Alkoholkrankheit und Alkoholabhängigkeit

Alkoholkrankheit

Alkohol ist eine verharmloste Droge. Während bei harten Drogen das Umfeld sehr schnell hellhörig wird, wird die Alkoholsucht oft bagatellisiert. Das bedingt auch, dass Betroffene fast unmerklich in die Sucht hineinrutschen. Vor allem bei einigen Jugendlichen gibt es einen nahezu sorglosen Umgang mit Alkohol, wenn sie sich zum wochenendlichen Komasaufen treffen. Doch auch die Alkoholsucht schädigt den Organismus nachhaltig.

Definition der Alkoholkrankheit

Lesen Sie mehr zu ganzheitlichen Behandlungsverfahren und dem Hintergrund der Erkrankung.

„Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“.
(Wilhelm Busch in „Fromme Helene“)

Wilhelm Busch bringt es auf den Punkt: Die Probleme im Leben scheinen für den Patienten unüberwindlich, der Alkohol wird als Ausweg gesucht.

Die Alkoholkrankheit hat im Volksmund viele Namen: „Alkoholismus“, „Alkoholmissbrauch“ oder auch „Trunksucht“. Man spricht davon, wenn der Patient eine körperliche Abhängigkeit von Ethanol entwickelt hat. Alkohol gilt als psychoaktive Substanz. Das heißt: Sie bewirkt eine Veränderung der Psyche oder des Bewusstseins. Diese vollzieht sich schrittweise und - vor allem im Vergleich mit dem Entstehen anderer Süchte - vergleichsweise schleichend. Im Alltag von Betroffenen dreht es sich immer mehr um den Alkohol: Woher bekomme ich neuen Stoff, wie kann ich ihn konsumieren, ohne, dass es jemand merkt. Alkoholbedingte psychische Störungen werden im internationalen Klassifikationssystem der Krankheiten“ (ICD-10) unter der Rubrik F10. geführt: „Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen“. Ein Patient wird demnach als erkrankt bezeichnet, wenn er mindestens einen Monat lang oder im letzten Jahr immer wieder durch Alkohol hervorgerufene körperliche oder psychische Beeinträchtigungen zeigte.

Unterschieden werden

  • der akute Rausch,
  • der dauerhafte schädliche Gebrauch und
  • die Alkoholabhängigkeit.

Akuter Rausch

Die Wirkung des Alkohols ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und abhängig davon, wie oft Alkohol konsumiert wird. Schon kleinste Mengen Alkohol wirken enthemmend. Es fällt uns leichter, mit anderen Menschen Kontakte zu knüpfen.

Ein leichter Rausch beginnt bei 0,5 – 1 Promille (alle Zahlenangaben beziehen sich auf Erwachsene). Schon hier beginnen Sehstörungen. Ab 0,5 Promille ist die Sehleistung um 15 % schlechter. Die Hörleistung ist beeinträchtigt und Geschwindigkeiten können nicht mehr richtig eingeschätzt werden.

Ab 0,8 Promille ist Konzentration kaum noch möglich und es kommt zum Tunnelblick. Das heißt, das Sichtfeld ist um ein Viertel eingeschränkt. Die Reaktionszeit verlängert sich deutlich, erste Gleichgewichtsstörungen können auftreten.

Ein Rausch beginnt ab 1,0 bis 2,0 Promille. Das räumliche Sehen ist stark eingeschränkt. An der Sprache wird die Alkoholisierung deutlich spürbar. Außenstehende beobachten Aggressionen, eine grundlose Euphorie oder das Versinken in Traurigkeit. Der Alkoholisierte überschätzt die eigenen Fähigkeiten ins Unermessliche. Das Gedächtnis leidet (Filmriss).

Ab 3 Promille tritt das Lähmungsstadium ein. Bewusstlosigkeit ist die Folge, die Atmung wird schwach. Es besteht die akute Gefahr eines Komas und Atemstillstands. Der Betrunkene befindet sich in akuter Lebensgefahr.

Dauerhafter schädlicher Gebrauch

Ein dauerhafter regelmäßiger Gebrauch liegt vor, wenn regelmäßig die für den Körper unbedenkliche Menge von 20 Gramm bei Frauen und 40 Gramm bei Männern überschritten wird.

Alkoholabhängigkeit

Alkoholabhängigkeit bedeutet, dass der Patient nicht mehr in der Lage ist, seinen Alkoholkonsum willentlich zu steuern.

Alkoholismus kann als ein selbstzerstörerischer Prozess angesehen werden. Der Mensch vergiftet sich auf der körperlichen Ebene und weicht damit scheinbar seinen Problemen aus. Er gibt auf in seinem Auflehnen gegen das Problem und gibt sich damit ein Stück weit auch selbst auf.

Diagnose der Alkoholkrankheit

Diagnose der Alkoholkrankheit

Die Diagnose erfolgt durch einen Arzt oder Psychologen. Entweder sucht der Patient selbst Hilfe oder er wurde durch erhöhten Alkoholkonsum auffällig und es wurde eine Untersuchung angeordnet.

Der Arzt führt Gespräche, nutzt Fragebogen oder Tests. Maßgeblich ist auch, ob der Patient nüchtern oder alkoholisiert zur Untersuchung kommt. Manchmal werden Angehörige befragt, denn die Betroffenen verleugnen ihre Abhängigkeit oft.

Bei einem Verdacht auf ein Alkoholproblem – z.B. im Straßenverkehr – wird ggf. eine Blutprobe angeordnet. Hier können in verschiedenen Laborwerten Rückschlüsse auf den aktuellen und vergangenen Alkoholkonsum gezogen werden. Bei schweren Alkoholproblemen untersucht der Arzt eventuell auch betroffene Organe und ermittelt, ob bereits Schäden am Gehirn vorliegen.

Laut Schulmedizin existieren sechs Kriterien, um nachzuweisen, dass ein Mensch unter der Krankheit Alkoholismus leidet. Sind drei dieser Kriterien erfüllt, geht der Arzt von einer Alkoholkrankheit aus.

  • Zwang Alkohol zu trinken
  • Kontrollverlust in Bezug zur Häufigkeit und der Menge
  • Eine zunehmende Gewöhnung an den Alkohol
  • Deutliche körperliche Entzugserscheinungen, wenn kein oder weniger Alkohol getrunken wird
  • Vernachlässigung der beruflichen Tätigkeiten und von Hobbys, in das Zentrum allen Tuns rückt die Beschaffung des Alkohols
  • Fortsetzung des Trinkens, auch wenn bereits deutliche körperliche Symptome sichtbar sind (z.B. Leberzirrhose)

Entwicklung der Alkoholkrankheit bis zum körperlichen Verfall

Alkohol gilt als eine Gesellschaftsdroge. Zum Feiern gehört der Alkohol gewöhnlich dazu und wer nicht mittrinkt, wird schnell zum Außenseiter. Sprüche wie: "Aber einen wirst Du doch mittrinken!" oder "Auf einem Bein kann man nicht stehen!" sind noch harmlos. Alkohol verbindet und erleichtert es den Menschen, auf andere zuzugehen.

Über die Zeit häufen sich die Anlässe und der Betroffene trinkt nicht mehr nur in Gesellschaft. Mehr und mehr Alkohol ist notwendig, um den Rausch zu spüren. Sein Körper gewöhnt sich an die Droge. So steigert er über einen langen Zeitraum unmerklich die Alkoholmenge.

Zunächst bemerkt das Umfeld des Erkrankten noch wenig von der Veränderung. Der Betroffene spürt die Veränderungen sehr wohl, will sie sich selbst aber oftmals nicht eingestehen. Er trinkt heimlich. Jeder neue Alkoholgenuss ist eine verlorene Schlacht gegen sich selbst.

Immer stärker wird das Verlangen nach Alkohol. Oft beginnt schon der Morgen mit dem Stoff. Es treten erste körperliche Abhängigkeiten auf. Ohne Alkohol können die Betroffenen „nicht mehr funktionieren“. Wenn das Umfeld die Veränderungen wahrnimmt, ist der Betroffene meist schon tief in die Sucht abgerutscht. Er verliert mehr und mehr soziale Kontakte und vereinsamt zunehmend. Mit neuen Trink-Kumpanen bahn sich ein sozialer Abstieg an.

Nach und nach wird die Sucht äußerlich sichtbar. Betroffene vernachlässigen Kleidung und Körperpflege, Ernährungsmängel und organische Schäden zeichnen Gesicht und Körper.

Das am stärksten betroffene Organ ist die Leber, die mit der Verarbeitung der zunehmenden Alkoholmenge mehr und mehr überfordert ist. Erste Leberschäden zeigen sich in der Fettleber, später in einer Leberentzündung und im Endstadium in der nicht mehr reversiblen Leberzirrhose.

Andere körperliche Symptome können sein: Magenschleimhautentzündungen, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Diabetes mellitus. Es sind Krebserkrankungen im Bereich von Nasenrachenraum und Kehlkopf möglich. Auch eine reduzierte bis ausbleibende Potenz kann durch den Alkohol bedingt sein. Beim langen Alkoholmissbrauch sind auch Polyneuropathien möglich, das sind durch Nervenschädigungen hervorgerufene Schmerzen an den Extremitäten bis zu Bewegungseinschränkungen.

Durch das Absterben von Gehirnzellen zeigen sich deutliche Leistungsverluste: Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, der Patient kann immer schwerer lernen und das Erinnerungsvermögen leidet.

Am Ende steht das Delirium (lateinisch: de-lirare „aus der Furche geraten“ steht für „Irresein“, „Verwirrtheitszustand“) oder das kaum noch therapierbare alkoholische „Korsakow-Syndrom“ mit stark dezimierter Hirnleistung. Nicht selten stirbt der Patient durch einen Suizid. Alkoholabhängige sind besonders selbstmordgefährdet.

Die Alkoholsucht verändert die Persönlichkeit

Wird der Patient von der Sucht gefangen, so verändert sich über die Zeit auch seine Psyche. Der Alkohol bestimmt ganz sein Leben: Der Patient gibt seine Hobbys auf, zieht sich von Freunden zurück, wird im Beruf weniger belastbar und leistungsfähig.

Die Persönlichkeit eines Alkoholikers wird von Faktoren wie Scham und Selbstmitleid zunehmend beeinflusst. Er besitzt keine Widerstandskraft mehr gegen den Alkohol. Sein ganzes Denken dreht sich um den Kreislauf von Alkoholbeschaffung und dem Verbergen der Sucht. In Bezug auf die Art des Alkohols wird der Patient deutlich flexibler. So ist es durchaus möglich, dass ein Alkoholiker nicht nur „normalen“ Alkohol zu sich nimmt, sondern im Notfall auch auf Kölnisch Wasser zurückgreift. Immer mehr Alkohol ist notwendig, um die Entzugserscheinungen zu dämpfen.

Persönliche Probleme, die ggf. auch der Auslöser für die Sucht waren, verschärfen sich und der Patient ist immer weniger in der Lage, damit umzugehen. Die Spirale in den sozialen Abstieg dreht sich immer schneller.

Nicht selten ist die Alkoholsucht mit anderen psychischen Störungen vergesellschaftet. Das können Angstzustände, Depressionen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen oder Medikamentenmissbrauch sein. Sie können eine Folge der Sucht sein – sie können aber auch schon vorher bestanden haben und dann möglicherweise das problematische Trinken ausgelöst haben.

Ursachen für das Entstehen des Alkoholismus

Ursachen für das Entstehen des Alkoholismus

Die Schulmedizin geht von genetischen Ursachen aus. Es wird geschätzt, dass die Wahrscheinlichkeit, selbst alkoholabhängig zu werden, drei- bis viermal so hoch ist, wenn ein Verwandter ersten Grades alkoholabhängig war. Man vermutet, dass der Faktor weitergegeben wird, wie schnell Alkohol in der Leber abgebaut werden kann und wir die betroffene Person Alkohol empfindet.

Alkohol aktiviert Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn. Es werden vermehrt Endorphine ausgeschüttet und das „Belohnungshormon“ Dopamin. Das erklärt seine positive und berauschende Wirkung. Andere Botenstoffe wirken entspannend und lassen Ängste kleiner werden.

Unabhängig von den biologischen und genetischen Faktoren geben Eltern ihre Problemlösungsstrategien an die Kinder weiter. Wenn also der Vater seine Probleme im Alkohol ertränkt, übernehmen die Kinder unbewusst dieses Verhalten und rutschen dann schneller in die Sucht.

Gefährdet sind Menschen, die in Strukturen leben, die unbefriedigend sind, die sie jedoch scheinbar nicht auflösen können, die Dinge tun (müssen), die sie nicht wollen, die nicht ihr eigenes Leben leben. Oftmals erleben die Betroffenen im Vorfeld sich immer wiederholende Versagenssituationen und Einsamkeit, es fehlt der Sinn im Leben.

In der Sucht wird ein Ersatz für Dinge gesucht, die unerreichbar scheinen – z.B. eine erfüllte Liebesbeziehung oder die Achtung vor sich selbst. Für einen Moment verdrängt die Sucht die Unzufriedenheit, Sehnsucht oder Langeweile. Weil die Sucht jedoch nie das echte Gefühl erfüllen kann, wird die Suche danach immer stärker. Die reale Situation wird im nüchternen Zustand als immer belastender empfunden.

Zu einer erfolgreichen Suchttherapie gehört deshalb immer, nach den psychischen Ursachen zu suchen: Was ist die eigentliche Sehnsucht hinter der Sucht?

Alkoholabhängigkeit vorbeugen

Schon Paracelsus sagte: „Die Dosis macht´s, ob ein Ding ein Gift ist oder ein Heilmittel“. Suchtprävention beginnt im Elternhaus. Wie wird hier mit Alkohol umgegangen? Verstärkt ein guter Wein zu einem guten Essen den kulinarischer Genuss oder steht Alkohol selbstverständlich und gewohnheitsmäßig auf dem Tisch? Müssen „echte Männer“ trinkfest sein oder darf ein Mann auch Schwächen zeigen? Gibt es Geselligkeit auch ohne Alkohol – z.B. mit alkoholfreien Cocktails?

Wie erleben Kinder ihre Eltern in Problemsituationen: Weichen diese aus oder streben sie aktiv eine Problemlösung an?

Ein gutes und stabiles soziales Umfeld verhindert, dass Probleme scheinbar allein gelöst werden müssen. Wichtig ist, hinter das Bedürfnis zu trinken zu schauen und die Bereitschaft, in schwierigen Situationen - ggf. mit Hilfe eines Psychotherapeuten oder Coaches - die eigenen Kraftreserven zu mobilisieren und kreativ nach Lösungen für das Problem zu suchen. Essentiell ist das Selbstwertgefühl, das nicht selten nach Jahren der Erziehung und Schule empfindlich angekratzt wurde.

Der bewusste Genuss von Alkohol kann Spaß machen und dabei helfen, soziale Kontakte zu knüpfen. Dennoch benötigt es eine gesunde Selbstkontrolle, um zu erkennen, wann der Alkoholgenuss ungesund und damit in hohem Maße schädlich wird. Wer sich seltener ein Glas Wein gönnt, genießt dieses umso mehr.

Schulmedizinische Begleitung beim Alkoholentzug

Trinkt ein Suchtkranker weniger Alkohol, zeigt sich das Alkohol-Entzugsyndrom. Der Patient ist hoch erregt, er leidet unter Schweißausbrüchen, regiert mit schnellem Puls und Zittern, verspürt einen permanenten Bewegungsdrang und entwickelt Verdauungsstörungen.

Nur die wenigsten Alkoholiker schaffen es, sich alleine von der Droge zu lösen. Ein plötzlicher Entzug kann sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Daher sollten sich die Betroffenen immer in medizinische oder therapeutische Obhut begeben, um der Sucht Herr zu werden bzw. diese zu überwinden. Im Laufe von circa zwei Wochen wird in einer speziellen Entzugsklinik nicht nur entgiftet, sondern auch den körperlichen Entzugserscheinungen entgegengewirkt.

Der Alkoholentzug gliedert sich in vier Phasen:

  1. In der Vorbereitungsphase soll die Motivation des Patienten, an seinem Problem zu arbeiten gebildet und gefestigt werden.
  2. Während der Entzugs- und Entgiftungsphase erfolgt der körperliche Alkoholentzug. Im Verlauf von 3-7 Tagen spürt der Patient starke körperliche Entzugserscheinungen, deshalb erfolgt diese Phase oft stationär. Vor allem in dieser Phase werden auch Medikamente eingesetzt, um die Entzugserscheinungen zu dämpfen.
  3. Das Ziel der Entwöhnungs- und Rehabilitationsphase ist es, den Patient körperlich, psychisch und sozial zu stabilisieren.
  4. In der Stabilisierungsphase werden neue Problemlösungsstrategien erlernt.

Wichtig ist in jedem Fall eine engmaschige psychotherapeutische Begleitung, um die realen Ursachen der Sucht aufzulösen. Bei der psychotherapeutischen Behandlung des Alkoholmissbrauchs spielen psychoanalytische, tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische und paar- und familientherapeutische Ansätze eine Rolle.

In der schulmedizinischen Behandlung können beruhigende Antidepressiva, niedrig- bis mittelpotente Neuroleptika und Beruhigungsmittel zum Einsatz kommen, um psychische Entzugssymptome zu lindern. Bei schweren Entzugserscheinungen wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen oder einem Delir werden starke Neuroleptika eingesetzt.

In der Zeit nach dem Entzug werden zum Teil Medikamente gegeben, die das Verlangen nach Alkohol vermindern können. Bei allen Psychopharmaka besteht die Gefahr, dass neue Abhängigkeiten entstehen. Sie sollten also nur sehr sparsam eingesetzt werden.

In der Nachbehandlung der Sucht spielen auch Selbsthilfegruppen (z.B. Anonyme Alkoholiker, Blaues Kreuz, Guttempler, Kreuzbund) und Beratungsstellen eine Rolle.

Es gibt Therapeuten, die als Behandlungsziel einen kontrollierten Genuss oder die vollständige Abstinenz anstreben.

Schulmedizinisch wird davon ausgegangen, dass keine Heilung möglich ist. Die Gefahr eines Rückfalls besteht oft auch noch nach Jahrzehnten. Das bedeutet, dass der Betroffene den Kontakt mit Alkohol absolut meiden sollte (vollständige Abstinenz). Je nach Festigkeit des Patienten kann schon eine alkoholhaltige Praline erneut den Suchtkreislauf auslösen.

Alkoholabhängigkeit – Wie kann die Naturheilkunde unterstützen?

Der Einsatz von Hafer und Mariendistel hat sich im naturheilkundlichen Bereich sehr gut bewährt. So hilft Hafer beispielsweise dabei, seelische Spannungen zu lösen, während die Mariendistel für eine Regeneration der Leber sorgt. Sie gilt das das Lebermittel schlechthin.

Die Zahnärztin Dr. Nadj-Papp ergänzt zur naturheilkundlichen Behandlung der Alkoholkrankheit:
"Es gibt mehrere naturheilkundige Therapiemethoden zur Suchtbekämpfung. Die bekanntesten sind z.B. die Akupunktur (insbesondere die Ohrakupunktur) und die Homöopathie (klassisch oder symptombezogen), dazu, wie bereits erwähnt, die Sozio- und Psychotherapie und die Suche nach einem sinnvollen Ausgleich zur "Ablenkung" und "Ursachenbekämpfung", je nach Vorlieben und Ursachen, Sport mit festen Zielen oder lieber Entspannung (Qi-Gong, Autogenes Training etc.), Hobbys, die einem Spaß machen, und die Hypnose, bzw. Selbsthypnose."

Auf der körperlichen Ebene spielt die weitere Entgiftung eine große Rolle. Dazu gehören die Ausleitung der Psychopharmaka und der Medikamente, die ggf. während der Zeit der schulmedizinischen Entgiftung gegeben wurden und das Ankurbeln des Lymphsystems. Hier können homöopathische Kombinationspräparate eingesetzt werden. Leber und Niere sind durch den Alkohol sehr belastet. Sie können durch pflanzliche Mittel  oder durch orthomolekulare Nahrungsergänzungsmittel weiter gestärkt werden.

Darüber hinaus spielen ganzheitliche psychotherapeutische Verfahren eine Rolle. Der Behandler sollte jedoch Erfahrung in der Behandlung von Suchterkrankungen haben.

Die Psychokinesiologie nach Dr. Klinghardt ist ein Dialog mit dem Unbewusstsein unter Verwendung des Muskeltestes. Verdeckte Blockaden und Traumata und damit die Ursache der Suchterkrankung können sichtbar gemacht und von der realen Situation entkoppelt werden. Der Patient erkennt mentale, psychische oder somatische Lebensthemen. Im Prozess werden hindernde Glaubenssätze aufgedeckt und über Akupunkturpunkte ausgeklopft. Der Patient erhält neue Lösungsstrategien im Hier und Jetzt.

Auch die Hypnose kann als unterstützende Therapieform eingesetzt werden. Der Therapeut geht mit dem Klienten zurück zum Ursprung der Sucht und deckt die Ursachen auf. Es werden Alternativen für alle positiven Eigenschaften gesucht, die der Klient mit dem Alkohol verbindet. Das Unterbewusstsein des Klienten kann im hypnotischen Zustand neue Verhaltensmuster finden, die den Alkohol als Problemlöser unnötig werden lassen. In der tiefen Entspannung der Hypnose können Suggestionen das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl des Klienten fördern. Er übt mental, die passenden Antworten parat zu haben und angebotene alkoholische Getränke entspannt ablehnen zu können.

Grenzen der Hyponotherapie liegen in der körperlichen Entgiftung. Sie muss parallel zu den schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Methoden erfolgen.

Bert Hellinger geht in Systemischen Familienaufstellungen davon aus, dass Beziehungen in der Familie auf andere Personen (Stellvertreter) oder Gegenstände übertragen werden können. Konflikte im Familiensystem werden sichtbar und können aufgelöst werden. Eine Familienaufstellung kann sehr viel im System bewegen und Beziehungen im Familiensystem heilsam verändern. Oft kommen Gespräche zwischen den Betroffenen wieder in Gang, wo vorher keine Begegnung möglich war. Die Aufstellungsarbeit kann eine wertvolle Ergänzung im Gesamttherapiespektrum sein. Doch inzwischen ist sie sehr verbreitet. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt und es gibt Aufstellungsleiter, die nach einem Wochenendkurs mit Aufstellungen beginnen. Betroffene sollten sorgfältig im Vorfeld die Ausbildung und Erfahrungen des Aufstellungsleiters prüfen.

Mehr und mehr entstehen therapeutische Gemeinschaften. Der Klient erlebt im wohlwollenden Umfeld den eigenen Selbstwert. In der gemeinsamen Arbeit erkennt er verdeckte eigene Ressourcen und gewinnt damit einen neuen Lebenssinn.

Die Erkrankung kann eine Chance sein, Veränderungen anzugehen, die vorher unmöglich schienen und dem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Ernährung - Ausgleich von Vitalstoffen, essentiell bei der Alkoholkrankheit

Linus Pauling geht in seiner Orthomolekularen Medizin davon aus, dass der Körper, um gesund zu bleiben, optimal mit Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) versorgt sein muss. Ein kontinuierlicher Alkoholgenuss verursacht einen massiven Mangel an Vitamin C. Der Alkoholkonstum sorgt oft auch für reduzierte Zufuhr anderer Vitamine. Eine verminderte Folsäure- und Vitamin B12-Zufuhr senkt den Cholinspiegel. Wenn Cholin fehlt, lagert sich Fett in der Leber ein, es entstehen DNA-Schäden, Entzündungen werden im Körper begünstigt und die Nierenfunktion wird gestört.
Cholin befindet sich in vielen Lebensmitteln. Eier, Fleisch, Fisch und Sojabohnen sind reichhaltige Quellen.

Wird Alkohol im Körper abgebaut, entsteht Acetataldehyd, ein starkes Gift. Die Aminosäuren Cystein und Glutathion schützen vor allem die Leber vor dem Gift. Der Alkohol reduziert den vorhandenen Spiegel im Körper – ein Teufelskreislauf.

Alkoholiker sollten deshalb auf eine hochwertige und vollwertige Kost mit reichlich frischem Obst und Gemüse achten. Biokost ist zu bevorzugen, da sie deutlich mehr Vitalstoffe und weniger Giftstoffe (Pestizide) enthält, die z.T. die Leber belasten würden. Darüber hinaus sollten Vitalstoffe substituiert werden. Die Literatur empfiehlt Vitamin A, C, E und den Vitamin B-Komplex. Zink – ideal in Kombination mit Vitamin C - reduziert die Entzündungen im Körper. Außerdem sollten die Spurenelemente Selen, Magnesium sowie das für den Energiestoffwechsel so wichtige Carnitin substituiert werden.

Alkoholgelüste und Entzugserscheinungen werden mit Vitamin B1, Niacin, L-Glutamin und Gamma- Linolensäure (zum Beispiel aus Borretschöl, Nachtkerzenöl oder Hanföl) gedämpft.

Patienten sollten darauf achten, dass sie hochwertige Nahrungsergänzungsmittel aus seriösen Bezugsquellen erwerben.

Die Rolle des Umfelds beim Alkoholismus

Nach der Meinung des Psychotherapeuten Wolfgang Laub sollte die Rolle des Umfelds bei der Entstehung des Alkoholismus nicht unterschätzt werden. Er sagt:

„Zu beachten ist bei jedem Aspekt des Alkoholismus, dass ein sehr großer Anteil des Problems nicht nur im Individuum selbst, also beim Alkoholkranken, liegt. Aus Sicht aktueller systemischer Modelle ist das Problem des Individuums meistens nur ein Indiz für ein Problem des gesamten Systems, z.B. der ganzen Gesellschaft. Sprachen früher Marxisten von der Religion als dem "Opium für das Volk", so sind dies heute Alkohol und andere Drogen. Statt gemeinsam für eine bessere Zukunft aufzustehen, eine bessere Umwelt, bessere Freizeitmöglichkeiten, Arbeitsplätze usw. zu schaffen, ist der Griff zur Flasche einfacher, den letztlich auch der Alkoholkranke zu verantworten hat. Schließlich greift er selbst zur Flasche. Kein anderer, nur er kann dies auch lassen. Man darf aber nie vergessen, dass die "Täter" oft auch Opfer, z.B. eines gesellschaftlichen - oder auch Familien-Systems, sind. Viele Opfer von Gewalt, Missbrauch, seelischer Verwahrlosung usw. greifen zur Flasche! Wenn man das vergisst, wird man die Alkoholkranken nicht angemessen würdigen und erreichen können. Man muss helfen, die gesamte Situation zu ändern. Gerade junge Menschen trinken oft "nur" aus einer gesamten problematischen Situation im System (z.B. der Familie) heraus. In solchen Fällen muss auch den anderen am System beteiligten Personen geholfen werden, z.B. den trinkenden Eltern, denen Kinder beim "Lösen" von Problemen mit Alkohol u.U. nacheifern. Wenn Eltern schlagen, missbrauchen und dergleichen, muss von außen eingegriffen werden.

Das mag banal klingen, in der Praxis wird das Problem und seine Lösung aber noch viel zu oft allein am Individuum festgemacht! Das kann so weit gehen, dass das Leben eines Alkoholikers zerstört wird, weil mit starken und gefährlichen Medikamenten an ihm herumtherapiert wird. Nach der Therapie kommt der Alkoholkranke dann wieder in die unveränderte häusliche Umgebung, wo er wieder geschlagen usw. wird. Und das Schlimmste: Der Alkoholkranke wird auch noch zum (alleinigen) "Täter" gemacht!
Hier ist äußerste Vorsicht in der Betrachtung, Diagnose und Therapie angebracht!"

Gesellschaftliche Rolle der Alkoholkrankheit

Nach Aussage der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, gehört der Konsum von Alkohol zu den fünf wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krankheit und frühzeitliche Sterblichkeit.

Im Alter von 12 bis 16 Jahren sammeln Jugendlich erste Erfahrungen mit dem Alkohol. Das Risiko, in eine Sucht zu entgleiten, ist in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter (bis zum 25. Lebensjahr) am größten. Die Gruppe der jungen Erwachsenen bis zum 25. Lebensjahr trinkt am häufigsten regelmäßig Alkohol. Später reduziert sich der Alkoholkonsum dann häufig wieder.

9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Durchschnittlich werden pro Kopf jährlich zehn Liter reinen Alkohols getrunken. Es gelten etwa 1,3 Mio. Menschen als alkoholabhängig. Nur ein kleiner Teil - etwa 10 Prozent - unterziehen sich einer Therapie,  oft erst viel zu spät. Jedes Jahr sterben in Deutschland 74.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen ihrer Alkoholsucht.

Die Bedeutung des Alkoholismus

Ruediger Dahlke schreibt: „Der Alkoholiker sehnt sich nach einer konfliktfreien, heilen Welt.“ Das an sich erstrebenswerte Ziel versucht er zu erreichen, indem er Konflikte und Probleme vermeidet. Er betäubt sich anstatt sie aktiv anzugehen. Der Alkoholiker sucht menschliche Nähe und verhindert zugleich durch den Alkohol die Tiefe in der menschlichen Beziehung.

Louise Hay zeigt ein Gefühl der Sinnlosigkeit auf. Der Patient lehnt sich selbst ab. Sie empfiehlt das Leben im Jetzt, jeden Augenblick zu genießen.

In jedem Menschen steckt die Kraft, seine eigenen Probleme anzugehen. Oft ist nur der Zugang zu diesen Kraftquellen versperrt. Die Arbeit am Selbstwert wird ein Schlüssel im Überwinden der Erkrankung. Wenn sich der Patient zutraut, seine Probleme selbst anzugehen und in der Therapie erlebt, was in ihm steckt und wie viel innerer Reichtum hier verschüttet war, dann legt er damit eine solide Grundlage für ein dauerhaftes Leben ohne Sucht.

Literatur

  • Burgersteins Handbuch Nährstoffe.
  • B. Croissant u. a.: Qualifizierter Entzug – Die stationäre Entzugsbehandlung von Alkoholabhängigen und ihre ambulante Fortführung. Klinikarzt 2003, 32, S. 306 ff.
  • Rüdiger Dahlke, Thorwald Dethlefsen: Krankheit als Weg.
  • Wilhelm Feuerlein: Alkoholismus: Warnsignale, Vorbeugung, Therapie.
  • Gunter Kruse u. a.: Alkoholabhängigkeit erkennen und behandeln.
  • Ralf Schneider: Die Suchtfibel.
  • Louise L. Hay: Heile deinen Körper
  • www.therapie.de/psyche/info/index/diagnose/sucht/therapie-alkoholbedingter-stoerungen
  • www.drogenbeauftragte.de/drogen-und-sucht/alkohol/alkohol-situation-in-deutschland.html
  • www.kenn-dein-limit.info

Kommentare

Andi, 15.06.2010, 16:46

"An der Frage, ob und wie viel Alkohol ein Mensch trinkt, und wie er sich ernährt, lässt sich ablesen, wie viel Wertschätzung er seiner eigenen Persönlichkeit und seinem Körper entgegenbringt", ein netter Satz, der reinhaut und zum Nachdenken anregt. Ich habe selbst getrunken und aus "Eitelkeit" bzw. aus Respekt und Achtung vor meinem Körper und seiner täglichen HochLeistung aufgehört. Es braucht nur einen Klick im Kopf. Heftige, klare Worte sind hier wirkungsvoller als das ewige Getuddel und Mitleidgedusel. Fein. Danke.

ergänzt und kommentiert von:
W. Laub, aus Kiel
Dr. (Med. Univ. Budapest) Edith Nadj-Papp, MA, MBA, aus Ditzingen

Online-Redaktion

Kommentare

Online-Redaktion, 08.09.2016:
Lieber Herr Schulze,

wie Sie es richtig beschreiben, sollten die vom Alkohol ausgehenden Gefahren auf keinen Fall unterschätzt werden. Gerade wenn Probleme oder entsprechende soziale Kontakte hinzukommen, kann sich Alkohol langsam aber stetig zu einem ernsten Problem entwickeln.
Wenn Sie selbst bereits dass Gefühl haben, dass Ihr Alkoholkonsum über ein gesundes Maß hinaus geht, sollten Sie sich nicht scheuen, Kontakt mit den Anonymen Alkoholikern aufzunehmen - bevor ein Klinikaufenthalt nötig wird. Die Teilnahme an ihren Treffen ist schon für viele zum Rettungsanker geworden. Der Aufwand ist gering und lohnt sich sicher. Weitere Informationen finden Sie unter www.anonyme-alkoholiker.de
Alles Gute für Ihren weiteren Weg wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Michael Schulze aus Gera, 08.09.2016:
ALkohol ist ein Nervengift, ein Zellgift, das in Lebensmittelläden nichts zu suchen hat. Es quasi jedem frei verkäuflich zur Verfügung zu stellen, ist ein Verbrechen, weil es den Süchtigen oder Missbräuchler eindeutig überfordert, wenn man von ihnen Kontrolle und so weiter verlangt. Alkohol ist kein Lebensmittel, sondern ein Todesmittel, dem in unserer Kultur ein überragender Platz eingeräumt wurde. Da ansonsten auch noch alle möglichen sozialen und psychischen Probleme bis Krankheiten produziert werden, ist es geradezu logisch, dass mensch auf den Alkohol kommt und nicht etwa auf den Hund. Ich selbst war erst gestern wieder besoffen und sitze jetzt hier, fast irre vor Raserei, und schreibe mir ein bisschen Frust von der Seele. Wie komme ich von diesem Dreck los? Eine Entzugsklinik brauche ich nicht, soweit ist es noch nicht gekommen. Aber jetzt muss irgend etwas passieren. Ich weiß nur noch nicht, was.
Gerda Günther aus Haßloch/Pfalz, 26.06.2015:
Hallo Herr Rippelmeyer,
als Ehefrau eines Betroffenen lese ich mich gerade unter dem Stichwort "Alkoholentzug mit Globuli" ein.
Zusätzlich : K a l z i u m + L e i n s a m e n !!!!
Globuli: stellen Sie Ihren Typ fest + gehen Sie zu einem Homöopathen !
Lesen Sie von Erhard Freitag "Kraftzentrale Unterbewußtsein"

LG Gerda Günther
Online-Redaktion, 21.01.2015:
Ergänzung für Herrn Rippelmeyer:
Nahrungsergänzungen sind kurzfristig ein gutes Instrument, um akut zu agieren. Hier sollte individuell der im Körper vorhandene Mangel ausgetestet werden. Entsprechende Therapeuten und Ärzte finden Sie im Naturheilmagazin und dem Diagnose- und Therapieverfahren „Orthomolekulare Medizin“. Hinter dem Suchtgeschehen steckt jedoch oft die Suche nach einem Ersatz für nicht erhaltenen Liebe oder Zuwendung oder die Suche nach einem Ausgleich für nicht mehr bewusste Traumata. Eine nachhaltige Suchtbehandlung sollte deshalb durch einen erfahrenen Psychotherapeuten / Heilpraktiker für Psychotherapie begleitet werden.
Online-Redaktion, 16.01.2015:
Sehr geehrter Herr Rippelmeyer,

eine konkrete Einnahmeempfehlung dazu können wir Ihnen leider nicht bieten. Das sollten Sie im Einzelfall mit einem Therapeuten klären. Dabei kann die Zufuhr von Nährstoffen sicher auch nur ein Aspekt in einem Gesamtkonzept sein, mit dem man einem übermäßigen Alkoholkonsum entgegenwirkt.

Ihre Online-Redaktion
Klaus Rippelmeyer, 15.01.2015:
Gibt es eine Einnahmeempfehlung zur Verminderung von Alkoholgelüsten und Entzugserscheinungen mit Vitamin B1, Niacin, Glutamin, Taurin und Gamma- Linolensäure herausgestellt?
Für eine Empfehlung bin ich Dankbar.
Liebe Grüße
klaus
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