Asthma bronchiale

Asthma

Asthma - immer wieder Atemnot, Ängste und Bewegungseinschränkungen. Einstellung auf ein Medikament auf Lebenszeit mit steigender Dosis? Menschen suchen nach Alternativen. Der Artikel gibt Hinweise aus der Komplementärmedizin.

Einführung

Mit dem ersten Atemzug nach der Geburt beginnt unser Leben. Atem begleitet uns das ganze Leben – bis zum letzten Augenblick.

Normalerweise nehmen wir unseren Atem nicht wahr. Er fließt schnell, langsam – je nach Belastung.

Der Umgang mit der Erkrankung ist für Patient und Arzt eine große Herausforderung.

Definition

Asthma ist durch eine extreme Atemnot charakterisiert. Die Atemwege sind chronische entzündet. Die Bronchialschleimhaut quellt auf und sondert verstärkt Sekret ab. Zusätzlich verkrampft die Bronchialmuskulatur.

Es entstehen Anfälle akuter Atemnot und eine starke Beklemmung für den Betroffenen. Es können Anfälle von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden auftreten.

Symptome

Das wichtigste Symptom ist die Atemnot. Die Atemnot bezieht sich maßgeblich auf die Ausatmung.

Dem Patient bleibt plötzlich die Luft weg. Er spürt ein zunehmendes Engegefühl in der Brust, manchmal von Husten begleitet.

Das Spezifische des Asthmas sind völlig beschwerdefreie Zeiten zwischen den Anfällen. Ansonsten sind die Bronchien nicht weiter auffällig.

Ursachen

Eine Veranlagung für die Erkrankung wird genetisch weiter gegeben. Ob ein Asthma ausbricht, hängt von vielen Faktoren ab. Asthma kann allergiebedingt sein, was für viele Kinder zutrifft.

Ein Beitrag von Dr. Scheel: "Das Asthma" gibt es für mich genauso wenig wie "das Rheuma", "die Neurodermitis" oder „den Heuschnupfen". Asthma ist wie jede Krankheit eine Summation zahlreicher, individuell unterschiedlicher belastender Faktoren, wie z. B. ausgeprägte Sensibilität, schlechter energetischer Zustand, Verspannungen, dadurch Verengung der Atemwege und schlechte Belüftung der Lungenbläschen u.a. Ebenso spielen Herdbelastungen, wie unbemerkt dauerhafte Entzündungsherde der Nasennebenhöhlen oder ein eingeschränkter Gallen- und Fettstoffwechsel mit daraus resultierender Verschlackung der Bindegewebe, Nieren, die nicht ausreichend entgiften können und toxische Belastungen eine Rolle.
Es gibt bestimmt individuelle angeborene/genetisch fixierte Intoleranzen, z.B.
Daunen-Asthma oder die Weizenallergie. Die "Allergie" sehe ich jedoch als akute oder auch chronische Überreaktion auf ganz normale Reize, weil die betreffende Person in einem schlechten energetischen Zustand ist. Intakte Atemwege mit Bindegewebe, Schleimhaut und Flimmerhärchen können eingeatmete Partikel wie Hausstaub, Pollen und Milben locker mit den Flimmerbewegungen nach außen transportieren. Wenn die Flimmerhärchen vom Schleim und der Schleimhautschwellung blockiert sind, bleiben die Partikel dort kleben und es ergibt sich die typische "Antigen-Antikörper / Allergiereaktion.
Die Niere erfährt bei mir eine besondere Aufmerksamkeit, weil Niere und "Allergie" als Einheit zu sehen ist. Ausgeprägte Irritationen im Schleimhaut- oder Darmbereich, auch psychische Belastungen hängen ursächlich mit den Nieren zusammen.

Allergisches Asthma

Die Bronchialschleimhaut reagiert auf ein auslösendes Allergen. Das können sein: Hasstaubmilben, Blüten- und Gräserpollen, Nüsse oder Tierhaare.

Nicht-allergisches Asthma

Hier sind die Auslöser vor allem Autoabgase oder Zigarettenrauch, manchmal auch Nebel oder kalte Luft. Zu dieser Rubrik gehören auch Asthmaanfälle, die durch Überanstrengung ausgelöst werden.

Klassische Schulmedizin

In erster Linie werden die Auslöser für ein Asthma gesucht. Dann besteht die wichtigste Maßnahme für den Patienten darin, diese Substanz zu meiden. Das ist nicht immer einfach, vor allem, wenn es um Pollen oder Hausstaubmilben geht.

Für manche Substanzen wird eine Hyposensibilisierung empfohlen. Hier wird das Allergen in stetig größeren Dosen dem Patienten verabreicht in der Hoffnung, dass sich der Körper an das Allergen gewöhnt und nicht mehr mit Atemnot reagiert.

In der Akutbehandlung setzt die Schulmedizin auf entzündungshemmende (Kortison) und bronchienerweiternde Medikamente.

Mit einem Atemtraining wird dem Patient geholfen, auch in der Anfallssituation ruhig zu bleiben und nicht durch Angst die Bronchialkrämpfe noch zu verstärken.

Naturheilkunde

Eine ursächliche Therapie sucht die Auslöser über das Allergen hinaus.

Auslöser im Zahnbereich

Im Bereich der Zähne gibt es einige chronische entzündungsquellen, die der Patient oft nicht wahrnimmt. Dazu Frau Dr. Nadj-Papp, Zahnärztin aus Ditzingen:

„Der Begriff des Zahnherdes geht viel weiter: Zahnherde können nicht nur entzündete und tote Zähne sein, sondern auch Zahnfleischentzündungen, Narben (also frühere Operationen in diesem Gebiet oder auch nur die Narbe nach der Entfernung des Zahnes), verlagerte Zähne, abgebrochene Wurzeln der bereits extrahierten/entfernten Zähne, undichte oder unverträgliche Füllungen, aber auch Karies bedeuten.
In Bezug auf Asthma bronchiale haben insbesondere im Unterkiefer die großen Backenzähne (36, 37,46, 47) und im Oberkiefer die kleinen Backenzähne (14,15, 24,25) eine Bedeutung.
In Zusammenhang mit Asthma bronchiale (und allen anderen Lungenerkrankungen) ist auch die Darmdysbiose ein Thema, da diese zwei Organe (Lunge und Dickdarm) laut TCM in besonders enger Beziehung stehen.
Und Lungenerkrankungen hängen demnach mit Trauerzuständen zusammen. Z.B. Verlust der Bezugsperson oder einer anderen wichtigen Person (Partner, Kind, Geschwister usw.). Somit kann durchaus ein enger Zusammenhang zwischen dem Erlebnis und der Erkrankung bestehen.“

Grundvoraussetzung für Heilung: ein intakter Darm

Der Darm ist eine der wichtigsten Komponenten im Immunsystem des Organismus. Antibiotikagaben und die  „zivilisierte Normalkost“ setzen dem Darm zu. Zu viel Zucker, zu wenig Ballaststoffe und eine Vielzahl von Zusatzstoffen aus Industrie- und Fertigprodukten können die Darmschleimhaut nachhaltig schädigen. Darmsanierung bedeutet, die gestörte Darmschleimhaut und Darmflora wieder herzustellen. Es muss ein Milieu geschaffen werden, in dem gesunde Darmbakterien über Dauer überleben können.

Hierzu ein Beitrag von Hr. Berweiler:80 % unserer Immunreaktionen spielen sich im Dickdarm ab. Eine Darmsanierung halte ich deshalb für sinnvoll. Wie oben schon erwähnt, am besten mit Omega3 und Omega 6 Fettsäuren, mit Dünndarm- und Dickdarmbakterien, sowie entsäuernden Basenmittel. Parallel haben sich leberstimulierende Phytotherapeutika wie Mariendistel, Wermut und Schöllkraut als Begleittherapie bewährt. Vor allem sollten Allergene wie Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Farbstoffe und Süßungsmittel (wie Aspartam, Cyclamat …) aus dem Speiseplan verbannt werden.“

Phytotherapie

Die Phytotherapie kommt maßgeblich ergänzend zu anderen Verfahren zum Einsatz. Eingesetzt werden Haselwurz (Asarum europaeum) sowie die Efeublätter, die direkt auf die Bronchien wirken.

Homöopathie

In der Homöopathie wird eine Vielzahl an Mitteln genannt, die je nach Modalitäten zum Einsatz kommen. Hier sollten Sie einen Arzt oder Heilpraktiker mit viel Homöopathie-Erfahrung zu Rate ziehen.

Folgende Mittel kommen zum Einsatz: Arsenicum album, Calcium carbonicum, Cuprum aceticum, Ipecacuanha, Kalium jodatum, Senega und Sulfur.

Weitere Naturheilverfahren

Außer den genannten Verfahren kommen noch folgende Naturheillverfahren zum Einsatz: Akupunktur, Autogenes Training, Bachblüten, Eigenbluttherapie, Heilfasten – wenn der Betroffene über 18 Jahre alt ist, Neuraltherapie.

Literatur

  • M. Augustin, Volker Schmiedel: Leitfaden Naturheilkunde, Urban&Fischer, München, 2012
ergänzt und kommentiert von:
Dr. med. Wolfgang Scheel, aus Steinheim an der Murr
Dieter Berweiler, aus Stuttgart-Mühlhausen
Dr. (Med. Univ. Budapest) Edith Nadj-Papp, M.A., MBA, aus Ditzingen

Autor: Online-Redaktion

Kommentare

Richard Friedel aus Starnberg, 30.06.2017:
Gesund mit Hilfe der Wechselatmung. Bei ihr, wie man weiß, werden die Nasenlöcher abwechselnd mit den Fingern geschlossen, so dass per Reflex die Atmung vertieft und die Herztätigkeit gesteigert wird.Diese Reflexwirkung lässt sich aber durch bloßes Berühren der Nasenflügel mit einem Finger oder durch Anspannen der Lippen hervorrufen. Diese Atemlehre kann man selbstredend auch im Schlaf ohne viel Übung benutzen. Wie mit der üblichen Form der Wechselatmung überwindet man Asthma ohne chemische Keule unter Anwendung von Übungen zum Anspannen der Lippen (keine sogenannte Lippenbremse).
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