Vortragender: Priv.-Doz. Dr. med. Jost Langhorst, Essen
Dr. Langhorst arbeitet als leitender Oberarzt in der Abteilung für Innere Medizin V, Naturheilkunde und integrative Medizin der Klinken Essen Mitte.
Redaktion: Dr. Inge Ziegler
Anhand einiger Fakten verdeutlichte Dr. Langhorst die immense Bedeutung des Darms für unsere Gesundheit:
- Der Darm ist unsere Hauptkontaktfläche zur Umwelt. Die Darmoberfläche entspricht mit rd. 500 m2 etwa der eines Tennisplatzes.
- Im Darm gibt es ca. 100 Mio. Neurone. Das sind mehr, als sich z.B. im Rückenmark befinden. Es werden mehr Informationen vom Darm zum Großhirn geleitet als umgekehrt.
- 70 % aller immunkompetenten, d.h. zur Abwehr befähigten, Zellen befinden sich im Darm.
- Im Verdauungstrakt werden zahlreiche Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Dopamin produziert. Umgekehrt reagiert der Darm auch auf Stoffe, welche die Psyche beeinflussen.
Doch der Darm funktioniert nicht immer nach Wunsch. Bis zu 1/3 der Bevölkerung leidet an chronischen Verdauungsstörungen, wovon nur bei jedem 2. Patienten organische Veränderungen nachweisbar sind. Bei der anderen Hälfte der Patienten sind mit den Standardmethoden keine Ursachen auszumachen. Hier spricht der Therapeut dann von „funktionellen“ Magen-Darm-Erkrankungen. Hierzu gehört auch das Reizdarm-Syndrom, unter dem rund 12 % der Deutschen leiden.
Die Themen:
Symptome beim Reizdarm-Syndrom
Ursachen des Reizdarm-Syndroms
Therapie des Reizdarm-Syndroms
Literatur- und Linktipps zum Reizdarm-Syndrom
Bei der Medizinischen Woche wurden weitere Möglichkeiten zur Therapie des Reizdarm-Syndroms vorgestellt. Lesen Sie dazu:
- Vortrag von Prof. Dr. med. Peter Gündling zum Thema „Ernährungstherapie und Fasten beim Reizdarm-Syndrom“
- Vortrag von Prof. Dr. med. Karin Kraft zum Thema „Phytotherapie beim Reizdarm-Syndrom“
- Vortrag von Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Hubert Mönnikes zum Thema „Neuro(bio)logische und psychologische Grundlagen des Reizdarm-Syndroms“





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