähne im Oberkiefer, die hinter chronischen Schulterschmerzen stecken. Das können verlagerte oder nicht richtig herausgekommene (retinierte) Weisheitszähne, wurzelbehandelte Weisheitszähne, Füllungen (z.B. Gold neben Amalgam) oder nach der Entfernung der Weisheitszähne zurückgebliebene Narben sein.

Therapie

Um chronische Schulterschmerzen erfolgreich zu therapieren, braucht es eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt. Wichtig ist es, gemeinsam mit dem Patienten nach Ursachen und Lösungen seiner chronischen Schulterschmerzen zu suchen. Nur ein gut informierter Patient kann optimal mitarbeiten und selbst einen wichtigen Beitrag zu seiner Genesung leisten.

Schulmedizin bei chronischen Schulterschmerzen

Zu den klassischen schulmedizinischen Maßnahmen bei chronischen Schulterschmerzen gehören:

  • Antientzündlich wirkende Schmerzmittel (Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen ...)
  • Cortison
  • Ggf. Operationen (z.B. Arthroskopie), Absaugen von Kalk
  • Physiotherapie, Bewegungstherapie
  • Physikalische Therapie z.B. Wärmetherapie, Kryotherapie, Iontophorese, Reizstrom
  • Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei einer Kalkablagerung

Von Seiten der Physiotherapie werden bei chronischen Schulterschmerzen auch Ultraschall und TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) eingesetzt, die durchaus hilfreich sein können. Je nach Fall können auch Massagen helfen.

Doch nicht immer bringen diese Verfahren den gewünschten Erfolg. Mitunter können sie sogar zu einer Verschlechterung beitragen. So kann Bewegungstherapie im Fall einer akuten Entzündung reizend wirken, so dass die Schulterschmerzen langsamer abklingen.

Cortison wirkt stark entzündungshemmend und damit in der Regel indirekt schmerzlindernd, ohne jedoch die eigentliche Ursache für die Entzündung zu beseitigen. Beim Einspritzen von Cortison (Cortisoninjektion) kann es – was zum Glück selten ist – zu bakteriellen Infektionen kommen. Insbesondere bei häufigeren Cortisonanwendungen, können die Sehnen im Bereich der Einspritzstelle geschwächt werden. Bei einer Kalkschulter oder einem Teilriss einer Sehne kann eingespritztes Cortison den körpereigenen Heilungsprozess verlangsamen.

Naturheilkundliche Therapie

Patienten, die mit chronischen Schulterschmerzen in die Naturheilpraxis kommen, haben oft schon einiges hinter sich. Die meisten gehen zuerst zum Hausarzt, wo sie häufig Schmerzmittel und/oder Krankengymnastik verschrieben bekommen. Als nächstes folgt in der Regel der Gang zum Orthopäden, der unter anderem mittels Ultraschall und/oder Röntgen vor Ort nach Ursachen forscht. In vielen Fällen wird anschließend mit Cortison behandelt. Erst wenn der gewünschte Erfolg immer noch ausbleibt, fragen die oft frustrierten Patienten nach naturheilkundlichen Alternativen.

Das ist schade, denn chronische Schulterschmerzen lassen sich durchaus gut ganzheitlich behandeln. Nach meiner Erfahrung ist eine Kombination verschiedener Methoden, wie z.B. der Neuraltherapie, der Akupunktur und einer Entsäuerung besonders vielversprechend.

Wichtig ist, dass die jeweiligen Maßnahmen stets individuell ausgewählt, kombiniert und dosiert werden. So muss ein besonders sensibler oder älterer Mensch deutlich sanfter behandelt werden als ein robuster Typ, der nur auf stärkere Reize reagiert.

Auf diese Weise können schulmedizinische Maßnahmen geschickt mit Naturheilkunde, Energiemedizin, Ernährungstherapie und Psychosomatik kombiniert werden.

Akupunktur und Neuraltherapie nach Huneke

Die Akupunktur gehört für mich zu den wichtigsten Instrumenten bei chronischen Schulterschmerzen. Besonders gern arbeite ich in meiner Praxis bei Schulterschmerzen mit der Ohrakupunktur. Die relevantesten Punkte bei der Ohrakupunktur von Schulterschmerzen sind für mich

  • die Zone für Schulter, Halswirbelsäule und obere Brustwirbelsäule
  • ein Punkt für die allgemeine Muskelentspannung
  • ein Schmerzpunkt zur allgemeinen Schmerzbehandlung
  • ein Punkt über den die Schmerzverarbeitung im Gehirn beeinflusst werden soll.

In unserer Praxis kombinieren wir die Akupunktur bei chronischen Schulterschmerzen fast immer mit der Neuraltherapie nach Huneke. Sowohl die Akupunktur als auch die Neuraltherapie nach Huneke dienen dazu, gestörte Regelmechanismen im Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Rahmen der Neuraltherapie wird dabei ein örtliches Betäubungsmittel (1 % Procain) gezielt an bestimmte Punkte gespritzt. Anders als man vielleicht vermuten könnte, steht dabei nicht unmittelbar die schmerzlindernde Wirkung des Procains im Vordergrund. Vielmehr wird über die Injektion die „Zellbatterie wieder aufgeladen“, so dass die beeinträchtigten Regulationen/Funktionen wieder gut ablaufen können. Procain wirkt gegen Schmerz und gegen Entzündung, verbessert die Durchblutung, die Nährstoffversorgung und die Schlackenentsorgung.

Bei chronischen Schulterschmerzen sind es vor allem Fernpunkte an der Hand, die wir entsprechend behandeln. Der wichtigste Fernpunkt für die Schulter liegt an den Fingergrundgelenken zwischen Zeige- und Mittelfinger. Hinzu kommt bei Schulterschmerzen in der Regel der zwischen Daumen und Zeigefinger gelegene Akupunkturpunkt Dickdarm 4 (Di 4). Er ist bei Schmerzpatienten oft druckschmerzhaft. Seine Behandlung kann allgemein Schmerz lindernd wirken.

Bei Schulterschmerzen spritze ich häufig außerdem 1%iges Procain in Akupunkturpunkte an Schulter, Halswirbelsäule und obere Brustwirbelsäule sowie an sogenannte Muskeltriggerpunkte (MTP) im Schulter-Nacken-Bereich. Dazu kommen auch Punkte am Hinterkopf und am Gelenk zwischen Brustbein und Schlüsselbein.

Darüber hinaus kann die Neuraltherapie bei Schulterschmerzen im Rahmen der Narbenentstörung zum Einsatz kommen. Dabei werden Narben, die sich negativ auf die Schulterschmerzen auswirken, direkt mit Procain angespritzt. Auch Zahnstörfelder werden so gezielt neuraltherapeutisch ausgeschaltet.

Homöopathie
Typische homöopathische Einzelmittel, die bei Schulterschmerzen zum Einsatz kommen, sind z. B.

  • Bryonia (Zaunrübe)
  • Rhus toxicodendron (Giftsumach)
  • Ruta (Weinraute)

Wie stets in der Homöopathie werden die Einzelmittel individuell nach den Beschwerden und charakteristischen Besonderheiten des jeweiligen Patienten ausgewählt.

Bei Beschwerden am Bewegungsapparat hat sich in meiner Praxis vor allem das Spritzen homöopathische Komplexmittel an bestimmte Punkte bewährt. Bei akuten Beschwerden arbeite ich dabei häufig mit Traumeel, bei chronischen Beschwerden mit Zeel in Kombination mit Procain.
Subkutan gespritzt werden können zudem homöopathisch aufbereitet Organpräparate wie NeyChon und NeyAthos.

Darüber hinaus lasse ich einige meiner Patienten homöopathische Komplexmittel wie Steirocall NTropfen einnehmen.

Phytotherapie

Während ich bei Schmerzen an kleinen Gelenken gerne mit der Teufelskralle arbeite, setze ich bei Schulterschmerzen öfter ein pflanzliches Präparat ein, das Extrakte aus Esche, Pappel und der Echten Goldrute kombiniert.

Elektromagnetische Felder

Im Bereich der elektromagnetischen Felder arbeiten wir in unserer Praxis einerseits mit der Magnetfeld-Bioinformationstherapie (MFBIT) und andererseits mit der Elektroneuraltherapie nach Croon.

Bei der Elektroneuraltherapie nach Croon wird zunächst der Hautwiderstand an über 200 Akupunkturpunkten gemessen. Punkte, deren Hautwiderstand außerhalb des Normbereichs liegt, weisen auf unerwünschte Veränderungen hin. Im Rahmen der Elektroneuraltherapie werden diese krankhaft veränderten Akupunkturpunkte ganz gezielt und schmerzfrei mit Reizstrom behandelt, um die energetische Störung auszugleichen, die Körperbatterie wird wieder aufgeladen, so dass die Menschen besser regulieren können.

In der Magnetfeld-Bioinformationstherapie (MFBIT) wird ein pulsierendes Magnetfeld mit der Bioinformationstherapie kombiniert. Ziel der MFBIT ist es, die Selbstregulation des Organismus zu fördern und Regulationsblockaden aufzulösen.

In unserer Praxis wenden wir MFBIT oft in Kombination mit der Colortherapie (Farblichttherapie) an. Dabei liegt der Patient in einem eigenen Raum ganz entspannt zwischen zwei Polen. Über das Magnetfeld werden heilende Schwingungen in den Patienten transportiert. Gleichzeitig wird der Patient im Rahmen der Colortherapie nach und nach in 1000 Farbnuancen getaucht. Während er mit geschlossenen Augen daliegt, nimmt er die Farbfrequenzen auf, die ihm gut tun.

Physikalische Therapie

Gerade auch bei Bewegungseinschränkungen im Schulter-Nacken-Bereich hilft oft eine physikalische Therapie mit lokaler Wärme. Ob Fango, Wärmepflaster, Einreibungen mit China Minzöl, Salben mit Bienenwirkstoffen oder Kampfer (zur besseren Durchblutung) – Wärme entspannt und wird von vielen Patienten mit chronischen Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen als ausgesprochen wohltuend empfunden.

Wärme können Sie auch selbst zu Hause anwenden. Beispielsweise können Sie mit Hilfe eines Infrarotlichtes Schulter und Nacken erwärmen. Bestrahlen Sie dazu für wenige Minuten die Schulter von vorne und von der Seite sowie die Halswirbelsäure und die obere Brustwirbelsäule morgens und abends mit Infrarotlicht. Das hilft, die Muskeln zu entspannen und den Stoffwechsel im betroffenen Gewebe zu aktivieren.

Bei einer akuten Entzündung der Schulter sollte keine Wärmebehandlung durchgeführt werden.

Orthomolekulare Therapie und Enzyme

  • Die Einnahme von Magnesium ist bei Schulterschmerzen fast immer angezeigt. Zum einen trägt es zur Entspannung der verspannten Muskeln bei, zum anderen macht es robuster gegen Stress und trägt so indirekt zur Entspannung der Muskulatur und zur Entsäuerung bei.
  • Auch B-Vitamine unterstützen gereizte Nerven.
  • Das fettlösliche Vitamin E setze ich gerne bei chronisch entzündlichen Veränderungen ein (z.B. beim Impingementsyndrom bzw. Sehnenengpasssyndrom). Hier kombiniere ich es gern mit Enzymen. Um die akute Entzündungs- bzw. Schmerzsituation zu verbessern, können die Enzyme, wenn sie gut vertragen werden, auch kurzfristig höher dosiert werden. Enzyme dämpfen die Entzündung, fördern die Durchblutung und können so zur Schmerzlinderung beitragen.
  • Wichtig bei Entzündungen sind auch Omega-3-Fettsäuren, wie wir sie z.B. in Leinöl und Kaltwasserfischen finden. In der Regel empfehle ich meinen Patienten die Einnahme von einem Esslöffel Leinöl 2- bis 4-mal täglich.

Weitere relevante Mikronährstoffe im Zusammenhang mit chronischen Schulterschmerzen sind für mich

  • Vitamin C (Ascorbinsäure; wirkt antioxidativ, ist wichtig für die Abwehr und die Kollagenbildung; gibt es als einfaches Pulver in der Apotheke, von diesem bis zu 4x täglich 2 Messerspitzen in etwas Flüssigkeit gelöst und über den Tag trinken)
  • Zink (wichtig für viele Enzyme)
  • Selen (u.a. zur Entgiftung)
  • Coenzym Q10 (als Brennstoff für die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle).

Methylsulfonylmethan (MSM) setzen wir als Lieferant für Schwefel ein, den unser Körper für einige wichtige Aminosäuren benötigt. Bewährt hat sich MSM z.B. bei einer Kniegelenksarthrose, einem Tennisarm und einer Schleimbeutelentzündung, wie sie z.B. auch in der Schulter auftreten kann.

Wenn die Knorpelregeneration unterstützt werden soll, können Glucosaminsulftat und Chondroitin ergänzt werden. Diese Behandlung muss über mindestens vier Monate durchgeführt werden, da die Knorpelregeneration langsam erfolgt.

Entgiften und Entsäuern

Wenn es um Zusammenhänge in unserem Organismus geht, sprechen Naturheilkundler immer wieder vom Grundsystem nach Pischinger, das unseren gesamten Körper durchzieht. Unser Organismus besteht nicht nur aus einer Ansammlung abgeschlossener Zellen. Vielmehr stehen unsere Zellen in permanentem Stoff- und Informationsaustausch miteinander. Eine zentrale Rolle spielt dabei die unsere Zellen umgebende Flüssigkeit (extrazelluläre Matrix).

Dieses System ist vergleichbar einem See über den Schiffe die benötigte Fracht zu Inseln (= Zellen) bringen und Überflüssiges von ihnen abtransportieren. Wie beim See kann es auch in unserem Organismus zu Stauungen und Verschmutzungen kommen. Fallen in unserem Körper mehr Abfallstoffe an, als gerade entsorgt werden können, werden diese z.T. in der Grundsubstanz abgelagert, weil sie dort zunächst relativ wenig Schaden anrichten. Doch wie der Abfall im See sammelt sich der Müll im Bindegewebe im Laufe der Jahre immer mehr an. Das behindert den Informationsaustausch und den Stofftransport. Die Versorgung der Zellen wird schlechter und ihre Leistungsfähigkeit sinkt.

Bei fast allen chronisch Kranken finden wir eine deutliche Belastung des Grundsystems. Hier ist also Hausputz angesagt. Dazu werden in der ganzheitlichen Therapie Entgiftungsorgane wie Niere (z.B. mit Solidago, der Goldrute) und Leber aktiviert. Ausreichend trinken von Wasser und Bewegung (Schwitzen, Abatmen) tragen ebenfalls zur Verbesserung der Ausscheidung bei.

Im Grundsystem abgelagert werden nicht nur Abfallstoffe, sondern auch Säuren. Bedingt durch unseren Lebensstil (wenig Bewegung, Stress, Ernährung ...) beobachten wir bei fast all unseren Patienten eine Übersäuerung. Diese lässt sich durch pH-Messungen des Urins feststellen, die wir über mehrere Tage durchführen lassen. Die übermäßige Säurelast spielt auch bei Schmerzen eine Rolle. Tatsächlich kann man nach meiner Erfahrung sagen:

Entsäuerung ist Schmerztherapie!

Zu einer Entsäuerung gehören in unserer Praxis:

  • eine basenreiche Ernährung (mit viel Obst, Salat, Gemüse)
  • möglichst wenige Säurebildner in der Nahrung (Fleisch, Zucker ..)
  • Basenpräparate wie z.B. Basosyx Hepa oder Neukönigsförder Mineraltabletten
  • bei Bedarf auch Procain-Basen-Infusionen

Wenn die Säure-Basen-Regulation im betroffenen Gewebe – hier die schmerzhafte Schulter-Nacken-Region – wieder besser wird, lässt auch der Schmerz nach.

Eine konsequente Entgiftung und Entsäuerung des Organismus führt zu einer besseren Grundregulation. Infolgedessen können sich z.B. auch verspannte Muskeln wieder wesentlich besser lockern – was auch der Schulter zu Gute kommt.

Mikrobiologische Therapie

In den meisten Fällen finden wir bei unseren chronisch kranken Patienten auch eine gestörte Darmflora. Die Ursachen sind vielfältig: eine unausgewogene Ernährung (zu viel Zucker, Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Aromen usw., zu wenige Ballaststoffe; essen in Eile, zu viele zu üppige Mahlzeiten ...), Bewegungsmangel (insb. an der frischen Luft), Stress ...

Durch diese Belastungen ändert sich das Milieu im Darm und unsere unverzichtbaren Helfer im Darm (Darmbakterien, Darmflora) geraten aus dem Gleichgewicht. Krankmachende (pathogene) Bakterien machen sich breit, die Nahrung kann nicht mehr richtig aufgeschlossen werden, Nährstoffe werden nur noch eingeschränkt aufgenommen.

Der Patient spürt von all dem zunächst relativ wenig: Die einen haben vielleicht Blähungen oder unregelmäßigen Stuhlgang, die anderen fühlen sich einfach nur müde oder wenig belastbar. Die verdauungsspezifischen Symptome werden häufig gar nicht als solche wahrgenommen, sondern als normal angesehen, während die unspezifische Symptome vom Patienten nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht werden.

Doch damit Muskeln und Gelenke optimal mit Nährstoffen versorgt werden und funktionieren können, brauchen wir eine gesunde Darmflora. Hier kommt die mikrobiologische Therapie ins Spiel. Mit Hilfe prosymbiotischer Präparate bringen wir nützliche Bakterien in den Darm. Dazu gehören z.B. Milchsäurebakterien. Durch ihren Stoffwechsel verändern sie nach und nach das Darmmilieu. Dadurch und durch einen einfachen Verdrängungsprozess können krankmachende Bakterien zurückgedrängt werden und natürlicherweise in einem gesunden Darm siedelnde Bakterien den Darm zurückerobern.

Heilfasten

In hartnäckigen Fällen setzen wir bei chronischen Schulterschmerzen auch auf ein ambulant begleitetes Heilfasten. Leider wird diese unsagbar hilfreiche und doch so einfache Methode hierzulande viel zu selten genutzt. So gibt es z.B. nur eine begrenzte Zahl ausgebildeter Fastenleiter und Ärzte, die Erfahrung mit dem Fasten haben.

Dabei ist das Fasten ein grundlegender Reinigungsprozess. Schadstoffe werden ausgeleitet, der Körper entsäuert, der gestresste Darm kommt zur Ruhe. Viele Prozesse im Stoffwechsel werden umgestellt. Das wirkt sich positiv auf viele Faktoren aus: von der Psyche über den Fettstoffwechsel bis zu Entzündungsfaktoren. Das ist sicher ein Grund dafür, dass sich auch Beschwerden des Bewegungsapparates, wie z.B. chronische Schulterschmerzen, unter Heilfasten eindrucksvoll bessern können.

Was Sie jedoch wissen sollten: Die ersten drei Fastentage sind schwierig. Das hängt mit dem Reinigungsprozess zusammen, in dessen Rahmen der Körper zwischenzeitlich vermehrt von aus dem Grundsystem (s.o. unter „Entgiften und Entsäuern“) freigesetzten Schadstoffen durchflutet wird, bevor diese ausgeschieden werden. In dieser Zeit können sich auch Krankheitssymptome verschlimmern oder hochkommen. Etwa ab dem 4. Fastentag geht es den meisten Patienten deutlich besser. Sie erleben ihre Gedanken als klarer, fühlen sich erstaunlich fit. Die Fastenkrise ist überwunden.

Grundsätzlich sollte Fasten auch bei Gesunden nur unter Begleitung eines fachkundigen Fastenleiters/Arztes durchgeführt werden. So ist sichergestellt, dass Probleme rechtzeitig erkannt werden und entsprechend gegengesteuert werden kann. So kann z.B. die Entgiftungsleistung von Leber, Niere, Darm, Haut und Lunge gezielt gefördert werden. Außerdem kennt der Fastenleiter hilfreiche Tricks, um mit der Fastenkrise besser fertig zu werden und hilft Ihnen bei Kostaufbau nach dem Fasten (sog. Fastenbrechen).
Heilfasten lohnt sich!

Sonstiges

Auch Fußreflexzonentherapie, Manuelle Therapie und Osteopathie können bei chronischen Schulterschmerzen weiterhelfen.

Was Sie selbst tun können

Ernährung

Sie sollten möglichst basenreich (Obst, Salat, Gemüse) essen und säurelastige Kost (Zucker, Alkohol, Fleisch) meiden. Gegebenenfalls vorher testen, ob Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien vorliegen. In diesem Fall die Kost individuell gestalten.

Haltung und Bewegung

Die Haltung spielt bei Schulterschmerzen eine wichtige Rolle. In meiner Praxis sehe ich viele Menschen mit nach vorne hängenden Schultern und Rundrücken. Eine solche Haltung kann Ausdruck einer bewussten oder unbewussten depressiven Verstimmung und/oder eines übersäuerten Gewebes sein. Auf jeden Fall werden Muskeln und Gelenke in dieser Haltung gleichermaßen überlastet, was unter anderem zu chronischen Schulterschmerzen führen kann.

Durch die zunehmende Nutzung von PC und Smartphone bis hin zum Laptop auf dem Schoß hat sich die Lage deutlich verschlechtert. Wir bewegen uns zu wenig und sitzen oft falsch. Besonders beliebt ist das „bequeme“ Sitzen mit nach hinten gekipptem Becken, rundem Rücken, nach vorne hängenden Schultern und nach vorne geschobenem Kopf. Richtig wäre dagegen

  • ein aufrechtes Becken,
  • eine natürliche Streckung der Halswirbelsäule (als ob ein Faden, der hinten am Scheitel ansetzt, den Kopf wie bei einer Marionette leicht nach oben zieht; der Kopf steht dadurch im Lot über der Wirbelsäule),
  • ein aufgerichteter Brustkorb (Brustbein geht nach vorn/oben),
  • nach hinten unten verlagerte Schultern (die Schulterblätter ziehen Richtung zu den Hosentaschen).

Ebenso wichtig wie die richtige Haltung ist regelmäßiges Bewegen. Muskeln sind zum Bewegen und nicht nur zum Halten gemacht! Langes Verharren in festen Haltungen führt bald zu Verspannungen und damit zu Problemen im Schulter-Nacken-Bereich.

Ein typisches Beispiel hierfür ist langes Sitzen am Schreibtisch. Im Idealfall sollten Sie nicht länger als ½ Stunde ohne Auflockerung am PC sitzen. Zur Lockerung eignen sich z.B.

  • Schulterkreisen
  • die gestreckten Arm nach oben nehmen und die Hände abwechselnd Richtung Zimmerdecke schieben
  • abwechselnd einen Rundrücken („Katzenbuckel“) und ein Hohlkreuz machen und sich strecken
  • mal in die Knie gehen
  • den Kopf ganz vorsichtig zur Seite neigen (ggf. sanft mit der Hand führen, zu deren Seite sich der Kopf neigt)
  • kurz aufstehen und umher gehen
  • evtl. isometrische Übungen für Schulter und Nacken.

Entspannung

Bei chronischen Schulterschmerzen und in unserer stressigen Zeit ist Entspannung ein wichtiges Thema. Achten Sie einmal darauf, ob auch Sie bei Anspannung, automatisch die Schultern hochziehen! Wer unter Daueranspannung steht, kann auch seine Schulter- und Nacken-Muskulatur kaum entspannen.

Wählen Sie am besten ein Entspannungsverfahren, das zu Ihnen passt und das Sie auch regelmäßig umsetzen. Gleich ob es Meditation oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sind. Sie können auch einfach malen, rausgehen, die Natur genießen ... Ich empfehle meinen Patienten gern, jeden Tag 20 Minuten mit ihrem Hund stramm spazieren zu gehen – gleich, ob sie einen haben oder nicht.

Was auch immer Sie für sich wählen: Hauptsache, Sie machen es gern und können sich dabei entspannen.

Psychosomatik

Bei unseren Patienten beobachten wir immer wieder, wie die Psyche chronische Schulterschmerzen beeinflusst. Wichtige Fragen, die wir im Gespräch mit unseren Patienten klären sind:

  • Was lastet auf Ihren Schultern?
  • Warum sind Ihre Schultern/Nacken chronisch überspannt?
  • Was lässt Sie unter Spannung stehen?

Dabei sind es nach unserer Erfahrung oft verinnerlichte Erwartungen an sich selbst, die auf den Schultern lasten – und weniger Erwartungen, die von außen an einen gestellt werden.
Hier gilt es, negative, belastende Verhaltens- und Denkmuster zu erkennen und aufzulösen. Auch Entspannungsverfahren (s.o.) können hilfreich sein.

Wenn ein Patient mit einer „geknickten Haltung“ zu uns kommt, seine Schultern nach vorne hängen, der Rücken gebeugt ist und er sprichwörtlich den Kopf hängen lässt, kann das Ausdruck einer latenten Depression sein. Auch hier hält die Naturheilkunde viele Möglichkeiten bereit. Es ist schade, dass bei Depressionen und depressiven Verstimmungen fast ausschließlich psychotherapeutische Maßnahmen und Antidepressiva zum Einsatz kommen. Denn auch mit Heilpflanzen, Bachblüten, Ohrakupunktur, Sonnenlicht, Vitamin D, Aromaölen, Aufbau und Pflege einer gesunden Darmflora, Bewegung und vielem mehr, lässt sich bei depressiven Verstimmungen mitunter viel erreichen.

Literatur- und Linktipps

Buchtipp

Lützner, Hellmut: Wie neu geboren durch Fasten. Gräfe & Unzer 2013

Weitere Beiträge im Naturheilmagazin

Kommentare

Klaus-Joachim Dejon aus Bad Vilbel, 07.01.2017:
Herzlichen Dank für Ihre hervorragenden differenzierten Ansätze, die ich gerne zur Anwendung bringen möchte..
Sie liefern das Beste, was im Netz zu finden ist
Schade dass Ihre Praxis zu weit entfernt ist..
Herzliche Grüße aus Bad Vilbel
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