Abwehrschwäche und wiederkehrende Infekte

Abwehrschwäche und wiederkehrende Infekte

Eine Erkältung oder Blasenentzündung nach der anderen? Da liegt der Verdacht auf eine Abwehrschwäche nahe. Der Facharzt für Innere Medizin, Homöopathie, Akupunktur und Naturheilverfahren Dr. Thomas Heintze stellt hier eine Vielzahl von Möglichkeiten vor, welche die Naturheilkunde als Alternative oder Ergänzung zu Antibiotika & Co. bereitstellt.

Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. Thomas Heintze, FA. für Innere Medizin aus Marburg-Bauerbach

Abwehrschwäche ganzheitlich betrachtet

Wenn immer wieder Erkältungen, Blasenentzündungen oder andere Infekte auftreten, steckt womöglich eine Abwehrschwäche dahinter. Die typischen Beschwerden dieser wiederkehrenden Infekte sind lästig und mitunter quälend. Dabei steckt im Sinne der ganzheitlichen Medizin meist eine durchaus sinnvolle Reaktion des Körpers hinter den Symptomen. Dies möchte ich am typischen Fall einer 46-jährigen Patientin veranschaulichen. In die Praxis kam sie wegen deutlich gehäufter Infekte bzw. ihrer Abwehrschwäche. In den letzten Jahren hatte sie im Durchschnitt pro Jahr 5-8x Atemwegsinfekte – mit steigender Tendenz. Entsprechend häufig war sie mit Antibiotika behandelt worden, seitdem fühlte sie sich energetisch schlechter. Sie hatte dauernd kalte Füße und öfter „die Nase voll“. Dieses ist als körperliche Äußerung, als Signal zu verstehen, dass sie etwas ändern sollte.

Aus Sicht der ganzheitlichen Medizin ist eine Infektion eine Heilreaktion, ebenso wie Fieber. Der Körper versucht mit Hilfe dieser Aufwallungen, die gestörte Harmonie wiederzugewinnen.

Das kann mit unangenehmen Symptomen einhergehen. Die Symptome immer nur zu unterdrücken, löst jedoch nicht das Grundproblem und geht nicht an die Ursachen heran. Die Gefahr dabei ist, dass eine Verschiebung der Probleme von außen nach innen, von leichter zu schwerwiegender resultieren kann.

Jeder von uns kennt die typischen Symptome eines Atemwegsinfektes: Die Nase läuft bei Schnupfen, wir haben Halsweh bei einer Entzündung des Rachens oder Husten bei einer Bronchitis. Beim Husten ist zu unterscheiden zwischen einem Reizhusten ohne Auswurf, der durch entzündliche Reize an Bronchialschleimhaut und Luftröhrenschleimhaut hervorgerufen wird, und einem sogenanntem „produktivem Husten“. Produktiver Husten produziert Auswurf. Das Abhusten von Schleim soll den Körper entlasten. Beim Besuch beim Therapeuten fragt dieser in der Regel, ob der Auswurf klar, grün, gelb oder blutig ist, um dem Husten auf die Spur zu kommen.

Wiederkehrende Infektionen können jedoch auch andernorts stattfinden: z.B. als wiederholte Entzündungen der Harnblase. Hier will ich mich jedoch im Wesentlichen um wiederkehrende Atemwegsinfekte bei einer Abwehrschwäche kümmern. Schwerwiegende Krankheiten, die ursächlich eine Rolle spielen können, wie eine Krebserkrankung, ein Mangel an Immunglobulinen (Antikörpern), ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus und andere Erkrankungen sind vom Therapeuten diagnostisch abzuklären.

Mögliche Ursachen für eine Abwehrschwäche

Kehren wir zurück zu der eingangs erwähnten 46-jährigen Patientin. In ihrem Fall konnte ich gleich eine ganze Fülle von Risiko- und Belastungsfaktoren für eine Abwehrschwäche ausmachen:

Die leicht übergewichtige Frau hatte Stress im Beruf und in der Ehe. Sie rauchte 5 bis 10 Zigaretten pro Tag. Ihre Ernährung war „nicht gesund“ und sie bewegte sich nach eigenen Angaben im Alltag zu wenig .Sie hatte fünf Amalgamfüllungen neben einigen Goldkronen und Kunststofffüllungen. Außerdem hatte die Frau bereits eine Mandeloperation und eine Blinddarmoperation hinter sich. Geplagt wurde sie neben den Infekten von Ein- und Durchschlafstörungen, in letzter Zeit war sie häufiger niedergeschlagen. Auf Nachfragen kommen noch weitere belastende Faktoren zur Tage: Klimaanlage im Büro, sie arbeitet am PC, ist von Elektrogeräten umgeben (Elektrosmog).

Wesentliche Faktoren, die das Immunsystem beeinträchtigen können, sind:

  • ungesunde Lebensführung, u.a. mit mangelndem Training der Hautdurchblutung (fehlender Wechsel von kalter und heißer Luft), Wärmestau durch zu warme Kleidung, nasenfeindliche trockene Heizungsluft ...
  • Fehl- oder Mangelernährung, Zivilisationskost
  • Nikotin, Alkohol und andere Genussmittel
  • Medikamente, die das Immunsystem schwächen
  • Störfelder wie Zahnherde, Narben
  • Darmdysbiose, d.h. eine krankhaft zusammengesetzte Darmbakterienflora
  • Bewegungsmangel
  • seelische Belastungen: zu viel Stress, Reizüberflutung, chronische ungelöste Konflikte, Mangel an Selbstliebe, Mangel an geliebt werden, Ängste, Einsamkeit, depressive Verstimmung
  • Geopathien (Belastungen durch Erdstrahlen/Verwerfungen, Wasseradern usw.), Elektrosmog
  • Belastungen durch Pestizide oder Giftstoffe aus Industriechemikalien wie chlorierte Kohlenwasserstoffe, Benzol, Schwermetalle (z.B. Quecksilber in Amalgam; Blei; Cadmium aus Düngemitteln)

Unsere übliche Zivilisationslebensweise und noch viele andere Ursachen bedingen eine Infektanfälligkeit, Übersäuerung, Gift- und Schlackenbelastung des Organismus.

Schulmedizinische Therapie bei Abwehrschwäche

Bei Schnupfen wird häufig ein abschwellendes Nasenspray/Nasentropfen gegeben, welche zwar das Symptom bessern, jedoch den Körper hindern, die belastenden Giftstoffe über Schleimbildung der Nasenschleimhäute loszuwerden.

Meines Erachtens werden immer noch zu früh und zu häufig Antibiotika gegeben bei meist virusbedingtem Schnupfen. Bei Viruserkrankungen helfen Antibiotika nicht.

Bei Fieber bekommen die Patienten oft fiebersenkende Mittel. Das ist zwar gut gemeint, jedoch wird dem Körper dadurch die Möglichkeit der Stärkung des Immunsystems genommen bzw. diese wird beeinträchtigt, denn das Fieber stärkt auf breiter Basis die gesamte Kaskade der körpereigenen Abwehr. Statistiken zufolge bekommt nur eins von zweihundert Kindern bei hohem Fieber einen Fieberkrampf, insofern muss nicht gleich ein fiebersenkendes Zäpfchen gegeben werden. Kurzfristige Kontrollen durch den Arzt und eine Überwachung des Allgemeinzustandes ermöglichen oft, die körpereigene Abwehr ungestört arbeiten zu lassen. Bei hohem Fieber können Wadenwickel die Temperaturen senken helfen. Die Temperatur ist im Verlauf typischerweise morgens etwas niedriger, steigt bis gegen abends 18:00 Uhr an, um dann wieder abzusinken. Die Fiebermessung ergibt im Enddarm höhere Werte als unter der Zunge, die niedrigsten Werte werden in der Achsel gemessen. Um vergleichen zu können, sollte man immer an derselben Stelle messen.

Bei Husten ohne Auswurf, der zu Schlaflosigkeit führt, ist ein kodeinfreier Hustendämpfer akzeptabel. Bei zähem Auswurf werden schleimlösende Medikamente helfen. Die Antibiotika sind nach meiner Erfahrung nur bei wenigen Patienten in schlechtem Allgemeinzustand mit grünem oder gelbem Auswurf notwendig, wenn die eigenen Maßnahmen der Patienten und naturheilkundliche Mittel nicht hinreichend helfen.

Naturheilkundliche Therapie bei Abwehrschwäche

Ernährung bei Abwehrschwäche

Meinen Patienten mit Abwehrschwäche empfehle ich eine individuell bekömmliche, der Konstitution angepasste gesunde Ernährung, die sich an den Richtlinien der Hayschen Trennkost orientiert. Diese stimme ich immer auf den Einzelfall ab.

Besonders wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem sind frisches Obst, frisches Gemüse und frische Salate. Diese enthalten zahlreiche immunstärkende Substanzen und wirken so einer Abwehrschwäche entgegen. Besonders effektiv immunstärkend sind Knoblauch und Zwiebeln.

Eine vollwertige an Basenbildnern und sekundären Pflanzenstoffen reiche Kost ist auf jeden Fall empfehlenswert. Gemieden werden sollten dagegen denaturierte Nahrungsmittel, wie wir sie von Fertigprodukten kennen.

Grundsätzlich ist auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Im Rahmen eines akuten Infektes ist meist der Appetit verringert. Es ist klug, auf den eigenen Körper zu hören und dann auch wenig zu essen. Besorgte junge Mütter sollen hier auf die Instinkte ihrer Kinder achten. Die Energie, die der Körper nicht in die Verdauung stecken muss, kann das Immunsystem zu diesem Zeitpunkt gut gebrauchen.

Bewegung für eine starke Abwehr

Ideal ist ein regelmäßiger, aber mäßiger Ausdauersport. Er dient der Gesundheit wie auch der angemessenen Entspannung. Anders dagegen ist Hochleistungssport zu bewerten. Er kann eine Abwehrschwäche sogar noch fördern.

Orthomolekulare Medizin bei Infektanfälligkeit

Das Immunsystem braucht eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen und Mineralstoffen wie Zink sowie den bioaktiven Substanzen wie die sekundären Pflanzenstoffe.

Studien zeigen, dass Nahrungsergänzungsmittel im oben genannten Sinne zu einer deutlichen Senkung von Arbeitsunfähigkeiten durch Infekte führen. Außerdem können sie die Beschwerden bei bereits bestehenden akuten Infekten bessern und die Infektdauer verkürzen.

Das natürliche Nahrungsintegral, so wie Gott es uns schenkt in Form von Obst und Gemüse, wirkt besser als einzelne Nährstoffe. Jedoch helfen die Nährstoffe auch.

  • Zink

    Als Zinkpräparate empfehlen sich z.B. Unizink, Zinkorotat-POS oder hypo-A-Zink.
  • Vitamin C

    Besonders preiswert ist 100 g Vitamin C Pulver (Ascorbinsäure-Pulver) welches 3-4x 2 Messerspitzen in Wasser einzunehmen ist. Allerdings sollte man bedenken, dass natürliches Vitamin C, z.B. Vitamin C aus der Acerola-Kirsche, besser ist als das synthetisch hergestellte. Bei akuten Infekten sollte Vitamin C mit 500-1000 mg pro Tag und Zink mit 10-25 mg dosiert werden.
  • Vitamin D

    Weit über 1500 Vitamin-D-Bestimmungen in den letzten 4 Jahren haben gezeigt, dass besonders im Winterhalbjahr von Oktober bis März 90-95 % aller Patienten einen Vitamin-D-Mangel, nicht wenige von ihnen sogar einen schweren Vitamin-D-Mangel hatten. Die empfohlene Mindestdosierung von 800 IE/Tag ist meiner Erfahrung nach noch oft zu niedrig dosiert. Die Dosierung hängt vom Laborwert ab, ist also individuell zu wählen. Somit brauchen fast alle Patienten hierzulande von Oktober bis März Vitamin D!

Eigenbluttherapie zur Abwehrstärkung

Eigenbluttherapie mit niedrig dosiertem Ozon wirkt immunstimulierend und verbessert die gesamte Regulation. Es bietet sich eine Serie von Eigenblutspritzen, beginnend einige Wochen vor der Infektsaison an. Die Infektsaison dauert von Oktober bis März. Dadurch kann man meiner Erfahrung nach den Patienten häufig die typischen Atemwegsinfeke im Winter ersparen.
Mikrobiologische Therapie für eine stärkere Abwehr

Als unspezifische Immunmodulation wirkt die mikrobiologische Therapie vorbeugend gegen chronisch wiederkehrende Infekte. Ziel der mikrobiologischen Therapie ist es in diesem Fall, über einer Verbesserung der Darmflora die Abwehrschwäche zu bessern.

Die Darmflora bessert sich durch eine naturgemäße Ernährung. Die zusätzliche Gabe von gesunden Darmsymbionten wie z.B. Symbiolact comp, Colibiogen oder der Serie Pro Symbioflor/Symbioflor 1/Symbioflor 2 ist erfolgversprechend. Bei Laktoseintoleranz ist z.B. Symbiolact plus zu empfehlen.

Physikalische Therapie fürs Immunsystem

Physikalische Therapie wie Bewegungstherapie, Kneipp’sche Güsse und Sauna verbessern die Abwehrlage.

Phythotherapie

Allgemein bekannt ist Echinacea zur Abwehrstärkung. Es ist z.B. enthalten in Immudynal, Echinacin (Firma Madaus) oder in Toxi loges Saft.

Entsäuerung bei Abwehrschwäche

Entsäuerung durch eine an Basenbildnern reiche Ernährung, falls im Einzellfall notwendig – was häufig der Fall ist – zusätzlich Basenpräparate wie Bullrichs Vital, Neukönigsförder Mineraltabletten, Basosyx bzw. Basosyx Hepa oder Pascoe Basentabs. Die Dosierung wird an den pH-Messwert des Urins angepasst. Ziel ist es, einmal täglich einen Urin-pH-Wert um 7,4 zu erreichen.

Homöopathie bei Abwehrschwäche

Bewährte Mittel bei grippalen Infekten sind Aconitum in der beginnenden stürmischen fieberhaften Phase, bei Schüttelfrost oder trockenem Fieber, bei großer Angst bis hin zur Todesangst, großer Unruhe, Herzklopfen, hartem Puls, heftigem Durst, schlimmer abends als nachts und schlimmer durch Wärme.

Belladonna
ist angebracht bei plötzlich beginnenden Fieberzuständen, hochrotem Kopf, pulsierendem Kopfschmerz, Schüttelfrost, trockenen Schleimhäuten, Schüttelfrost, Schweiß, hochrotem Rachenring und Mandeln, weiten Pupillen sowie Verschlechterung durch Kälte, Zugluft und Aufregung.

Dulcamara
hilft bei charakteristischem Gefühl der Erkältung, starkem Kältegefühl, Schnupfen, kurzem bellendem Husten sowie Erkältung als typische Folge von Nässe und Kälte; Wärme verbessert.

Eupatorium hilft bei Fieber mit starkem Zerschlagenheitsgefühl in Gliedern und Knochen, trockenen Husten, der so stark schmerzt, dass die Brust gehalten werden muss, starker Fließschnupfen, großer Durst.

Ferrum phosphoricum hilft besonders bei beginnendem Fieber, bei vollblütigem oder bleichem Gesicht, kalten Füßen, großer Schwäche und dem Bedürfnis sich hinzulegen, Durst. Schlechter durch Ruhe, mäßige Bewegung bessert.

Gelsemium wirkt besonders bei Fieber mit Schüttelfrost, kein Durst, allgemeines Zerschlagenheitsgefühl, Benommenheit und Schläfrigkeit, zittrige Schwächen, heftiger Blutandrang mit dunkelrotem Gesicht und Schmerzen im Kopf. Reichlicher Harnabgang bessert Kopfschmerz. Schlechter durch Wärme, Sonne, Bewegungen und jede Erregung.

Bewährte homöopathische Komplexmittel sind z.B. Gripp-Heel, Infigripp sowie Hevertotox Erkältungstabletten SL.

Wichtig: Wenn die pflanzlichen oder homöopathischen Mittel offensichtlich keine Besserung bewirken, ist unbedingt eine Kontrolle durch den Arzt notwendig.

Sonstige naturheilkundliche Therapien bei Abwehrschwäche

  • Ätherische Öle, die auf die Region zwischen den Schulterblättern und beidseits seitlich des Brustbeins gegeben werden, haben sich bei Bronchitis sehr bewährt.
  • Die Elektroneuraltherapie verbessert das Energieniveau und unterstützt dadurch das Immunsystem.
  • Enzyme: Bei Entzündungen und Verschleimungen können Enzyme zum Einsatz kommen, z.B. hilft Bromelain POS 2x1 nach meiner Erfahrung, Infektionen besser zu überstehen. Die Enzyme wirken gegen Entzündung und schleimlösend.

Kommentare

Kerstin, 18.08.2017:
Bin seit einiger Zeit immer wieder mit Infekten richtig niedergeschlagen.von jetzt auf gleich kann ich keinen Fuß mehr vor dem andern setzen. Husten mit Auswurf meist weiß manchmal so schaumig schnupfen und richtig matt.Ich bekomme kein Fieber habe aber ständig so hitzewallungen....sind auch oft die lymphBahnen vom Ohr abwärts mit betroffen die schmerzen wie verrückt ich hatte auch schon mehrmals eine kehlkopfentzündung mit sprechverbot...Muss regelmäßig dauer medis nehmen hab eine chronische magenschleimhautentzündung und reflux da geht es ohne magenmittel nicht mehr....Weiß im Moment nichg weiter da es ziemlich anstrengt bin so fertig jedesmal
Paulina, 18.08.2017:
Hallo,

Ich habe seit ungefähr einem Jahr alle 1-2 Monate eine Erkältung mit Husten der sehr lange anhält, desweiteren leide ich oft unter Migräne, Nervenschmerzen in den Füßen die der Neurologe aber auf den Stress schiebt und habe viele Allergien. Mein Homöopath und ich haben viel versucht aber nichts hilft. Ich weiß nicht ob das alles von meinem permanenten Stress bzw. Druck kommt. Antibiotika habe ich erst 1x genommen. Ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen und meine Arbeit findet es auch nicht toll dass ich so oft krank bin. Würde mir eine Kur vielleicht helfen?
Bernadette Buch aus Regenstauf, 13.08.2017:
Hallo,

Ich habe seit 3 Monaten mit einer ständigen Atemwegsinfektion zu tun.
Sie ist zwar mal ein paar Tage besser, aber dann bekomm ich so Halsschmerzen, dass mich das Sprechen schmerzt und unangenehm ist.
Und die Nase läuft dazu.
Es ist aber nichts entzündliches, Blutwerte und EKG wurde gemacht, alles ok.
Der HNO meinte auch, ausser einer Rötung am Kehlkopf die unbedenklich sein soll.
Da es aber kein grippaler Infekt ist, will ich mich auch gar nicht unbedingt allzu sehr schonen und auch nicht immer wieder in der Arbeit fehlen, da mir die Arbeit auch sehr Spaß macht und das Zuhause sitzen oft schon depressiv macht.
Wahrscheinlich wird es wie hier schon öfter erwähnt, auch mit einem Ungleichgewicht zusammen hängen.
Ich hatte so etwas noch nie so lange.
Vor allem jetzt im Sommer.
Aber es ist doch interessant (wenn auch nicht unbedingt schön) dass man nicht die Einzige in der Hinsicht ist.
Online-Redaktion, 02.08.2017:
Liebe Frau Böhm,
auch Ihr Fall zeigt deutlich, wie man die Darmflora mit maßloser Antibiotikagabe zugrunde richten kann. Aus naturheilkundlicher Sicht hängen Darm und Lunge eng zusammen. Beide stammen entwicklungsbiologisch aus dem gleichen Keimblatt. Gewissermaßen sind beide Einstülpungen der Haut. Eine darmfreundliche Ernährung und Darmsanierung scheint daher dringend geraten. Als Basis zu empfehlen wäre Bio-Kost ohne Zusatzstoffe. Evtl. kann es sinnvoll sein, anfangs mit einer Colon-Hydro-Therapie oder einer F.X.-Mayr-Kur zu beginnen. Hier hat jeder ganzheitliche Arzt oder Heilpraktiker seine eigenen Möglichkeiten. In jedem Fall sollten Sie jemanden suchen, der viel Erfahrung mit Darmsanierungen hat, damit dieser mit Ihnen einen für Sie möglichst gut verträglichen Weg findet.
Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Online-Redaktion, 02.08.2017:
Liebe Aylin,
dass in bzw. nach fordernden Zeiten wie dem Abitur häufiger Infekte auftreten ist nicht ungewöhnliches, aber das was Sie beschreiben, ist absolut nicht in Ordnung. Nach dem vielfachen Gebrauch von Antibiotika dürfte Ihre Darmflora deutlich gelitten haben. Dafür spricht übrigens auch der Schulterhochstand links, der aus naturheilkundlicher Sicht typischer Ausdruck einer chronischen Darmstörung ist. Hinzu kommt, dass der Darm ein wichtiges Immunorgan ist. Damit die Abwehr richtig funktioniert, brauchen wir eine ausgewogene und gesunde Darmflora.
Vielleicht informieren Sie sich einmal auf den Seiten
http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-leben/ernaehrung/gesundheit-beginnt-im-darm.html
http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/darmstoerungen/film-darmsanierung-funktion.html und
http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/darmstoerungen/darm-und-gesundheit-film.html
über die Zusammenhänge von Darm und Gesundheit. Am besten suchen Sie sich einen ganzheitlich orientierten Arzt oder Heilpraktiker, der Sie zu Details einer möglichen Darmsanierung berät.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Aylin, 01.08.2017:
Guten Tag,

Ich bin 18 Jahre alt und im Juli mit meinem Abitur fertig geworden. Seit letztes Jahr im Herbst bin ich nicht einmal 4 Wochen am Stück gesund gewesen. Es war immer entweder eine Erkältung, Mandelentzündung oder eine Blasenentzündung. Kurz vor meinen Prüfungen hatte ich auch eine Art Heulanfall während ich (mal wieder) eine ziemlich schlimme Blasenentzündung hatte. Dazu kommt, dass ich dieses Jahr umziehe und meine Mutter sich deshalb ständig Sorgen macht, was mich wieder rum unsicher macht. Meine Ärztin verschreibt mir jedes mal Antibiotika, was ich meinem Körper aber nicht länger antun möchte. Zusätzlich habe ich seit kurz nach den Abiturprüfungen kolikenartige Magenkrämpfe, die magensaftresistenten Tabletten dagegen halfen auch nur kurzzeitig.
Zudem ist meine linke Schulter etwas höher als die rechte und eine Physiotherapeutin meinte, dass einer meiner Nackenwirbel leicht nach rechts rausgedrückt wäre.
Was soll/kann ich tun, wo soll ich nach der Ursache meiner Beschwerden suchen? Ich bin scgließlich noch jung, ernähre mich zu 90% gesund und fleischlos und gehe jede Woche ca 3 mal zum Krafttraining. Ich bin langsam leider mit den Nerven am Ende...haben Sie eine Lösungsmöglichkeit für mich?

Vielen Dank im Voraus.
LG,
Aylin
Diana Böhm aus Bochun, 01.08.2017:
Hallo, Seit einem Jahr etwa habe ich ständig einen Infekt, beginnend durch eine Nasebnebenhölenentzündubg..Nach einem CT stellte sich heraus, dass ich operiert werden muss, damit der gelbe eitrige Schleim bEsser ablaufen kann...gesagt getan...Von 6 Monaten habe ich mich dann Operieren lassen ( wurde während meines Infekte operiert und mit einem starken Infekt entlassen) und gehofft, dass ich danach Ruhe hsbe! Ich habe vor der OP bereits mindestens. 5 mal Antibiotika bekommen, da sie immer vermutet haben es sei einfach nur ein gripaler Infekt...Jetzt nach der Operation bin ich jedoch weiterhin alles 6 Wochen krank...Ich sollte kortisonhaltiges Nasenspray nehmen und zwischendurch abschwellendes Spray und Nasenspühkung machen...habe alles befolgt und bin immer noch alle sechs Wochen krank...Ich bin tital verzweifelt...Ich habe wieder mindestens 5 mal Antibiotika bekommen..Also insgesamt 10 mal in einem Jahr...Meinen letzten Infekt hatte ich vor einer Woche und lag sogar im Krankenhaus, da ich so oft Antibiotika bekam haben sie mir Antibiotika über die Vene gegeben 1500 mg...5 Tage lang..Jetzt wo ich Zuhause bin muss ich noch eine Woche antibiotikum in Tablettenform 500 mg nehmen...Ich bin Zuhause und bekomme langsam Todesangst...Ich fühle mich immer noch tital schlapp und krank...Meine Bronchen sind zu, spucke Schleim und bin ausgepowert...Mein Darm ist glaub ich auch nicht in Ordnung...Habe nach jedem essen leichte Krämpfe und breiigen Stuhl...Und Magenprobleme mit Reflux...Habe bereits versucht meinen Darm aufzubauen mit Symbioflor..Pro Symbioflor war super jedoch Symbioflor 1 habe ich nicht vertragen...Einen Riesen blähbsuch bekommen und Bauchschmerzen..verdtopfung und Durchfalle im wechsel...Seit zwei Monaten hsbe ich auch Kapseln genommen mit Vitamin C Vitamin D und Zink..Alles hilft nicht...HaBen sie einen Rat für mich
Online-Redaktion, 29.05.2017:
Lieber Herr Kalken,
ständig wiederkehrende Infekte können in der Tat eine große Belastung darstellen. Wie Sie im Beitrag von Dr. Heintze sehen können, gibt es eine ganze Reihe von naturheilkundlichen bzw. ganzheitsmedizinischen Dingen, die man dagegen tun kann. Was im Einzelfall sinnvoll ist, muss der Arzt oder Heilpraktiker nach einem persönlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung entscheiden. Pauschalrezepte mögen im Einzelfall bei akuten Problemen Hilfe bringen, gerade bei längerfristigen Problemen, geht es aber darum zunächt zu erkennen, auf welcher Ebene / in welchem Organbereich ... die Ursachen der Beschwerden/Infektanfälligkeit liegen.
Daher empfehle ich Ihnen, zunächst einen ganzheitlich arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen, der der Sache auf den Grund geht.
Adressen finden Sie bei uns unter http://www.naturheilmagazin.de/aerzte.html und http://www.naturheilmagazin.de/therapeuten.html
Gute Fortschritte dabei wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Mike Kalken aus Magdeburg, 24.05.2017:
Hallo.
Ich habe den Beitrag mit großem Interesse gelesen. Ich leide auch häufig unter meist Halsschmerzen und leichten Schnupfensymptomen. 3 bis 4 mal im JAHR gesellt sich meist noch eine Bronchitis dazu. Ich bin 40 Jahre alt, verh. und Vater von 2 Kinder. Auch wenn diese einen Infekt mit nach Hause bringen..... Bin ich der erste der es auch hat. Kann es an meiner Angsterkrankung (Hypochondrische) das es mich häufiger erwischt. Fühle mich auch häufiger gestresst...... Aber es gibt doch genug Leute die mehr Stress haben und nie erkranken, wenn dann nur leicht. Blutbild und Röntgen war bisher immer i. O. Noch zu meiner Person: Nichtraucher seit 10 Jahren, Übergewicht, 1 bis 2 mal. die Woche Kraftsport im normalen Bereich. Haben Sie evtl. mehr Infos oder Tipps? Besten Dank im voraus!
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 17.05.2017:
Liebe Frau Bagci,
es ist schon ein wichtiger Schritt, dass Sie sich wie beschrieben um eine bessere Gesundheit bemühen.
Natürlich ist unser Wohlbefinden sehr komplex von vielen Faktoren abhängig:
Eine Belastung der Darmschleimhaut (falsche Nahrung und/oder ungenügende Nahrungsverwertung, aber auch Stress etc.) bedingt eine Störung des Immunsystems und eine Mitreaktion der Atemwege.
Daunen-Bettwäsche kann zu einer ständigen Belastung von Lunge und Nasennebenhöhlen führen wie natürlich auch seelische Probleme (Traurigkeit, "die Nase voll haben" usw.).
Erschöpfungszustände stehen sehr oft auch im Zusammenhang mit der Niere und unseren Umgang mit diesem Organ (Partnerschaft, Ruhe/Erholung, Trinkmenge, Durchwärmung, Atmung, Ängste...).
Versuchen Sie, sich aus dem offensichtlichen Tief zu befreien - überlegen Sie in allen Bereichen Ihres Lebens, was Sie eigentlich anders gestalten möchten oder wie Sie mit sich selbst besser umgehen sollten (ganz gleich, was andere davon halten - was für Sie gut ist, ist für die Welt gut!).
Beachten Sie bitte auch die für eine zufriedenstellende Gesundheit wichtige Bemühungen wie Haltung, Entspannung, Atmung, Durchblutung, Lymphfluss, energetische Situation (auch Bettstelle!), innere Zufriedenheit und Lebensziele (Freude und Vorfreude...).
Ich kann Ihnen auch gerne an Ihre Mail-Adresse unterstützende Unterlagen zusenden.
Mit lieben Grüßen und allen guten Wünschen!
Dr. med. Wolfgang Scheel
Yeliz Bagci aus NEU- ULM, 16.05.2017:
Hallo

Ich habe auch ständig Atemwegserkrankungen mit allem drum herum und mit ständiger Erschöpfung.
Ich habe schon viel versucht Probiotik, Vitaminpräparate verschiedener Firmen. Eigenbluttherapie, Basentabletten, Aufbaukuren, war 1 Jahr lang bei einer Heilpraktikerin, auch Verschiedenes ausprobiert
Ich habe leider keine Erfolge gesehen. bin ziemlich verzweifelt was ich noch machen könnt
Kommentar hinzufügen



Mailadresse dient möglichen Rückfragen durch die Redaktion.
Sie wird nicht veröffentlicht.



 

Wichtiger Hinweis:

Diese Inhalte dienen der Information und Orientierung. Sie können und sollen unter keinen Umständen den Besuch eines Arztes und die Konsultation medizinischer Beratung oder professioneller ärztlicher Behandlung ersetzen.
Der Inhalt von naturheilmagazin.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Im Übrigen verweisen wir auf die Geltung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB

Krankheiten A-Z